H wie Hand

25. Januar 2012

H wie Hand

Hinweisende Hand auf einem Mülleimer in Bensheim (Bergstraße). – Mehr zur Zeigehand gibt es hier.

Eberhard Faber Cartograph 541

22. Januar 2012

Bereits dreimal gab es hier Landkartenstifte zu sehen1, nämlich den LYRA-ORLOW № 2736 sowie den schwarzen und die farbigen von Eberhard Faber. Vermutlich der Nachfolger von letzteren ist der aus den 1940ern stammende Cartograph 541.

Eberhard Faber Cartograph 541

(Bilder2 zum Vergrößern anklicken)

Die flache und in meinen Augen sehr ansprechend gestaltete Blechschachtel bietet Platz für sechs Farbstifte, von denen noch drei vorhanden sind.

Eberhard Faber Cartograph 541

Die drei runden Cartograph-Stifte haben einen Durchmesser von 6,5 mm und eine 4 mm dicke, kreideartige Mine, die sich recht gut radieren lässt.

Eberhard Faber Cartograph 541

Neben ihrem Namen, der im Gegensatz zu dem auf der Schachtel gerade verläuft, tragen die Stifte die Kennzeichen ihres Herstellers, die Typenbezeichnung und einen Farbcode.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Wie schon das Behältnis der älteren Landkartenstifte zeigt auch dieses einen Kartenaus­schnitt, allerdings ohne Ortsangaben. Die Markierungen legen einen militärischen Gebrauch nahe, bei dem die Position der eigenen Truppen in blau und die der gegnerischen in rot eingetragen wurde.

Eberhard Faber Cartograph 541

Beim Kauf dabei waren drei CARTOR 2890 von A.W. Faber, die nur unwesentlich dicker sind und über eine sehr ähnliche Mine verfügen. Dem Namen nach könnten sie dem gleichen Zweck gedient haben.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Die für „Cartograph” genutzte Schrift gefällt mir ausgemacht gut3, und das ungewöhnliche C erinnert ein wenig an das auf diesem Schild der Eberhard Faber KG. Den Schatten finde ich gelungen, ebenso die Neigung nach links, die mich sofort an die früher auf topogra­fischen Karten übliche Schriftart Römisch Linkskursiv hat denken lassen.

Eberhard Faber Cartograph 541

Für mich ein prächtiges Stück aus der Geschichte des Schreibzeugs!

  1. Die nächsten sind von Johann Faber – soviel sei schon verraten.
  2. Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich um das Blatt Lau­terbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
  3. Ich hätte die Schachtel wohl auch leer erworben.

Wundersame Welt der Waren (23)

22. Januar 2012

Wenn ich richtig informiert bin, stammt der „Serviervorschlag” aus der Frühzeit der Fertig­gerichte. Damals zog ein Verbraucher vor Gericht, weil der erhitzte Inhalt einer Verpackung nicht ihrem appetitlichen Aufdruck entsprach. Wie das Urteil ausfiel, weiß ich nicht, doch in dessen Folge wurden die Hersteller verpflichtet, die anregende Darstellung ihrer Produkte als Serviervorschlag zu kennzeichnen; seitdem findet sich dieses schöne Wort auf zahllo­sen Lebensmitteln und bietet nicht selten gewissen Unterhaltungswert. Ein für mich besonders amüsanter Fall ist das Etikett des natürlichen Mineralwassers aus dem „Quality”-Sortiment des real.

Serviervorschlag

Aber wer weiß – vielleicht käme ohne diesen Hinweis noch jemand auf die Idee, die ab­weichende Tropfenform oder das Fehlen des Glases zu bemängeln …

Serviervorschlag

Danke an Sandra für den Hinweis!

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Denk’ dran, wir sind zerbrechlich

21. Januar 2012

Denk' dran, wir sind zerbrechlich

Mit diesem schönen Stempel versehen Bundoki und pencils.jp (gehören zusammen) ihre Sendungen. Das gefällt mir!

Top Two

19. Januar 2012

Hin und wieder werde ich gefragt, welchen Bleistift ich bevorzuge; hier eine kurze Ant­wort.

Top Two

Es sind zwei, nämlich der STAEDTLER Mars Lumograph B und der Pentel Black Polymer 999 HB. Der erste bedarf sicher keiner Worte, ist er doch schon seit über 80 Jahren erhältlich und weltweit für seine Qualität und sein Design bekannt1. Der zweite hingegen ist ein Exot, denn er hat als einziger mir bekannter holzgefasster Stift statt der keramik- eine poly­mergebundene Mine, wie man sie sonst nur wesentlich dünner für Druckbleistifte nutzt. Diese Mine ist äußerst bruchfest, sehr gut radierbar und hat eine saubere Abgabe2. – Der Black Polymer 999 kam im August 1987 auf den japanischen Markt; leider wurde die Pro­duktion im vergangenen Jahr eingestellt3 (meine kleine Reserve müsste noch eine Weile reichen).

Die Welt der Bleistifte ist jedoch zu facettenreich, als dass ich mich beim alltäglichen Schrei­ben auf diese beiden Exemplare beschränken könnte, und so greife ich manchmal nicht nur zu weiteren Härtegraden der genannten Stifte, sondern auch zu anderen Exemplaren und erfreue mich an der Vielfalt.

Und welche Bleistifte ziehen meine Leser vor?

