Lexikaliker

Neun

Neun

Kisho ist heute neun! Und bevor die Party steigt, gibt es einen aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gang in der herbst­li­chen Morgensonne.

Herbst

Herbst

„Jetzt geht das wie­der los“, wer­den man­che beim ein­set­zen­den Herbst und dabei an Nässe, Trübe und Zer­fall den­ken. Ich aber freue mich auf die Far­ben, das Licht und die Stim­mung in die­ser Jah­res­zeit, und der obige Anblick, fest­ge­hal­ten wäh­rend der Mor­gen­runde mit Kisho vor zwei Tagen im Nord­os­ten Rüs­sels­heims, mar­kiert mei­nen per­sön­li­chen Herbstanfang.

100 Jahre DIN 476

Heute vor 100 Jah­ren wurde die DIN 476 ver­öf­fent­licht und damit die Grund­lage für unser Papierformat-System geschaffen.

100 Jahre DIN 476

Die Grund­sätze nach DIN 476: Benach­barte For­mate gehen durch Hal­bie­ren oder Ver­dop­peln aus­ein­an­der her­vor (links) und alle For­mate haben das glei­che Sei­ten­ver­hält­nis (1:√2, rechts); das Aus­gangs­for­mat der A-Reihe (A0) hat eine Flä­che von 1 m2.

Die Geschichte der Papier­for­mate (nicht nur nach DIN) wurde schon sehr oft behan­delt, so dass ich dies nicht auch noch tun möchte. Statt­des­sen emp­fehle ich zwei Bücher:

Als kleine his­to­ri­sche Bei­gabe gibt’s eine Über­sicht der Anwen­dun­gen der A-Reihe aus dem „Hand­buch für Papier und Büro­be­darf“ von Dipl.-Hdl. F. K. Reckert, erschie­nen 1949 im Max Schwabe Verlag.

100 Jahre DIN 476

Mit der ISO 216 vom Juni 1975 wur­den die For­mat­rei­hen A und B der DIN 476 zum inter­na­tio­na­len Stan­dard; ledig­lich in den USA und in Kanada1 wer­den sie nicht verwendet.

  1. Hier bin ich mir nicht sicher, da ich wider­sprüch­li­che Infor­ma­tio­nen gefun­den habe.

Hobonichi Techo 2023

Heute beginnt die „Hobo­ni­chi Techo 2023 Reveal Party“, bei der jeden Tag bis zum 24. August Neu­ig­kei­ten und inter­es­sante Details des popu­lä­ren japa­ni­schen Pla­ners vor­ge­stellt wer­den. Am 25. August wird das voll­stän­dige Sor­ti­ment für 2023 prä­sen­tiert, und am 1. Sep­tem­ber beginnt der Ver­kauf. – Nein, ich bekomme keine Pro­vi­sion, son­dern bin zah­len­der und sehr zufrie­de­ner Nut­zer des Hobo­ni­chi Techo im neun­ten Jahr.

