Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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Kurz notiert

Dienstag, 19. Juli 2016
  • Bereits vor einigen Monaten ist STAEDTLER bei den ergosoft-Stiften (Mars, Noris und einige Farbstifte) von imprägnierter Linde aus Ostasien (unten) auf unbehandelte Linde aus Europa (oben) umgestiegen.
    Staedtler Noris ergosoft
    Manche Händler haben noch beide Varianten. – Danke an STAEDTLER für die Details zum Holz!
  • Bei Espacenet fiel mir die Patentschrift für ein „Pencil Sharpening Footwear Device” auf.
    Pencil Sharpening Footwear Device
    Die Idee von Maritza H. Broche aus Tampa, Florida (USA) soll die Verfügbarkeit eines Bleistiftspitzers erleichtern, in dem dieser in der Schuhsohle untergebracht wird. Dabei nimmt die Öffnung in der Sohle nicht nur den Spitzer auf, sondern auch einen Radierer; letzterer muss entnommen werden, um den Spitzabfall zu entfernen. Eine ungewöhn­liche Idee!

Die perfekte Kombination

Montag, 18. Juli 2016

Die perfekte Kombination

STAEDTLER Mars Lumograph 100 B und Möbius+Ruppert Pollux

Kurz notiert

Mittwoch, 29. Juni 2016
  • Weitere beeindruckende Bleistiftschnitzereien von Cindy Chinn: „I Carved A Family Of Elephants Into A Pencil”.
  • Schon seit ein paar Wochen auf dem Markt ist der „Link-it” von Schneider, bei dem sich halblange Fineliner (0,4 mm) und Fasermaler (1,0 mm) in jeweils 16 Farben zu einem Stift mit zwei Enden zusammenstecken lassen. Ich habe mir aus Neugier die Teile für einen Rot-Blau-Stift zugelegt, denke aber schon jetzt, dass es dabei bleibt. Skeptisch bin ich vor allem beim Tank, der aufgrund der Stiftlänge und der Mechanik klein ausfal­len muss; hinzu kommt, dass die griffige Oberfläche ein Schmutzmagnet ist. – Bei Espacenet gibt es die Patent­schrift zum „Link-it”.

In Form

Sonntag, 12. Juni 2016

In Form

Mitsubishi 7700 mit dem Pollux von Möbius+Ruppert

M+R Pollux

Montag, 30. Mai 2016

Auf der Paperworld im Januar vorgestellt und seit vier Wochen auf meinem Schreibtisch: Der Pollux von Möbius+Ruppert.

M+R Pollux

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Besonderheit des Pollux ist sein gekrümmtes Messer, mit dem er eine lange, konkave Spitze mit einem Winkel von etwa 18,5° schneidet. Die Gestaltung des Pollux spiegelt die­se Spitzenform elegant wider.

M+R Pollux

Rechts die Granate.

Der Spitzer ist 28 mm lang, 15 mm dick, gut 24 g schwer und aus Messing gefertigt. Auf­grund seiner Geometrie benötigt er eigene Ersatzmesser; die herkömmlichen sind zu kurz. Die Verarbeitungsqualität des Pollux ist wie bei allen Produkten von M+R sehr gut1.

M+R Pollux

Von links: Pollux, Faber-Castell Janus 4048, KUM Longpoint 400-5L, CARL Decade DE-100, Granate.

Der Vergleich zeigt, dass die Spitze des Pollux nicht ganz so konkav ist wie die des Faber-Castell Janus 4048. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass die radial auf die Mine wir­kende Kraft deutlich geringer ist und sich somit auch weichere Bleistifte und sogar Farb­stifte problemlos spitzen lassen (ob das in allen Fällen sinnvoll ist, sei mal dahingestellt). Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass beim Janus 4048 die auf 0,6 mm Durchmesser re­duzierte Mine den Spitzer verlässt, der Pollux aber eine nadelfeine Spitze produziert.

M+R Pollux

Von links: Mitsubishi Hi-uni HB, STAEDTLER Mars Lumograph 6B, STAEDTLER Lumochrom 104-4, Mitsubishi Arterase Color 373.

Die Gebrauchseigenschaften des Pollux empfinde ich als sehr gut. Der Spitzer lässt sich gut handhaben, seine Rändelung ist angenehm und das Spitzen fällt leicht. Der Span ist mit durchschnittlich 0,26 mm sehr dünn und die Schnittflächen von Holz und Mine sind sauber.

