Brunnen

Frisch geerntet

Im Schreib­wa­ren­la­den frisch geern­tet: Der neue Blei­stift „SAVE NATURE ECO“ – ist das sein Name? – von Brun­nen, der bewor­ben wird mit „Her­ge­stellt aus Res­ten der Weizen-Ernte“ (!). Da ich mich hin und wie­der gerne durch die Wer­bung ver­füh­ren lasse und mit Pro­duk­ten von Brun­nen bis­her nur gute Erfah­run­gen gemacht habe, musste ich ihn unbe­dingt mitnehmen.

Frisch geerntet

Der extru­dierte, in drei Far­ben erhält­li­che Stift ist drei­flä­chig, 176 mm lang, 7,3 mm dick und mit 8 g gut dop­pelt so schwer wie ein holz­ge­fass­ter Blei­stift. Er hat stark ver­run­dete Kan­ten, eine etwa 2,3 mm dicke Mine und einen ein­far­bi­gen, sau­be­ren Prä­ge­druck ohne Här­te­grad­an­gabe; ein Auf­kle­ber trägt die GTIN 4003273665750, den Strich­code und die Arti­kel­num­mer 10-29 062.

Frisch geerntet

Es fällt auf, dass der Blei­stift recht leicht bieg­bar ist, und viel­leicht ist das der Grund dafür, dass kei­nes mei­ner sechs Exem­plare wirk­lich gerade ist. Wäre das noch ein erträg­li­cher Schön­heits­feh­ler, so sieht es bei der Mine, deren Här­te­grad sub­jek­tiv zwi­schen HB und F des STAEDTLER Mars Lumo­graph liegt, schon anders aus: Sie haf­tet spür­bar am Papier, schwärzt nur mäßig, hat bei fri­scher Spitze, auf der Poren sicht­bar sind, eine unsau­bere Abgabe und ist nicht bruch­sta­bil. Ihre Radier­bar­keit indes ist ordentlich.

Frisch geerntet

Spit­zen (von links): ab Werk, Kur­bel­spit­zer, Handspitzer

Beim Spit­zen im Hand­spit­zer zei­gen sich wei­tere Schwä­chen, denn mir ist die Spitze mehr­mals abge­bro­chen; auch wurde sie, wenn es funk­tio­niert hat, nie rich­tig spitz. Eben­falls nicht gut ist die Bin­dung von Mine und Schaft – der Hand­spit­zer löst Teile des Schaftmate­rials von der Mine, und beim Span fällt auf, dass sich die bei­den Kom­po­nen­ten sofort von­einander trennen.

Ich finde die Idee und auch die Auf­ma­chung der Blei­stifte gut. Die Qua­li­tät jedoch ent­täuscht mich und ent­spricht nicht der, die ich von Brun­nen gewohnt bin; zudem halte ich dafür den Stift mit 95 Euro-Cent für zu teuer. Inter­es­sant zu wis­sen wäre aller­dings noch, wel­che Teile des Wei­zens ver­wen­det und wo die Stifte her­ge­stellt wer­den. – Zu die­sen Blei­stif­ten wer­den ein Radie­rer aus Natur­kau­tschuk und ein Doppel-Gehäusespitzer aus Poly­ac­tid (PLA) ange­bo­ten, des­sen Design und Innen­le­ben mich sehr an den Ellip­tic Swing Green Line von Möbius+Ruppert erinnert.

Nach­trag vom 28.2.15: Ein Fach­mann sagte mir, dass der Schaft die­ses Blei­stifts weni­ger als 10% pflanz­li­che Fasern ent­halte. Damit kommt zu der gerin­gen Qua­li­tät der Ver­dacht, dass „SAVE NATURE“ und „ECO“ hier nicht so ganz passen.

Paperworld 2015

Vor einer Woche ging die Paper­world 2015 in Frankfurt/Main zu Ende; hier ein paar Notizen.

Paperworld 2015

Schon gewusst? Der Frank­fur­ter Mes­se­turm wird im Volks­mund „Blei­stift“ genannt.

Ich kann nicht ver­heh­len, dass sich bei mir über die Jahre eine gewisse Sät­ti­gung einge­stellt hat. Hinzu kommt eine Ver­la­ge­rung von der Breite in die Tiefe, d. h. wäh­rend ich mir frü­her gerne mög­lichst viel ange­se­hen habe, schaue ich heute lie­ber bei aus­ge­wähl­ten The­men genauer hin. So habe ich dies­mal eine enge Aus­wahl getroffen.

