Monatsarchiv für Januar 2018

Drei Stifte

Mittwoch, 17. Januar 2018

Als ich das Emblem auf den Minen № 1904 von J.S. Staedtler sah, kamen mir die drei Stif­te1 oben in der Mitte bekannt vor.

Drei Stifte

Und tatsächlich: Auch auf dem Titel der Schrift „Der Staedtler-Stift. Seine vielseitige Ver­wendung, Geschichte und Herstellung” aus dem Jahr 1928 waren sie zu sehen2.

Drei Stifte

Auf der Schachtel des Kopierstift Tradition No. 402 (vermutlich aus den 1930er Jahren) gab es diese Stifte ebenfalls, aber nicht mehr zusammen mit einem Ritterhelm (?) und dem Dreieck mit Viertelmond, Stift und „Mars”-Schriftzug. Der Schild ist geblieben, aber seine Form wurde leicht verändert.

Drei Stifte

Noch deutlicher wurden die drei Stifte auf dem Titel der Schrift „275 Jahre Staedtler-Stift” von 1937 dargestellt.

Drei Stifte

Im Vortitel dieser Schrift war eine minimalistische Variante zu finden.

Drei Stifte

Die ist es wert, vergrößert dargestellt zu werden.

Drei Stifte

Woher diese drei Stifte kommen und welche Bedeutung sie hatten, weiß ich nicht; auch im Archiv von STAEDTLER gibt es dazu leider nichts. So belasse ich es bei der Darstellung und hoffe, irgendwann mehr herauszufinden.

  1. Oder: einige Stifte.
  2. Die Emblems in den ersten beiden Bildern sehen natürlich sehr nach Wappen aus: Wahlspruch, Schild mit Schildfigur, Helm mit Helmzier (letzterer wären dann wohl die drei Stifte zuzuord­nen).

„America's finest Pencil”

Montag, 15. Januar 2018

Mit diesem Etui von J.S. Staedtler USA ließen sich bis zu vier Stifte geschmackvoll prä­sentieren.

„America's finest Pencil”

Das in meinen Augen attraktiv gestaltete Etui ist aus Karton und hat einen Falz aus einem textilen Werkstoff. Sein Design ist ganz anders als das, was ich von Staedtler kenne, und so denke ich, dass es aus der Frühzeit der 1923 gegründeten US-amerikanischen Nieder­lassung stammt und damit gut 90 Jahre alt sein dürfte. Ob die Bleistifte dazugehören, kann ich nicht sagen, aber zeitlich passen sie, denn der Mars 1225 kam 1908 auf den Markt und war noch ein paar Jahre nach der Einführung seines Nachfolgers Mars Lumograph 2886 am 1. August 1930 erhältlich.

„America's finest Pencil”

Danke an Sean von Contrapuntalism für dieses schöne Etui!

Sonntag

Sonntag, 14. Januar 2018

Höhepunkt des Tages: Eine große Runde mit Kisho und der neun Monate alten Noriko.

Sonntag

Sonntag

Sonntag

Sonntag

Sonntag

Sonntag

№ 1904

Mittwoch, 10. Januar 2018

Heute ein rascher Blick auf die Mars Lumograph Tracing Refills № 1904 von J.S. STAEDT­LER.

№ 1904

Die Gestaltung finde ich außerordentlich gelungen. Der Aufwand, der getrieben wurde, ist beträchtlich: Das Innere ist unterteilt, so dass jede Mine spielfrei in einem eigenen Fach steckt, und das sog. Zwingchen am Minenende, das ein Herausfallen aus dem Minenhalter verhindert, ist mit „GERMANY” und dem Härtegrad gekennzeichnet.

№ 1904

Die Lumograph-Minen mit der Artikelnummer 1904 gab es in verschiedenen Ausführungen. Die deutsche Variante der hier gezeigten Verpackung trug die Bezeichnung „Blei-Einlagen”, und eine andere mit dem Mars-Kopf von 1925 war mit „Blei-Minen” beschriftet. – „Tracing Refills” bezieht sich wohl auf den Einsatz dieser Minen für das technische Zeichnen.

Eine Datierung fällt mir schwer. Die Marke „Lumograph” wurde 1931 eingetragen, und in den 1950er Jahren sahen die Minenverpackungen anders aus. So könnte dieses Set etwa 70 bis 80 Jahre alt sein.

