22. Mai 2013
In der „Frankenschau” des Bayerischen Fernsehens vom 5. Mai 2013 gab es einen Beitrag über die Erlanger Spitzerhersteller Möbius+Ruppert und KUM; unter „Europaweit spitze: Bleistiftanspitzer aus Erlangen” kann man ihn noch anschauen.
Stichwörter: KUM, Möbius+Ruppert, Spitzer
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22. Mai 2013
Hält den Bleistift an der Brille: Der Grip Clip. Pfiffig!
Stichwörter: Zubehör
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21. Mai 2013
Manchmal werde ich nach einem guten Handspitzer gefragt. Die Antwort fällt mir leicht, gibt es doch inzwischen nur noch sehr wenige Modelle, die ich für empfehlenswert halte.

Faber-Castell Janus 4048, Möbius+Ruppert 604 („Granate”)
Nein, die „Long Point”-Modelle von KUM gehören nicht mehr dazu. Warum? Nach einiger Zeit habe ich festgestellt, dass sie (ebenso die mit ähnlichem Konuswinkel arbeitenden Spitzer) zuviel abtragen, und nicht nur bei teuren Bleistiften ist ein Span mit zuweilen über 0,4 Millimetern einfach zu dick. Hinzu kommt der Umstand, dass bei einer größeren Spandicke die radial auf die Mine wirkende Kraft größer ist und so die Mine häufiger bricht. Eine Bastelei am KUM 400 macht ihn zwar sparsamer, verschlechtert aber die Geometrie. Kurz: Zu diesen Spitzern kann ich nicht länger guten Gewissens raten.
Aber welchen dann? Ganz einfach – meine Favoriten sind der Faber-Castell Janus 4048 und der Möbius+Ruppert 604, bekannt als „Granate”. Kleiner Wermutstropfen: Wie schon bei meinen Top Two der Bleistifte wird nur noch einer von beiden produziert, nämlich die „Granate”.

Spitzen: Faber-Castell Janus 4048, Möbius+Ruppert 604
Die „Granate”, deren Geschichte bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht, ist ein Klassiker und sicher den meisten Bleistiftnutzern vertraut. Hervorragend in Gestaltung, Verarbeitung und Handhabung lässt dieser Spitzer keine Wünsche offen. Sein Messer mit der Rockwell-Härte 65 ist austauschbar, hält aber sehr lange und bringt nach meinen Erfahrungen auch Farbstifte zuverlässig in Form. Die aus Messing gefertigte „Granate” kostet um die 2 Euro und ist jeden Cent wert.

Vergleichsweise spät entdeckt habe ich den Janus 4048 von Faber-Castell. Er geht zurück auf den Janus 4046, den A.W. Faber 1935 auf den Markt gebracht hat, und war bis in die frühen 70er Jahre erhältlich (manche Händler hatten ihn sogar Anfang der 90er Jahre noch im Sortiment). Die Besonderheit des Janus ist sein gebogenes Messer, durch das die Spitze mit einem Konuswinkel von etwa 24° beginnt und bei einem 8 mm dicken Bleistift nach 25 mm in einer ungefähr 0,7 mm dicken Mine endet; ist die Mine 2 mm stark, so wird diese auf gut 8 mm freigelegt. Doch diese beeindruckende Spitzenform hat auch Nachteile: Ist das Messer nicht mehr scharf genug, setzt es dem Bleistift arg zu, was soweit gehen kann, dass die Spitze bei weichen oder nicht gut verleimten Minen oft abbricht. Das Schärfen des Messers ist problematisch, da es dadurch schmaler und die Geometrie ungünstig verändert wird; bei einem Abtrag von mehr zwei Zehnteln in der Breite wird der Spitzer sogar unbrauchbar. Obendrein macht die im Messer u. U. verbleibende Krümmung das Schärfen knifflig. Trotzdem lohnt es sich, nach einem gut erhaltenen Janus zu schauen, auch wenn für die Messing-Variante nicht selten inakzeptable Preise verlangt werden (das Magnesium-Modell ist meist günstiger). – Eine Neuauflage des Janus wäre natürlich toll, aber das dürfte ein Traum bleiben …
Stichwörter: Faber-Castell, KUM, Möbius+Ruppert, Spitzer
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18. Mai 2013







Die Zwinge: Hexagonal und sauber auf den bearbeiteten Bleistift aufgebracht. Klasse!

Vielen Dank an Sean von Contrapuntalism für den Lumograph 2390!
Stichwörter: Museum, STAEDTLER
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16. Mai 2013
Janus, römischer Gott des Anfangs und des Endes sowie Namensgeber eines Spitzers von Faber-Castell, wurde gern mit Doppelgesicht dargestellt. Hier meine Variation des Themas:

Stichwörter: Spitzer
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15. Mai 2013
Über einen Referrer entdeckt: Das japanische Blog アフィリエイトの文具評論家ブログ実装版.

Der Schwerpunkt des seit knapp fünf Jahren betriebenen Weblogs liegt auf Fallminenstiften und deren Zubehör, doch darüber hinaus gibt es holzgefasste und Druckbleistifte, Füller und Tinte sowie Zeichengeräte und Büroutensilien zu sehen. Auch wer (so wie ich) den Text nicht lesen kann, findet sicher Gefallen an den detallierten Fotos.
Stichwörter: Empfehlungen
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8. Mai 2013
Die Plakate der aktuellen Werbekampagne des Verlags Bastei-Lübbe zeigen einen Bleistift und einen Radierer – Grund für mich, genauer hinzuschauen, auch wenn ich mich nicht zur Zielgruppe zähle.

Nicht im Bild: Das beworbene Buch (links) und die Slogans „60 Jahre erste Sätze”
sowie „60 Jahre große Geschichten” (unten)
Sieht das Gezeigte zunächst aus wie die Arbeit an einem Manuskript, so spricht die Makellosigkeit eine andere Sprache. Der offenbar mit dem Messer gespitzte Bleistift trägt kaum Gebrauchsspuren und der Radierer gar keine; zudem scheinen beide zu schweben. Beim Text, wohl aus dem beworbenen Roman „Der stille Sammler”, fallen gleich mehrere Dinge auf: Er wirkt auf den ersten Blick wie handgeschrieben, ist es aber nicht, was man an der fehlenden Varianz der Buchstaben erkennen kann. Korrekturen und andere Merkmale eines Entwurfs fehlen; seltsam auch der Umstand, dass die Schrift nicht nach Bleistift, sondern eher nach Faserschreiber aussieht (immerhin hat man ihr ein paar Unregelmäßigkeiten gegeben und diese im Gegensatz zu denen auf dem Bleistift etwas gestreut, aber sie passen nicht so recht zu der Struktur des mit dem Hintergrund identischen Beschreibmaterials). Das inzwischen abgenutzte „Route 66″-Emblem verkommt hier – ebenso wie Bleistift und Radierer – zur Staffage.
Für mich ist diese Werbung gedankenlos zusammengestoppelt und ohne Authentizität – genau so, wie ein Roman eigentlich nicht sein sollte.
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7. Mai 2013


Ing. Helmut Winkler: Technisches Zeichnen. Leipzig: VEB Fachbuchverlag Leipzig, 10. Auflage 1975. – Weitere Umschlagillustrationen von Büchern zum Technischen Zeichnen gibt es unter „Kunst und Konstruktion” sowie „Zeichnung und Zierde”, und eine thematisch passende Fassadengestaltung wird in „Kunst und Technik” präsentiert.
Stichwörter: Bücher, Museum
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