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J.S. Staedtler 1919 (12)

Aus dem hier schon mehr­fach in Aus­schnit­ten gezeig­ten und inzwi­schen 100 Jahre alten Kata­log von J.S. Sta­edt­ler: Der Blei­stift „Nor­mal“ (Nr. 17).

J.S. Staedtler 1919 (12)

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Der unter „Feine Schreib- und Zei­chen­stifte“ geführte Blei­stift war aus Zedern-Ersatzholz und wurde für „bes­sere Schreib­zwe­cke“ ange­bo­ten. – Heute würde man wohl kaum ein Pro­dukt „Nor­mal“ nen­nen, sug­ge­riert die­ser Name doch Mit­tel­maß, aber damals sah man das offen­bar anders. Ich finde den Namen großartig!

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J.S. Staedtler 1919 (11)

Eine halbe Seite des Kata­logs von J.S. Sta­edt­ler aus dem Jahr 1919 wid­mete sich ausführ­lich dem Bleistiftspitzer.

J.S. Staedtler 1919 (11)

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Für mich ist diese wer­bende Ver­brau­cher­infor­ma­tion aus meh­re­ren Grün­den inter­es­sant. Das erwähnte teure ame­ri­ka­ni­sche Zedern­holz war die Vir­gi­ni­sche Blei­stiftzeder (Juni­pe­rus vir­gi­niana). Nicht lange vor Erschei­nen des Kata­logs wurde es knapp, und man stieg auf die Kali­for­ni­sche Weihrauch-Zeder (Calo­cedrus decur­rens, auch Bleistift-Zeder) um.

J.S. Staedtler 1919 (11)

Bemer­kens­wert ist auch, wie detail­liert man auf den Blei­stift­spit­zer sowie des­sen Qualitäts­merkmale und Gebrauch ein­ging; die nicht­pro­por­tio­nale Dar­stel­lung des Spit­zers könnte man fast als visu­elle Ent­spre­chung der sprach­li­chen Beto­nung sehen.

J.S. Staedtler 1919 (11)

Die hier ver­wen­de­ten Schrif­ten sind die Beh­rens Anti­qua von Peter Beh­rens (Men­gen­satz) und die Fette Bernhard-Antiqua von Lucian Bern­hard („Blei­stift­spit­zer”).

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J.S. Staedtler 1919 (10)

„Der belieb­teste Zei­chen­stift in mitt­le­rer Preis­lage“ war laut dem Kata­log von J.S. Sta­edt­ler aus dem Jahr 1919 der „Vorwärts“-Zeichenstift.

J.S. Staedtler 1919 (10)

Den Namen des Blei­stifts finde ich groß­ar­tig, ebenso den Schrift­zug „Zei­chen­stift“ auf dem Schaft.

J.S. Staedtler 1919 (10)

Ob es mit die­sem Blei­stift vor­wärts ging? Ich habe keine Zweifel!

J.S. Staedtler 1919 (10)

Die hier ver­wen­de­ten Schrif­ten sind übri­gens die Beh­rens Anti­qua von Peter Beh­rens („Mit Stem­pel”, Text unter dem Blei­stift) und die Fette Bernhard-Antiqua von Lucian Bern­hard („Vor­wärts”).

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J.S. Staedtler 1919 (9)

Nicht nur Schwan hatte Techniker-Etuis im Sor­ti­ment, son­dern auch J.S. Sta­edt­ler, wie die­ser Aus­schnitt aus dem Kata­log von 1919 zeigt.

J.S. Staedtler 1919 (9)

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Die Papp­schach­tel, deren Gestal­tung mich an das Krokier-Etui Nr. 3144 von Johann Faber erin­nert, ent­hielt zehn kurze, runde Farb­stifte, die wahl­weise unbe­han­delt oder poliert wa­ren. (Mit „poliert“ bezeich­nete damals lackierte Stifte, denn diese wur­den oft noch von Hand mit einem Tuch poliert.)

