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Flotter Feger

Wer viel mit Bleistift arbeitet, weiß vom leidigen Problem mit den Resten des Radierers und den äußerst unangenehmen Folgen des unbedachten Wegwischens mit der Hand – nur allzu schnell ist das Werk verdorben und die Freude daran ebenso. Zeichnet man gar auf Transparent, kann dieses durch die Hand fettig werden und danach die Tusche abweisen.

Schon sehr lange gehört daher der Zeichenbesen zur Standardausrüstung aller mit Bleistift Tätigen, die mit ihm Radierspäne und Graphitstaub komfortabel und sicher entfernen. Der Computer indes hat das hiesige Angebot auf wenige und zudem nicht sonderlich attraktive Exemplare zusammenschrumpfen lassen, die obendrein den Eindruck erwecken, als dienten sie primär der Sortimentsabrundung.

Zeichenbesen von Uchida

Die Rettung kommt – wie so oft bei der Suche nach Hochwertigem für den Schreibtisch – aus Japan, und zwar vom mit Zeichengeräten und -zubehör erfahrenen Hersteller Uchida. Dessen etwa 30 cm langer und sehr gut verarbeiteter Besen mit Holzgriff und der Katalog-Nummer 1-825-0301 hat nicht nur einen sehr eleganten Korpus, sondern im Gegensatz zu seinen fegenden Kollegen gleich zwei unterschiedliche Besätze: Zusätzlich zum üblichen findet sich auf dem Rücken des Uchida-Besens ein festerer zweiter Besatz mit sehr kurzen Borsten, der sich hervorragend zum Reinigen des Arbeitstisches eignet und damit einen echten Zusatznutzen bietet. – Der Besen von Uchida kostet 1470 Yen (gut 11 Euro) und ist u. a. bei Bundoki erhältlich.

NB: Es empfiehlt sich, die Borsten eines Zeichenbesen einmal im Monat einer gründlichen Reinigung in lauwarmer Seifenlage zu unterziehen.

Stichwörter: Radierer, Uchida, Zubehör

6 Kommentare zu „Flotter Feger”

  1. Connie

    auch im Computerzeitalter kann man diese Besen nutzen:

    neben dem Radierfummel-Entfernen setze ich den Besen zum Fegen der Tastatur ein

    geht auch!

  2. Lexikaliker

    Stimmt, auch das ist eine sehr sinnvolle Nutzung dieses Zubehörs.

  3. Alex

    In dem Film Klick mit Adam Sandler kann man so einen Besen in Gebrauch sehen! Adam Sandler spielt einen Architekten und arbeitet mit so einem Besen! Übrigens sind auch noch andere tolle und mittlerweile selten gewordene Gerätschaften auf seinem Zeichentisch versammelt, es lohnt die Pausetaste zu drücken!

  4. Lexikaliker

    Danke für den Hinweis. Da ich den Film nicht kenne: Welche Geräte gibt es denn da noch zu sehen?

  5. Alex

    es gibt da einige Kurvenlineale sowie normale Lineale zu sehen und noch einige Gerätschaften deren Name ich nicht kenne!

    viele Grüsse

  6. Lexikaliker

    Ach so. – Es ist schon bemerkenswert, was man in Filmen weit abseits der eigentlichen Handlung noch so entdecken kann …

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


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