Monatsarchiv für Mai 2009

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Markiges Marketing (3)

Dienstag, 12. Mai 2009

Reklamemarke von Schwan

Mit einer in mehrfacher Hinsicht riesigen Sensation wartete der traditionsreiche Hersteller Schwan 1906 auf der Bayerischen Landesgewerbeausstellung in Nürnberg auf: Ein 30 Me­ter großer Bleistift, der besten Sorte „Aldebaran” nachgebildet, überragte das Messe­gelände und diente gleichzeitig als Messestand; in den kleineren Bleistiften um ihn herum waren Schwan-Produkte zu sehen. – Die auf der 52 × 32 mm großen Reklamemarke ge­nannte „Goldene Medaille” ist die, mit der das Unternehmen als einziges seiner Branche auf der ersten Landesausstellung im Jahr 1882 ausgezeichnet wurde.

Nachtrag vom 20.3.12: Ein Foto des Riesen-Bleistifts gibt es hier.

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Triothello

Montag, 11. Mai 2009

Drei Fotos mit drei Details von drei Varianten des Schwan-STABILO Othello 282 HB und ein albernes Wortspiel – mehr gibt es hier an diesem frühen Montagmorgen nicht zu sehen.

Triothello

Triothello

Triothello

Die gespitzt ausgelieferte Variante mit roter Kappe ist das aktuelle Modell; die anderen beiden stammen aus der Zeit zwischen 1930 und 1940.

Stille Beobachter (25)

Samstag, 9. Mai 2009

Kanister

Einäugig, aber in bester Laune präsentiert sich dieser stille Beobachter inmitten zahlreicher, nicht immer eindeutig zu identifizierender Dinge. Die Unvollkommenheit teilt er mit der historischen Technik, die ihn umgibt und in deren Gesellschaft er sich offenbar sehr wohl fühlt; sein kantiger Kopf und die scharf geschnittenen Gesichtszüge unterstreichen seine Entschlossenheit beim offensiven und souveränen Umgang mit seinem Makel. Gut so!

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Dahle 133

Freitag, 8. Mai 2009

Die meisten auf dem Markt erhältlichen manuellen Spitzmaschinen packen den Stift mit blanken, manchmal sogar gezackten Metallbacken und hinterlassen dabei unschöne Spuren am Schaft; selbst die sehr teuren Maschinen von El Casco greifen so zu (wenn auch mit geringeren, aber noch gut sichtbaren Schäden). Eine löbliche Ausnahme sind die beiden Geräte von Carl, deren Klemmungen mit Gummiauflagen versehen sind und den Stift daher nicht beschädigen. Sie eigen sich jedoch nur für Stifte mit einem Durchmesser von maximal 8 Millimetern und sind hierzulande leider nicht erhältlich.

Dahle 133

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Bisher entgangen war mir die Dahle 133, auf die mich kürzlich Pencil Anna hinwies. Diese Maschine verfügt über (so der Hersteller) „stift-schonende Soft-Klemmbacken”, hält den Stift also ebenfalls gummigepolstert. Sie spitzt Blei- und Farbstifte mit einem Durchmesser von bis zu 11,5 Millimetern (!), erlaubt die stufenlose Verstellung der Spitzenform, bietet einen automatischen Spitzstopp und kommt mit einer Tischzwinge. Mit den Geräten von Carl teilt sie eine Besonderheit: Die Stiftaufnahme wird beim Herausziehen arretiert und beim Beginn des Spitzvorgangs automatisch entriegelt, was die Handhabung vereinfacht.

Dahle 133

STABILO GREENgraph, Eberhard Faber Tricki Dicki, Caran d'Ache Grafwood, LYRA Super FERBY DUO, STAEDTLER Noris 120, LYRA Super FERBY Graphit, LYRA Schreiblernstift, ITO-YA-Bleistift

Die Verarbeitung der insgesamt etwas klapprig, aber nicht unzuverlässig wirkenden Dahle 133 steht hinter der des gut doppelt so teuren Carl Decade DE-100 zurück; zudem ist der Spänebehälter ziemlich klein. Trotz dieser kleinen Schwächen und dem nicht sonderlich peppigen Design halte ich die Dahle 133 jedoch für eine durchaus empfehlenswerte und mit knapp 5 Euro obendrein günstige Maschine, die ihren Zweck sehr gut erfüllt.

Nachtrag vom 11.5.09: Bei der Dahle 133 handelt es sich um ein Importmodell, das in gleicher Bauform, aber anderen und für mich wesentlich attraktiveren Farbgebungen auch von Möbius+Ruppert unter den Artikel-Nummern 0981 0000 (rot/schwarz) und 0981 0090 (schwarz) vertrieben wird.

M+R 0981 0000

Zum Lieferumfang dieser Spitzmaschinen gehört ein kleines Faltblatt, das ungewöhnlich detailreich informiert (zum Vergrößern anklicken):

Faltblatt zur M+R 0981 0000

Faltblatt zur M+R 0981 0000

Faltblatt zur M+R 0981 0000

Danke an Möbius+Ruppert für die freundliche Genehmigung zur Reproduktion des Faltblatts!

Nachtrag vom 13.5.09: Mir ist aufgefallen, dass die vier schwarzen Gummifüße sowohl der Dahle 133 als auch der M+R 0981 auf hellem Untergrund Spuren hinterlassen; wer da empfindlich ist, sollte die Füße, die sich leicht lösen lassen, durch Filzgleiter ersetzen.

Nachtrag vom 10.6.09: Heute hatte ich zum wiederholten Mal das Problem, dass die Dahle 133 plötzlich nicht mehr axialsymmetrisch spitzen wollte, wobei die Abweichung vom Ideal sehr deutlich auffiel; mich würde nicht überraschen, wenn das doch recht große vertikale Spiel zwischen Klemmung und Gehäuse dafür verantwortlich wäre. Das Drehen des Bleistiftes in der Klemmung hat dabei so wenig geholfen wie das Abbrechen der Spitze und das anschließende neue Anspitzen; erst ein paar Umdrehungen im Carl Decade DE-100 konnten das Problem lösen.

Kilroy was here

Mittwoch, 6. Mai 2009

Kilroy was here

Spitzen und inspizieren

Dienstag, 5. Mai 2009

Angeregt durch zahlreiche Beobachtungen und den Artikel „Two Woodcase Pencils” bei Dave's Mechanical Pencils setze ich heute mal die Messschraube an die Spitzerspäne an. Welches Modell ist gefräßig und welches glänzt als Sparschäler?

Spitzen und inspizieren

Die Testkandidaten (zum Vergrößern anklicken)

Dem kurzen Vergleichstest stellen sich (links hinten nach rechts vorne): Kutsuwa T'GAAL, PAPER and more (genaue Typenbezeichnung unbekannt), Tombow KSA-121, M+R 604 („Granate”), KUM 400, DUX DX4112 und Faber-Castell UFO. Als Spänelieferant dient mir ein Bleistift unbekannter Herkunft, dessen homogenes Holz sich glatt spitzen lässt; pro Spitzer messe ich fünfmal und bestimme den Mittelwert. – Die Ergebnisse dieses einfachen Tests können natürlich nur Anhaltswerte darstellen und der groben Orientierung dienen, da ich einige Faktoren nicht berücksichtige, so z. B. den Einfluss der Holzart und die Kraft, mit der der Stift in den Spitzer gedrückt wird (diese von Hand exakt zu reproduzieren dürfte wohl unmöglich sein).

min. (mm) max. (mm) ø (mm) Platz
DUX DX4112 0,21 0,23 0,22 1
M+R 604 („Granate”) 0,22 0,29 0,25 2
Kutsuwa T'GAAL 0,24 0,29 0,26 3
Faber-Castell UFO 0,26 0,33 0,30 4
KUM 400 0,35 0,43 0,39 5
PAPER and more 0,37 0,44 0,40 6
Tombow KSA-121 0,40 0,55 0,48 7

Die Messergebnisse sind überraschend breit gestreut. Während die Langkonus-Modelle von KUM, Paper and more und Tombow herzhaft zubeißen und im Vergleich zum Testsieger die 1,8- bis 2,2-fache Dicke abnagen, zeigt sich der DUX DX4112 eindeutig als Sparschäler; dicht darauf folgen der M+R 604 und der Kutsuwa T'GAAL. – Dachte ich zunächst, die Streuung der Werte eines Spitzers läge bei Kunststoffmodellen höher, da dort das Material leicht nachgeben und so die Führung des Stifts stärker variieren kann, so bestätigt die Messung dies nicht.

