Stiftbrille

14. September 2008

Stiftbrille

Da habe ich aber nicht schlecht gestaunt, als mich kürzlich der kleine D. (6) angestrahlt hat: Auf den Bügeln seiner neuen Brille prangt ein kleiner Stift mit lächelndem Gesicht! Und dabei habe ich auf seine Entscheidung gar keinen Einfluss genommen … ;-)

Stille Beobachter (6)

10. September 2008

Wand-Ascher am Eingang des Bürgerbüros in Nauheim (Hessen)

Oh nein, auf dich falle ich ganz bestimmt nicht herein! Raffiniert getarnt als Helfer der Raucher beobachtest du sehr genau, wer im Nauheimer Bürgerbüro ein und aus geht, und auch deine unschuldige Beschriftung auf Barthöhe, mit der du vorgibst, ortsfremd zu sein, täuscht nicht darüber hinweg, dass du rund um die Uhr alles bestens im Blick hast.

 vorheriger | nächster 

Spitzer spitzen (2)

9. September 2008

Als Liebhaber des langen Konus und Jäger der spitzeren Spitze habe ich mich sehr über den Gehäusespitzer von Tombow gefreut, mit dem mich kürzlich Stephen von pencil talk überrascht hat.

Doppel-Gehäusespitzer von Tombow

Doppel-Gehäusespitzer von Tombow

Der Tombow-Spitzer trägt auf der Rückseite die Kennzeichnungen „SM-200WN” sowie „MADE IN JAPAN”, wobei die Zahl „200″ eingerahmt ist und damit an die in Japan wohl übliche Preisangabe erinnert. Er misst 42 × 32 × 24 Millimeter, wiegt 11 Gramm und liegt gut in der Hand; die Klingen schneiden sehr sauber und der Deckel schließt zuverlässig. Die Form des Spitzers ist ungewöhnlich, erinnern seine Seiten doch an ein Parallelogramm.

Beschriftung auf dem Deckel des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow

Beschriftung auf dem Deckel des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow

Ich kann leider nicht den ganzen Text auf dem Deckel des Spitzers lesen – lediglich えんぴつ (enpitsu), Bleistift –, vermute aber, dass er sich auf den Einsatz der zwei verschiedenen Spitzkonen bezieht. Dank dieser ist er für Blei- und Farbstifte gleichermaßen geeignet, wobei man die bruchempfindlicheren Minen der Farb- und der sehr weichen Bleistifte zweckmäßigerweise mit der kürzeren Klinge in Form bringt.

Die beiden Spitzkonen des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow

Die beiden Spitzkonen des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow (Rasterweite 5 mm)

Das Maß aller Langkonus-Dinge sind für mich die „Long Point”-Spitzer des fränkischen Herstellers KUM, ganz besonders das Modell 400 (”Metal Stenograph”).

KUM Long Point 400, Doppel-Gehäusespitzer von Tombow

KUM Long Point 400 (intensiv genutzt), Doppel-Gehäusespitzer von Tombow

Eine Gegenüberstellung zeigt deutlich, dass der Gehäusespitzer von Tombow fast an den KUM Long Point 400 herankommt:

Spitzkonen des KUM Long Point 400 (links) und des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow (rechts)

Spitzkonen des KUM Long Point 400 (links) und des Doppel-Gehäusespitzers von Tombow (rechts)

Auch im Vergleich mit anderen wie z. B. der Elektro-Spitzmaschine Dahle 230 oder dem hervorragenden Tisch-Spitzer Carl Decade DE-100 schneidet das Modell von Tombow sehr gut ab.

Spitzkonen (von links nach rechts): Tombow-Gehäusespitzer, KUM Long Point 400, Dahle 230, Carl Decade DE-100

Spitzkonen (von links nach rechts): Tombow-Gehäusespitzer, KUM Long Point 400, Dahle 230,
Carl Decade DE-100 (man beachte das außergewöhnlich axialsymmetrische und leicht konkave Spitzergebnis des letzteren)

Ich konnte nicht herausfinden, ob dieser Spitzer oder Ersatzklingen für ihn noch erhältlich ist, und bin daher für sachdienliche Hinweise sehr dankbar.

Doppel-Gehäusespitzer von Tombow

Doppel-Gehäusespitzer von Tombow
(hier deutlich zu sehen: die parallelogrammförmigen Seiten)

Vielen Dank an Stephen von pencil talk für den Tombow-Spitzer sowie an isu von the uncomfortable chair, der diesen Spitzer fast zeitgleich zu mir auf die Reise geschickt hat, doch dieses Exemplar ist bedauerlicherweise unterwegs verlorengegangen.

Nachtrag: Der Tombow-Katalog 2008 führt diesen Spitzer mit der Artikelbezeichnung KSA-121 in der Rubrik „Children's Stationery & Character” auf; erhältlich ist er in vier Farben (schwarz, blau rot und im hier gezeigten rosa) für jeweils 210 Yen. – いろ (iro) steht hier für „Farbe”, und so ist der rechte Spitzkonus tatsächlich für Farbstifte gedacht.

Nachtrag vom 21.4.09: Eine Alternative zum hierzulande nicht erhältlichen KSA-121 ist der Doppelspitzer von „PAPER and more”.

 vorherige | nächste 

Greifvogel

5. September 2008

Türfeststeller in Bickenbach (Bergrstraße)

Stille Beobachter (5)

2. September 2008

Spitzer CARL Decade DE-100

Auch wenn der Spitzer CARL Decade DE-100 aus Japan vorne sanft und gummigepolstert zu­packt und damit im Gegensatz zu seinen Kollegen hierzulande außer einer perfekten Spitze keine anderen Spuren am Bleistift hinterlässt, so schaut er hinten doch recht streng aus der Wäsche dem Gehäuse. Liegt es vielleicht daran, dass ihm der Rüssel so oft ver­dreht wird? Übel nehmen könnte man es ihm wohl kaum.

