Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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Stiftablage des Monats

Mittwoch, 1. November 2017

Die Stiftablage des Monats November stammt im Gegensatz zu den bisher gezeigten aus aktueller Produktion.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: Pilot 2020, Pentel Black Polymer 999 2B.

Sie ist 22 cm lang, 10 cm breit, knapp 3 cm hoch aus 4 mm dickem Acryl gefertigt. Die vordere Kante ist schräg, um die Entnahme der Stifte zu erleichtern; vier Gummifüße ver­hindern ein Verrutschen. Die Ablage ist Teil einer Serie, zu der auch Briefablagen, Stifte­ständer und einiges mehr gehören, und kostet etwa 10 Euro.

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„Bleistiftspitz-Vorrichtungen”

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Der Bleistift braucht eine Spitze, und die machte man lange mit dem Messer. So ersannen findige Köpfe bereits vor 200 Jahren aufwändige „Bleistiftspitz-Vorrichtungen”, die das Spit­zen erleichtern sollten1, und genauso sperrig wie die Bezeichnung muten heute diese Apparate an.

In dem Buch „Bleistifte, Farbstifte, farbige Kreiden und Pastellstifte, Aquarell­farben, Tusche und ihre Herstellung nach bewährten Verfahren”, erschienen 1904 in A. Hartleben's Ver­lag2, beschreibt August Buchwald einige dieser Kontruktionen3. Eine arbeitete mit zwei unterschiedlichen Feilen und einer Federmesserklinge im Holzgehäuse, und in einer anderen drückte eine Feder den Bleistift auf eine Feile, wobei die Federkraft mittels eines über ei­nen Knopf gewickelten Bindfadens geregelt wurde.

„Bleistiftspitz-Vorrichtungen”

Die „Bleistiftschärfmaschine” Jupiter, patentiert 1896 und hergestellt von Guhl & Harbeck in Hamburg, war dem Autor offenbar besonders wichtig, denn ihr widmete er über zwei Sei­ten. – Buchwald erwähnt kurz die damals neuen „hütchenförmigen” Bleistiftspitzer aus Me­tall, bemängelt aber, dass sie ihren Zweck durch die meist ungleichmäßige Bewegung der Hand nicht erfüllen und sich die Schneidfläche des „Messerchens” schnell abnutzen würde.

Der Griff zum allgegenwärtigen Handspitzer aus Messing, Magnesium oder Kunststoff ist schon lange selbstverständlich, und so ist es heute wohl nur schwer vorstellbar, dass man mal mit dem stumpfen Bleistift losgezogen ist und eine dieser Maschinen in Gang gesetzt hat4.

  1. Der kegelförmig gebohrte Spitzer, Urform unserer heutigen Handspitzer, wurde zwar schon 1852 erdacht, doch es sollte noch ein halbes Jahrhundert dauern, bis er weite Verbreitung fand.
  2. Es gilt als das erste deutschsprachige Buch, dass diese Themen ausführlich behandelte.
  3. Buchwald betont auch die Notwendigkeit einer „feinen, wirklich konischen Spitze” für die Nutzung des Bleistifts mit dem Pantograph.
  4. Das Aufkommen des Handspitzers hatte jedoch nicht zur Folge, dass diese Maschinen ver­schwanden, wie die noch in den 1940er erhältliche IDUNA-2 der Idea-Maschinenfabrik von Hans Michaelis aus Leipzig belegt.

Blau-Weiß-Schwarz

Dienstag, 3. Oktober 2017

Wer es geschafft hat, sich eine Farbkombination als Markenzeichen schützen zu lassen, kann es sich auch leisten, nur mit dieser aufzutreten und auf jede weitere Kennzeichnung zu verzichten.

Blau-Weiß-Schwarz

Der japanische Hersteller Tombow brachte im November 1969 den Radierer MONO auf den Markt1 und wählte für ihn die Farben Blau, Weiß und Schwarz. Am 1. März 2017 gewährte das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie erstmals die Eintragung einer Farbkombination als Markenzeichen, und die erste geschützte Kombination ist die des Tombow MONO. Doch dass ausschließlich diese Farben die Pappmanschette dieses beson­deren Radierers zieren, hat einen anderen Grund: Man möchte Prüfungskandidaten ein Produkt anbieten, das den strengen Vorschriften für zu Prüfungen zugelassenen Dingen und deren Kennzeichnung entspricht2. Anstatt nun den Aufdruck auf das Nötigste zu re­duzieren, kann ihn Tombow aufgrund der Popularität dieser Farbkombination ganz weg­lassen3.

Blau-Weiß-Schwarz

Ja, die Rückseite sieht genauso aus; die Schmalseiten sind weiß.

Der minimalistische Radierer4 wurde Anfang August 2017 vorgestellt; er misst 43 × 17 × 11 mm und entspricht der kleinsten Ausführung PE-01A. – Vielen Dank an Yumiko für dieses Set!

Nachtrag vom 5.10.17: Einen vollständig weißen Radierer gibt es von Seed; auch dieser wird Prüfungskandidaten angedient. – Nebenbei: Der Tombow MONO wird von Seed her­gestellt.

  1. Genaugenommen gab es schon im September 1967 einen Radierer mit dem Namen MONO 100. Er hatte jedoch keine Manschette, war weiß-grau und wurde nur zusammen mit einem Dutzend des Bleistifts Tombow MONO 100 angeboten, der anlässlich des 55-jährigen Firmenjubiläums auf den Markt kam. – Quelle: The 100 Year History of Tombow Pencil (Tombow Pencil Co., Ltd., 2013).
  2. Bereits im Oktober 2015 hat Tombow eine Variante des „Mark Sheet”-Bleistifts auf den Markt gebracht, der nur das Logo, nämlich die Libelle, trägt.
  3. Ich denke allerdings, dass der Radierer aufgrund des fehlenden Strichcodes immer in einer Umverpackung verkauft werden muss.
  4. Dazu passt ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.”

