Granate 1892

26. September 2017

Das US-amerikanische Design-Patent1 Nr. 21864 vom September 1892 beschreibt eine Va­riante des als „Granate” bekannten Handspitzers.

Granate 1892

Hat die „Granate” auch heute noch vier Rändelungen2, damit man sie gut greifen kann, ist der im Patent gezeigte Spitzer mit vier Ringen aus jeweils acht Flächen versehen. Interes­santerweise hebt Stephen A. Davis, der Inhaber des Patents, hervor, dass die Vertiefung für das Messer nicht Bestandteil seines Designs ist. – Offen bleibt, ob dieser Spitzer tat­sächlich produziert wurde oder es bei dem Design-Patent blieb.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf dieses Patent!

  1. Vergleichbar mit dem Geschmacksmuster in Deutschland.
  2. Die Ausführungen für Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm (z. B. diese) haben nur drei Rändelungen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

24. September 2017

Heute ein kurzer Blick auf Blei- und Rotstifte von Shinwa, einem japanischen Anbieter von Messgeräten.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Stifte haben die übliche Länge von 17,5 cm, den Durchmesser von 7,7 mm und Minen in den Stärken 2,5 mm (Bleistift) bzw. 3 mm (Rotstift). Neben den englischen Kennzeich­nungen finden sich „工事用鉛筆 PRO” (etwa „Konstruktionsbleistift PRO”) sowie das Logo und der Name „シンワ” des Herstellers. Die Tauchkappe des Bleistifts trägt „HB” und die des Rotstifts „〈赤〉ふつう”, grob übersetzt „Rot normal”. Ich nehme an, dass diese Stifte für den Einsatz z. B. in der Werkstatt gedacht sind, und so sei das an die 1980er Jahre erin­nernde Design verziehen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Verarbeitungsqualität der Stifte könnte etwas besser sein. Der dünne Lack hat einige Unregelmäßigkeiten und an manchen Kappen gibt es rote und blaue Flecken; zudem ist ein Rotstift leicht verzogen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Gespitzt mit dem Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 …

Die Qualität von Holz und Mine ist jedoch erfreulich. Beide Stifte machen im Kurbel- und im Handspitzer eine gute Figur, sind recht bruchfest und haben eine saubere Abgabe. Der Bleistift, dessen subjektive Härte etwa der des STAEDTLER Mars Lu­mograph B entspricht, gleitet und schwärzt gut, und der Rotstift, der wischfester ist als der Bleistift, hat eine or­dentliche Sättigung und ist vergleichsweise weich. Erwartungsgemäß lässt sich nur der Blei­stift radieren. – Beim Holz dürfte es sich um Weihrauch-Zeder handeln.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

… und dem Pollux von Möbius+Ruppert

Gekauft habe ich diese Stifte beim deutschen Versender Dieter Schmidt, wo sie im Dreier­pack zu 1,95 Euro (Bleistift) und 2,45 Euro (Rotstift) angeboten werden. Den Bleistift gibt es in H und HB und den Rotstift in Hart und Mittel. – Vermutlich wurden diese Stifte von einem OEM für Shinwa gefertigt, doch wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Post-Feder

22. September 2017

Post-Feder

(zum Vergrößern anklicken)

Nein, dieser Pilot Custom Heritage 912 hatte keinen Unfall, und die ungewöhnliche Form seiner Feder ist auch nicht das Ergebnis einer fragwürdigen Bastelei.

Die Krümmung der sog. PO-Feder hat einen besonderen Grund. Als im Japan der 1920er Jahre Postkarten aufkamen, waren diese zunächst aus weichem, faserigem Papier, das sich zwar gut für die Beschriftung mit dem Pinsel eignete, aber nicht für die mit dem Füller. Und weil der Versand der Postkarte deutlich günstiger war als der eines Briefs, erfreute sie sich großer Beliebheit. So entwarf der japanische Hersteller Pilot eine Feder für das Schrei­ben auf diesem billigem Papier. Sie ist sehr fest und hat eben diese Krümmung, durch die die Spitze fast senkrecht auf dem Papier steht; dies führt auf weichem und rauhem Papier zu einer noch schwärzeren Schrift, ohne dass diese dabei zerfasert. Diese Feder, die etwas feiner ist als die EF-Feder des Pilot Penmanship, gleitet sehr leicht und hat einen sehr gu­ten Tintenfluss, und es macht mir große Freude, mit ihr zu schreiben. – Außer im Custom Heritage 912, den ich haupt­sächlich zusammen mit dem Hobonichi Techo benutze, bietet Pilot diese PO-Feder noch im Custom 742 und im Custom 743 an.

