Archiv des Stichworts „Koh-I-Noor”

Neuere Beiträge 

Paperworld 2011 (2)

Montag, 7. Februar 2011

LYRA, seit knapp drei Jahren Teil von FILA, stellte das dritte Mitglied der GROOVE-Familie vor: Zum GROOVE und GROOVE slim kam nun der ebenfalls dreiflächige GROOVE Triple 1. Der 12 cm lange und 15 mm dicke Stift mit Kurznut hat eine 10 mm starke, wasservermal­bare Mine und kommt in 18 Farben; eine Graphit-Variante gibt es nicht. – Praktisch: Der neue Gesamtkatalog hat ein Griffregister.

Paperworld 2011

Auch beim Industriellen Markieren und Signieren hat sich etwas getan. Neu im Programm ist der permanente, schnelltrocknende Gel-Signalmarker der Pica-Reihe, erhältlich in sechs Farben. Darüber hinaus bietet LYRA für den Pica Dry jetzt wasserstrahlfeste Farbminen an.

Eine weitere Variation der von Schwan-STABILO als Geschmacksmuster angemeldeten und beim EASYgraph genutzten Vertiefungen zeigte Koh-I-Noor mit dem styleGRIP.

Paperworld 2011

Sehr interessant war auch der Besuch bei Möbius+Ruppert, dem traditionsreichen Her­steller von Spitzern, Zeichengeräten und Schneidemaschinen.

Paperworld 2011

Nahezu das komplette Sortiment, darunter Klassiker wie die „Granate”, fertigt M+R in Deutschland, wobei eigenentwickelte Maschinen und Verfahren für die Kunststoff- und Metallbearbeitung genutzt werden.

Paperworld 2011

Bei Eisen sprach mich besonders der überdimensionale Spitzer an.

Paperworld 2011

Neu sind die schwarzen Handspitzer aus Metall, die sich nicht nur mit schwarz lackierten oder durch­gefärbten Bleistiften und schwarzen Radierern attraktiv kombinieren lassen.

Paperworld 2011

Von Baiersdorf, dem Sitz von Eisen, nach Tokyo, der Heimat von OHHIRA.

Paperworld 2011

Wer hätte gedacht, dass dieser unscheinbare Stand einem der weltgrößten Zulieferer u. a. von Druckbleistiftmechaniken gehört?

Wie im vergangenen war ich auch in diesem Jahr bei DOMS, einem Bleistift-Hersteller aus Indien. Der Geschäftsführer Harshad Raveshia kommentiert sehr kundig bei pencil talk, und so war es mir eine Freude, seinen Stand zu besuchen und mit seinem Sohn einige Worte zu wechseln. – Gleich nebenan zeigte Nataraj eine bemerkenswerte Deko­ration:

Paperworld 2011

Der dritte und letzte Teil dreht sich um STAEDTLER.

Stiftkiste

Samstag, 2. Januar 2010

Direkt neben dem Stifthalter in Spitzerform kümmert sich auf meinem Schreibtisch eine schlichte, aber sehr praktische Kiste von Koh-I-Noor um die Aufbewahrung von Schreib- und anderen länglichen Geräten.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Das etwa 120 × 115 × 85 mm große Zubehör aus unbehandeltem Sperrholz verfügt über einen fest sitzenden, herausnehmbaren Einsatz, der das Innere in zwölf Fächer teilt; jedes davon fasst zwölf Bleistifte. – Außer der in den Fotos sichtbaren Beschriftung trägt der Container keine Kennzeichnung.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Wo es dieses Stück zu kaufen gibt, weiß ich leider nicht, denn ich habe es zufällig in einem Schreibwarenladen gefunden und zunächst für einen Teil der Einrichtung gehalten. Heute frage ich mich, warum ich nicht noch das zweite damals erhältliche Exemplar mitgenommen habe, denn später erfuhr ich, dass man diesen Artikel nicht nachbestellen könne. Wie auch immer: Es lohnt sich, Ausschau danach zu halten.