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie man auf die Länge von 11 cm kam, ist mir unklar (auch die Her­kunft der Standard­länge von 17,5 mm kenne ich bis heute nicht).

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Gestal­tung sowohl des Etuis als auch des Kata­logs finde ich anspre­chend. Für den Men­gensatz kam die Beh­rens Anti­qua von Peter Beh­rens und für die Über­schrif­ten die Fette Bernhard-Antiqua von Prof. Lucian Bern­hard zum Ein­satz; beide Schrift­ar­ten gefal­len mir. – Ich halte es für mög­lich, dass der Rah­menschmuck des Eti­ketts eben­falls von Peter Beh­rens stammt

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Lücken in der Num­me­rie­rung dürf­ten dar­auf zurück­zu­füh­ren sein, dass die Stifte die­ses Etuis ein Teil des kom­plet­ten Sor­ti­ments waren.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie bei den Land­kar­ten­stif­ten zeig­ten Abbil­dun­gen die Ver­wen­dung des Inhalts – für mich ein wei­te­res reiz­vol­les Detail.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Der kleine Mond, dies­mal recht ernst, durfte natür­lich nicht fehlen.

J.S. Staedtler 1919 (9)

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J.S. Staedtler 1919 (8)

Ich schaue gerne ganz genau hin und heute auf den Titel des Kata­logs von J.S. Sta­edt­ler aus dem Jahr 1919, der hier schon mehr­mals im Mit­tel­punkt stand. Dies­mal geht es jedoch nicht um die Pro­dukte, son­dern um die Gestaltung.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Gesetzt wur­den diese Seite und große Teile des Kata­logs in der Beh­rens Anti­qua, die der Künst­ler Peter Beh­rens um 1902 ent­wor­fen hat und laut MyFonts bei der Gie­ße­rei Rud­hard in Offen­bach erhält­lich war. (Als Anbie­ter einer digi­ta­len Vari­ante wird Solo­type genannt, aber die­ser feh­len u. a. die Text­zif­fern und die Liga­tu­ren; zudem ist sie ver­gleichs­weise kantig.)

Die Beh­rens Anti­qua und ihre Ver­wen­dung in die­sem Kata­log gefal­len mir außer­or­dent­lich gut. Hier zum Bei­spiel hat man zur bes­se­ren Les­bar­keit statt des ver­sa­len I ein J genommen.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Einige Ver­sa­lien haben Unterlängen.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Text­zif­fern tra­gen zur Attrak­ti­vi­tät bei.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Gut mög­lich, dass die Jugendstil-Ornamente auch von Peter Beh­rens stammen.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Die Blatt­mitte ziert eine Abbil­dung des bis Ende 1988 genutz­ten Staedtler-Werkes in der Nürn­ber­ger Innen­stadt. Ein Groß­teil wurde abge­ris­sen, doch im ehe­ma­li­gen Verwaltungs­gebäude befin­det sich heute das Finanzamt.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Unge­wöhn­lich sind auch die Anfüh­rungs­zei­chen und der Bindestrich.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Die Form des G finde ich beson­ders bemerkenswert.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Schön: Die fi-Ligatur.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Das Genetiv-s war damals noch nicht ver­pönt. – Die Jah­res­zahl 1662 hat bereits zu eini­gen recht­li­chen Strei­te­reien geführt, doch an der ers­ten urkund­li­chen Erwäh­nung des Fried­rich Sta­edt­ler, einem Vor­fah­ren Johann Sebas­tian Sta­edt­lers, ist nicht zu rüt­teln. – Hier zu se­hen: Eine ch-Ligatur.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Unter dem 1900 ange­mel­de­ten Mar­ken­na­men „Mars“ lie­fen die Spit­zen­pro­dukte des Sortiments.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Das kleine g hat es eben­falls in sich.

J.S. Staedtler 1919 (8)

Eine ft-Ligatur gab es offen­bar nicht.

