Auch in diesem Jahr war ich wieder bei DOMS.

Der indische Hersteller, der 1976 mit der Fertigung von Bleistiften begonnen hat und seit ein paar Jahren zur FILA-Gruppe gehört, zeigte sich im neuen Design, zu dem ein lustiges Maskottchen und der Slogan „Sharp Minds“ gehören. Das Design ist zwar sehr bunt, aber durchaus reizvoll.

Die Bleistifte sind von ordentlicher Qualität und haben – ebenso wie die Verpackungen – eine pfiffige Gestaltung (ich werde bei Gelegenheit einige Details zeigen). – Außer Pappel kommt übrigens Chandada (auch Vatta oder Kenda, bot. Macaranga peltata) zum Einsatz; dieses Bleistiftholz war mir neu.

Der Besuch am Stand von Viarco gehörte selbstverständlich auch zum Programm, da das portugiesische Unternehmen immer etwas Besonderes präsentiert.

Sehr gut gefallen haben mir die dünnen Bleistifte mit rechteckigem Querschnitt und stark verrundeten Kanten, die es in sechs Varianten gibt.

Viarco nutzt für Muster ein Kartonetui, und dieses steht den flachen Bleistiften ebenfalls gut.

Gerade in Arbeit ist eine Wiederauflage alter Designs für Bleistifte und Kartons, die hier in einer ersten Version zu sehen waren (die Bleistifte stammen aus dem Archiv).

Die besten zurzeit erhältlichen Kurbelspitzer kommen meiner Ansicht nach vom japanischen Hersteller CARL, und da ich von einer Neuheit wusste, war ich kurz am Stand.

Die Lehre des GP-6 klemmt das Papier, und der Locher hat eine Nase, die in den Kerben der Lehre einrastet; so lässt sich mit diesem Set für nahezu jedes Ringbuch präzise lochen.

Der Putitto ist sicher einer der kleinsten Locher für die Standardlochung (zwei Löcher mit einem Durchmesser von etwa 6 mm im Abstand von 80 mm). Die Details, auf die geachtet wurde, lassen staunen: Eine Aussparung ermöglicht, den korrekten Sitz des Papiers zu prüfen, und der Drücker lässt sich versenken und arretieren, um den Putitto bei Nichtgebrauch noch flacher zu machen. Eine Öse, um den Locher an eine Schnur zu hängen, und einen Auffangbehälter für den Spitzabfall gibt es ebenfalls.

Besonders neugierig war ich auf den CPS-80, einer ungewöhnlichen Kombination aus Hand- und Kurbelspitzer. Das Gerät ist so gestaltet, dass man nicht den Bleistift im Spitzer, sondern den Spitzer mithilfe der Kurbel um den Bleistift dreht. Es funktioniert perfekt und erfreut nicht nur den zehnjährigen Jungen mir! – Ich hoffe, dass CARL bald einen deutschen Vertrieb findet.

Im dritten und letzten Teil geht es um den Erlanger Hersteller Möbius+Ruppert, der mit großen Überraschungen aufwartete.
Nachtrag vom 11.10.16: Die Patentschrift zum CPS-80 gibt es hier.