Rüssel und Radierer (1)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ob klein und schwarz oder grau und groß, als schlanker Schattenspender oder kultureller Stützpfeiler – den liebenswürdigen und in zahlreichen Varianten auftretenden Rüsseltieren fühle ich mich nicht nur als langjähriger Bürger Rüsselsheims aufs Engste verbunden, und so ist es mir ein sehr großes Vergnügen, hier und heute gleich drei weiteren gemütlichen, gedächtnisstarken und zudem gegen den Graphit antretenden Dickhäutern sowohl Auslauf als auch die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen zu dürfen.

Radiergummi 300/40 von Koh-I-Noor

Aus dem Gehege des traditionsreichen und in Tschechien ansässigen Herstellers Koh-I-Noor stammt der erste aus dem Trio. Schlicht mit „300/40″ benannt macht er dem Graphit den Garaus, und was dem mit 8 × 23 × 37 mm recht kleinen Kerl an körperlicher Größe fehlt, gleicht er durch den Einsatz des ihm beigegebenen Schleifmittels mehr als aus.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Groß und weich war der Radiergummi „Elefant”, für den sein Erzeuger Ferd. Marx & Co. in Hannover vor etwa 90 Jahren mit dieser attraktiven Reklamemarke warb. Eine imposante Gestalt, mit der ich mich selbst als harter Bleistift nur äußerst ungern angelegt hätte!

Beweglicher Elefanten-Radierer von Brunnen

Dieser elastische, 35 mm große Akrobat schwingt im Rahmen der Aktion „Fans of Earth” des Anbieters Brunnen seine Hufe und nimmt mit seiner hohen Gelenkigkeit zweifellos eine Sonderstellung unter den gerüsselten Radierern ein. Woher jedoch sein überraschter Blick herrührt, wollte er mir bisher nicht verraten.

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Markiges Marketing (9)

Dienstag, 6. Oktober 2009

„Koh-I-Noor”-Notizstifte von L. & C. Hardtmuth

Mit entspanntem Gesichtsausdruck und offenbar zufrieden führt der vornehme Herr am Stehpult den dicken, langen Bleistift über das Papier. Seine für das Schreiben mit Graphit denkbar ungeeigneten Handkrausen lassen vermuten, dass er nur für eine kurze Notiz am Katheder steht, ansonsten aber schreiben lässt und allenfalls für eine Unterschrift oder zur Erledigung privater Korrespondenz zum Federkiel greift.

„Koh-I-Noor”-Notizstifte von L. & C. Hardtmuth (Ausschnitt)

Das mit schweren, ledergebundenen Folianten gut gefüllte Regal und die weißgepuderte (Staats-?)Perücke des reifen Herrn könnten das auf dieser etwa 58 × 40 mm großen und wahrscheinlich vor 80 oder mehr Jahren ausgegebenen Reklamemarke des österreichischen Unternehmens L. & C. Hardtmuth gezeigte Büro als eines des 18. Jahrhunderts ausweisen; auch die Schreibfeder, deren stählerne Variante um 1800 erfunden wurde, spräche dafür.

Die Angabe von Serien- und Bildnummer zeigt, dass man sich der großen Popularität der Reklamemarke als Sammelobjekt bewusst war und dieses Bedürfnis gezielt steigerte, aber auch befriedigte.

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L. & C. Hardtmuth 1516

Montag, 21. September 2009

Teil eines kürzlich erstandenen Allerleis waren zwei ungewöhnliche historische Bleistifte von L. & C. Hardtmuth, auch bekannt unter Koh-I-Noor.

L. & C. Hardtmuth 1516

Diese Stücke mit sehr ähnlicher und inzwischen rissiger Lackierung unterscheiden sich in der Dicke und der Gestaltung, haben jedoch die gleiche Modellnummer (bei einem ist sie nahezu vollständig abgegriffen, mit der Lupe aber problemlos erkennbar). Das Alter dieser Stifte kenne ich ebenso wenig wie deren ursprüngliche Länge. Der Aufdruck des 5,5 mm dicken Exemplars ist nicht mehr komplett, und der dünnere mit dem Durchmesser von 4,5 mm wirkt nicht wie werkseitig angespitzt; sie dürften also länger gewesen sein.

