Archiv des Stichworts „Spitzer”

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So wird's gemacht

Freitag, 29. Dezember 2017

Aus „A Textbook on Ornamental Design. Geometrical Drawing, Freehand Drawing, Historic Ornament” (1901):

So wird's gemacht

The pencil should be sharpened as shown at A, Fig. 14. Cut the wood away as to leave about ½ or ⅜ of an inch of the lead projecting; then sharpen it flat by rubbing it against a fine file or a piece of fine emery cloth or sandpaper that has been fastened to a flat stick. Grind it to a sharp edge like a knife blade, and round the corners very slightly, as shown in the figure. If sharpened to a round point, as shown in B, the point will wear away very quickly and make broad lines; when so sharpened it is difficult to draw a line exactly through a point. The lead for the compasses should be sharpened in the same manner as the penciil, but should have its width narrower. Be sure that the compass lead is so secured that, when circles are struck in either direction, but one line will be drawn with the same radius and center.

„Bleistiftspitz-Vorrichtungen”

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Der Bleistift braucht eine Spitze, und die machte man lange mit dem Messer. So ersannen findige Köpfe bereits vor 200 Jahren aufwändige „Bleistiftspitz-Vorrichtungen”, die das Spit­zen erleichtern sollten1, und genauso sperrig wie die Bezeichnung muten heute diese Apparate an.

In dem Buch „Bleistifte, Farbstifte, farbige Kreiden und Pastellstifte, Aquarell­farben, Tusche und ihre Herstellung nach bewährten Verfahren”, erschienen 1904 in A. Hartleben's Ver­lag2, beschreibt August Buchwald einige dieser Kontruktionen3. Eine arbeitete mit zwei unterschiedlichen Feilen und einer Federmesserklinge im Holzgehäuse, und in einer anderen drückte eine Feder den Bleistift auf eine Feile, wobei die Federkraft mittels eines über ei­nen Knopf gewickelten Bindfadens geregelt wurde.

„Bleistiftspitz-Vorrichtungen”

Die „Bleistiftschärfmaschine” Jupiter, patentiert 1896 und hergestellt von Guhl & Harbeck in Hamburg, war dem Autor offenbar besonders wichtig, denn ihr widmete er über zwei Sei­ten. – Buchwald erwähnt kurz die damals neuen „hütchenförmigen” Bleistiftspitzer aus Me­tall, bemängelt aber, dass sie ihren Zweck durch die meist ungleichmäßige Bewegung der Hand nicht erfüllen und sich die Schneidfläche des „Messerchens” schnell abnutzen würde.

Der Griff zum allgegenwärtigen Handspitzer aus Messing, Magnesium oder Kunststoff ist schon lange selbstverständlich, und so ist es heute wohl nur schwer vorstellbar, dass man mal mit dem stumpfen Bleistift losgezogen ist und eine dieser Maschinen in Gang gesetzt hat4.

  1. Der kegelförmig gebohrte Spitzer, Urform unserer heutigen Handspitzer, wurde zwar schon 1852 erdacht, doch es sollte noch ein halbes Jahrhundert dauern, bis er weite Verbreitung fand.
  2. Es gilt als das erste deutschsprachige Buch, dass diese Themen ausführlich behandelte.
  3. Buchwald betont auch die Notwendigkeit einer „feinen, wirklich konischen Spitze” für die Nutzung des Bleistifts mit dem Pantograph.
  4. Das Aufkommen des Handspitzers hatte jedoch nicht zur Folge, dass diese Maschinen ver­schwanden, wie die noch in den 1940er erhältliche IDUNA-2 der Idea-Maschinenfabrik von Hans Michaelis aus Leipzig belegt.

Ein Etui für den Pollux

Montag, 2. Oktober 2017

Vor einer Weile bin ich auf La Hyuna aus Korea und ihre geschmackvollen Arbeiten auf­merksam geworden. Unter diesen befand sich ein Etui für den Faber-Castell Janus 4046, und so habe ich sie gefragt, ob ich bei ihr eines für den Möbius+Ruppert Pollux in Auftrag geben könne. Seit ein paar Tagen habe ich es nun.

Ein Etui für den Pollux

Das in hellbraun und grün gehaltene Etui ist hervorragend verarbeitet und passt perfekt. Der Druckknopf schließt sicher, aber nicht zu fest, und damit der auf der Innenseite liegen­de Teil des Druckknopfes den Spitzer nicht verkratzt, ist es abgedeckt.

Ein Etui für den Pollux

Meine Freude an dem Etui wurde noch größer, als ich erfahren habe, dass es ein Geschenk ist.

Ein Etui für den Pollux

Vielen Dank an La Hyuna für das schöne Stück!

Granate 1892

Dienstag, 26. September 2017

Das US-amerikanische Design-Patent1 Nr. 21864 vom September 1892 beschreibt eine Va­riante des als „Granate” bekannten Handspitzers.

Granate 1892

Hat die „Granate” auch heute noch vier Rändelungen2, damit man sie gut greifen kann, ist der im Patent gezeigte Spitzer mit vier Ringen aus jeweils acht Flächen versehen. Interes­santerweise hebt Stephen A. Davis, der Inhaber des Patents, hervor, dass die Vertiefung für das Messer nicht Bestandteil seines Designs ist. – Offen bleibt, ob dieser Spitzer tat­sächlich produziert wurde oder es bei dem Design-Patent blieb.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf dieses Patent!

  1. Vergleichbar mit dem Geschmacksmuster in Deutschland.
  2. Die Ausführungen für Stifte mit einem Durchmesser von bis zu 11 mm (z. B. diese) haben nur drei Rändelungen.

Kurz notiert

Mittwoch, 23. August 2017
  • Das ideale T-Shirt für Bleistift-Fans ist das „Graphi-Tee”, denn es wird mit Graphit ge­färbt. Heute wird dafür Abfallgraphit aus der Industrie genutzt, doch das Färben mit Graphit soll bis in die Antike zurückgehen. Das von dem italienischen Unter­nehmen WRAD gestaltete und gefertigte „Graphi-Tee” wurde bereits 2017 mit dem reddot award „best of the best” ausgezeichnet. – Danke an Wowter für den Hinweis!
  • Die Weeks-Variante des Hobonichi Techo wird es im kommenden Jahr zusätzlich in einer Mega-Ausführung geben, die mehr als dreimal so viele Blanko-Seiten wie die normale bietet. Der Verkauf des Weeks Mega beginnt am 1. November. – Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis!
  • Wer seinen Handspitzer nobel unterbringen möchte, könnte an diesem Schatzkästchen des japanischen Anbieters Maruzen Gefallen finden. Wenn ich richtig informiert bin, ist es bereits für schlappe 200 Euro zu haben.
  • Leider sind die hervorragenden Spitzer von Möbius+Ruppert nicht so leicht erhältlich, doch wie ich heute erfahren konnte, hat der Versender tz-bedarf.de gleich mehrere im Sortiment, darunter den Minenspitzer Minofix, die Granate und den Dosen-Minenspitzer 970. – Danke an Herrn Großmann für den Hinweis!

Nur ein Foto

Mittwoch, 9. August 2017

In Ermangelung der Zeit für einen längeren Beitrag heute nur ein Foto, und zwar vom Viarco 3500 und dem M+R Pollux.

Nur ein Foto

Das war's auch schon.

Kurz notiert

Dienstag, 30. Mai 2017
  • Bei Kobo-Q gibt es bemerkenswerte Arbeiten aus Leder zu sehen, darunter einen Spitzenschoner mit integriertem Spitzer und einen Verlängerer, der sich die rechteckige Zwinge des Blackwing 602 auf pfiffige Weise zu Nutze macht. – Danke an Frank für den Hinweis!
  • Vor kurzem wurde ein Patent der Eisen GmbH veröffentlicht. Es beschreibt Stifte, deren Schaft vollständig oder teilweise aus einem wachsartigen Material besteht, und Spitzervarianten für diesen. Durch das weiche Schaftmaterial soll der zum Spitzen nöti­ge Aufwand verringert werden, denn es erfordert weder ein sehr hartes Messer noch eine besonders stabile Spitzvorrichtung. Während das Messer eines herkömmlichen Spitzers mindestens die Härte 60 HRC1 hat, ist für den Stift mit wachsartiger Ummante­lung nur eine Härte von maximal 40 HRC notwendig, so dass ungehärtete Stähle, aber auch Kunststoffe zum Einsatz kommen können und der Spitzer dann sogar einstückig ausgeführt werden kann2. Das Ummantelungsmaterial, dessen Härte unter 60 Shore D3 liegt, kann die Mine zudem vor dem Ausdiffundieren flüchtiger Bestandteile schützen, was vor allem bei Kosmetikstiften interessant ist.
  1. Zum Vergleich: Das Messer eines Spitzers von Möbius+Ruppert hat 65 HRC, die Klinge eines Schweizer Taschenmessers 55 HRC und hochwertige japanische Küchenmesser bringen es auf 65–67 HRC.
  2. In der Patenschrift wird auch auf Schneidkantenbreiten und -radien von Spitzermessern ein­gegangen.
  3. Zum Vergleich: LDPE hat 40–50 Shore D.

Gruppenbild

Montag, 29. Mai 2017

Gruppenbild

(zm Vergrößern anklicken)

Möbius+Ruppert Pollux, Mitsubishi uni mit individuellem Prägedruck (Danke an Yumiko!), Bleistiftverlängerer Mitsubishi uni UPH-8000, Pilot S20 und Pilot Legno 89s.


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