Null Fehler

Dies ist mein bescheidener (und hoffentlich nützlicher) Beitrag zu der in manchen Kreisen hochgelobten Null-Fehler-Kultur.
Mit diesem Bleistift kann man nicht schreiben und vermeidet so Fehler. Damit verhindert er auch wirksam Folgefehler, die durch das Festhalten fehlerhafter Ideen entstehen, und sorgt darüber hinaus langfristig dafür, dass sich die von unzähligen Fehlern durchsetzte Kreativität des an dieses spezielle Instrument gewöhnten Benutzers zurückbildet. Doch wozu dann die Radierer? Natürlich zum Entfernen der Fehler derer, die sich noch nicht der Null-Fehler-Kultur verpflichtet haben.
Den an dieser Thematik (Fehler, nicht Bleistifte) interessierten Lesern sei das Buch „Die Kunst, Fehler zu machen” von Manfred Osten wärmstens empfohlen.


















3. November 2007, 4:29 Uhr
Großartig, innovativ, kulturrevolutionär!
Ich schlage als nächsten Schritt die Entwicklung von Keyboards mit lauter Leertasten vor. So könnte man Seiten, ganze Bücher mit fehlerhaften Texten füllen, und nichts davon wäre sichtbar. Die Korrektoren hätten endlich Zeit, selbst Texte zu verfassen, und die wären auch fehlerfrei!
4. November 2007, 22:09 Uhr
REPLY:

Eine Tastatur in diese Richtung gibt es schon ;-)
Das Keyboard II
Nicht mit Leertasten belegt, wohl aber leeren Tasten. Und doch mit der - mir nicht ganz nachvollziehbaren - Idee die Schreibeffektivität zu verbessern. Vielleicht sollte man auch nur die „Entfernen-Taste” entfernen und eine Taste zum
durchstreichenauf der Tastatur anbringen…7. November 2007, 14:41 Uhr
Eine hervorragende Idee, diese ausschließlich Leerzeichen produzierende Tastatur! Ein mit dieser Tastatur erstellter Text böte paradiesische Bedingungen für Kritik sowohl am Inhalt als auch an der Form, da sich jeder Korrektor den zu berichtigenden Text an seine besten Korrekturen anpassen und so brillieren kann.
Und die Tastatur mit unbeschrifteten Tasten verschafft dem Begriff „Tippfehler” eine ganz neue Dimension …
12. November 2007, 10:41 Uhr
na sicher, so weit kommt´s noch!
die armen leute in der bleistiftspitzerfabrik,
an die denkt keiner. dass die vielleicht auch
ihre familie, oft auch kinder, zu ernähren haben!
die werden vergessen. klar, die haben ja auch keine
lobby aus lustigen bloggerinnen und bloggern, die den
modernen tand als das gelbe vom ei hochjubeln.
pfah.
soweit ist es also schon gekommen.
ich brech aus protest meinen bleistift entzwei und spitz
ihn jeweils beiderseits an, ha!!!