Nicht dabei waren u. a. Brun­nen, LAMY und Schwan-STABILO, doch letz­tere wer­den auf der erst­mals im Okto­ber statt­fin­den­den PBS1-Messe Insights X2 in Nürn­berg ver­tre­ten sein.

CARL, lei­der immer noch ohne deut­schen Ver­trieb, zeigte einen neuen Kur­bel­spit­zer im Design eines klei­nen Bahn­hofs. Er soll eine kon­kave Spitze pro­du­zie­ren, doch das kann ich nicht bestä­ti­gen. – Tom­bow bie­tet in Deutsch­land nach wie vor nur eine kleine Aus­wahl des im Hei­mat­land Japan erhält­li­chen Sor­ti­ments an, und im Gespräch hatte ich nicht den Ein­druck, als würde sich das in abseh­ba­rer Zeit ändern.

Bei Faber-Castell, KUM und LYRA konnte ich keine Neu­ig­kei­ten ent­de­cken. Faber-Castell hatte das Buch „Since 1761“ aus­lie­gen, was mich über­rascht hat, wurde es doch bis­her nicht bewor­ben (auch auf der Web­site wird es nicht erwähnt). – Am Stand von Schnei­der hat mich der sehr fein, leicht und sau­ber schrei­bende Sli­der Basic F beein­druckt3.

Atoma hat immer noch kei­nen Ver­trieb für Deutsch­land, aber ein­zelne Händ­ler bestel­len direkt in Bel­gien und kön­nen so eine Aus­wahl der Pro­dukte anbie­ten. Die Mit­ar­bei­te­rin, von der ich das erfah­ren konnte, hat mir in kür­zes­ter Zeit so viel wie mög­lich mit­zu­tei­len ver­sucht und mich dann mit „Gute Bes­se­rung“ ver­ab­schie­det. Das fand ich bemerkenswert.

Die meiste Zeit habe ich bei Viarco, Möbius+Ruppert, STAEDTLER und Caran d’Ache verbracht.

Viarco

Der por­tu­gie­si­sche Her­stel­ler mit über 100-jähriger Geschichte impo­niert mir immer wie­der, vor allem durch die Gestal­tung sei­ner Pro­dukte und ihrer Verpackungen.

Paperworld 2015

Am klei­nen, aber fei­nen Stand gab es Unge­wöhn­li­ches zu sehen wie z. B. das „Tablet“, eine Loch­platte mit varia­blen Gum­mi­band, auf dem Schreib- und Werk­zeug gehal­ten wer­den können.

Paperworld 2015

Inter­es­sant finde ich die „Art­graf Twins“ mit zwei 22 cm lan­gen Blei­stif­ten mit 4 mm dicker Mine, von denen der eine den Här­te­grad B hat und der andere was­ser­ver­mal­bar ist. – Mit im Bild der Art­Graf XL.

Paperworld 2015

Für erwäh­nens­wert halte ich auch die Farb­stifte mit den Sym­bo­len des Color­Add-Sys­tems, das Men­schen mit Farb­seh­schwä­chen die kor­rekte Iden­ti­fi­ka­tion von Far­ben vor­wie­gend im öffent­li­chen Raum ermög­licht. – In der Welt des Blei­stifts könnte es gerne noch mehr klei­ne Unter­neh­men wie Viarco geben, die unkon­ven­tio­nelle Ideen haben und umsetzen!

Möbius+Ruppert

Dem tra­di­ti­ons­rei­chen Unter­neh­men mit Sitz in Erlan­gen bin ich schon lange zuge­neigt, da mich des­sen Pro­dukte immer über­zeugt haben.

Paperworld 2015

Zu den Neu­ig­kei­ten gehö­ren ein Behälter-Doppelspitzer im aus­ge­fal­le­nen Design und ein Aufsteckspitzer.

Paperworld 2015

Der unschein­bar wir­kende Auf­steck­spit­zer hat es mir ange­tan. Die bei­den sau­ber verarbei­teten Kom­po­nen­ten des Spit­zers sit­zen sicher inein­an­der und las­sen sich gut ver­dre­hen; im geschlos­se­nen Zustand ras­tet das innere Teil ein. Für den Halt auf dem Stift sorgt ein O-Ring, der jedoch dreh­bar gela­gert ist, so dass sich der Stift beim Spit­zen leicht dre­hen lässt. Bei einem schnel­len Test hat das ein­ge­gos­sene Mes­ser einen etwa 0,25 mm dicken Span abgenommen.