  1. Am schönsten fand ich die Variante mit der weißen Beschriftung in Helvetica, zu sehen u. a. hier.
  2. Übrigens werden diese Polymerminen ebenfalls gebrannt, wobei ein Teil des Polymers karboni­siert wird und zur Schwärzung beiträgt.
  3. Pentel hat diesen Bleistift von einem OEM fertigen lassen; wer das war, weiß ich nicht. – Neben der schwarzen gab es noch eine türkis lackierte Variante, und auch der item 17 von Craft De­sign Technology hatte eine solche Mine.

Tschüss, Stenofix!

16. Januar 2012

Die Produktion des Steno-Bleistifts STAEDTLER Mars stenofix wurde mit Beginn des neuen Jahres eingestellt.

Tschüss, Stenofix!

Der erste Mars Stenofix kam 1949 unter der Artikelnummer 2884 auf den Markt. Ende der 60er Jahre erhielt er die Nummer 101, und bis in die 80er hinein gab es ihn außer in HB noch in B und 2B.

Basteln mit dem Lexikaliker (12)

14. Januar 2012

Stammleser dieses Weblogs wissen von meiner ausdauernden Suche nach dem idealen Bleistiftständer. Sie ist noch längst nicht abgeschlossen, denn die meisten Exemplare sind zwar nütz­lich und dekorativ, aber für kurze und sehr kur­ze Stifte nicht oder nur einge­schränkt geeignet. Einen Vorschlag zur Behebung dieses Übelstands zeigt meine heutige schnelle Bastelei.

Neben gewöhnlichem, in jedem gut sortierten Bastelhaushalt vorhandenen Material und Werkzeug benötigen wir zwei Holzleisten 40 × 15 mm, 10 und 18 cm lang, sowie zwei maxi­mal 40 mm breite Stücke Drahtgewebe mit 10 mm und 2 mm Maschenweite, 18 und 22 cm lang (ich beziehe Derartiges gerne von Modulor). Besondere Kenntnisse und Fähig­keiten sind nicht notwendig.

Bleistiftständer

Wir kleben die beiden Leisten wie gezeigt zusammen; wer mag, verstärkt die Verbindung durch eine Schraube.

Bleistiftständer

Das grobe Drahtgewebe – es hält die Stifte – biegen wir so zurecht, dass die Enden flach auf den Stirnseiten aufliegen, und das feine kommt auf die Oberseite des unteren Teils; es verhindert das Wegrutschen der Bleistifte.

Bleistiftständer

Über die Befestigung der Gewebe habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, sondern kurzerhand das feine mit einigen Tropfen Pattex und das grobe mit zwei Reißzwecken fixiert.

Bleistiftständer

Von links: Chung Hwa 6151, Mitsubishi uni Penmanship Pencil, LAMY plus, Mitsubishi uni 4563, STAEDTLER Cadet, STAEDTLER mark-2B, Caran d’Ache Grafwood, Mitsubishi uni Nano Dia, STAEDTLER tradition, Johann Faber Berthelt, Tombow Mark Sheet, STAEDTLER Noris Club maxi, Mitsubishi uni Arterase Color, STAEDTLER Noris, Faber-Castell 9000

Diese Konstruktion gewinnt natürlich keinen Design-Preis, stellt aber eine Lösung für die praktische Aufbewahrung von Bleistiften aller Längen dar.

Nachtrag vom 15.1.12:

Beim Aufräumen der Bastelbude kamen mir noch ein paar Gedanken, die auf die Schnelle umgesetzt so aussehen:

Bleistiftständer

Das grobe Geflecht bildet nun auch die Senkrechte und steckt in der Basis (hier: MDF). Noch schräger darf es allerdings nicht sein, da sonst die Öffnungen im Gitter zu klein wer­den. Zudem müssen die Spitzen der Stifte nicht im feinen Geflecht stehen, sondern kön­nen auch auf Filz ruhen. – Wer ein Verkratzen der Stifte fürchtet, mindert das Risiko mit einer Schicht Klarlack.

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Freistil

11. Januar 2012

Ein ungewöhnlicher Vertreter seiner Gattung ist der Notizblock „TidbiT Free Cut Memo” von Kokuyo aus Japan.

Freistil

Die 80 Blatt des in den Formaten A7, B7 und A6 erhältlichen Blocks haben keine Lineatur, sondern sind mikroperforiert und lassen sich fein zerteilen.

Freistil

Eine Tasche im Deckkarton, den man dank der Falze komplett umschlagen kann, bietet Platz für die Schnipsel.

Freistil

Dieses Produkt mag wie eine Lösung auf der Suche nach einem Problem aussehen, aber mir gefallen die Idee und die Umsetzung.

Freistil

Das „TidbiT Free Cut Memo” gibt es liniert und kariert – falls man das noch so nennen kann – und kostet zwischen 300 und 380 Yen (etwa 3,– bis 3,90 Euro).

Freistil

Ich bin immer wieder überrascht, auf welche Ideen man in Japan kommt!

Ende einer Ära

10. Januar 2012

Das Tonwerk der Stadt Klingenberg am Main, Lieferant für Spezialtone und ein wichtiger Name in der Bleistiftwelt, wurde geschlossen. Als am 16. Dezember 2011 zum letzten Mal Bergleute in den Schacht einfuhren, ging eine 270 Jahre andauernde Ära zu Ende. Der sehr hochwertige Klingenberger Ton wurde u.a. nach Südamerika, Afrika und Asien expor­tiert und stand auch schon in diesem Blog schon im Mittelpunkt. – Hier und da gibt es zwei kurze Beiträge des Bayerischen Fernsehens zur Schließung des Werks.

Danke an Kai für den Hinweis!

Schöne Stummel

9. Januar 2012

Gesammelte Bleistiftstummel: Pencil Collections.

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