Druckbleistifte

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Graphite Ultras

Lexi­ka­li­ker prä­sen­tiert: Die stil­ge­rechte Ober­be­klei­dung für die wah­ren Fans unter den Bleischreibern.

Graphite Ultras

Mit die­sem geschmack­vol­len Klei­dungs­stück zeigt man seine bevor­zug­ten Schreib­ge­räte nebst Zube­hör auf reiz­volle und über­zeu­gende Weise und gibt oben­drein eine gepflegte Erschei­nung ab.

Das Motiv1 ent­stand in Zusam­men­ar­beit mit mei­nem geschätz­ten Kol­le­gen Domi­nik Hüf­ner, der neben­be­ruf­lich als frei­schaf­fen­der Künst­ler tätig und Mit­glied der Illus­tra­to­ren Darm­stadt e. V. ist. Eine Aus­wahl sei­ner Werke gibt es am kom­men­den Wochen­ende (25./26.3.23) auf dem Illus­tra­ti­ons­fes­ti­val „Illus­tre Gestal­ten“ in der Cen­tral­sta­tion Darm­stadt zu sehen; der Ein­tritt ist frei.

Wann und wo das T-​Shirt zu haben sein wird2, steht noch nicht fest und hängt auch von der Nach­frage ab. Details folgen!

  1. Die Schrift ist die Kom­pakt von Her­mann Zapf aus dem Jahr 1954.
  2. Selbst­ver­ständ­lich dann auch in ande­ren Far­ben.

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  • Die kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Patente „Mecha­ni­cal Pen­cil“ und „Mecha­ni­cal Pen­cil“ (ja, die hei­ßen beide so) zei­gen Details zum Druck­blei­stift Kuru Toga Dive von Mitsubishi/​uni Japan. – Danke an Wow­ter für den Hinweis!
  • Für mich eine über­aus erfreu­li­che Ent­de­ckung ist das sehr lesens­werte Buch „Akten­kunde“ von Harald Rös­ler, erschie­nen 2015 bei Redi­roma1. Neben zahl­rei­chen Details zur Arbeit mit Akten ent­hält es umfang­rei­che Infor­ma­tio­nen zu Büro­ge­rä­ten und -mate­rial zum Lochen, Hef­ten, Bin­den und Orga­ni­sie­ren, aber auch zu Schreib­stof­fen und zur Ver­viel­fäl­ti­gung; dar­über hin­aus bie­tet es viele Abbil­dun­gen his­to­ri­scher und aktu­el­ler Büro­tech­nik. – Von die­sem Buch erfah­ren habe ich durch den Arti­kel „Akten sind bunt: Farb­stifte und ihr Wert für die Archiv­ar­beit“ im Web­log „Akten­kunde“. Danke an Kind7 für die Erwäh­nung des Arti­kels sowie an Jörg für seine Hin­weise auf die Rezen­sion die­ses Buchs und die Lese­probe!
  • Ganz neben­bei habe ich erfah­ren, dass Faber-​Castell bereits 2017 die Pro­duk­tion sei­nes grü­nen Kopier­stifts ein­ge­stellt hat (der gelbe wurde schon lange davor aus dem Sor­ti­ment genom­men). Damit sind der rote, der blaue und der rot-​blaue die letz­ten in Deutsch­land her­ge­stell­ten Ver­tre­ter die­ser Gat­tung2. – Von LYRA gibt es noch den Blei-​Kopierstift 334 und den Ganz­ko­pier­stift 334 S, doch bei die­sen han­delt es sich um Zim­mer­manns­blei­stifte3.
  • Hin und wie­der schaue ich nach, ob es ältere Pro­dukte noch gibt. So war ich über­rascht, dass der Langkonus-​Spitzer KUM 400-​5L noch ange­bo­ten wird, aber die Mitte 2019 vor­ge­stell­ten Mes­sing­spit­zer 300-​1 und 300-​2 offen­bar nicht mehr. Ich habe wegen letz­te­rer auch bei KUM ange­fragt, aber lei­der keine Ant­wort bekommen.
  1. Ich hatte zunächst das Taschen­buch, fand das aber wegen des arg schma­len Bund­stegs nicht so gut les­bar und habe dann zur gebun­de­nen Aus­gabe gegrif­fen.
  2. Kopier­stifte gel­ten wegen der zuge­setz­ten Farb­stoffe als gif­tig. Faber-​Castell hat jedoch bereits 1992 die Rezep­tu­ren sei­ner Kopier­stifte geän­dert und ver­wen­det seit­dem nur noch Farb­stoffe, die auch in der Lebensmittel- und Kos­me­tik­in­dus­trie ein­ge­setzt wer­den, so dass die Stifte unbe­denk­lich sind. Diese neuen Kopier­stifte las­sen sich leicht iden­ti­fi­zie­ren, denn 1993 hat sich Faber-​Castell von der Waage als Bild­marke getrennt; Kopier­stifte ohne diese haben also eine Mine nach neuer Rezep­tur. – Inter­es­sant zu wis­sen wäre, ob (und wenn ja, wie) sich dadurch die Gebrauchs­ei­gen­schaf­ten ver­än­dert haben.
  3. Ich weiß auch nicht, ob diese noch hier gefer­tigt wer­den, denn seit der Über­nahme von LYRA durch FILA im Jahr 2008 kom­men viele LYRA-​Stifte aus China.