L. & C. Hardtmuth 1516

Neben der Nummer, dem Härtegrad, dem späteren Firmennamen „KOH-I-NOOR” und dem des Herstellers tragen die Bleistifte drei Andreaskreuze mit jeweils vier Punkten, die mir bereits beim LYRA 2801 aufgefallen sind und für deren Verwendung im Bleistiftkontext ich noch keine Erklärung habe (möglicherweise dienten sie ausschließlich der Dekoration).

L. & C. Hardtmuth 1516

Die Form der Enden lassen vermuten, dass beide Stifte – wie diese sehr dünnen von J.J. Rehbach – für die Unterbringung im Notizbuch oder Kalender gedacht waren, bieten sie doch den Fingern beim Herausziehen guten Halt; der wie eine Tellerkapsel geformte Aufsatz verhindert zudem das Durchrutschen. Beim dafür verwendeten Material könnte es sich um Kunststoff handeln, doch da bin ich mir aufgrund der Bearbeitungsspuren nicht sicher.

L. & C. Hardtmuth 1516

Laut Kennzeichnung und dem Schreibgefühl haben die Minen beider Stifte die Härte HB, wobei die des dickeren im direkten Vergleich ein klein wenig kratziger wirkt.

L. & C. Hardtmuth 1516

Mit gefallen diese Bleistifte, und gäbe es diese heute noch oder wieder, würde ich sie kaufen.

Markiges Marketing (7)

Mittwoch, 16. September 2009

Reklamemarke von Koh-I-Noor

Ein in mehrfacher Hinsicht schräges Teil ist diese 46 × 28 mm große und vielleicht 80 bis 90 Jahre alte Reklamemarke von Koh-I-Noor, denn neben der sehr ungewöhnlichen Form zeigt sie den beworbenen Namen nur als Beschriftung der abgebildeten HB-Bleistifte und verzichtet auf zusätzliche Angaben.

Koh-I-Noor, 1790 in Wien gegründet und heute in České Budějovice (ehem. Budweis, Tschechien) ansässig, hat Bleistiftgeschichte geschrieben. Ende des 18. Jahrhunderts – die Angaben variieren recht stark – entdeckte der Firmengründer Josef Hardtmuth, der zuvor Töpferware und Steingut gefertigt hat, ein Verfahren zur Minenherstellung aus Graphit und Ton. Damit gebührt ihm und seinem französischen Kollegen Nicolas-Jacques Conté, die zudem beide die gezielte Produktion unterschiedlicher Härtegrade möglich machten, der Verdienst, zum Bleistift, wie wir ihn heute kennen, entscheidend beigetragen zu haben*.

Abgesehen von den Produkten für Künstler sind die zahlreichen anderen von Koh-I-Noor zumindest in meiner Gegend kaum noch anzutreffen und warten meist als Restbestände im Regal auf solche Kunden, die viel Zeit zum und Spaß am Wühlen mitbringen.

* Unklar ist, ob Hardtmuth das Verfahren wirklich zeitgleich mit Conté oder gar vor ihm erdacht hat; manche sagen, er habe es von ihm übernommen (siehe dazu auch „H und B”).

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uni DPS-600

Sonntag, 13. September 2009

Ovalen Querschnitts, 40 mm hoch und äußerst komfortabel ist dieser elegante Behälter-Minenspitzer des japanischen Herstellers uni/Mitsubishi Pencil.

uni DPS-600

Das aus Kunststoff sauber gefertigte und mit „uni” sowie „JAPAN” gekennzeichnete Gerät, das Minen mit einem Durchmesser von zwei Millimetern in Form bringt, verfügt über einen schwenkbaren Verschluss mit Rastung und einen kleinen, gut sitzenden Schieber vor der Behälteröffnung an der Unterseite.

