Paperworld 2010 (2) Bleistifte und Musik 

Yasutomo & Co. 1967

Hierzulande wohl weitgehend unbekannt ist Yasutomo & Company, gegründet 1954 in San Francisco von Ben Yasutomo mit der Absicht, japanische Schreibwaren in den USA und amerikanische Süßigkeiten in Japan anzubieten. Im Jahrzehnt darauf brachte Yasutomo & Co. den Faserschreiber „Sign Pen” von Pentel erfolgreich auf den amerikanischen Markt und startete später mit NIJI und Y & C eigene Marken, unter denen auch Druckbleistifte ge­führt wurden.

Anzeige von Yasutomo & Co. (1967)

Mit der Interesse weckenden Überschrift „Zum Spitzen hier drücken” und obendrein als automatischen Bleistift mit der Welt dünnster Mine pries Yasutomo & Co. den „DEMI-.5″ in dieser etwa 86 × 124 mm großen Anzeige aus dem Jahr 1967 an, wobei man die ange­sprochenen professionellen Anwender fachmännisch mit einer Toleranz von 1/1000 mm beim Minendurchmesser zu beeindrucken versuchte. Doch die Vorteile lagen (und liegen) ganz klar auf der Hand, und so unterscheidet sich der typische, funktionelle Druckbleistift von heute nur unwesentlich von seinem über vierzig Jahre alten Vorgänger. – Zum Ur­sprung des beworbenen Stifts kann ich leider nichts sagen; ein Modell aus den Siebzigern gibt es bei Leadholder zu sehen.

Nachtrag vom 6.3.10: Vom Anbieter dieser Anzeige konnte ich erfahren, dass sie aus der Zeitschrift „Progressive Architecture” stammt.

Stichwörter: Druckbleistifte, Museum, Reklame, Yasutomo

3 Kommentare zu „Yasutomo & Co. 1967”

  1. Kiwi-d

    Excellent posting.
    It seems surprisingly difficult to find adverts from the very early days of 0.5mm.
    The 1/1000 claim is interesting. That would be +/-0.0005mm, or pehaps they meant to 0.001mm or perhaps even they meant 1/1000th of an inch considering the US is non-metric. Personally I find all those claims a bit hard to believe for something as variable as a stick of graphite. Still, who knows?
    Ahhhhh, you have gazumped me again! See my blog in a week or two and you will know why :-)

  2. Kiwi-d

    One question - where was this advert published? Magazine, newspaper, catalogue…? How did you find it?

  3. Lexikaliker

    Kiwi-d, thank you for your comments.

    You’re right, it is very difficult to find adverts of this kind; I was lucky to grab that one at eBay but the seller didn’t mention the source in detail (just „from a 1967 publication”). The reverse shows a small part of an advert with the letters „arch” so it might have been a magazine targeted at architects.

    I take it as 0.001mm (which is equivalent to 0.2%) but I have problems to rate that claim, mainly because I don’t know the details of the manufacturing process and the dimensional stability of polymer leads.

    I’m happy to hear that I was able to gazump you ;-) I’ll soon try it with another advert from 1968 :-)

    I am eager to see what your blog will show in a week or two!

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


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