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  • Pilot Japan hat sein Druckbleistift-​Sortiment aus­ge­dünnt. Zu den fast 70 (!) im Kata­log 2022/​2023 ab Seite 67 mit „Ende des Ver­kaufs, solange der Vor­rat reicht“1 mar­kier­ten, also abge­kün­dig­ten Model­len gehö­ren alle Time­line, die erst vor gut drei Jah­ren ein­ge­führ­ten Shaker 2020, die meis­ten Mogu­lair sowie einige S3 und S5 in 0,3 und 0,5 mm; auch den gel­ben S10 in 0,3 mm wird es nicht mehr lange geben.
  • Auch die Druck­blei­stifte von Rot­ring, pro­du­ziert und ver­trie­ben von Hol­bein Japan, wur­den weni­ger. Nicht mehr her­ge­stellt wer­den u. a. der Rot­ring 500 und 600, beide in 0,35 mm, der Rot­ring 300 in allen drei Strich­stär­ken und viele Tik­kys. Sie sind im aktu­el­len Kata­log von Hol­bein mit einem roten Stern und dem Ver­merk „Der Ver­kauf endet, wenn der Vor­rat auf­ge­braucht ist“1 gekenn­zeich­net2.
  • 14 Jahre nach der Ein­füh­rung des Kuru Toga hat Mitsubishi/​uni Japan ein neues Stan­dard­mo­dell die­ses erfolg­rei­chen Druck­blei­stifts vor­ge­stellt. Beim die­sem sitzt der Dreh­me­cha­nis­mus nicht mehr in der Spitze, son­dern in der Mitte des Stifts, und zur neuen Gestal­tung des Schafts gehört eine zur Spitze hin etwas dicker wer­dende Griff­zone. Außer­dem ist der trans­pa­rente Teil, der den Blick auf die Mecha­nik ermög­licht hat, ent­fal­len; statt­des­sen gibt es jetzt ein klei­nes Sicht­fens­ter. Der neue Kuru Toga wird ab 20. Februar in 0,3 und 0,5 mm sowie jeweils vier Far­ben erhält­lich sein und 550 Yen (ca. 3,90 Euro) kosten.
  • Die im Jahr 1999 ein­ge­führ­ten Druck­blei­stift­mi­nen Ain von Pen­tel Japan, 2010 als ver­bes­serte Vari­ante unter dem Namen Ain Stein her­aus­ge­bracht, wur­den jetzt noch­mals wei­ter­ent­wi­ckelt. Nach drei Jah­ren Ent­wick­lungs­zeit gibt es seit kur­zem die neuen Ain-​Minen, die noch bes­ser glei­ten und bruch­sta­bi­ler sein sol­len. Sie sind in 0,2 bis 1,3 mm und – abhän­gig vom Durch­mes­ser – in den Här­te­gra­den 4B bis 2H sowie in rot und blau (nur 0,5 mm) ver­füg­bar und wer­den in einer neu gestal­te­ten Ver­pa­ckung ange­bo­ten. Der Preis beträgt 220 Yen (knapp 1,60 Euro), wobei eine Ver­pa­ckungs­ein­heit je nach Durch­mes­ser und Här­te­grad 10 bis 40 Minen ent­hält. – Eine Chro­no­lo­gie der Fein­mi­nen von Pen­tel von 1960 bis heute gibt es in die­sem Arti­kel.
  • Neu von Pen­tel Japan ist der Druck­blei­stift Orenz AT (PP2005). Er hat einen auto­ma­ti­schen Minen­vor­schub und wird seit Januar in 0,5 mm und vier Schaft­far­ben zum Preis von 2000 Yen (gut 14 Euro) angeboten.
  • Im kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Patent „Ver­fah­ren zur Her­stel­lung eines imprä­gnier­ten Holz­stücks, mit einem sol­chen Ver­fah­ren erhält­li­ches imprä­gnier­tes Holz­stück und Blei­stift mit einer Hülle aus einem sol­chen imprä­gnier­ten Holz­stück“ von Faber-​Castell wird neben der Kari­bi­schen Kie­fer (Pinus cari­baea hon­du­ren­sis), die ich beim Faber-​Castell 9000 ver­mute, auch die Kie­fern­art Pinus oocarpa aus Zen­tral­ame­rika erwähnt (siehe [0003] in der Patent­schrift), von der ich im Zusam­men­hang mit Blei­stif­ten noch nicht gehört habe. – Danke an Wow­ter für den Hin­weis auf die­ses Patent!
  1. Laut Google-​Übersetzer.
  2. Ich habe den Ein­druck, dass der Minen­durch­mes­ser 0,3 mm immer sel­te­ner ange­bo­ten wird. So gibt es selbst von Penac, der Haus­marke von Koto­buki (also dem Her­stel­ler von Druck­blei­stif­ten über­haupt) nur noch ein ein­zi­ges Modell für 0,3-mm-Minen, und zwar den NP (Art.-Nr. SB0305-​14).

