Dienstagsding

6. Mai 2008

Dienstagsding

Was ist hier im Ausschnitt zu sehen? Wer als erster einen Kommentar mit der richtigen Lösung und einer funktionierenden E-Mail-Adresse hinterlässt, bekommt einen grünen Lexikaliker-Bleistift frei Haus. – Selbstverständlich gebe ich keine E-Mail-Adressen weiter (siehe dazu auch „Häufig gestellte Fragen”).

STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

5. Mai 2008

Aus einer vergangenen Zeit, lange bevor Buntstifte mit mehr als einer Farbe zur Domäne der Kinder wurden, stammt der „MARS-REVISOR 2914″, den STAEDTLER von 1950 bis 1960 hergestellt hat.

STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

Neben der Modellnummer, dem Namen des Herstellers J. S. (Johann Sebastian) Staedtler, der Bezeichnung und dem Herkunftsland zeigt der Stift zwei Zeichen. Das eine davon ist der Viertelmond, das (meines Wissens nach) älteste Markenzeichen von STAEDTLER. Er wurde 1887 beim Nürnberger Amtsgericht angemeldet und 1963 vom Marskopf abgelöst1. Die Herkunft des Viertelmondes ist unklar, doch es könnte eine Verbindung zum Export in den Orient bestehen.

STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

Viertelmond auf dem STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

Im anderen Zeichen, das gleich zweimal vorkommt, finden sich zwei Mondsicheln und das astronomische Symbol für den Planeten Mars; es stellt vereinfacht Schild und Speer dar.

Mars-Symbol auf dem STAEDTLER MARS-REVISOR 2914 Astronomisches Symbol für den Planeten Mars

Mit einer Länge von gut 17 cm und einem Durchmesser von knapp 8 mm hat der runde Stift Standardmaße, doch in seinem Inneren verbirgt sich etwas Besonderes. Die aus zwei Farben zusammengesetzte und etwa 4 mm dicke Mine des Stifts, dessen Lackierung mit den Minenfarben korrespondiert, schreibt unregelmäßig wechselnd rot, grün und (gemischt) orange. Der Katalog von 1952 preist den MARS-REVISOR 2914 wie folgt an:

Rund, normales Modell mit mehrfarbiger Mine, rot-grün oder rot-schwarz gestreift. Schreibt gleichzeitig rot, grün und orange und gibt dadurch der Unterschrift eine persönliche Note. Der Originalstrich ist sehr schwer nachzuahmen.

Spitze des STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

Endkappe des STAEDTLER MARS-REVISOR 2914

Ebenso wie der Landkartenstift hat auch der MARS-REVISOR die Jahrzehnte bestens überstanden – er ist gerade, man kann ihn sauber spitzen und die Mine bricht nicht ab. Wie schon die Katalogbeschreibung vermuten lässt, ist der Strich dieses Stiftes nicht restlos ausradierbar.

STAEDTLER MARS-REVISOR 2914 mit dem Spitzer Möbius+Ruppert 0600

STAEDTLER MARS-REVISOR 2914 mit dem Pilot Foam Eraser

Der erste Stift mit dem Namen „REVISOR” hatte die Nummer 2915 und wurde von Juni 1931 bis Juni 1941 produziert. Nachfolger des gezeigten war der Stift 108 14, der 1961 bis Mitte der 70er Jahre im Programm war und dann von Stiften mit dokumentenechter Mine abgelöst wurde.

  1. 1908 erschien der erste Kopf mit Helm. 1912 folgte ein römischer Kriegerkopf und 1925 ein weiterer, der fast wie eine Kombination aus den ersten beiden wirkte. Dieser erfuhr 1952 die erste, 1958 die zweite und 1963 die dritte Überarbeitung; letztere Variante wurde dann auch aktiv als Markenzeichen beworben. 1973 und 2001 gab es erneute Bearbeitungen.

Original und Kopie (3)

4. Mai 2008

Elefant

Elefant (Urheber: Eugenia & Julian,
lizensiert unter CC-BY-SA-2.0)

Sonnenschirm-Feststeller in Rüsselsheim-Bauschheim

Sonnenschirm-Feststeller

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Selbsterklärend

3. Mai 2008

Nicht ganz selbsterklärendes Bedienelement eines Präsentationsdisplays

Jumbo!

2. Mai 2008

Nachdem die ganze Welt ich bereits seit seiner Ankündigung auf der Paperworld in Frank­furt/Main im Januar auf ihn gewartet habe, ist der Druckbleistift STAEDTLER graphite 771 nun endlich im Handel.

