Monatsarchiv für Februar 2012

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Stiftskulpturen

Samstag, 25. Februar 2012

Beeindruckend: Die Stiftskulpturen von Jennifer Maestre.

Stiftskulpturen

Luna

Unter „Artist's Statement” beschreibt sie ihre Technik:

To make the pencil sculptures, I take hundreds of pencils, cut them into 1-inch sections, drill a hole in each section (to turn them into beads), sharpen them all and sew them together. The beading technique I rely on most is peyote stitch.

Stiftskulpturen

Aurora (Detail)

Danke an Jennifer Maestre für die Fotos!

(via Boing Boing)

Spitzenauswahl

Freitag, 24. Februar 2012

Wer heute eine Kappe für den Blei- oder Farbstift sucht, braucht Geduld, doch früher war das nicht so – allein Schwan bot in seinem Katalog von 1940 gleich 14 verschiedene Spit­zenschoner an.

Neben Ausführungen für dickere Stifte gab es solche, die sich mittels Ring oder Clip befes­tigen ließen, und auch ein als Brieföffner nutzbarer „Dolch-Klemmschoner” war dabei (J.S. Staedtler hatte einen ähnlichen im Sortiment).

 

(Miniaturen zum Vergrößern anklicken)

Einige waren randriert und gerieft, also mit Rändelungen verziert (was Goldin war, weiß ich leider nicht).

Ein beeindruckendes Sortiment!

A.W. Faber 1897

Freitag, 24. Februar 2012

Eine Kostbarkeit gibt es in der digitalen Bibliothek der University of Houston zu bestaunen, und zwar den Katalog von A.W. Faber USA aus dem Jahr 1897. – Als Anschmecker die Sei­ten zu den Bleistiften mit Graphit aus der sibirischen Alibert-Mine:

A.W. Faber 1897

A.W. Faber 1897

A.W. Faber 1897

(Quelle: A. W. Faber. „A. W. Faber Price-list.” 1897. Online Image. University of Houston Digital Library. 24 February 2012.)

Hochaufgelöste Versionen der Scans können angefordert werden (bei meinem kurzen Test waren diese gut 1600 × 2600 Pixel groß). – Danke an Sean von The Blackwing Pages für den Hinweis!

Basteln mit dem …

Mittwoch, 22. Februar 2012

… nein, nicht mit dem Lexikaliker, sondern mit meinem Kollegen H., der sich kürzlich der Herausforderung gegenübersah, einen Wandkalender mit einem komfortabel zu benutzen­den, aber ortsfesten Bleistift zu bestücken. Hier seine Lösung, die mir gut gefällt1.

Basteln mit dem …

Die Verbindung zwischen dem bleistiftähnlichen Objekt2 und der Schnur3 stellt eine Hut­mutter mit M8-Gewinde und einem Loch in ihrer Oberseite her. Schnell und pfiffig!

Basteln mit dem …

Als Zeichen meiner Anerkennung dieser Idee habe ich meinem Kollegen H. einen Radierer4 angedient5; er (der Radierer, nicht der Kollege) ist gelocht, aufgefädelt und so ebenfalls im­mer zur Hand6.

Basteln mit dem …

Jetzt fehlt nur noch ein (Dosen-)Spitzer, doch dieser ist an der Wand sicher besser aufge­hoben als an der Schnur.

  1. Von meinem Beifall ausgenommen ist das verwendete IKEA-Ding.
  2. Ist von IKEA und langkonusgespitzt.
  3. Strapazierfähig und vermutlich von einem Senkblei abgezwackt.
  4. STAEDTLER rasoplast (kleinste Ausführung, Art.-Nr. 526 B40).
  5. Gerne lege ich noch einen ernstzunehmenden Bleistift drauf.
  6. Zumindest so lange, bis sein Loch aufradiert ist.

Kein gewöhnlicher Bleistift

Mittwoch, 22. Februar 2012

Das bis jetzt schönste und ausführlichste Portrait des legendären Blackwing 602 von Eber­hard Faber: „No Ordinary Pencil”. Lesen und staunen!

Schildkröte

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Auswahl an Minenspitzern ist offenbar auch in Japan überschaubar, und so hat die in Yoshizawa ansässige U5 Architects Unit bereits 2008 einen eigenen entwickelt.