STAEDTLER

Auch die Pro­dukte von STAEDTLER haben mich nie ent­täuscht, und so galt dem Stand die­ses Unter­neh­mens ein ein­ge­hen­der Besuch.

Paperworld 2015

Der Radie­rer Mars plastic fei­ert in die­sem Jahr 50-jähriges Jubi­läum. Pas­send dazu gibt es bereits seit Januar die Spit­zer 510 10 und 510 20 in einer gold­far­be­nen Ausführung.

Paperworld 2015

Die vor zwei Jah­ren ein­ge­führte Initium-Kollektion wurde um die Metallum-Schreibgeräte – Füll­hal­ter, Tin­ten­rol­ler, Kugel­schrei­ber und Dreh­blei­stift – mit einem Schaft aus elo­xier­tem Alu­mi­nium erweitert.

Paperworld 2015

Den pig­ment liner 308 gibt es nun auch in den Strich­stär­ken 1,0 und 1,2 mm sowie mit Keil­spitze, wobei ich letz­tere am inter­es­san­tes­ten finde.

Paperworld 2015

Zu dem 2013 vor­ge­stell­ten drei­flä­chi­gen Blei­stift mit Stylus-Funktion für Schreib­an­fän­ger kam mit dem Noris stylus pen­cil eine hexa­go­nale Vari­ante mit Stan­dard­durch­mes­ser. Er ist in blau, gelb und schwarz erhältlich.

Paperworld 2015

Seit Januar ist der 2013 gezeigte Noris color ver­füg­bar. Der durch Coex­tru­sion aus WOPEX-Material gefer­tigte Farb­stift, der jetzt „Noris colour“4 heißt, wird in 24 Far­ben ange­bo­ten. – Im Gegen­satz zum Noris eco, bei dem drei von sechs Flä­chen schwarz sind, hat der Noris colour das echte Noris-Design mit zwei gegenüberlie­genden schwar­zen Flä­chen und zwei gegen­über­lie­gen­den schwar­zen Kantenstreifen.

Paperworld 2015

Den Noris colour konnte ich noch vor Ort tes­ten; seine Eigen­schaf­ten haben mich sehr beeindruckt.

Caran d’Ache

Der Auf­tritt von Caran d’Ache stand im Zei­chen des 100-jährigen Fir­men­ju­bi­lä­ums.

Paperworld 2015

Selbst­ver­ständ­lich habe ich gleich meine Gedan­ken zum Holz der „Les Crayon de la Mai­son Caran d’Ache“-Sets aus­ge­spro­chen. Der Mit­ar­bei­ter, mit dem ich sprach, machte den Ein­druck, als wisse er genau, wovon ich spre­che, und reagierte sehr diplo­ma­tisch. Sei­ner Ant­wort konnte ich nicht nur ent­neh­men, dass meine Ver­mu­tun­gen zum Mate­rial rich­tig sind, son­dern auch, dass er die Unklar­heit etwas bedau­ert. – Neben dem gro­ßen Sor­ti­ment, das durch die Farb­stifte beherrscht wurde, gab es einige Jubiläums-Sets zu sehen, dar­un­ter eines mit dem Blei­stift Tech­no­graph 777 und ein ande­res mit einem Fixpencil.

Paperworld 2015

Das Technograph-Set5 ent­hält vier Blei­stifte in den Här­te­gra­den HB, B, 2B und 3B und ei­nen Einfachst-Magnesiumspitzer von Eisen. Ver­gli­chen mit dem alten Tech­no­graph hat­ten die Blei­stifte im Set einen ver­gleichs­weise rau­hen und ungleich­mä­ßi­gen Lack; dar­auf ange­sprochen sagte mir ein Mit­ar­bei­ter, dass man auf Was­ser­lack umge­stellt habe. Ebenso wie die Lackie­rung der Blei­stifte finde ich den Magne­si­um­spit­zer des Jubi­lä­ums nicht wür­dig, und da es sich bei dem Inhalt des Sets um regu­läre Arti­kel han­delt, halte ich den Preis von 22 Euro für zu hoch6.

Paperworld 2015

Von ganz ande­rem Kali­ber ist der mit 45 Euro zwar nicht bil­lige, aber ein­zig­ar­tige Fix­pen­cil, denn diese Vari­ante mit einem Schaft aus gebürs­te­tem Alu­mi­nium mit cm- und Inch-Skala ist nur in die­sem Jubiläums-Set erhält­lich. – Zur Geburts­tags­kol­lek­tion gehö­ren außer­dem der Prismalo-Aquarellstift, der Kugel­schrei­ber 849 und der Kugel­schrei­ber Ecri­dor.