J.S. Staedtler 1919 (8)

J.S. Staedtler 1919 (8)

Der kleine Mond, dies­mal recht detail­liert und gar nicht so klein, ist selbst­ver­ständ­lich mit von der Partie.

J.S. Staedtler 1919 (8)

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J.S. Staedtler 1919 (6)

„Nicht schon wie­der Land­kar­ten­stifte“, wer­den meine Leser seuf­zen. „Doch“, sage ich da nur und mache es kurz.

Krokier-Stifte

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Ent­hal­ten im Kata­log von J.S. Sta­edt­ler des Jah­res 1919 waren diese Krokier-Stifte, die in vier ver­schie­de­nen Sets für kar­to­gra­fi­sche Skiz­zen ange­bo­ten wur­den. – „Kro­kier“ stammt vom fran­zö­si­schen „cro­quis“ (Skizze, Ent­wurfs­zeich­nung); eine ein­fa­che Gelän­de­zeich­nung wird im Deut­schen auch „Kroki“ genannt.

Krokier-Stifte

Inter­es­sant ist hier u. a. die detail­lierte Auf­lis­tung der Far­ben und der Num­mern, deren Lücken die Ver­mu­tung nahe­le­gen, dass die Stifte (oder zumin­dest die Far­ben) zu einem grö­ße­ren Set gehörten.

Krokier-Stifte

Bemer­kens­wert finde ich auch die Schrift­ar­ten. Wäh­rend mich die fet­ten Über­schrif­ten an Zwi­schen­ti­tel aus Stumm­fil­men erinnern, …

Krokier-Stifte

… ver­blüfft mich der für den Text genutzte Font, des­sen Beson­der­hei­ten gerade im Fett­druck auffallen:

Krokier-Stifte

Der lange und bis unter die Grund­li­nie ver­lau­fende Stamm des F mit schrä­gem unte­ren An­satz, die kurze Schul­ter des a, die gedrun­gene Schlinge des g, die kleine Dia­go­nale des N – aber das nur am Rande.

Nach­trag: Ich habe diese Schrift­art im Forum von Typografie.info zur Dis­kus­sion gestellt. Die kun­di­gen Teil­neh­mer dort haben noch eine oben geschlos­sene ch-Ligatur ent­deckt und die Schrift als die Beh­rens Anti­qua identifiziert.

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J.S. Staedtler 1919 (5)

Als Abhilfe für den Schwund der von meh­re­ren Per­so­nen genutz­ten Schreib­ge­räte diente J.S. Sta­edt­ler im Kata­log des Jah­res 1919 sei­nen Kun­den den „Tele­phon­stift“ an.

Telephonstift

Aus­ge­stat­tet mit einer Ring­kap­sel ließ sich der in zwei Aus­füh­run­gen und dem Här­te­grad 2 erhält­li­che Blei­stift an einer Schnur oder Kette befes­ti­gen und so zumin­dest gegen das ver­se­hent­li­che Mit­neh­men sichern.

Telephonstift

Kleine Anmer­kung am Rande: Der Ein­druck, als handle es sich hier um eine frühe Form der heute gras­sie­ren­den Apo­stro­phi­tis, täuscht, denn nach mei­nem Wis­sen kam der Genetiv-Apostroph Anfang des 17. Jahr­hun­derts im Deut­schen auf und blieb bis ins ver­gan­gene hin­ein üblich.

Telephonstift

Auch wenn man damals mit der nicht nur in die­sem Kata­log zu fin­den­den Pro­dukt­viel­falt wohl zuwei­len über das Ziel hin­aus­schoss und damit viel­leicht man­che Kun­den ver­wirrt hat, so spricht sie mich doch auf­grund der zahl­rei­chen und sorg­fäl­tig aus­ge­führ­ten Details, die zudem meist einen prak­ti­schen Nut­zen hat­ten, sehr an.

Telephonstift

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