Schildkröte

Wie viele andere japanische Produkte ist der „Tortoise” geschmackvoll verpackt – die Kom­bination aus blauem Karton und schwarz bedrucktem Transparentpapier macht sich sehr gut. Eine weitere Banderole umschließt den mit transparenter Folie umhüllten Spitzer.

Schildkröte

Das Gerät spitzt Minen mit den Durchmessern 1.2, 2.0, 3.2, 3.8 und 5.8 mm, so dass kaum Wünsche offen bleiben dürften (für 2-mm-Minen stehen sogar zwei unterschiedlichen Ko­nen zur Verfügung).

Schildkröte

Die Verarbeitungsqualität des aus dem Hochleistungskunststoff Polyetherimid1 gefertigten Spitzers ist hervorragend.

Schildkröte

Den Vertrieb des „Tortoise” hat Bundoki übernommen, doch es sieht so aus, als wäre er inzwischen vergriffen2. – Weitere Fotos, auch mit Spitzbeispielen, gibt es bei the uncom­fortable chair.

  1. „Ultem” ist der Handelsname von General Electric.
  2. Der dort angegebene Preis von umgerechnet gut 80 Euro ist bizarr; ich habe damals weniger als die Hälfte bezahlt.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Samstag, 18. Februar 2012

Zum Wochenende ein rascher Blick auf einen historischen Fallminenstift, der wohl um die 70 Jahre alt sein dürfte.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Der Mars Lumograph 1019 von J.S. Staedtler ist gut 15 lang und hat einen sechsflächigen, marsblauen Holzschaft mit durchgehender Bohrung; seine Gestaltung erinnert an den Blei­stift Mars Lumograph 2886, der am 1. August 1930 auf den Markt kam. Der Aufdruck „H” lässt vermuten, dass es noch weitere Ausführungen mit anderen Härtekennzeichnungen gab.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Eine Metallkappe ohne Minenspitzer schließt das Stiftende, über das auch die Minen nach­gefüllt werden können.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Die viergeteilte Klemmung mit Überwurf hält die Mine. – Die Manschette am Schaft über­rascht mich; über ihre Funktion kann ich nur rätseln.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Damit die Minen nicht aus dem Stift herausfallen, hat Staedtler sie bis 1991 mit einem sog. Zwingchen versehen. Dieses vergrößert den Durchmesser, so dass die Mine nicht mehr durch die Klemmung passt (das Zwingchen im Bild ist fest angebracht; später war es ab­ziehbar). – Die Längsriffelung der Mine dient dem besseren Halt.

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Der Aufdruck zeigt auch das astronomische Zeichen für den Planeten Mars mit den Mon­den Phobos und Deimos (eine deutlichere Abbildung gibt es hier).

J.S. Staedtler Mars Lumograph 1019

Soweit ich weiß, war der Lumograph 1019 der letzte Fallminenstift mit Schraubklemmung von Staedtler; in den frühen 50er Jahren wurde er durch den Technico 1001 mit Druck­mechanik abgelöst.

Neuzeit

Samstag, 18. Februar 2012

Manchmal kommt es vor, dass ich etwas Vertrautes plötzlich ganz neu sehe – so auch vor wenigen Tagen, als mein Blick auf die etwa 60 × 34 mm kleinen Karten des Spiels „RATE FIX”1 fiel.

Neuzeit

Bei all dem heute zumindest nach außen hin Perfekten tun mir die kleinen Mängel und Ge­brauchsspuren gut, doch die Schrift gefällt mir am besten. Es ist die Neuzeit Grotesk2, hier im fetten (oder gar extrafetten) Schnitt, entworfen 1929 von Wilhelm Pischner und ge­gossen von der D. Stempel AG in Frankfurt/Main. Da galt „form follows function” – eine konstruierte Schrift ohne besondere Merkmale, die in meinen Augen jedoch gerade da­durch ihren Reiz hat.

Neuzeit

Es gibt sie auch in digitaler Form, aber die Black-Variante von URW weicht leider vom Origi­nal ab3; die Schnitte Light und Bold Condensed sind wohl die beiden einzigen mit dem ursprünglichen Charakter.

  1. Unsere ist eine alte, vielleicht sogar die Originalausgabe, und manchmal denke ich, wir hätten diese schon immer gehabt.
  2. Danke an die Teilnehmer des Forums von Typografie.info für die rasche Identifizierung!
  3. Man beachte z. B. das a.
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