Kurz notiert

  • Unter dem Titel „Gra­pho­gra­phy“ ist bereits im März 2020 ein sehr anspre­chen­des Web­log an den Start gegan­gen, das sich haupt­säch­lich mit his­to­ri­schen Zei­chen­ge­rä­ten befasst. Dar­auf auf­merk­sam gewor­den bin ich durch den Bei­trag zum STAEDTLER Gali­leo, in dem auf meine Vor­stel­lung die­ses Zir­kels ver­wie­sen wurde. Ich werde die­ses Web­log gespannt verfolgen!
  • Was man aus einem Blei­stift auch machen kann, zeigt die­ses Video. – Danke an Wow­ter für den Hinweis!
  • Auf die stra­pa­ziöse Arbeits­welt Japans spie­len die von dem japa­ni­schen Desi­gner Ishi­kawa Kazuya gestal­te­ten Radie­rer an. Ist die Haar­pracht der Radier­fi­gu­ren zu Beginn noch voll­stän­dig, so ver­schwin­det sie mit zuneh­men­dem Ein­satz, bis ledig­lich ein Haar­kranz übrig bleibt. Die Radie­rer sind in der Ent­wurfs­phase und noch nicht erhältlich.
  • The Pen Addict hat den neuen Blei­stift Mitsu­bi­shi 9800VB vor­ge­stellt, der sich durch einen anti­mi­kro­biel­len Lack auszeichnet.
  • Auf Red­dit ver­weist KovarD auf einen Tweet von 50&Co., in dem es hieß, Rot­ring hätte beim Druck­blei­stift 800 von Mes­sing auf Alu­mi­nium umge­stellt. Ein mög­li­cher Grund könnte die RoHS-Richtlinie sein, denn Mes­sing ent­hält zur bes­se­ren Bear­beit­bar­keit eine kleine Menge Blei; viel­leicht war die­ser Anteil bei dem im Rot­ring 800 ver­wen­de­ten Mes­sing grö­ßer als zuläs­sig. Eine Bestä­ti­gung dafür konnte ich jedoch noch nicht finden.
  • Eine unschätz­bare Hilfe bei der Iden­ti­fi­zie­rung und Datie­rung von Druck­blei­stif­ten des japa­ni­schen Her­stel­lers Pen­tel ist das „Pen­tel Pen­cils Iden­ti­fi­ca­tion Book“ auf Nimrodd’s Blog, das auf weit über 400 Sei­ten unzäh­lige Abbil­dun­gen, tech­ni­sche Infor­ma­tio­nen, Datums­an­ga­ben und wei­tere inter­es­sante Details bie­tet und sicher nicht nur für Samm­ler inter­es­sant ist. Danke an Jimmy Simp­son für die­ses Buch!

Nach­trag vom 25.7.22:

  • Jona­than A. Veley, Samm­ler von mecha­ni­schen Blei­stif­ten US-amerikanischer Her­stel­ler und Autor meh­re­rer Bücher, hat das auf­ge­kauft, was vom tra­di­ti­ons­rei­chen Unter­neh­men Auto­point noch übrig war. Unter „So, my dad owns a pen­cil com­pany now“ erzählt seine Toch­ter Hea­ther Veley, wie es dazu kam, und lie­fert wei­tere bemer­kens­werte Details.

Stiftablage des Monats (7)

Die Stift­ab­lage des Monats Juli stammt aus den Nie­der­lan­den und ist aus Bakelit.

Stiftablage des Monats

Fül­lung fürs Foto: Bruyn­zeel 1605 1B, Möbius+Ruppert Gra­nate

Sie misst 252 × 74 mm, ist 19 mm hoch und war Teil der Serie „Ronia“, zu der auch ein Stift­hal­ter und ein Roll-Löscher gehörte. Her­ge­stellt wurde die Stift­ab­lage kurz nach dem 2. Welt­krieg von dem in Zand­vort ansäs­si­gen Unter­neh­men Coro­dex, das weit über 300 Mit­ar­bei­ter beschäftigte.

Stiftablage des Monats

Mit gefal­len die schlichte Form, die inter­es­sante Mase­rung sowie die dunk­len Rot- und Brauntöne.

Stiftablage des Monats

Wei­tere Details zum Her­stel­ler fin­den sich in der nie­der­län­di­schen Bro­schüre „Bedri­jfs­fol­der van de Corodex-fabriek te Zand­vo­ort“ vom August 1948.

Vie­len Dank an Wow­ter für diese his­to­ri­sche Stiftablage!

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15 Jahre

15 Jahre

Zur Deko­ra­tion: Der Farb­stift Nr. 15 aus dem Landkartenstift-Set LYRA-ORLOW № 2736.

Die­ses Web­log fei­ert heute sein fünf­zehn­jäh­ri­ges Bestehen. Danke an alle, die trotz der Flaute in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der mal vor­bei­ge­schaut haben!

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