Übrigens: Bei pencil talk gibt es eine ausführliche und reich bebilderte Besprechung des CARL Bungu Ryodo BR-05, einem anderen hervorragenden Spitzer des gleichen Herstellers.

Nachtrag vom 9.7.09: Details zum Innenleben des DE-100 gibt es hier.

 vorheriger | nächster 

Pflasterpuzzle

27. August 2008

Schon toll, was man so alles unterwegs findet! Im hessischen Nauheim zum Beispiel gibt es ein kleines, in den gepflasterten Gehweg eingearbeitetes Puzzle.

Pflasterpuzzle

Leider hatte ich, als ich gestern daran vorbeikam, mein praktisches Brecheisen mal wieder nicht dabei, und so löse ich das Puzzle heute am Computer. Der erste Stein ist recht schnell am richtigen Platz:

Pflasterpuzzle

Beim zweiten und letzten Pflasterstein wird es schon etwas kniffliger, denn dieser muss, bevor er passt, um 180 Grad gedreht werden:

Pflasterpuzzle

Fertig! Die Lösung des Pflasterpuzzles zeigt eine Schulweg-Markierung.

Ideenschreiber

26. August 2008

Mit diesem pfiffig beschrifteten Bleistift macht die Initiative „Deutschland – Land der Ideen” auf sich aufmerksam.

Ideenschreiber

(zum Vergrößern anklicken)

Ganz gleich, ob sich die nach eigenen Angaben „für ein innovatives, zukunftsfähiges Land und seine begeisterungsfähigen Menschen” eintretende Initiative* aus Kostengründen für den Bleistift als Werbeträger entschieden oder dieses sehr einfache Schreibgerät ganz bewusst gewählt hat: „Die Werkzeuge arbeiten mit an unseren Gedanken”, erkannte bereits Friedrich Nietzsche, und so kommt der Bleistift als besonders unkompliziertes Schreibwerkzeug unseren Gedanken – und damit unseren hoffentlich guten Ideen – wohl am wenigsten in die Quere.

Vielen Dank an den zonebattler für diese Stifte!

* zu der ich hier nichts näheres sagen kann, denn ich kenne sie nicht gut genug.

Wundersame Welt der Waren (9)

24. August 2008

Eigentlich wollte ich ja wieder mal etwas über meinen Fetisch Interessensschwerpunkt schreiben. Themen gäbe es genug: Einen Langkonus-Gehäusespitzer von Tombow, um spitzer weiterzuspitzen, einen Bleistiftverlängerer von STAEDTLER Japan, das Maß aller Verlängerer-Dinge, einige über 50 Jahre alte Schraub-Klemmstifte, ein paar neue Details zu den Landkartenstiften von Eberhard Faber, drei historische, mit Rasierklingen arbeitende Spitzer, die zwar nicht mehr funktionieren, dafür aber bemerkenswert aussehen, diverse japanische Druckbleistifte mit hier gänzlich unüblichen 0,4-mm-Minen und einiges mehr.

Doch was mache ich? Ich suche mir einen Platz, an dem ich mich unbeobachtet fühle, blättere in dem Prospektstapel, mit dem mir gestern den Briefkasten verstopft wurde, und komme aus dem Staunen über die zwei ungewöhnlichen Haustiere, denen eine große Supermarktkette Auslauf verschafft, fast nicht mehr heraus.

Fernbedienbares Insekt

Während mir fernbedienbare Fahr- und Flugzeuge nicht unbekannt sind, hatte ich bisher noch keinen näheren Kontakt mit einem ebenso zu steuernden Insekt und wollte daran eigentlich auch nichts ändern – bis jetzt: Bei der vielversprechenden Aussicht auf eine fernbedienbare Kakerlake werde ich schwach und kann mir nun sehr gut vorstellen, dieses Elektro-Ungeziefer einem gründlichen Praxistest zu unterziehen (erst recht angesichts der Tatsache, dass eine Küchenschabe eigentlich gar nicht fliegen kann).

Der singende Hund

Als Hundeliebhaber blicke ich gerne auf zahlreiche ungewöhnliche Erfahrungen mit den meist lustigen Vierbeinern zurück (auch wenn der lange zurückliegende Biss in die Wade eher unlustig war), und gegen Gesang habe ich im Allgemeinen nichts einzuwenden. Der Gedanke an eine Kombination hingegen – und erst recht der Blick auf die hier abgebildete – macht mich schon ein bisschen unsicher: Singt dieses Ungetüm etwa so falsch wie es schlimm aussieht? (Wenn ja, so wäre die Preisreduktion um gut 27 Prozent mehr als gerechtfertigt.) Warum heißt das übellaunig wirkende Ungeheuer nicht „Singender Hund”, sondern „Der singende Hund”? Sollte es gar mehrere Varianten geben und wir hier das Original, das noch dazu in verschiedenen Modellen angedroht wird erhältlich ist, vor uns haben? Und um welche Art Hundefell handelt es sich bei „Funktionsplüsch”? Im täglichen Einsatz stelle ich mir diesen von Anfang an stubenreinen Moppel jedoch recht praktisch vor – das Gassi-Gehen entfällt, statt Leckerlis gibt’s Batterien und beim Kommando „Gib Laut!” schmettert er los (über sein Repertoire möchte ich hier indes nicht spekulieren).

Wann kommen der fernbedienbare Funktionsplüsch und die singende Kakerlake?

 vorherige | Wundersame Welt der Waren | nächste 


Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK