Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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Dienstag, 27. Juni 2017
  • Unter „Mit Plantage zur eigenen Holzversorgung” berichtete der pbs report bereits im Februar, dass STAEDTLER in Ecuador eine eigene Plantage aufbaut. Dort wird auf einer Fläche von rund 1800 Hektar Gmelina angebaut; in etwa sechs Jahren soll ein ange­schlossenes Werk die Produktionsstandorte in Deutschland, Indonesien und Thailand mit Brettchen versorgen. Es ist geplant, dass diese Plantage mittelfristig 35 bis 40 Pro­zent des Holzbedarfs des Unternehmens abdeckt.
  • Weibliche Bleistift-Fans finden bei Modcloth das passende Schuhwerk: Pencil Me In Leather Flat. – Danke an Andreas Weinberger für den Hinweis!

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Sonntag, 25. Juni 2017

Als großer Fan des Rot-Blau-Stifts musste ich bei einem besonders schönen Vertreter die­ser Gattung, dass sich gleich zweimal in einem Konvolut versteckte, sofort zugreifen1.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Stift hat mit 17,5 cm die Standardlänge und einen Durchmesser von 7,6 mm; die Mine ist 2,5 mm dick.

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Zu Farbe und Qualität der Mine kann ich nichts sagen, denn ich werde dieses kostbare Stück nicht anspitzen2. – Das Alter des Stifts kenne ich leider nicht, und zur Marke „Stork” habe ich auch nichts parat (das DMPA führt sie nicht auf).

J.S. Staedtler 3534 B Red & Blue Stork

Der Storch und der Schriftzug haben natürlich einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass ich bei diesem Stift schwach wurde!

  1. Eine Medaille für Selbstbeherrschung werde ich nie bekommen.
  2. Auch nicht das zweite Exemplar – dafür sind mir beide zu schade.

A.W. Faber 254x

Samstag, 24. Juni 2017

Hier einige historische Details zu den Minenhaltern 254x von A.W. Faber, die ich kürzlich gezeigt habe.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1900)

Erstmals angeboten wurden die – wie sie korrekt heißen – achteckigen Schraub-Klemm­stifte 2540–2543 im Jahr 1900; der damalige Warenkatalog führte sie in der Rubrik „Förs­terstifte”.

A.W. Faber 254x

Detail-Preis-Liste (um 1909)

In der um 1909 herausgegebenen Detail-Preis-Liste werden auch die zum Klemmstift pas­senden Minen angeboten. Blei- und Farbstifte zum Markieren waren für die verschiedens­ten Berufsgruppen unverzichtbar, doch in dieser Liste wird der Verwendungszweck keiner bestimmten Berufsgruppe mehr zugeordnet.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

In den späteren Jahren bleibt die Produktnummer gleich, aber die Form der Nickelspitze und die Stempelung variieren. Im Warenkatalog von 1952 wird der Klemmstift zusätzlich in Gelb aufgeführt (2544).

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

Die letzte Erwähnung findet dieser Klemmstift im Jubläumskatalog von 1961; in späteren Katalogen erscheint er nicht mehr. Möglich, dass ihm die Ausweitung des TK-Sortiments Konkurrenz gemacht hat oder die Kunden zu anderen Mitteln der Kennzeichnung gewech­selt sind.

Danke an Faber-Castell für die Scans und die Details!

J.S. Staedtler „Gladiator” 333S

Freitag, 23. Juni 2017

Heute nur ein schnelles Foto, und zwar vom blauen Farbstift J.S. Staedtler „Gladiator” 333S.

J.S. Staedtler „Gladiator” 333S

(zum Vergrößern anklicken)

Der „Gladiator” ist 11,7 mm dick und hat eine gut 4,5 mm starke Mine, die vergleichsweise hart, aber sehr sauber schreibt. Ich nehme an, dass er als sog. Magazinstift, also für das Markieren gedacht war. Sein Alter schätze ich auf 70 bis 80 Jahre.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den „Gladiator”!

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Donnerstag, 22. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers am 12. Juni 2017 hat Faber-Castell eine auf 15.000 Exemplare limitierte Edition der „Polygrade”-Bleistifte von A.W. Faber herausge­geben1.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Der „Polygrade” wurde 1837 in Paris vorgestellt2. Mit ihm kam zum ersten Mal ein Bleistift­sortiment auf den Markt, das mehrere Härtegrade in einem Set vereinte. Zudem wurde besonderen Wert auf die Gestaltung der Stifte und ihrer Verpackung gelegt, und an dieser hat man sich auch beim Jubiläumsset orientiert: Die zwölf Stifte in den Härten HHHHH bis BBBBB3 sind rund, schwarz lackiert, linksbündig goldfarben bedruckt und ungespitzt4. Den Deckel und die Innenseite der Schachtel zieren die Medaillen, die der „Polygrade” errungen hat5.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Zum Jubiläumset gehört eine 52-seitige Broschüre, die in acht Sprachen über die Unter­nehmensgeschichte A.W. Fabers und den „Polygrade” informiert.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Wie früher enthält die Innenseite des Deckels Details zu den Härtegraden und zur Verwen­dung der Bleistifte.

