Conté Indiana № 1073

7. Juli 2017

Heute nur ein Foto, da mir die Gestaltung dieses Bleistifts und seiner Verpackung sehr gut gefällt.

Conté Indiana № 1073

Leider kann ich zum Conté Indiana № 1073 nichts sagen.

Ein Bleistift verschwindet

5. Juli 2017

Ende 2015 hat STAEDTLER die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumo­graph vorgestellt. Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, und die Härtegrade 7B und 8B enthalten nun keinen Ruß mehr. Neu sind der Lumograph Black in 2B, 4B, 6B und 8B mit hohem Rußanteil. Damit verschwindet der alte Lumograph 7B.

Ein Bleistift verschwindet

Manche Händler haben noch Restbestände, und so trifft man ihn zuweilen zusammen mit dem neuen 7B an. Während die Mine des alten aufgrund des Rußanteils mattschwarz ist, lässt der hohe Graphitanteil des neuen die Mine grau glänzen.

Ein Bleistift verschwindet

Wer gerne den alten 7B benutzt hat, sollte sich jetzt noch Restbestände sichern. – In­teressant zu wissen wäre, ob die Mine des neuen Black 8B der des alten 8B entspricht; falls nicht, würde letzterer ebenfalls verschwinden.

Anmerkung: Die Grade 7B und 8B des Lumograph, der am 1. August 1930 eingeführt wurde, kamen als EXB und EX-EXB auf den Markt. Später änderte man die Bezeichnungen zu EB und EE und in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu 7B und 8B. In Thailand war der Lumograph EE jedoch so beliebt, dass man den Namen dort noch eine ganze Weile behalten hat. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Rezeptur dieser beiden Grade geändert wurde (siehe dazu auch „The hunt for the EE grade pencil” bei pencil talk).

Schwan Kartothello

2. Juli 2017

Aus dem Museumskeller dieses Weblogs: Das Landkartenschreiber-Etui „Kartothello” Nr. 1411 von Schwan im Set mit Zubehör.

Schwan Kartothello

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Im Vergleich zu ähnlichen Sets ist es reichhaltig ausgestattet: Neben fünf Farbstiften ent­hält es einen Spitzer, einen Radiergummi, einen kurzen Bleistift1, einen Verlängerer sowie einen Kilometermesser aus Metall. – Unnötig zu sagen, dass der Radiergummi seine beste Zeit lange hinter sich hat.

Schwan Kartothello

Die runden, werkseitig gespitzen Farbstifte haben offene Enden und 4 mm dicke Minen, die fest und kreidig sind; beim verwendeten Holz tippe ich auf Zeder2. – Man beachte die pfiffige Schreibweise des Firmennamens, der hier als „Schwan” und „Swan” gelesen wer­den kann und damit mehrsprachig wird.

Schwan Kartothello

Der hexagonale Bleistift der Marke „Othello” hat den Härtegrad 1 (= B) und schreibt be­merkenswert leicht und sauber.

Schwan Kartothello

Mit dem Kilometermesser ließen sich für vier verschiedene Kartenmaßstäbe die Strecken von der Karte ablesen und mithilfe der aufgedruckten Umrechungen daraus die Marsch­leistung, d. h. die pro Tag voraussichtlich zurückgelegte Strecke, ermitteln.

Schwan Kartothello

Wie diese Reklame aus dem Jahr 1938 belegt, handelte es sich bei den Produkten der Marke „Kartothello” um „[a]bwischbare Farbkreiden und -Stifte zur militärischen Karten­beschriftung”.

Schwan Kartothello

Es fällt auf, dass die Stifte in dieser Reklame lackiert und anders bedruckt sind. Sollten die­se Abbildungen korrekt sein, so könnten die hier gezeigten unlackierten späteren Datums sein.

Schwan Kartothello

Neben dem Set mit Zubehör gab es noch eines nur mit Farbstiften. Die in meinem Exem­plar sind lackiert und tragen das zudem sog. „Schwan-Auge”3; ihre Minen sind weicher und mit 4,5 mm etwas dicker.

Schwan Kartothello

Die deutschen Etiketten auf dem Deckel und im Inneren wurden mit englischsprachigen überklebt4.

Schwan Kartothello

Für mich ein interessantes Stück Schreibwaren-Geschichte!

Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauter­bach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.

  1. Diese kurzen Stifte werden oft als „Halbstifte” bezeichnet.
  2. Genauer: Weihrauch-Zeder.
  3. In Anlehnung an den Namen des Firmengründers Gustav Adam Schwanhäuser wurde der Schwan 1875 als Bildmarke eingetragen.
  4. Die Nummer auf dem Produkt (1411) passt nicht zu der in der Reklame (1412).

Sonntag

2. Juli 2017

Sonntag

Sonntag

Sonntag

Sonntag

Stiftablage des Monats

1. Juli 2017

Die Stiftablage des Monats Juli stammt aus der DDR der 1970er Jahre.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: LaurelClips, Umschlag-Klammern von MAUL, Norica-Büroklammern von HEICO, Möbius+Ruppert Pollux, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B.

Sie ist 215 × 120 mm groß, 22 mm hoch und aus einem sehr harten, mir unbekannten Kunststoff gefertigt. Auf der Unterseite befindet sich ein Symbol, das mir nichts sagt.

