Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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… mit einem Lächeln!

Dienstag, den 9. März 2010

Für das „Schreiben und Zeichnen mit einem Lächeln” diente Gilbert & Blanzy-Poure im Jahr 1959 mit dieser etwa 24 × 35 cm² großen Anzeige seine mechanischen und Holzbleistifte, Kugelschreiber und Bleistiftminen der Marke „Criterium” an.

Anzeige von Gilbert & Blanzy-Poure (1959)

Wie die hervorragende Website Leadholder informiert, brachte die französische Gilbert Pencil Co. 1939 automatischen Bleistift „Criterium” auf den Markt und hatte damit solch großen Erfolg, dass „Criterium” in Frankreich zum Synonym für den mechanischen Bleistift wurde. – Gilbert schloss sich 1945 mit dem Schreibgerätehersteller Blanzy-Poure zu Gilbert & Blanzy-Poure und 1960 mit Conté zu Conté-Gilbert zusammen; 1979 kaufte BIC das Unternehmen.

Anzeige von Gilbert & Blanzy-Poure (1959, Ausschnitt)

BIC hat auch heute noch Bleistifte im Sortiment, darunter die holzgefassten Gilbert 33 und Critérium 550, deren Namen an die Geschichte der Firma erinnern, sowie den klassischen 2,0-mm-Fallminenstift Criterium 2603, den es in Metall- und Kunststoffausführung gibt.

Schwarzes Gold

Donnerstag, den 4. März 2010

Als der französische Kaufmann Jean-Pierre Alibert Mitte des 19. Jahrhunderts im südlichen Sibirien nach Gold suchte, machte er eine ungewöhnliche Entdeckung. Die Brocken reinen Graphits, die er nahe Irkutsk fand, ließen ihn nach der Quelle suchen; 1947 ortete er diese schließlich auf dem Gipfel des Berges Batugol im Sajangebirge, gut 430 km westlich der ursprünglichen Fundstelle.

Blick in die Graphit-Mine des Batugol (Holzstich, ca. 1870–1885)

Blick in die Graphit-Mine des Batugol (Holzstich, ca. 1870–1885)

Erst nach sieben Jahren des mit unglaublichem Aufwand betriebenen Abbaus stieß er auf eine zweite Lagerstätte, deren Graphit die Alibert-Mine legendär machen sollte, denn in der Qualität stand dieser dem aus Cumberland in nichts nach.

Blick in die Graphit-Mine des Batugol (Holzstich, ca. 1870–1888; Ausschnitt)

Den zahlreichen Ehrungen Jean-Pierre Aliberts folgte im Jahr 1856 ein Exklusivvertrag mit der Bleistiftfabrik A.W. Faber, die fünf Jahre später die ersten Stifte mit sibirischem Graphit auf den deutschen Markt brachte; 1865 waren diese auch in Amerika erhältlich.

Anzeige für Bleistifte von Johann Faber mit sibirischem Graphit (USA 1888)

Anzeige für Bleistifte von Johann Faber mit sibirischem Graphit (USA 1888)

Die hohe Qualität des Graphits und dessen Kombination mit bayerischem Ton ermöglichten erstmals die Fertigung von Bleistiften in 16 reproduzierbaren Härtegraden, die unter dem Namen „Polygrades” in den Handel kamen und auf der Londoner Weltausstellung im Jahr 1862 gefeiert wurden.

(Warum ich das schreibe, wo es doch schon in Henry Petroskis Klassiker „Der Bleistift”, diversen Broschüren von Faber-Castell und auch unter „Looking for Gold, Finding Graphite: Faber, Alibert and the Siberian Mines” bei Palimpsest steht? Nun, ich konnte den Stich und die Anzeige bekommen und wollte beides nicht ohne Drumherum zeigen.)

Nachtrag vom 5.3.10: Hier noch ein paar Worte zu den Quellen der beiden Dokumente. Der 178 × 118 mm² große Holzstich war bei zwei eBay-Anbietern zu finden, wobei ihn der eine auf 1800–1870 und der andere auf 1885 datiert hat (dabei ist die erste Angabe sicher nicht ganz korrekt, gab es die Mine doch erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts). Eine weitere Suche förderte zwei Antiquariate zutage, die diesen Stich ebenfalls führen und die Jahre 1878 und 1888 angeben; eines nennt als Künstler Franz Schreyer.