STAEDTLER graphite 771

Im Design lehnt sich der knuffige Schreiber mit 1,3 mm dicker Mine an die klassischen Noris-Bleistifte aus gleichem Hause an. Er ist knapp 14 cm lang, wiegt gut 18 g und hat an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 17 mm. Der Schwerpunkt liegt mit 7,8 cm von der Spitze recht weit hinten, was wohl hauptsächlich auf den großen Radierer zurückzuführen ist. Bis auf den stilisierten Mars-Kopf und dem Namen des Herstellers auf dem Clip sowie „JAPAN” auf der Nase, mit der der Clip auf den Schaft drückt, gibt es keine weiteren Kennzeichnungen; ein sauber ablösbares Etikett bietet mit jedoch Artikelnummer, Minen­stärke, EAN13-Code sowie dem Vermerk „Made in Japan” zusätzliche Informationen. Der Jumbo wird lose für 4,95 Euro verkauft und enthält eine Mine.

STAEDTLER graphite 771

Ein 3 mm langes, versenkbares und beim Schreiben zurückgleitendes Führungsröhren gibt der leicht federnd gelagerten Mine sicheren Halt. Das zehnfache Betätigen der in den Schaft eingepressten Mechanik mit zwei Greifbacken aus Kunststoff transportiert sie um 9 mm; nach Loslassen des Knopfes gleitet die Mine jedoch um einen halben Millimeter wieder zurück. Wie die meisten anderen mechanischen Bleistifte produziert auch der graphite 771 Minenreste. 14 mm der Mine, d. h. gut 23 %, können nicht genutzt werden; damit liegt der Stift im Mittelfeld.

STAEDTLER graphite 771

Minen für den STAEDTLER graphite 771

Die Halterung des gut arbeitenden Radierers, dessen Rezeptur an den Mars plastic erinnert, wartet mit einer kleinen Besonderheit auf: Ein farblich abgestimmter Gummiring macht sie griffig und damit das Drehen vor allem für kleine Kinderhände erheblich einfacher. – Die Möglichkeit der individuellen Kennzeichnung wie z. B. beim STABILO 's move easyergo gibt es beim Jumbo nicht.

STAEDTLER graphite 771

Der Austausch des Radierers geht schnell und einfach, allerdings habe ich bis jetzt noch keine Ersatzradierer gesehen. Der für den Radierminenhalter Mars plastic ist zu dick und der Ersatz für den triplus micro zu dünn, doch ich gehe davon aus, dass sie in Kürze verfügbar sein werden. Die passenden Minen in der Standardlänge von 60 mm gibt es bereits, wenn auch nur im Härtegrad HB (Art.-Nr. 251-HB); ein Röhrchen mit sechs Stück kostet 1,55 Euro.

STAEDTLER graphite 771

Druckbleistifte mit 1,3-mm-Mine sind hierzulande selten anzutreffen. Ein anderer Vertreter dieser Gattung ist der deutlich dünnere Aristo 3fit.

STAEDTLER graphite 771, Aristo 3fit

Die ergonomische Dreikant-Form, das lebendige Design, die rutschfeste Griffzone, das versenkbare Minenführungsröhrchen, der sehr großzügig dimensionierte Radierer und der stabile, hemdentaschenfreundliche Clip machen den STAEDTLER graphite 771 zu einem attraktiven Gute-Laune-Stift für Jung und Alt.

Dario mit dem STAEDTLER graphite 771   Luis mit dem STAEDTLER graphite 771

Der Jumbo in den Händen von Dario (6) und Luis (7)

Links:
STAEDTLER 771 und Minen bei STAEDTLER
STAEDTLER 771 und Aristo 3fit im Virtuellen Mäppchen

Eberhard Faber Landkartenstift

1. Mai 2008

Eberhard Faber Landkartenstift

Einen Fund der ungewöhnlichen Art machte ich kürzlich beim Durchsehen von Blei- und Farbstiften, die aus einem Feuer gerettet werden konnten. Die meisten Stücke wurden entweder teilweise oder weitgehend beschädigt, doch ein paar Landkartenstifte von Eberhard Faber blieben unversehrt.

Eberhard Faber Landkartenstift

Der runde, ungespitzte und unlackierte Stift ist 17,5 cm lang und hat einen Durchmesser von gut 8 mm. Neben der Bezeichnung „Landkartenstift” in einer der Rundgotisch ähnlichen Schriftart trägt er das Logo und den Namen des Herstellers Eberhard Faber; daneben findet sich ein sechzackiger Stern sowie die Bezeichnung „0541/29″. Die Oberfläche des Holzes und die Aufdrucke sind unregelmäßig, könnten es aber auch erst über die Jahre hinweg geworden sein.

Eberhard Faber Landkartenstift

Der Landkartenstift hat nicht nur das Feuer, sondern auch die (wie ich schätze) sechs bis sieben Jahrzehnte davor gut überstanden – kein Exemplar ist krumm, und das Holz lässt sich gut spitzen. Die tiefschwarze, etwa 4,5 mm dicke Mine, die bei meinen Exemplaren nie wirklich mittig sitzt, ist deutlich weicher als z. B. die des STAEDTLER Mars Lumograph 100 8B. Bei meiner Suche nach etwas Vergleichbarem wurde ich im STABILO All 8046 fündig.

