Monat: März 2012

So klappt’s mit der Ordnung

Erst mir ins Auge und dann in die Ein­kaufs­tüte fiel die­ser bemer­kens­werte Stif­te­hal­ter aus dem Sor­ti­ment von Cret­aco­lor.

So klappt's mit der Ordnung

Das drei­ge­teilte und aus­ge­klappt knapp 87 cm lange Uten­sil aus Buche hat 102 Löcher, die 29 mm tief sind und einen Durch­mes­ser von 9 mm haben.

So klappt's mit der Ordnung

Zwei Holz­plätt­chen und vier Schrau­ben hal­ten das Gerät zusam­men und gelen­kig. – Die Ver­ar­bei­tung könnte etwas bes­ser sein, doch die klei­nen Män­gel stö­ren mich nicht.

So klappt's mit der Ordnung

Mein Exem­plar kommt aus dem Fach­ge­schäft For­mat in Darm­stadt und hat mich um 17,90 Euro erleichtert.

Modell 14/I

Heute gibt’s nur die Abbil­dung eines Spit­zers, und zwar die der „Gra­nate“ (Mes­sing, Modell 14/I), aus dem Kata­log des Jah­res 19381 von Möbius+Ruppert.

Modell 14/I

Als beken­nen­der und ob des bevor­ste­hen­den Wochen­en­des gut gelaun­ter Typo­ho­li­ker le­ge ich noch einen Schrift­zug in der Futura mit flot­ter tz-Ligatur2 drauf.

Modell 14/I

Mehr mit und zur aktu­el­len „Gra­nate“:

  1. Die­ser Kata­log zeigte auch eine Vari­ante aus „Elektron-Metall“, also einer Legie­rung aus Magne­sium und Alu­mi­nium (Modell 14/II).
  2. War hier schon ein­mal zu sehen, aber das macht nichts.

Ein besonderer Zweifarbenstift

Nicht zum Schrei­ben, son­dern zur Metall­be­ar­bei­tung gedacht war die­ser ganz beson­dere Zwei­far­ben­stift des genia­len Erfin­ders Daniel Düsen­trieb1.

Ein ganz besonderer Zweifarbenstift

Ein ganz besonderer Zweifarbenstift

Ein ganz besonderer Zweifarbenstift

Ein ganz besonderer Zweifarbenstift

Ein ganz besonderer Zweifarbenstift

Rot zum Tren­nen, blau zum Zusam­men­fü­gen des Metalls – eine gran­diose Idee2.

Danke an Sascha für den Hin­weis auf die­sen Comic, Mat­thias für hilf­rei­che Details und Walt Dis­ney Deutsch­land für die Geneh­mi­gung zur Ver­öf­fent­li­chung. – Al­le Bil­der: © Disney.

  1. Diese Erfin­dung tauchte zum ers­ten Mal in der Geschichte „Phan­to­mias ist phä­no­me­nal“ auf, erschie­nen 1977 im Lus­ti­gen Taschen­buch „Phan­to­mias fliegt wie­der!“ (Nr. 44). – Der hier ge­zeigte Scan stammt aus der Neu­auf­lage mit dem Titel „Phan­to­mias ist wie­der da!“ (1998); dort heißt die Geschichte „Sieg auf der gan­zen Linie“.
  2. Einen zwei­ten, kür­ze­ren Auf­tritt hatte der Zwei­far­ben­stift – dann aller­dings Rot-Grün – in „Das Drei-Türme-Kastell“, ver­öf­fent­licht 1978 im Lus­ti­gen Taschen­buch „Phan­to­mias gegen Phanto­mime“ (Nr. 57). In der gleich­na­mi­gen Neu­auf­lage von 1998 trägt die Geschichte den Titel „Spuk im Drei­tür­me­kas­tell“.

So nicht

War die Aktion mit den vor­geb­li­chen Mus­tern und dem Fra­ge­bo­gen ein cle­ve­rer Marketing-Trick, um die erste Ver­sion des Palomino Blackwing bekannt zu machen, so ist die Vermark­tung der zwei­ten, dem Palomino Blackwing 602, nur noch schä­big. Wie Michael Leddy auf Oran­ge Crate Art schreibt, reicht dem Her­stel­ler bereits ein ein­zi­ges Foto von Duke Elling­ton mit einem ori­gi­na­len Blackwing 602, um den Namen des Musi­kers zur Wer­bung für die Blackwing-Kopie zu nut­zen und zu behaup­ten, die­ser habe mit­hilfe die­ses Blei­stifts zeit­lose Kunst­werke geschaf­fen. Eine ziem­lich miese Tour, finde ich, und außer­dem eine, die Paro­dien1 gera­dezu1 pro­vo­ziert.

Nach­trag vom 29.3.12: Man hat die Web­site von „The Blackwing Expe­ri­ence“ überar­beitet und dabei nicht nur die selt­sa­men Behaup­tun­gen, son­dern auch den Namen Duke Elling­tons ent­fernt (Screen­shots zum Ver­grö­ßern anklicken).