Signatur auf dem Holzstich (unten links)

Signatur unten links

Die Signaturen auf dem Holzstich (wenn es denn welche sind) haben mir bis jetzt nicht weitergeholfen, ebenso wenig die Angabe „Vol. 11″ in der linken unteren Ecke des Blattes (sie ist in der hier gezeigten Reproduktion nicht zu sehen).

Signatur auf dem Holzstich (unten links)

Signatur unten rechts

Die Anzeige stammt laut eBay-Händler von 1888 und aus „Century Illustrated”, „Harpers” oder „Scribners”.

Ausgrabungen

Mittwoch, den 3. März 2010

Ebenso wie sicher noch viele andere, die sich eingehender mit der Geschichte des Bleistifts beschäftigen, ging auch die österreichische Zeitschrift „Der Papierhändler”* in ihrer 58. Ausgabe vom 15. Dezember 1950 davon aus, dass Friedrich Staedtler 1662 erstmalig als Bleistiftmacher erwähnt wurde und damit als der älteste seiner Zunft gilt. Kurz darauf erhielt das Blatt eine Zuschrift mit äußerst bemerkenswerten historischen Details, die diese Annahme widerlegen, und veröffentlichte in der 61. Ausgabe vom 1. Februar 1951 eine Richtigstellung. Dank meines sehr kundigen Lesers Herbert R., der mir freundlicherweise eine Kopie des betreffenden Artikels hat zukommen lassen, kann ich diese interessanten Aspekte mit meinen Lesern teilen. Ich zitiere:

Daß ein gewisser Friedrich Staedtler, der als Vater eines Täuflings im Jahre 1662 im Taufbuch von St. Lorenz in Nürnberg genannt ist, der erste Bleistiftmacher war, ist nicht richtig, denn es findet sich unter dem 7. Februar 1659 im Kirchenbuch von St. Lorenz eine Aufzeichnung, nach der Hans Baumann auf dem Johannis-Friedhof beerdigt wurde, der gelegentlich der Verheiratung seines Sohnes als „Schreiner dann Weißerbeiter und Bleystefftmacher” bezeichnet ist. Auch sein Sohn Hans, geboren 1642, übte den Beruf des Bleystefftmachers aus. Zur Zeit ist somit Hans Baumann d. Ä. der erste in Nürnberg namentlich erwähnte Bleistiftmacher, bei dem es noch dazu durch seine Herkunft aus dem Schreinergewerbe unzweifelhaft ist, dass er Bleistifte mit Holzhülle herstellte.

Der Verfasser der Einwendung hält jedoch auch Hans Baumann nicht für den Erfinder des Bleistifts und vermutet, dass die Erfindung wahrscheinlich viel früher und in einer ganz anderen Gegend gemacht wurde. Dabei verweist er auf einen Kupferstich eines Kölner Straßenhändlers aus dem Jahr 1589, der Bündel von Stiften verkauft; als Quelle nennt er die Historiker Johannes Bischoff und Franz Feldhaus. – Weiterhin heißt es:

Die ununterbrochene Reihenfolge der Vererbung des Bleistiftmachergewerbes von Friedrich Staedtler auf Paulus Staedtler ist historisch nicht nachzuweisen. Die Firma J.S. Staedtler wurde erst 1835 gegründet. Die Behauptung, daß Paulus Staedtler der erste Nürnberger Bleistiftfabrikant gewesen ist, ist insoferne falsch, als viel früher, nämlich um die Mitte des 18. Jahrhunderts, die jetzige Firma A.W. Faber-Castell am Rande Nürnbergs gegründet wurde und im Jahre 1806 Johann Froescheis die jetzige Johann Froescheis LYRA-Bleistiftfabrik gründete. Auch die angebliche Erfindung der heutigen Oelkreidestifte durch J.S. Staedtler im Jahre 1834 läßt sich widerlegen.

Einer Bewertung möchte ich mich enthalten, da ich nicht das dazu notwendige Wissen habe. Seit dieser Richtigstellung, deren Autor leider nicht angegeben wurde, sind jedoch fast sechs Jahrzehnte vergangen, und ich weiß nicht, ob es inzwischen neue Erkenntnisse gibt, die sie widerlegen oder bestätigen.

Vielen Dank an Herbert R. für den Artikel!

* „Der Papierhändler” war eine Halbmonatsschrift für die Interessen des österreichischen Papier- und Schreibwarenhandels, herausgegeben von Franz Bondi; gedruckt und verlegt hat sie Johann L. Bondi & Sohn in Wien-Perchtoldsdorf.

Joseph Dixon Crucible Co. 1902

Dienstag, den 2. März 2010

Der offiziellen Geschichte der Dixon Ticonderoga Company zufolge hat der amerikanische Erfinder und Produzent Joseph Dixon (1799–1869) im Jahr 1829, also zwei Jahre nach der Gründung seines Unternehmens „The Joseph Dixon Crucible Company”, als erster in den USA den holzgefassten Bleistift ersonnen und später dessen automatische Herstellung entwickelt; 1872 stellte sein Werk 86.000 Bleistifte pro Tag her.

Anzeige der Joseph Dixon Crucible Co. 1902 aus dem Jahr 1902

„Wo die Werte von Dixons Bleistiften geprüft wurden”, warb diese 65 × 100 mm große Anzeige aus dem Jahr 1902, „werden keine anderen verwendet” und hob die höchste Qualität der verwendeten Rohstoffe sowie die konstanten Härtegrade hervor.

Der 1913 markteingeführte Bleistift „Ticonderoga”, benannt nach dem Fort Ticonderoga im Staat New York, lieferte 1982 den zweiten Namensteil für die „Dixon Ticonderoga Company”, die nach dem Zusammenschluss mit der Bryn Mawr Corporation entstand. 2004 wurde Dixon Ticonderoga vom italienischen Hersteller FILA übernommen, zu dem seit 2008 auch LYRA gehört; auf diesem Weg und als „Temagraph” kommt das inzwischen klassische „Ticonderoga”-Design mit gelbem Lack, hellrotem Radierer und grüner, ring-angepresster Zwinge nun auch nach Deutschland.

Markiges Marketing (16)

Freitag, den 26. Februar 2010

Inzwischen recht selten anzutreffen sind diese farbenfrohen Reklamemarken, mit denen das traditionsreiche Unternehmen J.S. Staedtler aus Nürnberg vor wohl gut 80 Jahren die Stifte seiner Ende 1900 angemeldeten Marke „MARS” bewarb. Die beiden Stücke weisen zudem zwei Besonderheiten auf, denn ebenso wie die mindestens sechs anderen zu dieser Zeit ausgegebenen waren sie paarweise angelegt, wobei sie das Motiv teilten, und waren obendrein mit etwa 73 × 55 mm² ungewöhnlich groß.

Reklamemarken von J.S. Staedtler

Mich überrascht, dass diese Reklamemarken nicht das beworbene Produkt zeigen, sondern eine Schreibmaschine und (so wie ich es erkennen kann) einen Federhalter; Zubehör wie Tintenfass und Löschwalze fehlt. – Die Schrift am unteren Rand der Marken gefällt mir außerordentlich gut (aber das nur nebenbei).

Kleine Anmerkung: Als erste wirklich nutzbare Schreibmaschine Deutschlands gilt das Modell „Kosmopolit”, gebaut ab 1888 von der Hamburger Nähmaschinenfabrik Guhl & Harbeck, die knapp zehn Jahre später die Spitzmaschine „Jupiter” auf den Markt brachte.

Reklamemarken von J.S. Staedtler

Aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, dass es auf der einen Marke „seit 1662″ heißt, STAEDTLER aber in diesem Jahr „175 Jahre MADE IN GERMANY” feiert. Wie passt dies zusammen?

Die erste urkundliche Erwähnung des Bleistifts, wie wir ihn heute kennen, findet sich in den Nürnberger Ratserlässen aus dem Jahr 1662. Damals gab es einen Streit zwischen Friedrich Staedtler und der Schreinerzunft, die das Bleistiftmachen, d. h. das Einleimen der Graphitminen in genutetes Zedernholz, für ihr Handwerk beanspruchte. Das Rugsamt, eine sehr strenge Behörde zur Sicherung von Produktion und Handel sowie der städtischen Macht, untersagte zwar zunächst Friedrich Staedtler die Herstellung und den Verkauf von Bleistiften, doch letzterer konnte sich durchsetzen und seinen eigenen Betrieb gründen.

