Archiv des Stichworts „Druckbleistifte”

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Paperworld 2010 (2)

Freitag, 5. Februar 2010

Das seit einiger Zeit zum italienischen Hersteller FILA gehörende Unternehmen LYRA hat die „GROOVE”-Reihe um die dünneren und ebenfalls dreiflächigen „GROOVE slim”-Stifte erweitert.

LYRA „GROOVE slim”

Der „GROOVE slim” hat eine 3,3 mm starke Farbmine und ist in 24 Farben sowie als Bleistift („Graphite”) verfügbar; passende Kunststoffspitzer in mehreren Farben werden als Teil der Sets und separat angeboten.

LYRA „Temagraph”

Bei FILA schon lange im Programm sind die Bleistifte „Temagraph” und „Studium”, die nun unter dem Namen LYRA auch hierzulande erhältlich sein werden. Ersteren wird es in sechs Härtegraden von 2H bis 3B, letzteren in fünf von 2H bis 2B und beide mit Radierer in HB geben, doch während der „Studium” eher schlicht daherkommt, ist der „Temagraph” vergleichsweise aufwändig gestaltet: Angabe des Härtegrads auf allen sechs Seitenflächen und Codierung über eine farbige Tauchkappe, umlaufende, grün-metallische Folienprägung und Radierer mit ring-angepresster Zwinge – solche Details sprechen mich an. – Zu den Stiften von LYRA, die eine Änderung erfahren haben, gehören die Rot-Blau-Stifte. Statt des „Rembrandt” und des dickeren „DUO” gibt es nun letzteren in drei Durchmessern von 6,8 bis 10 mm. Neu ist obendrein der ovale Universalschreiber „All Graphite”.

LYRA „Temagraph”

STAEDTLER wartete auch in diesem Jahr mit interessanten Neuheiten auf.

STAEDTLER „WOPEX” in 2B, HB und 2H

Der auf der letzten Paperworld vorgestellte Bleistift „WOPEX” kommt nun in zwei weiteren Härtegraden, und zwar 2B und 2H, in den Handel. Ich konnte ein Dreier-Set bekommen und hoffe, die neuen hier in Kürze detailliert zeigen zu können. Besonders auf 2B bin ich gespannt! – Bei dieser Gelegenheit weise ich gerne auf die exzellente Besprechung des „WOPEX” bei pencil talk hin.

STAEDTLER „triplus 776”

Zuwachs gab es auch bei den Druckbleistiften, wobei der einfache „triplus 776″ im unteren Preissegment angesiedelt ist. Über einen seitlichen Drücker verfügt der „graphite 762″, und richtig bunt sind die fünf neuen Varianten des „Mars micro 775″, mit deren Trend-Far­ben und weißen Griffstücken man sich an das Design der populären Unterhaltungselektro­nik aus Cupertino, Kalifornien, anlehnt.

STAEDTLER „graphite 762”   STAEDTLER „Mars micro 775”

STAEDTLER

In neuem Erscheinungsbild zeigten sich die ehemals unter der inzwischen verkauften Marke „Eberhard Faber” geführten Produkte. Den „Tricki Dicki” – ich gebe gerne zu, ein großer Fan dieses Bleistifts zu sein – wird es zukünftig in zwei Ausführungen geben (beim Modell für den internationalen Markt verzichtet man auf den alten Namen).

STAEDTLER Jubiläums-Dosen

Zum 175-jährigen Bestehen des Unternehmens werden dekorative Bleistift-Dosen und passende Radierer angeboten, deren Äußeres die Dampflokomotive „Adler” ziert; diese fuhr im Gründungsjahr von Nürnberg, dem Sitz der Firma, nach Fürth und gilt als erste Eisenbahn Deutschlands. – Schachteln aus Metall hätten mir zwar etwas besser gefallen, aber mich fragt ja keiner ;-) Am Rande: Auch der „Lumograph” (ehemals 2886, heute 100) hat dieses Jahr ein Jubiläum, denn er kam am 1. August 1930, also vor 80 Jahren auf den Markt.