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  • Das Web­log Gra­pho­gra­phy macht den Dezem­ber zum „Mecha­ni­cal Pen­cil Month“ und ver­öf­fent­licht bis zum 20.12. täg­lich einen Bei­trag zum Blei­stift und des­sen Drumherum.
  • Schon län­ger online, aber für mich neu: Knocko­logy, ein Forum zu mecha­ni­schen Blei­stif­ten. Betrei­ber ist der Reddit-​Nutzer atxa­l­ais, der unter Knocko­lo­gist hand­ge­fer­tigte Druck­blei­stifte aus Holz und Acryl auf der Basis von Pentel-​Modellen anbietet.
  • Eine aus­führ­li­che Über­sicht der holz­ge­fass­ten Blei­stifte von Caran d’Ache gibt es unter „Caran d’Ache Gra­phite Pen­cil Guide“ bei Uns­har­pen.
  • Seit dem 8. Dezem­ber auf dem Markt ist der MONO graph, ein sehr güns­ti­ger Druck­blei­stift von Tom­bow in den Strich­stär­ken 0,3 und 0,5 mm. Der MONO graph ist in vier (0,3 mm) bzw. sie­ben Schaft­de­signs (0,5 mm) erhält­lich und kos­tet 220 Yen (knapp 1,60 Euro).
  • Neu ist auch der Druck­blei­stift Dr. GRIP von Pilot. Sein „Shaker“-Mechanismus, bei dem die Mine durch kur­zes Schüt­teln des Stifts trans­por­tiert wird, kann deak­ti­viert wer­den; zudem gibt der Her­stel­ler an, die Geräu­sche der Stift­me­cha­nik um 50% redu­ziert zu haben. Der Dr. GRIP hat einen Sili­kon­griff und ist nur in 0,5 mm, aber fünf Schaft­far­ben erhält­lich und wird für 900 Yen (etwa 6,20 Euro) angeboten.

