Monat: Mai 2009

XXXL

Aus Anlass des durch einen Feier- sowie einen Brü­cken­tag ver­län­ger­ten Wochen­en­des gibt es heute den bis dato längs­ten Bild­bei­trag in die­sem Weblog.

Lexikaliker XXXL

Na, habe ich zuviel versprochen? ;-)

Graphit und Gravitation

Auch wenn sich die Geschichte, die rus­si­schen Kos­mo­nau­ten hät­ten das Pro­blem des Schrei­bens in der Schwe­re­lo­sig­keit durch den Ein­satz eines Blei­stif­tes gelöst, wäh­rend die NASA For­schungs­mil­lio­nen in den „Space Pen“ inves­tierte, schon vor lan­ger Zeit als Mythos her­aus­ge­stellt hat, so lebt doch der sym­pa­thi­sche Gedanke wei­ter, ein gro­ßes Pro­blem mit ein­fa­chen Mit­teln lösen zu können.

Russian Space Pen

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An diese Legende erin­nern nicht nur einige Web­sei­ten, son­dern auch der – natür­lich rot lackierte und mit gol­de­nen Ster­nen deko­rierte – „Rus­sian Space Pen“ von npw. Einen Test unter den Bedin­gun­gen der Schwe­re­lo­sig­keit kann ich ange­sichts der all­ge­gen­wär­ti­gen und kaum zu igno­rie­ren­den Gra­vi­ta­tion lei­der nicht durch­füh­ren, aber das Schrei­ben über Kopf klappt her­vor­ra­gend. Ist an die­ser Geschichte viel­leicht doch etwas dran? Ganz gleich: Auch im Bann der Erd­an­zie­hung kann der unschein­bare Blei­stift bei kniff­li­gen Din­gen sehr gute Dienste leisten.

Vie­len Dank an den zonebatt­ler für den „Rus­sian Space Pen“!

Minfix 50/65

Ein klei­nes Relikt aus ver­gan­ge­nen Tagen: Der Doppel-Minenspitzer Min­fix 50/65 von Faber-Castell.

Minfix 50/65

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Der gut 25 mm lange und knapp 16 g schwere, aus Mes­sing gefer­tigte Min­fix 50/65 kam 1956 auf den Markt und kos­tete 65 Pfen­nig; die „L“-Ausführung im Leder­etui wurde für 85 Pfen­nig ange­bo­ten. Seine bei­den Spitz­öff­nun­gen für Minen mit den Durch­mes­sern 2 und 3,15 mm lagen gegen­über, so dass das beid­sei­tig ange­schlif­fene Mes­ser gewen­det und dop­pelt aus­ge­nutzt wer­den konnte. – Wie die­ser Kata­log­aus­schnitt bei Lead­hol­der zeigt, gab es noch zwei wei­tere Vari­an­ten die­ses Spit­zers: Wäh­rend beim Min­fix 50/61 die Öff­nun­gen ver­setzt gegen­über lagen, hatte die sog. „Lyra-Form” (50/50) beide am sel­ben Ende.

Minfix 50/65

Der im Jahr 1952 ein­ge­führte Name „Min­fix“ für die Minenspitzer-Serie ver­schwand 1978 wie­der aus den Kata­lo­gen, auch wenn das Modell 50/65 zunächst im Pro­gramm blieb; 1985 erhielt es die neue Artikel-Nummer 186500. – Beim aktu­ell erhält­li­chen TK-Minenspitzer 186600 von Faber-Castell für Minen mit Durch­mes­sern von 2 und 3,15 mm han­delt es sich um eine Behäl­ter­va­ri­ante aus Kunst­stoff mit trans­pa­ren­tem Deckel.

Minfix 50/65

Links: Koh-I-Noor Ver­sa­til 5205, rechts: Koh-I-Noor 5219

976 14

976 14

Eine, nein, gleich ganz viele gute Figu­ren macht die­ser gelen­kige Gehilfe, des­sen scharf geschnit­tene Kon­tu­ren unter den zahl­rei­chen Zei­chen­scha­blo­nen von STAEDTLER Japan deut­lich her­vor­ste­chen. Mit 13 Glie­dern und einer Größe von 17,5 Zen­ti­me­tern belebt seine wand­lungs­fä­hige Sil­hou­ette zu Papier und Folie gebrachte Wel­ten im Maß­stab 1:10 – ein ganz und gar nicht all­täg­li­cher Auf­tritt unter der unschein­ba­ren Per­so­nalArti­kel­num­mer 976 14, hin­ter der man sicher nicht sofort ein solch pro­fes­sio­nel­les Pro­fil ver­mu­tet hätte.

Stiftschutz

Spit­zen­schutz und Ver­län­ge­rung zugleich ist „The Pen­cil Shield“, ein knapp 70 mm lan­ges Zube­hör aus halb­trans­pa­ren­tem Kunst­stoff, das zudem mit einem klei­nen Radie­rer bestückt ist und über einen hemd­ta­schen­scho­nen­den Clip verfügt.

Stiftschutz

„The Pen­cil Shield“ (zum Ver­grö­ßern anklicken)

Gedacht für die Ver­wen­dung an Blei­stif­ten mit einem Standard-Durchmesser von etwa 8 mm schlie­ßen seine innen lie­gen­den und wie ein Gewinde geform­ten Ver­di­ckun­gen, die beim Hal­ten des Stifts nur sehr wenig nach­ge­ben, den Ein­satz mit deut­lich dün­ne­ren oder dicke­ren Blei­stif­ten aus. Dank des Umstands, dass die Klem­mung sehr nahe an der Öff­nung liegt, kön­nen noch Blei­stifte mit einer Schaft­länge von 15 mm sicher gehal­ten werden.

Stiftschutz

Die Spitze eines STAEDTLER Noris 120 HB schützend …

Der 12 mm lange und 7 mm dicke Radie­rer erin­nert an den berüch­tig­ten bekann­ten „Pink Pearl“, arbei­tet jedoch wesent­lich bes­ser als die­ser. Seine Hal­te­rung indes hat etwas zuviel Spiel und ist daher nicht ideal. Point­less Pro­ducts, der Her­stel­ler des „Pen­cil Shield“, bie­tet außer einer wei­ßen Vari­ante des „Pen­cil Shield“ und ver­schie­de­nen Kombi-Packungen auch Ersatz­ra­die­rer in der gezeig­ten Farbe sowie vier Neon­tö­nen an. – Dachte ich zunächst, die Nachfüll-Radierer für den Druck­blei­stift STAEDTLER gra­phite 771 und den Stan­gen­ra­die­rer Tom­bow MONO one wür­den eben­falls pas­sen, so musste ich lei­der fest­stel­len, dass beide einen knap­pen hal­ben Mil­li­me­ter zu dünn sind.

Stiftschutz

… und einen 38 mm kur­zen STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 B verlängernd

Fazit: Ein klei­nes, pfif­fi­ges Uten­sil mit drei­fa­chem Nut­zen zu einem sehr güns­ti­gen Preis. – Der trans­pa­rente „Pen­cil Shield“ ist bei Pen­cil Things erhält­lich und kos­tet 0,40 USD pro Stück (zur­zeit ca. 30 Euro-Cent); eine direkte Bestel­lung bei Point­less Pro­ducts ist dank inter­na­tio­na­len Ver­sands eben­falls möglich.

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