M+R Pollux

Mir gefallen der Pollux und die Ästhetik der Spitze, die er schneidet, sehr gut, und so er­freue ich mich täglich an ihm. – Wann der Spitzer in den Handel kommen und wieviel er kosten wird, steht noch nicht fest.

Danke an Möbius+Ruppert für das Muster!

  1. Wer genau schaut, erkennt im zweiten Foto am unten Teil des Pollux kleine Kerben, die vermutlich beim Gleitschleifen durch das Aneinanderstoßen der Spitzer entstanden sind. Ich weiß nicht, ob man sie vermeiden kann, doch ohne sie sähe der Pollux vielleicht noch etwas besser aus.

„Janus”

Donnerstag, 28. April 2016

„Janus”

Werbemotiv 1910/1920

Danke an Faber-Castell für den Scan!

Granate 1938–1980

Freitag, 15. April 2016

Alte Kataloge von Möbius+Ruppert liefern weitere Details zur Geschichte des Handspitzers „Granate”.

Granate 1938–1980

1938

Der älteste Eintrag stammt aus dem Jahr 1938 und führt den Messingspitzer unter der Nummer 14/I auf. Es gab auch eine Variante aus „Elektron-Metall”, wie es damals hieß, also aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung; sie hatte die Nummer 14/II.

Granate 1938–1980

1960er Jahre

In den 1960er Jahren bot man nur noch die Magnesium-Ausführung an. Sie trug jetzt die Nummer 14/II und hatte statt der Rändel- eine Schlitzschraube aus Messing.

Granate 1938–1980

1971

Die Befestigung mittels einer Schraube und zweier Stifte behielt man bis in die frühen 1970er Jahre bei.

Granate 1938–1980

1975

Eine weitere Änderung bestand im Wegfall der beiden Stifte; wie jedoch das Messer ge­gen Verdrehen geschützt war, kann ich dieser Abbildung leider nicht entnehmen. Die „Granate” bekam nun die heute noch aktuelle Artikelnummer 6041.

Granate 1938–1980

1980

In der zweiten Häfte der 1970er Jahre legte man das Messer in ein Messerbett, wodurch es in Position gehalten wurde; daher stand es auch nicht mehr über und ließ den Spitzer gefälliger aussehen. Es musste dafür allerdings schmaler gemacht werden, und so gab (und gibt) es eigene Ersatzmesser nur für die „Granate”. – Die letzte konstruktive Änderung2 war der Umstieg von der im Haus gefertigten Messing- auf eine aus kaltem Draht gepresste Kreuzschlitzschraube von Laro (Italien)3.

Danke an Möbius+Ruppert für die Leihgabe der Kataloge!

  1. Genauer: Zuerst 604 0, später 604.0 und heute 0604.
  2. Zu Änderungen bei den Materialien und Fertigungsverfahren kann ich nichts sagen.
  3. Quelle: „Warenprobe: Das steckt alles in einem Spitzer”.

W.Z. № 47683

Dienstag, 12. April 2016

Ein weiteres Exponat im virtuellen Museum zum Spitzerklassiker „Granate”, und zwar aus Messing, für dicke Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm und mit einer inter­essanten Kennzeichnung.

W.Z. № 47683

Das Stück war in keinem guten Zustand, und so musste ich erst einen Frühjahrsputz1 vor­nehmen.

W.Z. № 47683

Dieses Modell hat die gleiche Form und Größe wie das bereits vorgestellte mit dem 1939 eingetragenen Warenzeichen 507558 und trägt ebenfalls die Prägung „GRANATE”. – Das Messer ist stumpf und schartig, so dass ich auf einen Funktionstest verzichtet habe.

W.Z. № 47683

Hier zu sehen ist jedoch das Warenzeichen 47683, das 1900 angemeldet und 1901 für Möller & Breitscheid eingetragen wurde; daraus schließe ich, dass der Spitzer von diesem Anbieter stammt und um die 100 Jahre alt ist.

W.Z. № 47683

Erst bei dieser „Granate” ist mir aufgefallen, dass sie – ebenso wie die mit dem Waren­zeichen 507558 – nur drei statt vier Rändelungen hat; letztere hielt ich immer für ein typisches Merkmal dieses Spitzers, das über die Jahrzehnte geblieben ist.

  1. Sehr hilfreich dabei war das Einweichen in der Sidol-Metallpolitur und das anschließende Bearbeiten mit einer alten Zahnbürste; die festsitzende Rändelschraube konnte ich mit Caramba Super Plus Vielzweck-Spray (heute Caramba Super Plus Premium Multiöl) lösen.
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