Paperworld 2015

Anspre­chend fand ich zudem die Blei­stifte der GRAFIK-Serie, die es außer mit den Spielkar­ten-Symbolen auch noch in vier kon­trast­rei­chen Farb­kom­bi­na­tio­nen mit unter­schied­lich ge­formten Griff­nop­pen gibt.

Paperworld 2015

Auch Caran d’Ache bie­tet Luxus-Schreibgeräte an. Die auf 888 Stück limi­tierte Serie „Year of the Goat“ hat einen Schaft mit Chi­nal­ack und Sil­ber; der Kugel­schrei­ber kos­tet 2300 Euro und der Füll­hal­ter 2600 Euro.

Paperworld 2015

Sol­che Dinge mag und brau­che ich nicht. Ich bleibe beim ein­fa­chen Blei­stift und habe mich daher sehr über die zwei pfif­fig gestal­te­ten Jubiläums-Bleistifte gefreut, die wie die Schach­tel in den Schwei­zer Far­ben gehal­ten sind, wobei der weiße ein rotes und der rote ein wei­ßes Käpp­chen hat. Ein in mei­nen Augen sehr geschmack­vol­les Wer­be­ge­schenk!7

Paperworld 2015

Das war’s für die­ses Mal – die nächste Paper­world öff­net am 30. Januar 2016 ihre Tore.

  1. Papier, Büro, Schreib­wa­ren.
  2. Ich würde zu gerne wis­sen, wie man auf die­sen beknack­ten Namen gekom­men ist.
  3. So weit ist es gekom­men – ich schaue mir einen Kugel­schrei­ber an und finde den auch noch gut.
  4. Dem auf­merk­sa­men Beob­ach­ter wird auf­fal­len, dass die aus dem WOPEX-Material gefer­tig­ten Blei- und Farb­stifte nicht mehr „WOPEX“ hei­ßen, son­dern unter den Namen „Noris“ lau­fen. Der Begriff „WOPEX“ ver­schwin­det von den Blei­stif­ten und tritt nur noch als „WOPEX MATERIAL“ mit eige­nem Logo in Erschei­nung.
  5. In der Beschrei­bung die­ses Sets war bis ges­tern unter „Eigen­schaf­ten der Stifte“ die Angabe „zehn­schich­tig“ ent­hal­ten (in der eng­li­schen Vari­ante hieß es „10 ply“), was mich an Sperr­holz (ply­wood) hat den­ken las­sen. Auf meine Anfrage hat mir Caran d’Ache mit­ge­teilt, dass „10 ply“ die Schicht­di­cke angibt und „zehn­schich­tig“ eine schlechte Über­set­zung wäre (und dass der Tech­no­graph aus kali­for­ni­scher Zeder gefer­tigt würde). Heute fehlt die­ses Detail, doch in der deut­schen Beschrei­bung des dicke­ren Graf­wood fin­det sich noch „8 plys“ (eng­lisch: „8 ply“).
  6. Der Tech­no­graph 777 kos­tet ein­zeln knapp 2 Euro.
  7. Wenn ich sehe, was Caran d’Ache zum 100-jährigen Jubi­läum auf­ge­fah­ren hat, wun­dere ich mich erneut dar­über, dass es zum 250-jährigen von Faber-Castell nichts gab.

Paperworld 2012 (3)

Eber­hard Faber, 1978 bis 2009 Teil von STAEDTLER und seit 2010 bei Faber-Castell, war auf der par­al­lel zur Paper­world statt­fin­den­den Crea­tive World vertreten.

Paperworld 2012 (3)

Neu­ig­kei­ten fie­len mir nicht auf, dafür aber der Umstand, dass sehr vie­les in China herge­stellt wird. – Für sein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm bekannt ist Stan­dard­graph. Am Stand des im baye­ri­schen Gerets­ried ansäs­si­gen Unter­neh­mens zu sehen war ein Klas­si­ker im neuen (bes­ser: trans­pa­ren­ten) Gewand.

Paperworld 2012 (3)

Der ebenso ein­fa­che wie ele­gante Gedess-Minenspitzer besteht aus nur vier Tei­len und wurde bereits 1940 paten­tiert; ich freue mich, dass er nun in zwei Vari­an­ten erhält­lich ist.