Ein Etui für den Pollux

Montag, 2. Oktober 2017

Vor einer Weile bin ich auf La Hyuna aus Korea und ihre geschmackvollen Arbeiten auf­merksam geworden. Unter diesen befand sich ein Etui für den Faber-Castell Janus 4046, und so habe ich sie gefragt, ob ich bei ihr eines für den Möbius+Ruppert Pollux in Auftrag geben könne. Seit ein paar Tagen habe ich es nun.

Ein Etui für den Pollux

Das in hellbraun und grün gehaltene Etui ist hervorragend verarbeitet und passt perfekt. Der Druckknopf schließt sicher, aber nicht zu fest, und damit der auf der Innenseite liegen­de Teil des Druckknopfes den Spitzer nicht verkratzt, ist es abgedeckt.

Ein Etui für den Pollux

Meine Freude an dem Etui wurde noch größer, als ich erfahren habe, dass es ein Geschenk ist.

Ein Etui für den Pollux

Vielen Dank an La Hyuna für das schöne Stück!

Stiftablage des Monats

Sonntag, 1. Oktober 2017

Die Stiftablage des Monats Oktober kommt von LYRA.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: Möbius+Ruppert Pollux, Pantone Graphite HB.

Sie ist aus Holz, 23 cm lang, 7 cm breit und 1,4 cm hoch; vier halbrunde Rillen nehmen Stifte und Zubehör auf. – Ich habe dieses in Deutschland hergestellte und in meinen Au­gen attraktive Utensil vor vielen Jahren beim japanischen Anbieter Bundoki gekauft und hierzulande nie gesehen.

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Granate 1892

Dienstag, 26. September 2017

Das US-amerikanische Design-Patent1 Nr. 21864 vom September 1892 beschreibt eine Va­riante des als „Granate” bekannten Handspitzers.

Granate 1892

Hat die „Granate” auch heute noch vier Rändelungen2, damit man sie gut greifen kann, ist der im Patent gezeigte Spitzer mit vier Ringen aus jeweils acht Flächen versehen. Interes­santerweise hebt Stephen A. Davis, der Inhaber des Patents, hervor, dass die Vertiefung für das Messer nicht Bestandteil seines Designs ist. – Offen bleibt, ob dieser Spitzer tat­sächlich produziert wurde oder es bei dem Design-Patent blieb.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf dieses Patent!

  1. Vergleichbar mit dem Geschmacksmuster in Deutschland.
  2. Die Ausführungen für Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm (z. B. diese) haben nur drei Rändelungen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Sonntag, 24. September 2017

Heute ein kurzer Blick auf Blei- und Rotstifte von Shinwa, einem japanischen Anbieter von Messgeräten.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Stifte haben die übliche Länge von 17,5 cm, den Durchmesser von 7,7 mm und Minen in den Stärken 2,5 mm (Bleistift) bzw. 3 mm (Rotstift). Neben den englischen Kennzeich­nungen finden sich „工事用鉛筆 PRO” (etwa „Konstruktionsbleistift PRO”) sowie das Logo und der Name „シンワ” des Herstellers. Die Tauchkappe des Bleistifts trägt „HB” und die des Rotstifts „〈赤〉ふつう”, grob übersetzt „Rot normal”. Ich nehme an, dass diese Stifte für den Gebrauch z. B. in der Werkstatt gedacht sind, und so sei das an die 1980er Jahre erin­nernde Design verziehen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Verarbeitungsqualität der Stifte könnte etwas besser sein. Der dünne Lack hat einige Unregelmäßigkeiten und an manchen Kappen gibt es rote und blaue Flecken; zudem ist ein Rotstift leicht verzogen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Gespitzt mit dem Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 …

Die Qualität von Holz und Mine ist jedoch erfreulich. Beide Stifte machen im Kurbel- und im Handspitzer eine gute Figur, sind recht bruchfest und haben eine saubere Abgabe. Der Bleistift, dessen subjektive Härte etwa der des STAEDTLER Mars Lu­mograph B entspricht, gleitet und schwärzt gut, und der Rotstift, der wischfester ist als der Bleistift, hat eine or­dentliche Sättigung und ist vergleichsweise weich. Erwartungsgemäß lässt sich nur der Blei­stift radieren. – Beim Holz dürfte es sich um Weihrauch-Zeder handeln.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

… und dem Pollux von Möbius+Ruppert

Gekauft habe ich diese Stifte beim deutschen Versender Dieter Schmidt, wo sie im Dreier­pack zu 1,95 Euro (Bleistift) und 2,45 Euro (Rotstift) angeboten werden. Den Bleistift gibt es in H und HB und den Rotstift in Hart und Mittel. – Vermutlich wurden diese Stifte von einem OEM für Shinwa gefertigt, doch wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Pilot S15

Freitag, 15. September 2017

Pilot S15

(zum Vergrößern anklicken)

Pfiffige Köpfe haben herausgefunden, wie man das Griffstück des Druckbleistifts Pilot S20 gegen das des Pilot S10 tauschen kann. Die Bezeichnung S15 für diesen neuen Stift liegt natürlich nahe! – Bei Gelegenheit mehr dazu.

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