Nach­trag vom 22.12.22:

  • Der nur in einer limi­tier­ten Auf­lage ange­bo­tene und inzwi­schen nicht mehr erhält­li­che Druck­blei­stift Kuru Toga Dive von Mitsubishi/​uni kommt als regu­lä­res Pro­dukt wie­der. Er wird ab März 2023 in drei Far­ben und für 0,5-mm-Minen ver­füg­bar sein und 5000 Yen (gut 35 Euro) kosten.

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  • OHTO hat einen neuen Druck­blei­stift für 0,3- und 0,5-mm-Minen ange­kün­digt. Der MS-​01 hat ein län­gen­ver­stell­ba­res Minen­füh­rungs­röhr­chen und bie­tet zudem die Mög­lich­keit, den Minen­vor­schub ein­zu­stel­len (mit die­sen Funk­tio­nen und sei­ner Gestal­tung erin­nert er mich an den nicht mehr erhält­li­chen Super Pro­me­cha aus glei­chem Hause). Ich bin aller­dings skep­tisch, da ich bis­her keine guten Erfah­run­gen mit Druck­blei­stif­ten von OHTO gemacht habe. Meine Exem­plare bie­ten kein ange­neh­mes Schreib­ge­fühl, und die meis­ten machen beim Gebrauch unschöne Geräusche.
  • Einen Ein­blick in die Blei­stift­her­stel­lung bei Kita-​Boshi in Japan gibt das Video „Pro­cess of mass pro­du­cing pen­cils“. Danke an Frank für den Hinweis!
  • Aus der Gerüch­te­kü­che: Laut dem Reddit-​Nutzer drif­and bringt STAEDTLER JAPAN bald einen neuen Druck­blei­stift auf den Markt. Der Hexa­go­nal Mecha­ni­cal Pen­cil soll – wie der Name schon sagt – einen sechs­flä­chi­gen Schaft aus Metall haben und in drei Farb­va­ri­an­ten erhält­lich sein; eine davon wurde als „Limi­ted“ ange­kün­digt (mit der Kom­bi­na­tion aus blau, weiß und schwarz erin­nert letz­tere an den STAEDTLER Mars Lumo­graph). Dass der Schaft mit einer Gum­mi­be­schich­tung ver­se­hen sein soll, bringt mich jedoch auf Abstand. Und warum beschrif­tet man einen hexa­go­na­len mecha­ni­schen Blei­stift mit „HEXAGONAL Mecha­ni­cal Pen­cil“? Ich finde das albern.
  • Das sehr lesens­werte Web­log Gra­pho­gra­phy zeigt eine Kom­bi­na­tion aus Fall­mi­nen­stift und Rechen­schie­ber von Aristo. Klasse!

Nach­trag vom 1.12.22: Mehr zum neuen Druck­blei­stift von STAEDTLER Japan gibt es jetzt auf der Pro­dukt­seite.

Pentel PG4

Der Pen­tel PG4 ist ein beson­de­rer Druckbleistift.

Pentel PG4

Zunächst ein paar his­to­ri­sche Details1. Das japa­ni­sche Unter­neh­men, das 1946 als Dai Nihon Bungu Kabu­shiki Kai­sha gegrün­det wurde und sich 1971 den Namen Pen­tel gab, brachte 1960 die Poly­mer­mine2 auf den Markt und bot im sel­ben Jahr einen Druck­blei­stift für die neuen Minen an3. 1965 kam der Pen­tel GRAPH auf den Markt, des­sen cha­rak­te­ris­ti­sches Design mit zum Drü­cker hin ver­jüng­tem und ver­schraub­tem End­stück4 1966 mit dem Good Design Award aus­ge­zeich­net wurde. Dem GRAPH folg­ten erst der GRAPH II (1970) und dann der PG55 (1972); letz­te­rer ist heute noch erhält­lich6. 19767 war­tete Pen­tel mit einer klei­nen Sen­sa­tion auf, denn in die­sem Jahr stellte das Unter­neh­men mit dem PG4 den welt­weit ers­ten Druck­blei­stift für 0,4-mm-Minen vor.

