Verlängerer

Verlängern mit Stil

Hand­ge­fer­tigte Blei­stift­ver­län­ge­rer aus ein­hei­mi­schen und exo­ti­schen Höl­zern bie­tet Gerolf Hering aus Mei­ßen unter www.bleistiftverlaengerung.de an. Neben Vari­an­ten aus gefärb­tem Holz und meh­re­ren Holz­ar­ten gibt es Aus­füh­run­gen mit Ein­la­gen und Ver­zie­run­gen; dar­über hin­aus wird auch nach Wunsch gefer­tigt. Die Uni­kate neh­men 10 cm des Blei­stifts auf, hal­ten noch Stum­mel mit einer Schaft­länge von 1 cm und kos­ten 9,95 bis 13,95 Euro zzgl. Versandkosten.

Danke an Kai für den Hinweis!

Zwei Fundstücke

Gese­hen im Pfunds-Museum1 in Hofbieber-Kleinsassen, etwa 15 km öst­lich von Fulda: Ein Vierkant-Verlängerer und eine Kom­bi­na­tion aus Stift­hal­ter und Stahlfeder.

Zwei Fundstücke

Die­ser Ver­län­ge­rer ist mit sei­ner kan­ti­gen Form natür­lich kein Hand­schmeich­ler und durch die geringe Abmes­sung kein voll­wer­ti­ger Lineal-Ersatz, aber die Idee gefällt mir.

Zwei Fundstücke

Auch diese Kom­bi­na­tion hat mich ange­spro­chen. – Das war’s bereits für heute2.

  1. Der Besuch die­ses deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­gen Muse­ums sei allen kultur- und technikge­schichtlich Inter­es­sier­ten wärms­tens emp­foh­len. Es zeigt auf etwa 250 m² in sie­ben Stock­werken eines denk­mal­ge­schütz­ten Fach­werk­hau­ses anhand von unzäh­li­gen Expo­na­ten aus der Antike bis heute die fas­zi­nie­rende Welt des Mes­sens und Wie­gens und bie­tet mit eini­gen be­nutzbaren Expo­na­ten auch etwas zum Anfas­sen. Der Eigen­tü­mer, der die Schätze in über drei Jahr­zehn­ten zusam­men­ge­tra­gen hat, ist äußerst kun­dig und weiß zu jedem Stück etwas zu erzäh­len. Mir hat zudem gut gefal­len, dass die Expo­nate oft in Beglei­tung dazu­ge­hö­ri­ger und meist ebenso sehens­wer­ter Dinge aus­ge­stellt sind.
  2. Damit hat die­ses Web­log end­lich einen Bei­trag, bei dem die Fuß­no­ten umfang­rei­cher sind als der eigent­li­che Text.

Noch einer

Fei­er­tage kann man nicht ver­län­gern, wohl aber Blei­stifte. Das nehme ich zum Anlass, um am heu­ti­gen zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag ein wei­te­res dafür not­wen­di­ges Zube­hör vorzustellen.

Noch einer

Die­ses his­to­ri­sche Uten­sil unbe­kann­ten Fabri­kats und Alters dient nicht nur der Verlänge­rung eines Blei­stift­rests, son­dern auch des­sen taschen­freund­li­chem Transport.

Noch einer

Die schüt­zende Kappe, abge­zo­gen und auf das Ende gesteckt, macht den Umsteckscho­ner län­ger und damit gut handhabbar.

Noch einer

Gleich­zei­tig schränkt sie jedoch die Länge des nutz­ba­ren Blei­stifts ein: Er muss min­des­tens 25 mm lang sein, um vom Über­wurf noch zuver­läs­sig geklemmt zu wer­den, darf aber 75 mm nicht über­schrei­ten, da sonst die Kappe nicht mehr schließt.

Noch einer

Hier mit einem STABILO GRE­EN­graph 6003.

Mich beein­druckt der Auf­wand, der hier für einen klei­nen Blei­stift getrie­ben wurde.

Noch einer

Vie­len Dank an Kai für die­ses schöne Stück!

Verlängern mit ITO-YA

Ein beson­ders pfif­fi­ger unter den Bleistift-Verlängerern ist die­ser von ITO-YA, der Ei­genmarke des gro­ßen japa­ni­schen Anbie­ters glei­chen Namens.

Verlängern mit ITO-YA

Der 105 mm lange, gut 9 mm dicke und mit 20 g feder­leichte Ver­län­ge­rer besteht aus zwei Tei­len, bei deren Ver­schrau­ben sich die drei­ge­teilte Klemme am inne­ren Teil schließt und den Blei­stift greift. Wie manch andere sei­ner Art nimmt er den größ­ten Teil des Stifts auf (hier: mehr als 100 mm) und lässt sich daher nicht nur mit Stum­meln verwenden.

Verlängern mit ITO-YA

Das Gewinde ist auch außen sicht- und fühl­bar und macht so das gum­mi­be­schich­tete, aber ange­nehm anzu­fas­sende Äußere noch grif­fi­ger. – Eine Längs­rif­fe­lung am Ende erleich­tert die Handhabung.

Verlängern mit ITO-YA

Außer in schwarz gibt es die­sen Ver­län­ge­rer in rot, weiß und grau; er kos­tet zwi­schen 3,70 (Bun­doki) und 5,20 Euro (ITO-YA).

Verlängern mit ITO-YA

Hier mit einem Pen­tel Black Poly­mer 999 HB.