Paperworld 2012 (3)

Der DUX DX4260 ist eine deko­ra­tiv erwei­terte Vari­ante des spar­sa­men und hier schon gezeig­ten DX4112 nach einem Vor­bild aus den 50er Jahren.

Paperworld 2012 (3)

Selbst­ver­ständ­lich war ich auch bei Brun­nen, habe ich doch immer wie­der Freude an den Pro­duk­ten die­ses Hau­ses. Im umfang­rei­chen und inter­es­san­ten Sor­ti­ment auf­ge­fal­len sind mir u. a. das A7-Notizbuch der „Kompagnon“-Reihe und die far­ben­fro­hen Radierer.

Paperworld 2012 (3)

Ein Besuch bei RUMOLD, dem tra­di­ti­ons­rei­chen Anbie­ter von Zei­chen­ge­rät und -zube­hör, stand eben­falls auf mei­nem Plan.

Paperworld 2012 (3)

Im Gespräch konnte ich eini­ges zu den Pro­duk­ten und ihrer Her­stel­lung erfah­ren, aber lei­der auch, dass die Lineale mit Zelluloid-Facette nicht mehr gefer­tigt wer­den (dar­un­ter die­ses kleine, aber feine Exem­plar). Es gibt jedoch noch Rest­be­stände in den Län­gen 10, 20 und 40 cm, die der Fach­han­del bestel­len kann. – Unten im Bild eine Tuchelle, die zudem in einer kali­brier­ten Aus­füh­rung ver­füg­bar ist.

Paperworld 2012 (3)

Der Auf­tritt von Möbius+Ruppert stand im Zei­chen des 90-jährigen Fir­men­ju­bi­lä­ums, und so gab es auch his­to­ri­sche Spit­zer zu bestaunen.

Paperworld 2012 (3)

Viele Spit­zer von M+R sind Klas­si­ker und immer noch in der gewohnt hohen Qua­li­tät zu ha­ben (die „Gra­nate“ dürfte jedem Bleistift-Liebhaber ver­traut sein).

Paperworld 2012 (3)

Neben den „Black Line“ wurde der Dosen­spit­zer M+R 950 in vier neuen Farb­kom­bi­na­tio­nen vor­ge­stellt. Letz­te­rer hat es mir beson­ders ange­tan, so dass er dem­nächst aus­führ­li­cher zu sehen sein wird.

Paperworld 2012 (3)

Am Stand von STAEDTLER auf der Crea­tive World zeigte ein über­di­men­sio­na­ler Block FIMO Soft einen Schwer­punkt des dies­jäh­ri­gen Auftritts.

Paperworld 2012 (3)

Neu im Sor­ti­ment ist ein FIMO-Set mit einem Kugel­schrei­ber und einem Füll­hal­ter ohne Schaft, die mit Phan­ta­sie und der Ofen­k­nete fer­tig­ge­stellt wer­den kön­nen. Was bekannte FIMO-Künstler dar­aus gemacht haben, zeig­ten einige Exem­plare, die man für einen guten Zweck ver­stei­gern wird.

Paperworld 2012 (3)

Als alter Bast­ler habe ich über den Kleb­stoff „100%“ von Pat­tex1 gestaunt.

Paperworld 2012 (3)

Einige Merk­male die­ses Kleb­stoffs zeigte ein hoh­les Ei, das mit die­sem über­zo­gen war: Man konnte es fal­len las­sen, ohne dass es zer­brach, und wenn man es ein­drückte, so hielt der Kle­ber die Bruch­stü­cke der Schale zusammen.

Paperworld 2012 (3)

Neues auch bei den Schreib­ge­rä­ten: Den vor drei Jah­ren vor­ge­stell­ten Blei­stift WOPEX gibt es jetzt in Schwarz sowie in je zwei Lila- und Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Pas­send zum schwar­zen WOPEX wer­den ein schwar­zer Spit­zer und ein eben­sol­cher Radie­rer angeboten.

Paperworld 2012 (3)

In kräf­ti­gen Far­ben prä­sen­tier­ten sich der Druck­blei­stift triplus 776 und die auf ihn abge­stimmten Minen­röhr­chen; zudem bekommt man den gra­phite 779 nun auch in drei Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Das war’s für die­ses Jahr – die nächste Paper­world öff­net am 26. Januar 2013 ihre Pforten.