Der Name „Staedtler” tauchte danach erst wieder im Jahr 1835 auf, als Johann Sebastian Staedtler, ein Nachfahre Friedrich Staedtlers, die Genehmigung zur Bleistiftfertigung erhielt, und so missfiel dem Konkurrenten Faber-Castell, der selber nur eine 234-jährige Geschichte hatte, dass sich STAEDTLER 1995 in Werbeprospekten auf eine 333 Jahre alte Tradition berief. Der Rechtsstreit ging zu Gunsten des Klagenden aus, so dass STAEDTLER nun das 175. Jubiläum begeht.

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In Kürze

Dienstag, den 23. Februar 2010

Außer den drei hier gezeigten Varianten des Bleistift-Klassikers Othello 282 von STABILO gab es noch mindestens eine weitere, und zwar diese 85 mm kurze.

Der STABILO Othello 282 als Kurzbleistift

Was das Alter und den angestrebten Verwendungszweck dieses Stifts angeht, so kann ich nur spekulieren: Ersteres schätze ich auf etwa 70 Jahre, und bei letzterem vermute ich den Gebrauch mit einem Taschenkalender oder Notizbuch.

STAEDTLER WOPEX 2B

Mittwoch, den 17. Februar 2010

Nach seiner Vorstellung auf der Paperworld 2009 bekam der aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff coextrudierte und bisher nur in der Härte HB erhältliche Bleistift WOPEX von STAEDTLER in diesem Jahr die Grade 2H und 2B zur Seite; letzteren möchte ich kurz unter die Lupe nehmen und mit dem Mars Lumograph 100 2B aus gleichem Hause, den ich hier als Referenz heranziehe, vergleichen.

STAEDTLER WOPEX 2B

Der hexagonale, in einem dunklen Lachsrot gehaltene Bleistift, dessen Kanten recht stark verrundet sind, hat die gewohnten Maße, mit gut 8 Gramm aber mehr als das doppelte Gewicht seiner holzgefassten Pendants. Der silbern glänzende Prägedruck auf der samtig-griffigen Deckschicht des werksseitig gespitzten Bleistifts nennt Herkunftsland, Hersteller, Produktbezeichnung und Härte, während ein schwarzer Druck auf der gegenüberliegenden Fläche Strichcode, EAN, Artikelnummer, Produktionscode sowie das PEFC-Logo umfasst.

STAEDTLER WOPEX 2B

Ein Griff an die Spitzen der beiden Stifte überrascht, färbt doch die Mine des WOPEX die Finger erheblich weniger als die des Lumograph. Beim ersten Kontakt mit dem Papier und – je nach Kraft des Andrucks – auch noch eine Weile danach gibt die frische Spitze des WOPEX etwas mehr Minenmaterial als nötig und als der Lumograph ab, überzeugt dann aber durch eine sehr saubere und fast krümelfreie Abgabe. Es fällt sofort und positiv auf, dass die Mine des WOPEX ebenso leicht über das Papier gleitet wie die im Lumograph. Ob man das geringfügig Wachsige des WOPEX mag, ist eine Frage persönlicher Vorlieben; dem Schreibkomfort tut es wohl keinen Abbruch.

Beim Schreiben hatte ich den Eindruck, dass der WOPEX sparsamer im Gebrauch ist, ohne dies jedoch quantitativ erfassen zu können. Damit kann ich eine weitere der beworbenen Eigenschaften bestätigen. – Die Spuren des WOPEX sind erfreulich wischfest, womit er sich vom Lumograph abhebt. Die Reflexion des Abstrichs beider Minen ist nahezu gleich, doch bei der Schwärzung liegt der Lumograph deutlich vorne.

STAEDTLER WOPEX 2B

Den größten Unterschied zwischen dem WOPEX und dem Lumograph 2B konnte ich beim Radieren feststellen. Ließ sich die Schrift des Lumograph beinahe vollständig entfernen, so wollte mir dies beim WOPEX 2B auch mit anerkannt guten Radierern (STAEDTLER Mars plastic, Tombow Mono, uni Boxy, Läufer PLAST-0140) nicht gelingen. Natürlich hängt das auch von Andruck und Beschreibmaterial ab, und so fiel das Radierergebnis auf glatten Papier besser aus.