A.W. Faber „Polygrades”-Edition

Mir ist nicht so ganz klar, welches historische Original die Vorlage für dieses Jubiläumsset war. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Sets gab (siehe z. B. „A. W. Faber's Poly­grade Lead Pencils” bei pencil talk und „To Edith From Will” bei Contrapuntalism), kann das erste noch nicht mit den Medaillen geschmückt gewesen sein, mit denen es später ausge­zeichnet wurde.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Die runden, ungespitzten Bleistifte haben einen Durchmesser von 7,3 mm und 2 mm dicke Minen (die der Grade 4B und 5B sind 3 mm dick). Der matte Lack ist glatt und regelmäßig und der goldfarbene Prägedruck6 sehr sauber; eine Blindprägung gibt es nicht. Ebenso wie die Stifte7 zeigen auch der Karton und die Broschüre eine sehr gute Verarbeitungsqualität. – Noch konnte ich mich nicht dazu durchringen, die Stifte anzuspitzen8 und zu testen; ich vermute allerdings, dass man die Minen des 9000 benutzt hat.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Das „Polygrades”-Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Die Pressemitteilung gibt es hier.
  2. 1905 hat der Castell 9000 den „Polygrade” abgelöst.
  3. Diese Angabe der Härtegrade war damals üblich; auch STAEDTLER hat sie genutzt.
  4. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
  5. Auf der Rückseite heißt es:
    Limited Edition 2017
    In Honour of Lothar von Faber's 200th Birthday
    Faber-Castell AG ⋅ 90546 Stein ⋅ Germany
  6. Ich wüsste gerne, ob das Zeichen zwischen Härtegrad und „A.W. Faber” nur Dekoration ist oder eine Bedeutung hat.
  7. Angesichts der Maserung gehe ich davon aus, dass sie aus Weihrauch-Zeder gefertigt wurden (alles andere wäre diesen Bleistiften auch nicht würdig).
  8. Wollte ich das historisch korrekt machen, so müsste ich ein Messer nehmen, denn Spitzer, wie wir sie heute kennen, gab es zur Zeit der „Polygrades” noch nicht.

A.W. Faber 2540–2543

Montag, 19. Juni 2017

A.W. Faber 2540–2543

Heute nur ein Foto der Minenhalter 2540 bis 2543 von A.W. Faber, zu denen ich lediglich sagen kann, dass sie 5,6-mm-Minen aufnehmen und bemerkenswert schwer sind; das Alter und weitere Details kenne ich leider nicht.

Nachtrag vom 20.6.17: Der 2540 im US-amerikanischen Katalog von A.W. Faber des Jah­res 1960:

Aus dem Katalog von A.W. Faber (USA 1960)

(zum Vergrößern anklicken)

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Scan!

Nachtrag vom 24.6.17: Die hier gezeigten Exemplare dürften aus den 1950er Jahren stammen (siehe „A.W. Faber 254x”).

Kurz notiert

Sonntag, 18. Juni 2017
  • Eine schöne Idee sehr geschmackvoll umgesetzt: Tropical Bird Pencil Holder by BKID. – Danke an Michael Grote für den Hinweis!
  • Anfang 2017 vorgestellt und ab Juli für 49 Euro erhältlich: Der von Jasper Morrison ge­staltete Füllhalter LAMY aion. – Danke an Wowter für den Hinweis!

Kurz notiert

Mittwoch, 14. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers hat Faber-Castell eine limitierte Edition der „Poly­grade”-Bleistifte auf den Markt gebracht. Das Geschenketui enthält zwölf Stifte in 5H bis 5B, die wie das Original rund, schwarz lackiert, goldfarben bedruckt und ungespitzt sind1; bei der Gestaltung des Sets hat man sich an der alten Holzschachtel orientiert. Dazu gibt es eine 52-seitige Broschüre in acht Sprachen zur Unternehmensgeschichte A.W. Fabers und dem „Polygrade”, der 1837 in Paris auf den Markt kam und 1905 vom Castell 9000 abgelöst wurde. Das Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
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