  1. STAEDTLER ist seit Okto­ber 2009 Ver­triebs­part­ner der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pat­tex.

Basteln mit dem Lexikaliker (10)

Hier wird gebas­telt, was das Zeug hält, und dies­mal hält die Bas­te­lei einen (wer hätte das gedacht?) Blei­stift. Dem bekla­gens­wer­ten Umstand, dass kaum noch jemand Zeit hat, trage ich aus­nahms­weise mal Rech­nung, denn das, was ich heute vor­schlage, ist nicht nur bil­lig, nütz­lich und ziem­lich albern, son­dern auch blitz­fix umgesetzt.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel

Nicht alle Notiz­bü­cher, Klemm­bret­ter und andere Hilfs­mit­tel zur hand­schrift­li­chen Erfas­sung von Infor­ma­tio­nen erlau­ben das An- oder Ein­ste­cken des benö­tig­ten Schreib­werk­zeugs. Schnelle Abhilfe schafft da ein klei­nes Stück Heft­pflas­ter (ich bevor­zuge Hansa­plast Clas­sic), wel­ches wir an geeig­ne­ter Stelle so anbrin­gen, dass es unser Schreib­ge­rät zuver­läs­sig hält. Sehr zupass kom­men uns hier übri­gens das wei­che und damit stift­scho­nende Innere des nicht­kle­ben­den Abschnitts, die Dehn­bar­keit sowie die hohe Kle­be­kraft des Pflasters.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel in einer Hansaplast „Classic”-Schlaufe

Selbst­ver­ständ­lich sind den Varia­ti­ons­mög­lich­kei­ten kaum Gren­zen gesetzt.

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Lineal + 2

Nach aller­lei His­to­ri­schem und grenz­wer­tig Alber­nem heute ein genauer Blick auf die zweite Lineal-Neuheit neben dem „Snap-it“, mit der Brun­nen allen viel­sei­tig Akti­ven gleich drei nütz­li­che Geräte in einem anbietet.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Das 310 mm lange und gut 50 g leichte Lineal mit mil­li­me­ter­ge­teil­ter 30-cm-Skala nutzt seine Breite von 45 mm für ein durch­ge­hen­des 5-mm-Raster mit vier wei­te­ren Millimeter-Skalen und erleich­tert damit wie ein Geo­drei­eck das Zeich­nen par­al­le­ler Gera­den. Hier fällt posi­tiv auf, dass die Ska­len und das Ras­ter auf der Unter­seite ange­bracht sind und somit ein par­al­la­xe­freies Able­sen mög­lich ist.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Doch nicht nur zum Zeich­nen eig­net sich die­ses 3 mm dicke Lineal, denn in die der Facette gegen­über­lie­gende Kante wurde eine 1 mm breite Stahl­schiene ein­ge­las­sen und das Zube­hör so für die Nut­zung mit einem Mes­ser taug­lich gemacht. Pfif­fig: Das Metall steht einen hal­ben Mil­li­me­ter her­vor, so dass ein Ver­kan­ten der Klinge nicht zur Beschä­di­gung des Line­als führt.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Drei 70 mm lange Sili­kon­strei­fen hal­ten das Lineal beim Zeich­nen und Schnei­den zuver­läs­sig in Posi­tion, und ihre schwar­zen Abde­ckun­gen auf der Ober­seite tra­gen zum attrak­ti­ven Äuße­ren bei.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Die Ver­ar­bei­tung des aus Acryl gefer­tig­ten Line­als, das der Her­stel­ler unter der Artikel-Nummer 10-49 780 im Pro­dukt­ka­ta­log für Schü­ler lis­tet, ist sehr gut – die Kan­ten sind sau­ber, der Rutsch­stopp sowie die Metall­kante sorg­fäl­tig befes­tigt und der Auf­druck ist ein­wand­frei. Mein Fazit: Ein prak­ti­sches, hoch­wer­ti­ges und mit 8,50 Euro ver­gleichs­weise güns­ti­ges Pro­dukt für den Schreib- und Bas­tel­tisch nicht nur des Schülers.

Rüssel und Radierer (1)

Ob klein und schwarz oder grau und groß, als schlan­ker Schat­ten­spen­der oder kul­tu­rel­ler Stütz­pfei­ler – den lie­bens­wür­di­gen und in zahl­rei­chen Vari­an­ten auf­tre­ten­den Rüs­sel­tie­ren fühle ich mich nicht nur als lang­jäh­ri­ger Bür­ger Rüs­sels­heims aufs Engste ver­bun­den, und so ist es mir ein sehr gro­ßes Ver­gnü­gen, hier und heute gleich drei wei­te­ren gemüt­li­chen, gedächt­nis­star­ken und zudem gegen den Gra­phit antre­ten­den Dick­häu­tern sowohl Aus­lauf als auch die ver­diente Auf­merk­sam­keit ver­schaf­fen zu dürfen.