STAEDTLER WOPEX 2B

Der für das Spitzen des WOPEX im Handspitzer (hier der einfache und gute Dahle 53455) benötigte Kraftaufwand entspricht etwa dem für Holzbleistifte, doch meine mit einem Fräser arbeitende Kurbelspitzmaschine Carl Decade DE-100 stellte der extrudierte Bleistift arg auf die Probe. Ich vermute, dass sich das dichte und zähe Material des WOPEX leichter schälen als fräsen lässt und rate daher zur Verwendung eines Handspitzers.

Der WOPEX stellt zweifellos eine sehr bedeutende Entwicklung dar und bietet interessante Leistungsmerkmale in hervorragender Verarbeitung, womit er die Welt des Bleischreibens bereichert, doch auch wenn er mir im weichen 2B noch mehr zusagt als in HB, so bringt er mich nicht dazu, dem altmodischen, holzgefassten Bleistift untreu zu werden.

Die neuen Härtegrade des STAEDTLER WOPEX sind ab März/April einzeln und zusammen mit der HB-Variante auf zwei verschiedenen Blisterkarten erhältlich; die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 0,90 Euro für den einzelnen Stift.

Palimpsest

Mittwoch, den 17. Februar 2010

Online seit über einem Jahr, doch für mich eine Neuentdeckung: Das äußerst interessante Weblog „Palimpsest – On Writing Instruments” der Schriftstellerin und Historikerin Lito Apostolakou aus England. Ihre Themen sind so vielfältig wie spannend: Anton Tschechow und der zensierende Rotstift, die Umbenennung des „Mikado” nach „Mirado”, ein Bleistift mit versteckter Landkarte für Kriegsgefangene, der gelbe Lack des Koh-I-Noor und mehr – eine lebendige und bereichernde Mischung! Gefunden habe ich das Blog übrigens bei der Suche nach Informationen über die im Jahr 1885 durch den Franzosen Jean-Pierre Alibert entdeckten und von Johann Faber erworbenen Graphitmine im Berg Batugol bei Irkutsk im Süden Sibiriens.

Sehr sympathisch sind auch die Worte von Charles Dickens, die das Weblog zieren:

There is something very comfortable in having plenty of stationery.

Recht hatte er!

Pentel 1968

Montag, den 15. Februar 2010

Nach der Anzeige von Yasutomo & Co. aus dem Jahr 1967 hier ein weiteres Dokument aus der Frühzeit des Feinminenstifts, und zwar eine Werbung der Pentel of America Ltd. von 1968*. – Die Herkunft des Ausschnitts kenne ich leider nicht, doch da seine Rückseite Informationen über Türen und Fenster von Caradco zeigt, könnte er aus einem Magazin für Architekten stammen.

Pentel 1968

In den besten Kreisen anzutreffen waren der „CPA Sharp 5″, zweifellos ein Vorgänger des P200, sowie der „Graph”, den es in leicht veränderter Form auch heute noch gibt; beide wurden mit einem Minendurchmesser von 0,5 mm und mit Minen der Grade HB und härter angeboten. Hier überrascht mich, dass der mit Clip und Radierer besser ausgestattete „Sharp 5″ deutlich günstiger war als der „Graph”. – Den „continuous feed” des letzteren interpretiere ich nicht als automatische Minennachführung, denn diese Technik kam meines Wissens erst Ende der 1970er Jahre mit den „alpha-matic”- und „TK-matic”-Modellen von Faber-Castell auf den Markt.

* Beim Alter muss ich mich auch diesmal auf den Anbieter verlassen, denn der Ausschnitt selber trägt keine Jahreszahl in Klartext.

Nachtrag vom 6.3.10: Der Anbieter dieser Anzeige hat mir mitgeteilt, dass er sie der Zeitschrift „Progressive Architecture” entnommen hat; das Kürzel „PA-1268″ unten rechts könnte demnach für den Dezember 1968 stehen.

Bleistifte und Musik

Sonntag, den 14. Februar 2010

Das noch recht neue Weblog mit dem Titel „pencils and music” verwöhnt seine Besucher mit exzellenten Fotos und gehaltvollen Texten in einem stilvollen Layout. Für mich eine wahre Freude und uneingeschränkt empfehlenswert!

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