So nicht

27. März 2012

So nicht

29. März 2012

Und es wurde wei­ter ausgedünnt:

So nicht

3. April 2012

Einen Klick wei­ter kommt jedoch wie­der Irreführendes:

So nicht

3. April 2012

  1. Die­ser Bei­trag wurde mitt­ler­weile ent­fernt.

Schrift und Skizze

Ein beson­de­res Skiz­zen­buch enstand aus der Zusam­men­ar­beit des Gestal­ters Ian Lynam und Aus­tin Whipple (Scout Books/Pinball Publi­shing).

Schrift und Skizze

In den drei 127 × 90 mm gro­ßen, sat­tel­ge­hef­te­ten Büchern des „Type Sketcher“-Sets fin­den Schrift­ge­stal­ter und ihre Sym­pa­thi­san­ten auf jeweils 32 Sei­ten Platz für ihre Entwürfe.

Schrift und Skizze

Auf­ge­teilt nach Groß­buch­sta­ben, Klein­buch­sta­ben sowie Zif­fern, Inter­punk­tion und Sym­bolen bie­tet der „Type Sket­cher“ auf sei­nen Umschlag­sei­ten Schrift­bei­spiele und Hin­weise auf wich­tige Details; zudem gibt es Deko­ra­ti­ves wie Zitate und Outlines.

Schrift und Skizze

Die Sei­ten haben ein Ras­ter mit einer Weite von einem zwölf­tel Inch und eine Kopf­zeile für die Kenn­da­ten des Schriftentwurfs.

Schrift und Skizze

Für mich ein schö­nes, unge­wöhn­li­ches Pro­dukt, das sich auch gut ander­wei­tig nut­zen lässt. – Die klei­nen, auch in den Fotos sicht­ba­ren Unre­gel­mä­ßig­kei­ten des Covers sehe ich nicht als Man­gel, son­dern als cha­rak­te­ris­tisch für den ver­wen­de­ten Karton.

Schrift und Skizze

Das „Type Sketcher“-Set gibt es bei Word­s­hape für 15 USD inkl. welt­wei­tem Versand.

Anm.: Aus mir uner­find­li­chen Grün­den wollte mir bei die­sen Fotos die Beleuch­tung nicht gelin­gen – nach vier Ver­su­chen bei Kunst- und Tages­licht habe ich es bei den letz­ten, lei­der unre­gel­mä­ßig ausge­leuchteten und nicht ganz schar­fen Fotos belassen.

Update vom 26.3.12: Pein­li­che Recht­schreib­feh­ler korrigiert.

Surfin’ Cow

Auf Ver­pa­ckun­gen kann man viel ent­de­cken. Man­ches erschließt sich dabei erst dem zwei­ten Blick, so auch bei der Voll­milch des neu­ge­stal­te­ten Dis­coun­ters Penny.

Surfin’ Cow

Typi­sche Blau-Weiß-Kombination, neues Logo, Schrift wie mit Kreide auf der Tafel … Aber was pas­siert denn da unten auf der Milch?

Surfin’ Cow

Da rei­tet eine Kuh auf der wei­ßen Welle! Doch wie kam sie aus­ge­rech­net dort­hin? Viel­leicht war es so:

Gra­fi­ker: Chef, die Pappe ist fertig!
Chef: Zeig‘ mal!
(Gra­fi­ker zeigt, Chef guckt)
Chef: Wo ist denn die Kuh?
Gra­fi­ker: Wel­che Kuh?
Chef: Na, die Kuh, von der die Milch kommt!
Gra­fi­ker: Ach so.
Chef: Da muss noch ’ne Kuh drauf!
(Gra­fi­ker denkt an sei­nen Surf-Urlaub und macht noch eine Kuh drauf)
Gra­fi­ker: Kuh ist drauf!
Chef: Per­fekt – ab in den Druck!

Surfin’ Cow

Damit wäre die Da-muss-noch-eine-Kuh-drauf-Kuh drauf, aber das Design „Sur­fin‘ Cow“ hat noch Potential:

Surfin’ Cow

Hang loose – muuuh!

Einfache Werkzeuge

Einfache Werkzeuge

Als ich ges­tern Abend auf diese drei Dinge1 schaute, sin­nierte ich: „Schön, diese ein­fa­chen Werk­zeuge.” Aber ich dachte auch an die Mate­ria­lien und die Tech­ni­ken zu ihrer Beschaf­fung und Bearbei­tung, die Mess- und Prüf­ver­fah­ren, den Trans­port und die Lage­rung, die Jahr­hunderte, die es gedau­ert hat, bis man eine solch hohe Qua­li­tät fer­ti­gen konnte, und vor allem an die vie­len Men­schen, deren Ideen und Arbeit in die­sen klar gestal­te­ten, funk­tio­nel­len Gegen­ständen stecken.

Ein­fa­che Werk­zeuge? Kommt auf die Sicht­weise an.

  1. Lineal RUMOLD 6½ 20 aus Birn­baum­holz mit Celluloid-Facetten, Messing-Spitzer Möbius+Rup­pert 600 und Blei­stift STAEDTLER Noris 120 B.
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