Radiergummi 300/40 von Koh-I-Noor

Aus dem Gehege des tra­di­ti­ons­rei­chen und in Tsche­chien ansäs­si­gen Her­stel­lers Koh-I-Noor stammt der erste aus dem Trio. Schlicht mit „300/40“ benannt macht er dem Gra­phit den Gar­aus, und was dem mit 8 × 23 × 37 mm recht klei­nen Kerl an kör­per­li­cher Größe fehlt, gleicht er durch den Ein­satz des ihm bei­gege­be­nen Schleif­mit­tels mehr als aus.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Groß und weich war der Radier­gummi „Ele­fant“, für den sein Erzeu­ger Ferd. Marx & Co. in Han­no­ver vor etwa 90 Jah­ren mit die­ser attrak­ti­ven Rekla­me­marke warb. Eine impo­sante Gestalt, mit der sich wohl selbst ein har­ter Blei­stift nur äußerst ungern ange­legt hätte!

Beweglicher Elefanten-Radierer von Brunnen

Die­ser elas­ti­sche, 35 mm große Akro­bat schwingt im Rah­men der Aktion „Fans of Earth“ des Anbie­ters Brun­nen seine Hufe und nimmt mit sei­ner hohen Gelen­kig­keit zwei­fel­los eine Son­der­stel­lung unter den gerüs­sel­ten Radie­rern ein. Woher jedoch sein über­rasch­ter Blick her­rührt, wollte er mir bis­her nicht verraten.

Rüs­sel und Radie­rer | nächste →

Zackoflex!

Hoch­wer­tige Schreib-, Werk- und Mess­zeuge haben nicht nur die zweite Wort­hälfte gemein­sam, son­dern auch die Eigen­schaft, nicht über­all erhält­lich zu sein, so dass man zuwei­len recht lange suchen muss, um etwas wirk­lich gutes zu fin­den. Fin­den ohne zu suchen konnte ich dank mei­nes viel­sei­ti­gen Kol­le­gen D. bereits vor einer gan­zen Weile ein prak­ti­sches und in mehr­fa­cher Hin­sicht schnel­les Meter­maß, das ich hier vor­stel­len möchte.

BMI Quicky

Für mich schon lange unver­zicht­bar ist das her­vor­ra­gende Band­maß 490 MET3 von BMI. Die­ses Unter­neh­men, die Baye­ri­sche Maß­in­dus­trie A. Kel­ler GmbH aus dem baye­ri­schen Hers­bruck, ent­wi­ckelt und pro­du­ziert in Deutsch­land und hat in sei­ner über 50-jährigen Fir­men­ge­schichte zahl­rei­che inno­va­tive Pro­dukte erfolg­reich auf den Markt gebracht. Ein neuer Knül­ler die­ses Her­stel­lers ist das unge­wöhn­li­che Qui­cky, der (so BMI) „Zoll­stock von der Rolle“, doch die­ses pfif­fige Gerät unter­schei­det sich von sei­nem geglie­der­ten Pen­dant in weit mehr als nur der Form und hat sogar sei­nem nächs­ten Ver­wand­ten, dem Band­maß, eini­ges voraus.

BMI Quicky

Mit 53 × 59 × 26 mm und 57 Gramm hat das in den BMI-typischen Far­ben Rot und Weiß gehal­tene Qui­cky unge­fähr die Größe eines Standard-Bandmaßes, ist aber leich­ter. Die drei Teile, aus denen es besteht, sind schnell iden­ti­fi­ziert: Eine etwa halb­runde Kunststoff-Schiene mit U-Profil, bedruckt mit dem Hersteller- und dem Pro­dukt­na­men, ein Gum­mi­ring sowie ein 16 mm brei­tes und knapp ¼ mm dickes Maß­band aus rost­freiem, weiß lackier­tem Edel­stahl mit 2-Meter-Skala, Millimeter-Duplex-Teilung und einem ange­nie­te­ten End­stück aus Kunststoff.

BMI Quicky

Gleich am Anfang trägt das Qui­cky Anga­ben zu Gesamt­länge, Genau­ig­keit (hier: ±0,7 mm nach EGII) und Her­stel­ler. Im zwei­ten Dezi­me­ter fol­gen die Prüf­be­schei­ni­gungs­num­mer der Physikalisch-Technischen Bun­des­an­stalt und die Num­mer der Zeich­nun­gen, die BMI dort hin­ter­legt hat.