Die 2,5 mm dicken und werkseitig gespitzten Minen sind geriffelt, was den Halt in der Zwinge des Fallminenstift verbessert, und schreiben bemerkenswert sauber und glatt.

Danke an Sean von Contrapuntalism für diese Minen!

Nachtrag: Gar nicht angesprochen habe ich das Logo (wie konnte ich das versäumen?).

№ 1904

Bis auf den Viertelmond sind mir die Herkunft und die Bedeutung der grafischen Elemente fremd, aber ich werde versuchen, mehr herauszufinden. – Oben in der Mitte könnten sich drei Stifte befinden, ähnlich dieser Darstellung, aber das ist nur eine Vermutung.

J.S. STAEDTLER LUNA 6315

Freitag, 5. Januar 2018

Aus einem Konvolut alter Stifte von J.S. STAEDTLER: Der Bleistift LUNA 63151.

J.S. STAEDTLER LUNA 6315

Das Besondere an diesem Bleistift ist sein wellenförmiges Dekor aus drei breiten und drei schmalen Streifen. Es sieht nicht so aus, als wäre eine Schablone wie z. B. beim Bajazzo verwendet worden; vielmehr machen die Streifen den Eindruck, als hät­te man sie mit einem Pinsel aufgetragen.

J.S. STAEDTLER LUNA 6315

Das genaue Alter des LUNA 6315 kenne ich nicht, aber auf einem Etikett neben diesem Stift in der Vertretermappe, die das Konvolut beherbergt, steht „1948″. – Die Wort-Bild­marke „LUNA” wurde 1914 eingetragen; meines Wissens wird sie nur noch von STAEDT­LER Japan für den Druckbleistift LUNA 7612 und von STAEDTLER Malaysia genutzt.

J.S. STAEDTLER LUNA 6315

Die Jahrzehnte hat der LUNA 6315 gut überstanden. Der Lack und die Tauchkappe sind bis auf kleine, wohl durch die Lagerung bedingte Oberflächenschäden in gutem Zustand und die Verleimung ist intakt. Die Mine ist subjektiv etwa so hart wie die des STAEDTLER Mars Lumograph F und schreibt glatt und sauber.

J.S. STAEDTLER LUNA 6315

Unnötig zu sagen, dass mir dieser Bleistift sehr gut gefällt. Das Dekor, der mit dem Ring korrespondierende goldfarbene Prägedruck, der Viertelmond2, die geschmackvolle Typo­grafie (man beachte den ungewöhnlichen Querstrich des „A”), die lange Tauchkappe – das alles finde ich sehr gelungen.

  1. Im Interesse der besseren Lesbarkeit lasse ich die Anführungszeichen weg. – Ich wüsste zu gerne, warum man damals den Produktnamen oft in Anführungszeichen einge­schlossen hat.
  2. Soweit ich weiß, ist der Viertelmond das älteste Warenzeichen von STAEDTLER, denn es wurde bereits 1887 angemeldet (genutzt hat man es bis in die 1950er Jahre hinein).

Spitzenvergleich

Donnerstag, 4. Januar 2018

Hat sich gerade so ergeben und passt hierher1: Ein Vergleich des CARL Angel-52 (links) und des Möbius+Ruppert Pollux (rechts) am Beispiel des Mitsubishi uni Arterase (lime green)3.

Spitzenvergleich

Aufgrund der konkaven Form lässt sich kein eindeutiger Spitzenwinkel bestimmen, doch die Betrachtung der Enden der Schnittflächen liefert ein paar grobe Werte (die Winkel habe ich im ausgedruckten Foto ermittelt).

Spitzenvergleich

Eine umfangreiche Übersicht zahlreicher Spitzer und ihrer Winkel gibt es unter „Sharp­eners” bei Bleistift. – Das war's auch schon für heute.

  1. Wohin auch sonst.
  2. Genauer: CARL Angel-5 Royal mit dem Fräser des Angel-5 Standard.
  3. Der Angel-5 hat einen Spitzstopp und der Pollux schneidet eine nadelfeine Spitze; auf letztere habe ich hier jedoch verzichtet, da sie bei einem Farbstift sofort abbricht.

2018

Montag, 1. Januar 2018

2018

Meinen Lesern ein gutes neues Jahr und danke für das Interesse sowie die rege Teilnahme an diesem Weblog!


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