Eberhard Faber Landkartenstift

Eberhard Faber Landkartenstift

Ebenso wie der STABILO All 8046 ist der Landkartenstift gut verwisch- und auch etwas wasservermalbar, doch im Gegensatz zu diesem schreibt er nicht auf Glas und anderen glatten Flächen.

Eberhard Faber Landkartenstift, STABILO All 8046

a. Landkartenstift, b. STABILO All 8046

Meine Suche nach Informationen zu Alter und Verwendungszweck des Landkartenstifts war nahezu erfolglos – selbst der Hersteller kannte ihn nicht mehr. Ein Kartograph vermutete, dass dieser Stift ursprünglich zur sog. Schummerung benutzt wurde. Diese flächige Schattierung, die sich an den Höhenunterschieden orientiert, erzeugt einen räumlichen Eindruck im Kartenmaterial. Bis in die 60er Jahre geschah dies mit einfachen Malwerkzeugen und danach häufig mit Airbrush; heute wird die Schummerung meist automatisch auf der Basis von Geodaten vorgenommen.

Nachtrag vom 21.6.08: Es gab auch eine farbige Variante des Landkartenstifts; Details dazu hier.

Schnäppchen

29. April 2008

Anzeige an einer Tankstelle in Rüsselsheim-Bauschheim

Wo war ich?

6. April 2008

Als alter Spielratz ein an nützlicher Technik sehr interessierter Mensch beeindruckte mich die Vorführung meines kompetenten Kollegen S. sehr, und noch bevor sich auch der zonebattler zu den begeisterten Nutzern gesellte, stand für mich fest: Auch ich komme zukünftig nicht mehr ohne einen GPS-Logger aus. Nach einen schnellen Recherche und einer noch schnelleren Bestellung ist nun der RoyalTek RGM-3800 mein unauffälliger Begleiter auf sportlichen und anderen Touren.

RoyalTek RGM-3800 mit offiziellem Lexikaliker-Bleistift in rot

Dieses kleine Kästchen speichert bis zu zwölfmal pro Minute seine von Satelliten empfangenen Geokoordinaten sowie die jeweils aktuelle Uhrzeit und gibt mir so die Möglichkeit, zusammen mit geeignetem Kartenmaterial oder den Bildern von Google Earth die zurückgelegte Strecke zu betrachten.

Zum Lieferumfang und den technischen Daten wurde an zahlreichen anderen Stellen schon genug gesagt (z. B. bei Skybert), so dass ich mich hier auf ein paar Notizen aus der (noch kurzen) Praxis beschränken möchte.

Die Installation des notwendigen USB-Treibers verlief auf meiner XP-Kiste rasch und problemlos, ebenso die Kommunikation des Loggers mit dem PC (die englische Übersetzung der Programmtexte im mitgelieferten Data Downloader ist unkonventionell, beeinträchtigt die Benutzung des Geräts aber nicht). Die auf den Rechner übertragenen Daten liegen im NMEA-Format vor. Konverter, die dieses lesen und daraus .kml-Dateien für den Import nach Google Earth schreiben, gibt es in rauhen Mengen und ebensolchen Qualitäten – ein Programm verbog meine Strecke kräftig und versetzte sie um 180 km nord-nordwestlich. Nach ein paar weiteren Experimenten bin ich schließlich bei GPSBabel gelandet. Diese vielversprechende Open-Source-Software für die Kommandozeile kommt mit einer GUI und bietet zudem das direkte Auslesen der Daten, wobei jedoch leider keine Geräte von RoyalTek unterstützt werden.

Aufgrund des gestern wenig einladenden Wetters fand der erste Einsatz im Innern statt. Dazu loggte der Logger ein paar Stunden an derselben Stelle im Haus und bot mir so die Möglichkeit, die Schwankungen zu ermitteln:

Schwankungen

Ein solcher einmaliger Test ist natürlich alles andere als repräsentativ, doch selbst mit einer (Un-)Genauigkeit von ± 40 m hätte ich keine Probleme.

Im zweiten Test begleitete mich das Kästchen auf meiner sonntäglichen Jogging-Runde. Kaum draußen, fiel mir auf, dass die grün blinkende oder leuchtende LED auf der Vorderseite sogar unter stark bewölktem Himmel fast nicht zu erkennen ist. Zum Glück deutlich besser zu sehen ist das jedoch rote Blinken, mit dem auf erschöpfte Batterien hingewiesen wird.

Trimm dich fit

Der genaue Blick zeigte mir die recht hohe Genauigkeit der Aufzeichnung, die – gemessen mit dem in Google Earth integrierten Lineal – zu keinem Zeitpunkt mehr als etwa 20 Meter vom tatsächlichen Weg abwich.

Abweichungen

Erstes Fazit: Für die Betrachtung von gejoggten und radgefahrenen Strecken sowie die Geokodierung von Fotos wird mir der kleine Protokollant sicher sehr gute Dienste leisten.


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