So, genug der Details und ran an das Ding!

Der Griff zum und der genaue Blick auf das Qui­cky zeigt des­sen hohe Fer­ti­gungs­qua­li­tät. Es gibt weder Grate noch schar­fen Kan­ten, und der Lack sowie der Druck auf dem 0,18 mm dün­nen, hoch­fle­xi­blen Stahl­band sind sau­ber auf­ge­bracht und sehr widerstandfähig.

BMI Quicky und Knackfrosch

BMI Qui­cky (bista­bi­ler Knack­frosch) und Knack­frosch (mono­sta­bil und vom Qui­cky sicht­lich beeindruckt)

Ein grif­fi­ges Ende zum Abrol­len des Ban­des braucht das Qui­cky nicht, denn statt einer Feder sorgt hier der sog. Knackfrosch-Effekt für den siche­ren Halt im auf­ge­roll­ten Zustand. Ein­satz­be­reit gemacht wird das Band durch Umkni­cken des Endes, und da es sich hier um die bista­bile Vari­ante des Knack­fro­sches han­delt, behält das Band diese umge­knickte und in Längs­rich­tung leicht zur Skala hin gewölbte Form bei. Nun genügt das ein­fa­che Kip­pen des Qui­cky in Rich­tung des her­aus­ste­hen­den Maß­bands, um es her­aus­glei­ten zu las­sen; beim Zurück­kip­pen berührt der Gum­mi­ring die Innen­seite des Maß­bands und bremst es. Das zu einer Schleife ver­nie­tete Ende des Maß­bands ver­hin­dert, dass es sich kom­plett aus der Hal­te­rung löst.

Die Hand­ha­bung des Qui­cky ist denk­bar ein­fach und kom­for­ta­bel, denn seine Wöl­bung macht es so steif, dass man senk­recht und waag­recht mes­sen kann, ohne es anle­gen zu müs­sen. Auch ist der Gebrauch des Qui­cky zum Anzeich­nen und als Lineal mög­lich, da es flach auf­liegt. Zum Auf­rol­len schiebt man das Band in die Füh­rung zurück, in der es sich selbst­tä­tig ein­rollt, und arre­tiert es durch Zurück­kni­cken des Endes. – Eine Flash-Animation zum Qui­cky fin­det sich hier.

Das mei­ner Ansicht nach rund­herum emp­feh­lens­werte Qui­cky kommt in einer Falt­schach­tel aus Kar­ton und wird für gut 5 Euro angeboten.

Brunnen „Snap it”

Wer das Qui­cky gerne in kur­zer Aus­füh­rung hätte, z. B. um es bequem im Schrei­b­etui zu ver­stauen, wird in dem „Snap it“ von Brun­nen fün­dig. Die­ses auf einen Durch­mes­ser von 45 mm ein­roll­bare 30-cm-Lineal teilt mit dem Qui­cky die Funk­ti­ons­weise und einige andere Merk­male, denn es kommt eben­falls von BMI, die es in Deutsch­land exklu­siv für Brun­nen fertigt.

Brunnen „Snap it”

Das gerade ein­mal 8 Gramm leichte „Snap it“ bie­tet neben der 30-cm-Skala mit Millimeter-Teilung einen Zir­kel­ein­stich­punkt zur prä­zi­sen Radi­en­ein­stel­lung. – Die Qua­li­tät von Mate­rial und Ver­ar­bei­tung ent­spricht der aus­ge­zeich­ne­ten des Quicky.

Brunnen „Snap it”

Die Gestal­tung der bei­den aus rotem Kunst­stoff gefer­tig­ten und auf­ge­nie­te­ten End­stü­cke ist ver­gleichs­weise auf­wän­dig; ich weiß nicht, ob damit noch ein wei­ter Zweck ver­folgt wurde als das mühe­lose Auf­neh­men des aus­ge­roll­ten, flach­lie­gen­den Lineals.

Brunnen „Snap it”

Ebenso wie das Qui­cky finde ich das sport­li­che „Snap it“ äußerst nütz­lich, und so kann ich auch letz­te­res trotz des rela­tiv hohen Prei­ses von 4 Euro sehr empfehlen.

Zum Schluss: In Kürze gibt es in die­sem Thea­ter Web­log wie­der ein Rät­sel, und bei die­sem wird ein Qui­cky zu gewin­nen sein. Ich hoffe auf rege Teil­nahme mei­ner geschätz­ten Leserschaft!

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