Stiftablage des Monats (Detail)

Für mich ein farbenfrohes Schmuckstück, das man nicht alle Tage antrifft!

Presseschau

30. Juni 2017

„In der Wochenend-Beilage der FAZ stand etwas über den Palomino Blackwing 602″, sag­te man mir, und ich habe mir diese Ausgabe1 geholt. Vorweg: Es hat sich nicht gelohnt.

Die Vorgeschichte: Der Blackwing 602 von Eberhard Faber kam 1934 in den USA auf den Markt und wurde bis 1998 produziert. Er gilt zu Recht als einzigartig, hat sehr viele Fans und erzielt bei Auktionen immer wieder hohe Preise. California Cedar, Lieferant von Bleistift­brettchen und Anbieter von Bleistiften, hat 2010 die Rechte am Namen „Blackwing” er­worben und wenig später erst den Palomino Blackwing und dann den Palomino Blackwing 602 herausgebracht. Das Marketing für diese Bleistifte suggerierte unter anderem, als wür­de der alte Blackwing 602 wieder produziert (was nicht stimmt). Man führte auch berühm­te Autoren, Komponisten usw. als Blackwing-Nutzer auf, die jedoch in manchen Fällen noch nicht einmal den Blackwing 602 von Eberhard Faber, geschweige denn die Kopie von CalCedar benutzt haben (mehr dazu unter „Facts, Fiction, and the Palomino Blackwing Ex­perience” auf The Blackwing Pages).

Presseschau

Im Artikel „Eine schöne Handschrift” in der Rubrik „Das will ich haben” schwärmt der Autor davon, „welches Vergnügen es bereitet, mit einem Bleistift zu schreiben, dessen Seele aus japanischem Graphit gefertigt ist”, doch soweit ich weiß, kommt der Graphit im Palomino Blackwing nicht aus Japan2. „Nach altem Rezept wird Wachs zugegeben, um einen noch weicheren Lauf zu erzeugen”, heißt es weiter, aber es fehlt der Hinweis darauf, dass die Imprägnierung mit Wachs (genauer: Paraffin) nichts Blackwing-typisches, sondern bei Blei­stiften üblich ist und der Hersteller des Palomino Blackwing die Minenrezeptur des Originals von Eberhard Faber nicht kennt.

Der Autor ist begeistert: „Mag sein, dass die Euphorie beim Schreiben mit dem Blackwing auch dem feierlichen Gefühl geschuldet ist, mit einem Werkzeug zu arbeiten, mit dem John Steinbeck seine »Straße der Ölsardinen« geschrieben und Leonard Bernstein die No­ten seiner »Westside Story« aufs Papier gesetzt hat.”3 Dies erinnert an das Marketing von Moleskine, das den Eindruck erweckt, Ernest Hemingway hätte ein Moleskine-Notizbuch gehabt. Es folgt das altbekannte Witzchen mit dem Radierer als „Delete-Taste” am Ende des Bleistifts und die an junge Leute gerichtete Beschreibung eines Spitzers4, und ich fra­ge mich, für wie dämlich der Leser gehalten wird. Mit der Behauptung „Das Unternehmen nahm die Tradition von Eberhard Faber wieder auf” folgt der Autor treu dem irreführenden Marketing von CalCedar – da freue ich mich, dass der Artikel so kurz ausgefallen ist.

Ich habe natürlich nicht erwartet, dass der Autor z. B. auf den kulturellen Vandalismus durch CalCedar eingeht, doch etwas Besseres als reines Marketinggeschwurbel mit sach­lichen Fehlern hätte ich der FAZ schon zugetraut.

  1. 17. Juni 2017.
  2. Immerhin wird dieser Bleistift in Japan hergestellt, nämlich von der KITA-BOSHI Pencil Co., Ltd.
  3. Hier war der Autor pfiffig, denn mit „Werkzeug” hat er vermieden zu sagen, dass die genann­ten Personen den Palomino Blackwing benutzt haben.
  4. Warum sollen junge Leute keinen Spitzer mehr kennen?

Kurz notiert

27. Juni 2017
  • Unter „Mit Plantage zur eigenen Holzversorgung” berichtete der pbs report bereits im Februar, dass STAEDTLER in Ecuador eine eigene Plantage aufbaut. Dort wird auf einer Fläche von rund 1800 Hektar Gmelina angebaut; in etwa sechs Jahren soll ein ange­schlossenes Werk die Produktionsstandorte in Deutschland, Indonesien und Thailand mit Brettchen versorgen. Es ist geplant, dass diese Plantage mittelfristig 35 bis 40 Pro­zent des Holzbedarfs des Unternehmens abdeckt.
  • Weibliche Bleistift-Fans finden bei Modcloth das passende Schuhwerk: Pencil Me In Leather Flat. – Danke an Andreas Weinberger für den Hinweis!
  • In Peru aus Seetang hergestellt: Der BioPencil (eine Besprechung gibt es bei Lung Scetching Scrolls). – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis!

Shibas!

26. Juni 2017

Gestern hatte unser Kisho Besuch von seinem Bruder Shiro und seiner Mutter Inka, und zum Spaziergang kam Noriko hinzu. Alle Zwei- und Vierbeiner hatten einen sehr schönen Sonntag!

Inka, Kisho und Shiro; vorne: Noriko.

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