Morgenstimmung

22. September 2017

Morgenstimmung

Beim Morgenspaziergang mit Kisho

Vier

21. September 2017

Vier

Beim heutigen Morgenspaziergang.

Kisho ist heute vier! Das wird natürlich gefeiert, und wir hoffen, dass er mit uns genauso glücklich ist wie wir mit ihm und wir noch viele schöne Jahre zusammen verbringen dürfen.

Bäume

15. September 2017

Notizbücher gibt es inzwischen in fast allen erdenklichen Varianten, und manche heben sich wohl­tuend von der Masse ab. Dazu gehört das „Trees”-Notizbuch aus der Reihe „Ob­server's Notebook” von Princeton Architectural Press1, das bereits im Oktober vergange­nen Jahres auf den Markt kam.

Bäume

Das Notizbuch in seinem natürlichen Umfeld. Mit schicker Banderole …

Es ist gut 18 × 23 mm groß, hat einen festen Gewebe-Einband und 160 fadengeheftete Seiten. Acht geschmackvoll illustrierte Seiten bieten aufschlussreiche Details u. a. zu Stäm­men, Blättern und Früchten und trennen das Notizbuch in neun Teile, die jeweils eine an­dere Lineatur haben.

Bäume

… und ohne, dafür mit einem Mitsubishi 9000 HB zum Größenvergleich.

So lädt es dazu ein, sich als Hobby-Naturforscher mit Bäumen zu beschäftigen oder sich bei ganz anderen Notizen von diesen prächtigen Organismen anregen zu lassen.

Bäume

Das in meinen Augen ansprechend gestaltete Notizbuch lässt sich gut aufschlagen und bleibt geöffnet liegen, und sowohl die Verarbeitung als auch das Papier machen einen sehr guten Eindruck. Zur Grammatur kann ich mangels Fachwissens jedoch nichts sagen, und ein Test zur Eignung des Papiers für Füller steht noch aus.

Bäume

Bäume

Das in China gefertigte „Trees”-Notizbuch kostet knapp 15 Euro.

Bäume

Weitere nicht minder gelungene Notizbücher dieser Reihe sind „Weather”, „Home” und „Astronomy”.

  1. Ebenfalls interessant finde ich die „grids & guides”-Reihe vom selben Verlag, die neben Notiz­büchern auch Blöcke und Bleistifte umfasst (siehe dazu „grids & guides stationery” bei pencil talk).

Pilot S15

15. September 2017

Pilot S15

(zum Vergrößern anklicken)

Pfiffige Köpfe haben herausgefunden, wie man das Griffstück des Druckbleistifts Pilot S20 gegen das des Pilot S10 tauschen kann. Die Bezeichnung S15 für diesen neuen Stift liegt natürlich nahe! – Bei Gelegenheit mehr dazu.

Taschenschere PLUS SC-130P

10. September 2017

Ab sofort in meinem Mäppchen: Die Taschenschere SC-130P des japanischen Anbieters PLUS1.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die aus ABS und Edelstahl gefertigte SC-130P ist 135 mm lang, etwa 10 mm dick und sehr ordentlich verarbeitet; ihre Blätter sind gut 40 mm lang. Die Schneiden sind gekrümmt, wodurch – so der Anbieter – die „Schneideobjekte fest gegriffen und der optimale Winkel zwischen den Klingen bewahrt” werden.

Taschenschere PLUS SC-130P

Zum Gebrauch zieht man die gut sitzende Kappe ab und schiebt den Drücker etwas vor, um die Verriegelung zu lösen; eine Feder drückt dann das bewegliche Blatt weg.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die SC-130P ist in drei Farbvarianten erhältlich und kostet etwa 6 Euro.

Taschenschere PLUS SC-130P

Danke an Wowter für die SC-130P!

  1. Sie löst die Raymay Pen Cut ab.
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