STAEDTLER Digitalstift

Ein sehr bemerkenswertes Produkt, das den Bogen vom Papier zum Computer spannt, ist der neue „Digitalstift”. Er besteht aus einem Stift mit Kugelschreibermine und einem etwa feuerzeuggroßen Empfänger mit Display, der mittels eines Clips an der Schreibunterlage befestigt wird. Dieser Empfänger erfasst die Bewegungen des Stifts und sendet sie per USB-Anschluss an den PC; zudem ist es möglich, bis zu 100 Seiten zwischenzuspeichern. Die so erstellte digitale Notiz liegt dann als Grafikdatei im PC vor, kann aber auch über die mitgelieferte OCR-Software in bearbeitbaren Text umgewandelt werden. Darüber hinaus erlaubt die Software des Digitalstifts seinen Gebrauch als Maus, wozu eine Dummy-, d. h. nicht-schreibende Mine zur Verfügung steht. Eine Erkennung des Drucks, wie es z. B. bei Grafiktabletts üblich ist, bot das gezeigte Modell jedoch (noch?) nicht. – Der hochwertig wirkende Digitalstift nutzt die üblichen Kurzminen und soll ab dem zweiten Quartal für 60 bis 100 Euro erhältlich sein.

Spitzenspiel

Dienstag, 5. Januar 2010

Einem Feuerwerk gleich präsentierte die J.S. Staedtler Inc. aus Hackensack, New Jersey (USA), in dieser attraktiven Anzeige vom Ende der 1950er Jahre die aus dem damaligen West-Deutschland importierten Produkte für das Zeichnen und Schreiben.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Neben dem Fallminenstift „Technico” und dem Bleistift-Klassiker „Lumograph”, der seinem 80-jährigen Jubiläum entgegensieht, waren hier inzwischen längst verschwundene Stifte zu sehen, darunter der „Omnigraph”, der „Irremovo” sowie der „Revisor”.

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Gestaltungsmittel

Samstag, 5. Dezember 2009

Einen echten Hingucker in Form eines viereckigen Rades präsentierte die J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA), den Lesern der Zeitschrift „Civil Engineering” im Mai 1960 und schaffte damit den richtigen Rahmen, um allen Vordenkern die Zeichenprodukte der aus Deutschland importierten Spitzenreihe MARS zur professionellen Visualisierung ihrer zukunftsweisenden Ideen anzudienen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Die MARS-Serie war zur damaligen Zeit bereits etabliert, doch ob der Konstrukteur des drei Jahre zuvor patentierten eckigen Rades, das an schwerem Gerät und im rauhen Gelände seine Vorzüge zeigen sollte, ebenfalls damit gearbeitet hat, bleibt offen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)   Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Neben den bekannten und schon mehrfach erwähnten Stiften und Minen wurden die „Non-Print pencils and leads” beworben; ob es sich bei diesen um die Vorläufer der später mit dem Namenszusatz „Non-Repro” angebotenen Artikel gehandelt hat, konnte ich bis jetzt leider nicht herausfinden.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Hier zu sehen sind auch die bis 1991 gebräuchlichen Zwingchen am Minenende, die das Herausfallen bei geöffneter Klemmzange verhinderten.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

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Mars vs. Mars

Mittwoch, 25. November 2009

Den holzgefassten und den metallgehalterten Mars Lumograph stellte die J.S. STAEDTLER Inc. mit Sitz in Hackensack, New Jersey (USA), in dieser elegant kolorierten Schwarzweiß-Anzeige gegenüber und versprach den Lesern der Zeitschrift „Architectural Record” im Mai 1960, mit beiden das Beste zu bekommen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Neben den vertrauten Produkten bewarb der Text auch den Bleistift „Mars Duralar”, der in den fünf Härtegraden K1 bis K5 erhältlich und für das Zeichnen auf PET-Folie gedacht war. Diese dünnen Folien, die Anfang der 1950er Jahre unter den Markennamen „Hostaphlon” und „Mylar” auf den Markt kamen, waren äußerst maßhaltig, transparent und haltbar. Da jedoch herkömmliche Bleistifte auf diesem Material schmierten, nutzte man neben Tusche spezielle Polymerminen, die zudem den Vorteil der sehr guten Radierbarkeit boten. Die zu beschreibende Seite der Folie war leicht aufgerauht und recht empfindlich; bereits kleine Beschädigungen beim Radieren oder geringe Verschmutzungen mit Fett oder Öl machten die Oberfläche abweisend und damit unbrauchbar.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)   Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Ebenfalls Erwähnung fand der „Mars Lumochrom”, dem auch eigene Anzeigen gewidmet waren; eine davon gibt es hier und eine weitere folgt in Kürze.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