uni DPS-600

Ähnlich aufwändig wie der DPS-600 ist seine Verpackung aus transparenter Folie, in der ein gefalteter, ausführlich bedruckter Karton den Spitzer dekorativ umschließt und über den bestimmungsgemäßen Gebrauch informiert.

uni DPS-600

Unnötig zu sagen, dass dieser sehr handliche Apparat seine Aufgabe hervorragend erledigt – das Spitzergebnis ist perfekt und der Schieber schließt zuverlässig. Ob (und wenn ja, wie) man seine schärfende Komponente wechseln kann, weiß ich allerdings nicht.

uni DPS-600

Behälter-Minenspitzer uni DPS-600 und 2-mm-Druckbleistift Koh-I-Noor 5608

Fazit: Klein und fein!

Nachtrag vom 30.9.12: Ein Foto des zerlegten DPS-600 gibt es hier.

Nachtrag vom 23.10.12: Seltsam: Der DPS-600 hat auf einmal immer langsamer gespitzt (d. h. einen immer stärkeren Druck notwendig gemacht) und dann seinen Dienst ganz eingestellt. Keine Ahnung, woran es liegt; eine Reinigung hat nicht geholfen, und einen Defekt konnte ich auch nicht feststellen.

Buntbüro

Freitag, 8. Februar 2008

Wenn auch nicht knallbunt, so doch wenigstens zweifarbig – und das zudem in stark kontrastierendem Rot und Blau – geht es zu, wenn der Bürofarbstift von Koh-I-Noor Hardtmuth zum Einsatz kommt.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift

Der zweigeteilte Stift mit hexagonalem Querschnitt, einer Länge von 175 mm und einer Dicke von 7 mm (also den für Blei- und Buntstifte typischen Abmessungen) trägt die Aufschrift »KOH-I-NOOR HARDTMUTH AG „Bürofarbstift” 62 SM« und in einer Art Logo »Austria«. Die für die Bezeichnung des Stifts genutzte fette Serifenschrift erinnert dabei an alte Tage, was durch den goldfarbenen Folienprägedruck noch verstärkt wird. Warum der Name des Stifts in Anführungszeichen gesetzt wurde, wird wohl ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man sich damit auf die all­tagssprachliche Bezeichnung bezog oder eine solche schaffen wollte.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift

Die stabilen Minen des Bürofarbstifts, die auch bei etwas stärkerem Druck nicht abbrechen, gleiten ohne zu kratzen über das Papier. Seine gut aufeinander abgestimmten Farben, die hier nicht ganz korrekt wiedergegeben werden, empfinde ich als ansprechend. Sie lassen sich auch vergleichsweise ordentlich radieren, und so hinterlassen gute Radierer wie z. B. der Schaumradierer von Pilot und der Läufer PLAST-0140 nur äußerst geringe Spuren.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift - rot   KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift - blau

Das Holz des Stifts ist von hoher Qualität – ein hochwertiger Spitzer (hier: die „Granate” von Möbius+Ruppert) trägt das Material sehr sauber ab und hinterlässt eine glatte Schnittfläche. Bei genauem Blick auf das blaue Ende nach dem Spitzen erkennt man eine dünne rote Schicht unter der blauen, was vermuten lässt, dass der Stift zunächst komplett rot und danach halb blau lackiert wurde.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift mit Messing-Anspitzer „Granate”

Für den täglichen Gebrauch bevorzuge ich zwar Druckfarbstifte wie die Color Eno von Pilot oder die noch etwas besseren von uni/Mitsubishi, doch der Griff zum Bürofarbstift ist eine angenehme Abwechslung.

Er ist offiziell nicht mehr im Handel erhältlich, da sein österreichischer Hersteller von gut zehn Jahren in Konkurs ging; der neue Anbieter hat jedoch unter der Art.-Nr. 3423 einen ähnlichen Artikel im Programm (siehe Seite B22 im aktuellen Katalog). Restbestände des Bürofarbstifts sind aber hier und da noch anzutreffen.


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