Kokuyo Mirikeshi
Der 72-jährige Designer Yuji Baba aus Japan hat sich des Problems, beim Radieren z. B. in einer Zeile manchmal auch anderes versehentlich zu entfernen, erfolgreich angenommen. Entstanden ist dabei der ungewöhnliche und nützliche Radierer „Mirikeshi”, der seit einem Vierteljahr beim japanischen Hersteller Kokuyo im Programm ist.
Hilfreich für das präzise Radieren sind schmale Kanten, von denen der „Mirikeshi” gleich fünf bietet. Sie sind etwa ein sowie drei bis sechs Millimeter breit, womit der Radierer wohl den meisten Aufgaben gewachsen sein dürfte.
Der 50 mm lange „Mirikeshi” hat einen Durchmesser von ca. 23 mm und einen Schuber aus transparentem Kunststoff, der ihn schützt und seine Handhabung erleichtert. Ebenso wie der Radierer und die Hülle ist auch die Verpackung – wie so oft bei Produkten aus Japan – aufwändig gestaltet, wobei mich die Ästhetik sehr anspricht.
Man sagte mir, dass „miri” (ミリ) für „Millimeter” und „keshi” (ケシ) für „radieren” stehe.
Der „Mirikeshi” radiert gründlich, sauber und sparsam. Wer mag, trennt (wie bei Kokuyo gezeigt) eine dünne Scheibe ab und erhält dadurch wieder neue Kanten. – Mit gut 1,60 Euro bietet der Radierer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Vorne der Pentel GraphGear 500.
Der „Mirikeshi” ist ein ansprechendes Produkt und zudem ein weiteres Beispiel für die hohe Kreativität und die Liebe zum Detail, die ich in vielen japanischen Schreibwaren sehe und sehr schätze.
























5. Juli 2010, 13:36 Uhr
sehr schöne idee!
5. Juli 2010, 22:12 Uhr
Ja, in der Tat! Mir gefällt zudem die Asymmetrie des Querschnitts. Wahrscheinlich hätte man den gleichen Gebrauchswert auch mit einem sternförmigen Profil erzielt, doch diese Form hat einen besonderen Reiz. – Übrigens findet sich der Aufdruck auf der abgewandten Seite des Radierers gespiegelt wieder – ein weiteres nettes Detail.
7. Juli 2010, 3:10 Uhr
Very nice photographs of an interesting item! I wonder which edge would get the most usage?
7. Juli 2010, 6:51 Uhr
Stephen, thank you for your kind words. – After the first few days only the edges 5 and 6 show signs of wear but I doubt that my observations will continue to be that precise ;-)