 Licht und Farbe (1) | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Licht und Farbe (2) 

Pentel P205 mit Pep

Dienstag, 24. November 2009

Zum Klassiker Pentel P205, der schon fast den Archetyp des Druckbleistifts darstellt, muss man wohl nichts mehr sagen – dieses solide Arbeitsgerät ist seit ein paar Jahrzehnten auf dem Markt und erfreut sich zu Recht größter Beliebtheit. Wer sich jedoch bisher von den nicht gerade spektakulären Farben dieses Stifts vom Kauf abhalten ließ und auch nicht zu Umbauten wie z. B. dem edelhölzernen von „Turn of the Century” greifen wollte, könnte Gefallen an der „Limited Edition” finden.

Pentel P205 Limited Edition

In rot, blau, grün und schwarz marmoriert erhältlich sorgt der P205M für eine wohltuende, flotte Alternative zum Einerlei nicht nur auf dem Schreibtisch und bietet mit 6,30 USD (ca. 4,20 Euro) ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. – Ob es diesen Druckbleistift noch mit anderen Minendurchmessern und vielleicht sogar hierzulande geben wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Danke an Jeremy von Pencils 11 für seine Hilfe bei der Beschaffung des P205M Limited Edition!

Flohmarkt-Fund

Montag, 7. September 2009

Auch wenn ich bei mechanischen Bleistiften die Modelle mit Feinmine und Druckmechanik bevorzuge, so bin ich doch anderen Varianten längst nicht abgeneigt. Dieser Drehbleistift unbekannten Fabrikats kam mir auf einem Flohmarkt im niederländischen Middelburg unter die Augen und gleich in die Tasche, da mich seine Gestaltung, sein sehr guter Zustand und der attraktive Preis sehr angesprochen haben.

Flohmarkt-Fund

Er ist 86 mm kurz, 10 mm dick, gut 11 g leicht und arbeitet mit 1,18-mm-Minen, die durch Drehen der metallenen Spitze transportiert werden. Seine geringe Länge lässt vermuten, dass er für den mobilen Gebrauch gedacht war. Wie „Mechanical pencil lead diameters” bei pencil talk informiert, waren Minen dieses Durchmessers bis in die 60er Jahre der Standard und kommen auch heute noch zum Einsatz.

Flohmarkt-Fund

Lediglich 26 mm der Mine passen in das Vorderteil und werden in diesem durch eine 3,5 mm lange, geschlitzte Hülse aus weichem Blech gehalten. Dies erscheint mir sehr wenig, und so kann ich trotz gründlicher Reinigung einen Defekt nicht ganz ausschließen. – Die Befüllung des Stifts findet von vorne statt.

Flohmarkt-Fund

Der Drehbleistift wurde zusammen mit einem unvollständig gefüllten Pappröhrchen Minen des englischen Herstellers Platignum verkauft; diese haben den für den Stift notwendigen Durchmesser.

Flohmarkt-Fund

Bei dem Material des in dunkelrot und braun marmorierten Korpus mit einer Wandstärke von etwa 2,5 mm und ohne jede erkennbare Markierung könnte es sich um Bakelit handeln. – Ein gut sitzender Schraubdeckel aus Metall verschließt den für Reserveminen gedachten Hohlraum des Stifts.

Flohmarkt-Fund

Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie alt diese Schreibutensilien sind. Kann vielleicht meine geschätzte Leserschaft etwas dazu sagen?

Nachtrag vom 8.9.09: Ein kundiges Mitglied des Fountain Pen Network geht davon aus, dass dieser Drehbleistift aus Galalith, einem halbsynthetischen Werkstoff auf der Basis von entfettetem Casein, gefertigt wurde. Angesichts des einfachen Aufbaus und der großen Wandstärke kämen auch kleinere Werkstätten, die derartiges ab 1910 fertigen konnten, als Hersteller des Stifts in Frage. – Danke an Thomas für diese Informationen!

Vier Fünftel

Dienstag, 7. Juli 2009

Der nicht ganz erst gemeinte Zusatz „merkwürdige Dinge” rechts oben auf der Startseite dieses Weblogs mag für all diejenigen, die an das hiesige Schreibwarenangebot gewöhnt sind, eine treffende Charakterisierung der folgenden zwei Produktgattungen darstellen.

