Wundersame Welt der Waren (5) Frühjahrsputz 

Dixon Ticonderoga

Dixon Ticonderoga

Auf den ersten Blick sehen diese beiden alltäglich wirkenden Schreibgeräte fast gleich aus, doch bei näherer Betrachtung offenbaren sie ihre erheblichen Unterschiede.

Dixon Ticonderoga

Beide Bleistifte, deren seit langem etablierter Name von der Festung Ticonderoga aus dem Staat New York des 18. Jahrhunderts stammt, kommen vom 1913 gegründeten US-ameri­kanischen Hersteller Dixon und sind mit einem ordentlich funktionierenden Radierer ausge­stattet – damit sind ihre Gemeinsamkeiten jedoch bereits erschöpft.

Dixon Ticonderoga 13882

Während es sich bei dem einen um einen holzgefassten Bleistift mit der Typenbezeichnung 13882 und der Härte HB handelt, steckt im Kunststoffgehäuse des anderen, dem „Sense­Matic”, eine Einfachstmechanik, die beim Druck auf die schwarze Schreibspitze eine 0,7 mm dicke Mine vorschiebt. Dank dieser Automatik, die den Stift geringfügig dicker als sein höl­zernes Pendant macht, entfällt das bei mechanischen Bleistiften ansonsten übliche Drü­cken. – Dem SenseMatic recht ähnlich ist übrigens der EFAmatic von Eberhard Faber.

Dixon Ticonderoga SenseMatic

Allerdings hat diesess Prinzip zwei kleine Nachteile: Systembedingt sitzt die Kunststoffspitze beim Schreiben ständig auf dem Papier, was für ein etwas anderes Schreibgefühl sorgt. Und kommt die Mine durch unsachgemäße Bedienung mal weiter heraus als nötig, so gibt es kein Zurück – die Mine muss vorne komplett heraus und hinten wieder hinein.

Dixon Ticonderoga SenseMatic

Der SenseMatic ist nachfüllbar, doch der Radierer lässt sich leider nicht austauschen. Eine kleine Verbesserung bringt der „SenseMatic Plus”, der mit einem zweiten Endstück ausgeliefert wird.

Mit 1,98 USD für zwei SenseMatic und 4 USD für ein Dutzend 13882 sind diese Bleistifte im Niedrigpreissegment angesiedelt, doch ihre Qualität kann sich durchaus sehen lassen. Lack und Aufdruck des in China gefertigten 13882 sind gleichmäßig, die Zwinge ist sauber angebracht (übrigens ring-angepresst, was erheblich besser aussieht als punkt-angedrückt) und das Holz lässt sich gut spitzen; die Mine gleitet ohne zu kratzen über das Papier. (Nicht alle von Dixon angebotenen Bleistifte kommen so gut an, wie der Artikel „World's Best Pencil - Guatanteed” bei Pencil Talk und die Kommentare dazu zeigen.) Die Mechanik des aus Taiwan stammenden SenseMatic arbeitet zuverlässig, wobei mich die beiden oben genannten Nachteile nicht stören; die Qualität der mitgelieferten und mit gut 122 mm ungewöhnlich langen Mine ist passabel.

Beide Ticonderogas sind empfehlenswert und bieten viel fürs Geld, nur beim Spitzen sollte man aufpassen … ;-)

Warnhinweis

Vielen Dank an Stephen von pencil talk für diese Stifte!

Links:
Dixon Ticonderoga / Dixon Ticonderoga SenseMatic (Herstellerinformationen)
SenseMatic und SenseMatic Plus im Virtuellen Mäppchen

Stichwörter: Dixon, Druckbleistifte, Eberhard Faber

4 Kommentare zu „Dixon Ticonderoga”

  1. Oliver

    Hi,
    gibt es eine Bezugsquelle der Ticonderogas in Deutschland?
    Gruß
    Oliver

  2. Lexikaliker

    Leider kenne ich keine Bezugsquelle für die Ticonderogas im Inland. Ich hätte jedoch ein paar hölzerne übrig; wenn Dir diese reichen, könnte ich sie Dir schicken.

  3. zonebattler

    Müßte der rote Querstrich im Verbotsschild nicht korrekterweise von links oben nach rechts unten gehen?!

  4. Lexikaliker

    Natürlich – da hast Du völlig recht. Ich vermute mal, dass mich hier die Form des Durchstreichens mit der Hand (irre-)geleitet hat. Bevor ich noch belangt werde, hier der korrigierte Warnhinweis ;-)

    Warnhinweis

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


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