Der PG4 ist 14,7 cm lang, 8,5 mm dünn und wiegt gut 9 Gramm; damit gehört er zu den schlan­ken Druck­blei­stif­ten. Neben dem wei­ßen Auf­druck „0.4 mm PG4″8 – hier kurio­ser­weise ohne Her­stel­ler­na­men – gibt es zwei 11 × 5 mm große Prä­gun­gen ober­halb der Griff­zone, und zwar „GRAPH PENCIL“ und „PENTEL Japan“; letz­tere ent­hält bei mei­nem Exem­plar zudem die Zahl 14 (wohl ein Pro­duk­ti­ons­code). – Der Schwer­punkt liegt etwa in der Mitte.

Die Gebrauchs­ei­gen­schaf­ten sind sehr gut: Der Pentel-​typische Clip sitzt fest9, es klap­pert nichts, die Mine hat im Minen­füh­rungs­röhr­chen kein Spiel und die fei­nen Ringe des 25 mm lan­gen Griff­stücks bie­ten guten Halt. Der Minen­vor­schub ist mit 0,45 mm gering­fü­gig grö­ßer als der Stan­dard (etwa Minen­di­cke bei ein­ma­li­gem Drücken).

Pentel PG4

Der Auf­bau des PG4 (und der ande­ren PG-​Modelle) ist bemer­kens­wert auf­wen­dig. Die Mecha­nik mit Minen­be­häl­ter (2) wird durch die auf­ge­schraubte Spitze (3)10 im zwölf­flä­chi­gen Schaft (1) und zusätz­lich durch das ein­ge­schraubte Ver­bin­dungs­stück (4) gehal­ten. Auf letz­te­rem sitzt die Hülse (5) mit dem Sicht­fens­ter für den Här­te­grad11, wobei das ver­schraubte End­stück (7) diese klemmt und den Drü­cker (6) sichert; letz­te­rer hat eine Nadel zum Ent­fer­nen von Minen­res­ten im Minen­füh­rungs­röhr­chen und in der Zwinge. – Der Minen­be­häl­ter hat die ein­ge­prägte Kenn­zeich­nung „5b“ (ver­mut­lich eben­falls ein Produktionscode).

Die größte Beson­der­heit des PG4 ist natür­lich der unüb­li­che Minen­durch­mes­ser von 0,4 mm. Warum Pen­tel die­sen ein­ge­führt hat (und einige andere Her­stel­ler mit­ge­zo­gen sind), weiß ich nicht. Im Gegen­satz zu 0,3/0,5/0,7 mm für das tech­ni­sche Zeich­nen gab es für 0,4 mm12 wohl kei­nen kon­kre­ten Bedarf, und so denke ich, dass man ein­fach etwas neues anbie­ten und sich von den Mit­be­wer­bern abset­zen wollte13. – Ich nutze die­sen Durch­mes­ser gerne. 0,5 mm ist mir inzwi­schen meist zu dick und 0,3 mm manch­mal zu dünn, und so emp­finde ich 0,4 mm als sehr prak­tisch (ja, das Zehn­tel merkt man). Viel­leicht hat ja der eine oder andere bei Pen­tel ähn­lich gedacht …

Der Pen­tel PG4 wurde bis etwa 2005 her­ge­stellt und kos­tete ca. 1000 Yen (knapp 8 Euro); inzwi­schen erzie­len gut erhal­tene Exem­plare Preise von über 100 Euro.