Vier Fünftel

Hierzulande unüblich und nicht einfach zu bekommen ist Papier mit 4-mm-Karos. Lose und als Block im Programm des Schweizer Herstellers Seetal Elco kann man es in dessen Heimat leicht, hier jedoch gar nicht erhalten, denn der deutsche Vertrieb Staufen-Demmler bietet diese für uns untypisch karierten Artikel nicht an.

Vier Fünftel

In Japan, dem Paradies der Schreibwaren und Büroartikel, schließen gleich vier der größten Anbieter von Druckbleistiften die schmale und auch hier vorhandene Lücke zwischen den Minenstärken 0,3 und 0,5 Millimeter – Pentel, Pilot, Mitsubishi/uni und OHTO haben mehrere 0,4-mm-Druckbleistifte und die ersten drei obendrein eine große Auswahl an Minen dieses hier nahezu unbekannten Durchmessers im Sortiment.

Ich weiß nicht, ob die 4 Millimeter im einen und die 0,4 Millimeter im anderen Fall einen ganz konkreten Hintergrund haben oder lediglich der Erweiterung des Sortiments dienen, finde jedoch auch ohne diese Kenntnisse großen Gefallen am Umgang mit diesen um 20% geschrumpften Büro-Maßen.

Nachtrag vom 13.3.10: Ein Mitarbeiter von Seetal Elco hat mir auf der Paperworld mitgeteilt, dass die 4-mm-Karos in der Schweiz so üblich seien wie in Deutschland das 5-mm-Raster.

STAEDTLER 763

Samstag, 2. Mai 2009

Zu den neuen und auf der Paperworld vorgestellten Artikeln des traditionsreichen Herstel­lers STAEDTLER gehören die günstigen Druckbleistifte der Reihe 763, die das Programm nach unten abrunden. Neben dem in drei Farben erhältlichen graphite 763 umfasst die Reihe den Noris 763 sowie den tradition 763, deren Design sich an die bekannten holz­gefassten Bleistifte Noris 120 und tradition 110 anlehnt.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und tradition 763 mit ihren holzgefassten Pendants Noris 120 und tradition 110
(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die ergonomisch-dreiflächigen, aus Kunststoff gefertigten Stifte sind 14,5 cm lang, haben einen Durchmesser von 9 mm und wiegen gut 6 g. Ihr hemdtaschenfreundlicher, nicht abnehmbarer Clip sitzt an der Endkappe, die sowohl den Minenbehälter verschließt als auch den 11 mm langen und knapp 7 mm dicken Radierer beherbergt. Letzterer ist sehr gut, steckt jedoch recht tief, was seine Ausnutzung leider stark beschränkt, und ist zudem ungeschützt; beim Gebrauch des Stiftes dürfte er daher verschmutzen. – Ein Ersatzradierer wird nicht angeboten, was bei dem niedrigen Preis von 0,75 Euro pro Stift sicher nicht überrascht.

STAEDTLER 763

Die Verarbeitung der laut Kennzeichnung auf dem Clip in Korea hergestellten Schreiber ist gut. Die Komponenten sitzen ordentlich ineinander, die Minenführung hält die Mine spielfrei und der Aufdruck wurde sauber aufgebracht. Ein versehentliches Lösen der Endkappe beim Gebrauch des Clips ist dank des guten Halts eher unwahrscheinlich.

STAEDTLER 763

Die Minenführung, ebenfalls aus Kunststoff, ist taschenfreundlich versenkbar und gleitet beim Schreiben zurück. Das zehnfache Drücken transportiert die ungefederte Mine um 8,5 mm. – Alle Modelle sind in den Strichstärken 0,5 und 0,7 mm verfügbar, mit zwei Minen des Härtegrads B bestückt und nicht nur angesichts des geringen Preises ein lohnender Kauf für alle, die an einem günstigen Druckbleistift interessiert sind.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und MARS TRI 773

Am Rande: Bereits vor einigen Jahren gab es mit dem STAEDTLER MARS TRI 773 einen niedrigpreisigen Druckbleistift im klassischen Noris-Design. Bei diesem sehr ähnlichen, in Japan hergestellten Modell waren allerdings die schwarzen Flächen rutschfest ausgeführt und der Radierer mit einer Kappe versehen. – Ein weiterer Druckbleistift im schwarz-gelben Gewand ist der STAEDTLER graphite 771.

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