Archiv des Stichworts „Museum”

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Veranschaulichung

Samstag, 30. Januar 2016

Mit zwei bemerkenswerten Veranschaulichungen wartete Franz Maria Feldhaus in seiner zwölfseitigen Schrift „Der Bleistift” aus dem Jahr 1922 auf.

Veranschaulichung

(zum Vergrößern anklicken)

Acht Züge mit je fünfundzwanzig Waggons, davon vier mit Holz und vier mit Kohle, zeigen den damaligen Jahresverbrauch von J.S. Staedtler für die Bleistiftproduktion. Noch beein­druckender indes ist folgende Abbildung:

Veranschaulichung

Würde man alle damals von Staedtler pro Jahr gefertigten Stifte – etwa 65.000.000 Stück – aneinanderreihen, so käme man auf 11.375.000 Meter (zum Vergleich: Die Erdachse ist 12.712.000 Meter lang).

LUNA

Samstag, 23. Januar 2016

LUNA

Die Marke „LUNA” wurde im Januar 1914 auf die J.S. Staedtler GmbH & Co. KG eingetra­gen und dann für Blei- und Farbstifte benutzt; das aktuellste Produkt mit diesem Namen ist der dreiflächige Druckbleistift LUNA 7612 von STAEDTLER Japan. – Siehe auch diese Grafik.

Danke an Herrn Grosse für diese Blechschachtel!

Stiftebecher des Monats

Donnerstag, 14. Januar 2016

Die Reihe „Pencil Pot Of The Month” bei Bleistift gefällt mir, und so hänge ich mich gerne dran.

Der Henkelbecher ist von Waechtersbach und etwa 40 Jahre alt.

Anm.: Der Stoff im Hintergrund ist ein sog. Tenugui, ein traditionelles japanisches Hand­tuch; es stammt vom Hamamonyo.

„Normal – Color – Steno”

Sonntag, 10. Januar 2016

Gut 40 Jahre alt ist dieser Dreifach-Behälterspitzer von Möbius+Ruppert1.

„Normal – Color – Steno”

„Normal – Color – Steno”

Er ist etwa 50 × 35 × 20 mm groß und aus Kunststoff gefertigt; sein Magnesium-Einsatz­spitzer wird durch Presspassung gehalten. Die drei Stifteinlässe haben einen Durchmesser von 8 mm. – Der transparente Deckel sitzt nicht mehr fest, doch das führe ich auf das Alter des Spitzers zurück, und so empfinde ich die Verarbeitungs- und die Materialqualität als sehr gut.

„Normal – Color – Steno”

Die Kennzeichnung ist knapp. Neben „NORMAL”, „COLOR” und „STENO” sowie den drei Pfeilen trägt der Spitzer das bis 1992 genutzte Logo von Möbius+Ruppert. Es hatte zwi­schen M und R zwei Geodreiecke und ein Spitzloch, wobei letzteres oft für ein „O” gehal­ten wurde und das Logo dann als „MOR” erschien.

„Normal – Color – Steno”

Es ist eine Freude, diesen Spitzer zu benutzen. Die Messer schneiden sehr gut und die Schnittflächen sind sauber; von anderem Spitzern bekannte Auffälligkeiten wie das Wa­ckeln des Einsatzspitzers oder ein Quietschen konnte ich nicht feststellen. Die Spitzen sind bei meinen zahlreichen Tests mit Exemplaren des STAEDTLER Noris 120 aus den 1990er Jahren (Zeder) nicht abgebrochen. Die Spandicke liegt bei durchschnittlich 0,25 mm2, wo­mit der Spitzer noch als sparsam durchgeht

„Normal – Color – Steno”

Von links: Normal, Color, Steno

Die Spitzenwinkel betragen 22° (Normal), 33° (Color) und 21° (Steno). Letzterer lässt sich nicht eindeutig bestimmen, da sich an der Spitze ein kleiner und sicher ungewollter Zapfen bildet. – Zum Vergleich: Der M+R 604 („Granate”) schneidet einen Winkel von 22° und der Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 einen von 18° (auch dieser gilt nur näherungsweise, da die Spitze leicht konkav ist).

„Normal – Color – Steno”

Von links: M+R 604, CARL Decade DE-100, M+R 3-fach Steno

Danke an Möbius+Ruppert für die Leihgabe!

  1. Die Typenbezeichnung reiche ich nach.
  2. Normal: 0,20 mm; Color: 0,30 mm; Steno: 0,26 mm.

Kurz notiert

Montag, 4. Januar 2016
  • Wer an alten Schreibwaren und Büroutensilien Gefallen findet, wird auch an den Fotos von @nrpq Freude haben. – Danke an Sola für den Hinweis!
  • Eine bemerkenswerte Kombination aus Hand- und Kurbelspitzer ist der CARL CPS-80.
  • Den Druckbleistift Pentel orenz, inzwischen in 0,2 und 0,3 mm erhältlich, wird ab dem 26. Januar auch mit Metallgriff angeboten.
  • Von Mitsubishi/uni Japan gibt es ab dem 25. Januar anlässlich des 130-jährigen Firmen­jubiläums drei limitierte Bleistift-Jubiläumssets, und zwar eines mit dem uni und zwei mit dem Hi-uni; alle kommen mit einem Notizbuch.

„Unverwischbar”

Samstag, 2. Januar 2016

„Unverwischbar”

Teil des Prägedrucks auf dem LYRA Gärtner-Stift 1698, einem Vorgänger des LYRA Garden Pen 1695

J.S. Staedtler 1919 (11)

Samstag, 19. Dezember 2015

Eine halbe Seite des Katalogs von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1919 widmete sich ausführ­lich dem Bleistiftspitzer.

J.S. Staedtler 1919 (11)

(zum Vergrößern anklicken)

Für mich ist diese werbende Verbraucherinformation aus mehreren Gründen interessant. Das erwähnte teure amerikanische Zedernholz war die Virginische Blei­stiftzeder (Juniperus virginiana). Nicht lange vor Erscheinen des Katalogs wurde es knapp, und man stieg auf die Kalifornische Bleistiftzeder (auch Weihrauch-Zeder, Calocedrus decurrens) um.

J.S. Staedtler 1919 (11)

Bemerkenswert ist auch, wie detailliert man auf den Bleistiftspitzer sowie dessen Qualitäts­merkmale und Gebrauch einging; die nichtproportionale Darstellung des Spitzers könnte man fast als visuelle Entsprechung der sprachlichen Betonung sehen.

J.S. Staedtler 1919 (11)

Die hier verwendeten Schriften sind die Behrens Antiqua von Peter Behrens (Mengensatz) und die Fette Bernhard-Antiqua von Lucian Bernhard („Bleistiftspitzer”).

 „Vorwärts”-Zeichenstift | J.S. Staedtler 1919

Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Dienstag, 1. Dezember 2015

Zu den alltäglichen Dingen, die mich schon lange interessieren, gehört die Reißzwecke, und so helfe ich auch gerne bei der Suche nach dem Ursprung des Modells SPHINX, das meinem Leser Michael Ponstingl auf einem Foto aufgefallen ist.

Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Das Foto wurde zwischen 1890 und 1903 in Wien aufgenommen. Der Gedanke, dass diese Reißzwecke von der 1888 in Wien gegründeten Firma Heinrich Sachs (heute SAX, Teil von Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co. KG) stammt, liegt nahe, doch das Unternehmen hat mir mitgeteilt, dass man die SPHINX-Reißzwecke nicht gefertigt hat.

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