Monat: Juni 2010

Lob d. Abk.

Ausschn. d. berührungsempf. Bildsch. am Multifunkt.-Syst. Ricoh MP C4000

Diese ungew. Anz. am nützl. Multifunkt.-Syst. MP C4000 d. jap. Herst. Ricoh ver­deutl. auf beeindr. Weise, dass man notf. zahlr. Buchst. entf. kann. Vlt. nicht bes. anw.-frdl., aber außer­gew. ein­fallsr. – mein Kompl.!

Extrablatt

Die rasante Fort­be­we­gung des frü­hen 20. Jahr­hun­derts in gra­fisch reiz­vol­ler Form illus­triert die­ses 18 × 18 cm große Blatt, mit dem die Glocken-Bleistiftfabrik die Schau­ver­pa­ckung ihres Kopier­stifts „Repor­ter № 5961“ schmückte.

Extrablatt

Der für die Prä­sen­ta­tion im Laden gedachte Ver­kaufs­kas­ten mit Klapp­de­ckel ent­hielt einige Dut­zend Stifte und sah ver­mut­lich so aus:

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(Ich weiß, dass die Pro­por­tio­nen nicht ganz stim­men, aber als Nicht-Grafiker muss ich mit sol­chen und ande­ren Unzu­läng­lich­kei­ten beim Frei­hand­zeich­nen leben.) – Ein kur­zes und beherz­tes Wüh­len im Waren­la­ger brachte den Kopier­stift „Repor­ter 5958“ vom sel­ben Her­stel­ler ans Kunst­licht und vor die Linse.

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Der runde, dun­kel­grün lackierte und gold­far­ben bedruckte Stift beher­bergt eine metal­lisch glän­zende Mine, die schwarz schreibt und vio­lett kopiert.

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Notiz am Rande: Heute ist der dritte Jah­res­tag die­ses bun­ten Durcheinanders.

Familienangelegenheit

Die hier schon mehr­fach genannte J.S. STAEDTLER Inc. prä­sen­tierte im Januar 1959 allen Lesern der Zeit­schrift „Civil Engi­nee­ring“ den Zuwachs ihrer MARS-Familie.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959)

Der in Deutsch­land gefer­tigte MARS Lumo­graph Dura­lar 2830, erhält­lich in den Här­ten K1 bis K5, war gedacht für das Zeich­nen auf PET-Folie (bekannt unter den Mar­ken „Mylar“ sowie „Host­a­phan“) und ver­fügte als bis heute ein­zi­ger holz­ge­fass­ter Graphit-Stift die­ses Her­stel­lers über eine gebrannte Mine mit Polymerbindung.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Im Text der ganz­sei­ti­gen Anzeige genannt und auf dem Fami­li­en­foto ver­tre­ten waren viele bekannte Pro­dukte, dar­un­ter der Farb­stift Lumochrom und der Fall­mi­nen­stift Tech­nico, für den es auch Duralar-Minen gab. – Nach­fol­ger des Dura­lar 2830 war übri­gens der Dyna­graph 100.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Die iso­me­tri­sche Dar­stel­lung der Dinge finde ich sehr anspre­chend, und mich würde nicht wun­dern, wenn man sie im Hin­blick auf die Seh­ge­wohn­hei­ten der tech­nisch ori­en­tier­ten Kun­den gewählt hätte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Ja, hin und wie­der greift der Erb­sen­zäh­ler zum Faden­zäh­ler und dreht taucht ab …

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Pas­send dazu: Eine attrak­tive ½-Gros-Packung Mars Dura­lar gibt es bei pen­cil talk zu bestau­nen, und Lead­hol­der hält wei­tere Details zu den Stif­ten und Minen des Duralar-Sortiments bereit. – Wie das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt infor­miert, wurde die Marke „Dura­lar“ im Februar 1958 ange­mel­det und im Februar 2000 gelöscht.

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Markiges Marketing (17)

Reklamemarke von Johann Faber

Das leichte Glei­ten sei­nes „Apollo“-Bleistifts über das Papier bewarb Johann Faber auf die­ser wohl gut 90 Jahre alten Rekla­me­marke mit einem lus­ti­gen Ver­gleich. Ob jedoch die recht unkon­ven­tio­nelle Ski­stel­lung der Fort­be­we­gung zuträg­lich war und der schwarz lackierte Stift dabei als Balan­cier­stange oder zum leich­te­ren Auf­fin­den des Sport­lers diente, bleibt unklar.

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Einmal Japan und zurück

In Japan, so sagte man mir, gel­ten ange­spitzte Stifte als gebraucht, wes­halb die Her­stel­ler dort auf das Spit­zen ver­zich­ten. Bei man­chen Blei­stif­ten, die hier für den japa­ni­schen Markt gefer­tigt wer­den, lässt man daher eben­falls den Spitz­vor­gang aus.

Einmal Japan und zurück

Diese in Nürn­berg für Japan her­ge­stell­ten Exem­plare des Mars Lumo­graph von STAEDTLER haben eine weite Reise hin­ter sich, denn sie waren schon in ihrem Bestim­mungs­land. Ich konnte mir nicht ver­knei­fen, ein Dut­zend zu bestel­len, und wer jetzt einen ver­nünf­ti­gen Grund für die­sen Reimport sucht, wird kei­nen finden.

Vergangenheit

Vergangenheit

Erfas­sen ver­gan­ge­ner Zeit mit einem Werk­zeug aus ver­gan­ge­ner Zeit: Eine Schie­fer­ta­fel bei einem Bootsverleih.

Der elektrische Bleistift

Ganz ohne Gra­phit trat 1976 ein beson­de­rer Blei­stift als Werk­zeug zur Ver­schrift­li­chung von Gedan­ken an, näm­lich ein elektrischer.

Der elektrische Bleistift

Die von Michael Shrayer aus den USA ent­wi­ckelte Text­ver­ar­bei­tung „Electric Pen­cil“ gb es zunächst für Heim­com­pu­ter mit dem Pro­zes­sor 8080 von Intel, spä­ter dann für zahl­rei­che wei­tere Sys­teme (dar­un­ter auch DOS 1.0). Die Erwei­te­run­gen „Pen­cil Ace“ und „Pen­cil Tutor“ brach­ten Makros, Funk­ti­ons­tas­ten sowie eine Online-Hilfe in die Hände der Benut­zer und die letzte Ver­sion im Jahr 1981 den unge­wöhn­li­chen, aber deko­ra­ti­ven Här­te­grad 2.0 auf die Verpackung.

Mehr zum „Electric Pen­cil“ im Soft­ware­mu­seum der „Zeit“. – Danke an Mike Loe­wen für den Scan aus sei­ner Old Tech­no­logy Collec­tion!

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