Für mich ein güns­ti­ges, prak­ti­sches und attrak­ti­ves Zube­hör. – Eine eng­li­sche Bespre­chung die­ses Ver­län­ge­rers gibt es unter „Ito-ya pen­cil hol­der“ bei pen­cil talk.

Allen Lesern ein fro­hes Weihnachtsfest!

e+m Endless 1156

Heute ein rascher Blick auf den End­less 1156, einen Blei­stift­ver­län­ge­rer der e+m Holz­produkte in Neu­markt nahe Nürnberg.

e+m Endless 1156

Der ange­nehm schlichte End­less hat einen zylin­dri­schen Kor­pus aus Wild­kir­sche, der 80 mm lang und etwa 14 mm dick ist. Die vier­ge­teilte Klem­mung mit matt­ver­chrom­tem, 11 mm star­ken Über­wurf hält den Blei­stift zuver­läs­sig und bie­tet den Fin­gern auf einer Länge von knapp 30 mm Platz.

e+m Endless 1156

Hier mit dem Rest eines Mitsu­bi­shi Hi-uni HB.

Das geringe Gewicht des Ver­län­ge­rers von 14,6 g kommt daher, dass er fast voll­stän­dig aus­gehöhlt ist und so auch 96 mm des Blei­stifts auf­neh­men kann; das ist sehr prak­tisch. Seine Hand­ha­bung ist gut, könnte aber noch ange­neh­mer sein, wenn die Holz­kante an der Klem­mung etwas ent­schärft wäre. – Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen ist der nicht exakt zen­trische Sitz des Metall­teils im Holz mei­nes Exem­plars, doch man hat mir ange­bo­ten, es umzutauschen.

e+m Endless 1156

Der e+m End­less 1156 wird in einem schwar­zen Papp­kar­ton gelie­fert und kos­tet 16,50 Euro.

Farbenfroh verlängern

Wer mit der doch recht kar­gen Aus­wahl an Blei­stift­ver­län­ge­rern hier­zu­lande nicht zufrie­den ist, dem seien die Modelle der Marke „Rosetta“ im iPenS­tore empfohlen.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Das aus Metall sowie Kunst­harz gefer­tigte und in 15 Vari­an­ten erhält­li­che Zube­hör ist gut 100 mm lang, hat ein 20 mm lan­ges, ange­nehm gerän­del­tes Griff­stück, wiegt knapp 13 Gramm und ist durch­ge­hend 12 mm dick. – 95 mm des Stifts fin­den Platz im Innern, doch bereits zehn Mil­li­me­ter rei­chen für den siche­ren Halt.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Ein genauer Blick zeigt die gute Ver­ar­bei­tung: Die Ober­flä­chen sind glatt, der Über­gang zwi­schen Metall und Schaft ist sau­ber und die sechs­ge­teilte Klem­mung arbei­tet zuverlässig.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Der Ver­län­ge­rer von Rosetta, des­sen Gebrauchs­ei­gen­schaf­ten ich für her­vor­ra­gend halte, kos­tet etwa 9,60 Euro und wird auch im eBay-Shop von Street­Fair angeboten.

J.S. STAEDTLER 1919 (4)

Eine fla­che, zwei­ge­teilte Metall­hülse, die einen kur­zen Holz­blei­stift auf­nahm und ent­we­der die­sen ver­län­gerte oder die (Westen-)Tasche, in der er leicht Platz fand, vor des­sen Spitze schützte, zeigte die Seite 75 des Kata­logs von J.S. STAEDTLER aus dem Jahr 1919.

Umsteckschoner

Für den umzu­ste­cken­den Scho­ner, der sich nach Anga­ben des Her­stel­lers beson­ders gut an das Rei­se­pu­bli­kum ver­kau­fen ließ, gab es gleich drei ver­schie­den aus­ge­führte Blei- und einen Kopier­stift, wobei letz­te­rer als (mir unbe­kannt) „velour­po­liert“ beschrie­ben wurde; eine Vari­ante war gar gerieft. – Wel­ches Holz statt der Zeder zum Ein­satz kam und was das „weiße Metall“ war, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden.

Ich möchte mich wie­der einer (zuge­ge­be­ner­ma­ßen red­un­dan­ten) Mon­tage bedie­nen, um das im Kata­log nicht Gezeigte zu ergänzen:

Umsteckschoner (Montage)

Die Form der 62,5 mm lan­gen und mit sil­ber­far­be­nem Prä­ge­druck ver­se­he­nen Blei­stifte ist aus heu­ti­ger Sicht unge­wöhn­lich, denn wäh­rend ihr Pro­fil an ein abge­run­de­tes Recht­eck und damit an Zim­mer­manns­blei­stifte erin­nert, zeigt die untere Abbil­dung keine recht­eckige wie in die­sen, son­dern eine runde (oder ovale). – Den Här­te­grad nennt der Kata­log nicht; auch fehlt der Hin­weis auf einen geeig­ne­ten Spitzer.

Umsteckschoner

Das Funk­ti­ons­prin­zip die­ses Umsteck­scho­ners ähnelt dem der sog. „bul­let pen­cils“, von denen man sagt, dass ihr Ursprung in den US-amerikanischen Bür­ger­krieg zurück­rei­che; damals sol­len Sol­da­ten kurze Blei­stifte in leere Patro­nen­hül­sen gesteckt haben, um sie bes­ser ver­stauen zu können.

Umsteckschoner

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