Pentel PG4

Der PG4 im Kata­log des Jah­res 1982 von Pen­tel USA

Als kleine Bei­gabe eine Über­sicht der noch erhält­li­chen Druck­blei­stifte für 0,4-mm-Minen:

Nach­trag vom 9.9.24: Die Ver­sion des PG4 mit der unge­wöhn­li­chen Angabe „0.4 m/​m“ in der Ver­kaufs­ver­pa­ckung (trans­pa­ren­ter Deckel abgenommen):

Pentel PG4

  1. Wie­der­keh­rende Leser wis­sen, dass ich sie zuwei­len gerne damit stra­pa­ziere.
  2. Mehr zur Poly­mer­mine unter „Pen­tel Black Poly­mer 999“.
  3. Pen­tel bot die Fein­mine zunächst in 0,9 mm und dazu die Druck­blei­stif­tel Pen­tel 100 sowie spä­ter Pen­tel 101 an. 1962 folg­ten 0,5 mm mit dem Pen­tel 380 als ers­ten Druck­blei­stift für die­sen Durch­mes­ser und im sel­ben Jahr 0,7 mm; 1968 stellte Pen­tel die 0,3-mm-Mine vor.
  4. Die an einen Pin­sel erin­nernde Gestal­tung war beim Pen­tel Mecha­nica (1968) und beim Pen­tel Accu Graph (1979) noch kon­se­quen­ter, denn bei die­sen ver­jüngte sich nicht nur das End­stück, son­dern der ganze Schaft.
  5. Exakte Bezeich­nung: PG4-​AD. – Der erste Buch­stabe des Suf­fix ist der Farb­code (A: schwarz).
  6. Zu den PG-​Modellen gehö­ren auch der PG7 (0,7 mm; 1978) und der Pen­tel PG2 (0,2 mm; 1981). Oft wird der 1970 als güns­tige Alter­na­tive zum Pen­tel Mecha­nica ein­ge­führte Pen­tel Mecha­nica Graph (kurz PMG, für 0,3-mm-Minen) dazu­ge­zählt, doch auf­grund sei­ner umsteck­ba­ren Schutz­kappe und sei­nes Namens nimmt er eine Son­der­stel­lung ein. – Einen PG9 für 0,9-mm-Minen gab es nie.
  7. Im sel­ben Jahr kam der P203 auf den Markt (die Modelle P205, P207 und P209 wur­den bereits 1970 ein­ge­führt). – Die elf Ringe im Griff des P200 sind ver­mut­lich eine Anspie­lung auf sei­nen Vor­gän­ger, den Pen­tel 11 (1967–70).
  8. Es gab den PG4 in min­des­tens drei Vari­an­ten: Mit „0.4 m/​m PG4“, „0.4 mm PG4“ (beide mit „0.4“ in kur­si­ver Schrift) und „0.4 mm Pen­tel PG4“ (mit „0.4“ in der Schrift­art Peig­not). Ich ver­mute, dass die ers­ten bei­den Vari­an­ten für den japa­ni­schen Markt waren und die dritte für den US-​amerikanischen.
  9. Im Gegen­satz zum Pen­tel P200 gibt es beim PG4 keine Aus­spa­rung, so dass der Clip nur durch Kraft­schluss gehal­ten wird. Weil ich den Schaft nicht ver­krat­zen wollte, habe ich den Clip für das Foto des zer­leg­ten Stifts nicht abge­nom­men.
  10. Sie ist kom­pa­ti­bel zur Spitze des Pen­tel P200, was zu Son­der­an­fer­ti­gun­gen anregt.
  11. Selt­sa­mer­weise gibt es bei mei­nem Exem­plar nur HB, H und 2H.
  12. Der japa­ni­sche Industrie-​Standard JIS S 6005 (Minen für mecha­ni­sche Stifte) macht auch für 0,4-mm-Minen Anga­ben zu Nenn­durch­mes­ser, Tole­ran­zen und Bie­ge­fes­tig­keit.
  13. Erwäh­nens­wert in die­sem Zusam­men­hang sind die Druck­blei­stifte und Minen mit 0,6 mm, die Tom­bow vor eini­gen Jah­ren für die Tür­kei gefer­tigt hat.
  14. Wer den grauen Schaft nicht mag, son­dern einen schwar­zen bevor­zugt, geht wie hier beschrie­ben vor.
  15. Den Pilot S20 gibt es nicht in 0,4 mm, aber er ist leicht selbst gefer­tigt (siehe hier und hier), ebenso der off­zi­ell nicht erhält­li­che S15.
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