Spitzen und inspizieren

Die ersten drei Plätze (DUX DX4112, M+R 604, Kutsuwa T'GAAL), das Testequipment und die Reste

Da der Kutsuwa T'GAAL hierzulande leider nicht erhältlich ist, empfehle ich sparsamen oder Nutzern von teure(re)n Bleistiften den DX4112 von DUX und die „Granate” von Mö­bius+Ruppert.

Indien – Frankfurt

Sonntag, 3. Mai 2009

Zu sehen im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main: Eine alte Feldbahn-Lok aus Indien, die ihrer Restaurierung harrt (HDR-Aufnahmen; zum Vergrößern anklicken).

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

Indien – Frankfurt

STAEDTLER 763

Samstag, 2. Mai 2009

Zu den neuen und auf der Paperworld vorgestellten Artikeln des traditionsreichen Herstel­lers STAEDTLER gehören die günstigen Druckbleistifte der Reihe 763, die das Programm nach unten abrunden. Neben dem in drei Farben erhältlichen graphite 763 umfasst die Reihe den Noris 763 sowie den tradition 763, deren Design sich an die bekannten holz­gefassten Bleistifte Noris 120 und tradition 110 anlehnt.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und tradition 763 mit ihren holzgefassten Pendants Noris 120 und tradition 110
(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die ergonomisch-dreiflächigen, aus Kunststoff gefertigten Stifte sind 14,5 cm lang, haben einen Durchmesser von 9 mm und wiegen gut 6 g. Ihr hemdtaschenfreundlicher, nicht abnehmbarer Clip sitzt an der Endkappe, die sowohl den Minenbehälter verschließt als auch den 11 mm langen und knapp 7 mm dicken Radierer beherbergt. Letzterer ist sehr gut, steckt jedoch recht tief, was seine Ausnutzung leider stark beschränkt, und ist zudem ungeschützt; beim Gebrauch des Stiftes dürfte er daher verschmutzen. – Ein Ersatzradierer wird nicht angeboten, was bei dem niedrigen Preis von 0,75 Euro pro Stift sicher nicht überrascht.

STAEDTLER 763

Die Verarbeitung der laut Kennzeichnung auf dem Clip in Korea hergestellten Schreiber ist gut. Die Komponenten sitzen ordentlich ineinander, die Minenführung hält die Mine spielfrei und der Aufdruck wurde sauber aufgebracht. Ein versehentliches Lösen der Endkappe beim Gebrauch des Clips ist dank des guten Halts eher unwahrscheinlich.

STAEDTLER 763

Die Minenführung, ebenfalls aus Kunststoff, ist taschenfreundlich versenkbar und gleitet beim Schreiben zurück. Das zehnfache Drücken transportiert die ungefederte Mine um 8,5 mm. – Alle Modelle sind in den Strichstärken 0,5 und 0,7 mm verfügbar, mit zwei Minen des Härtegrads B bestückt und nicht nur angesichts des geringen Preises ein lohnender Kauf für alle, die an einem günstigen Druckbleistift interessiert sind.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und MARS TRI 773

Am Rande: Bereits vor einigen Jahren gab es mit dem STAEDTLER MARS TRI 773 einen niedrigpreisigen Druckbleistift im klassischen Noris-Design. Bei diesem sehr ähnlichen, in Japan hergestellten Modell waren allerdings die schwarzen Flächen rutschfest ausgeführt und der Radierer mit einer Kappe versehen. – Ein weiterer Druckbleistift im schwarz-gelben Gewand ist der STAEDTLER graphite 771.


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