Archiv des Stichworts „Druckbleistifte”

 Ältere Beiträge Neuere Beiträge 

Paperworld 2011 (1)

Sonntag, 6. Februar 2011

Vor wenigen Tagen ging die Paperworld 2011 in Frankfurt/Main zu Ende; hier der erste Teil meiner Notizen, die selbstverständlich nicht repräsentativ sind.

Einige Hersteller, deren Stand ich mir gerne angeschaut hätte, waren leider nicht vertre­ten, so z. B. LAMY, Mitsubishi/uniball, Pelikan, Pentel, Sakura, Schwan-STABILO, Tombow und Westcott. Dafür gab es auffällig viele Anbieter von Taschen, Rucksäcken und ähnlichen Behältnissen.

Paperworld 2011

Der Auftritt von Faber-Castell stand im Zeichen des 250. Firmenjubiläums, auch wenn ich kein Produkt mit historischem Bezug habe entdecken können. Zu der vielseitigen Präsen­tation gehörten platinierte Manschettenknöpfe, Accessoires aus Kalbsleder wie Schlüssel- und Visitenkartenetuis sowie Vitrinen mit Fotos von Prominenten und ihrer bevorzugten Schreibgeräte von Faber-Castell (darunter Christopher Lee und Eva Herzigova).

Paperworld 2011

Eine der Attraktionen war auch diesmal der „Pen of the Year”, der einen Korpus mit russi­scher Jade hat. Passend zum Gründungsjahr gibt es ihn in einer Auflage von 1761 Stück; der Preis beträgt etwa 3500 Euro.

Paperworld 2011

Die Schreibgeräte der neuen Serie „Elemento” haben einen Schaft aus Oliven-Stirnholz mit Edelharz. Der Drehbleistift kommt für 350 Euro in den Handel.

Paperworld 2011

Eine weitere Besonderheit zum Jubiläumsjahr ist dieser Koffer mit dem kompletten Künst­lersortiment für voraussichtlich 2000 Euro, von dem es ebenfalls nur 1761 Stück geben wird.

Paperworld 2011

Doch damit nicht der genug der Superlative: Zu sehen war auch der teuerste Bleistift der Welt, eine Luxus-Variante des „Perfekten Bleistifts” mit einer Kappen-Spitzer-Verlängerer-Kombination aus reinem Weißgold mit drei Brillianten. Die Preisangabe für diesen auf 99 Exemplare limitierten Artikel schwankt zwischen 10.000 Euro (Paperworld) und 9000 Euro (Website).

Paperworld 2011

Neu sind diese Bleistifte, die den Namen ihres Herstellers als griffige Applikation tragen.

Paperworld 2011

Zuwachs in der GRIP-Familie: Die dreiflächigen Farbstifte „GRIP Color Magic” sind vermalbar und wechseln bei Kontakt mit Wasser ihre Farbe.

Paperworld 2011

Noch nicht vorgestellt werden konnte das Buch „Faber-Castell since 1761″ aus der Collec­tion Rolf Heyne, auf dessen Erscheinen am 14. April ich gespannt bin.

Paperworld 2011

Weiter geht’s im nächsten Teil.

Happy Anniversary, Dave!

Samstag, 29. Januar 2011

Happy Anniversary, Dave!

Dave's Mechanical Pencils, die erste Adresse für alles rund um den mechanischen Bleistift, feiert fünfjähriges Jubiläum. Vielen Dank an Dave für seinen anhaltenden Einsatz und das Teilen seines umfangreichen Wissens auf so unterhaltsame Weise!

Blick nach China

Mittwoch, 18. August 2010

Meine heutige Empfehlung gilt dem chinesischen Blog „Mechanical Pencil”, dessen Fotos mehr als einen Blick lohnen. Neben bekannten gibt es dort auch ungewöhnliche Modelle zu sehen, so z. B. den Tombow H 300-04, den Sakura Archi und den Tombow SH-1500VP. Auf die weiteren Einträge bin ich gespannt!

Pentel 1968

Montag, 15. Februar 2010

Nach der Anzeige von Yasutomo & Co. aus dem Jahr 1967 hier ein weiteres Dokument aus der Frühzeit des Feinminenstifts, und zwar eine Werbung der Pentel of America Ltd. von 1968*. – Die Herkunft des Ausschnitts kenne ich leider nicht, doch da seine Rückseite Informationen über Türen und Fenster von Caradco zeigt, könnte er aus einem Magazin für Architekten stammen.

Anzeige von Pentel (1968)

In den besten Kreisen anzutreffen waren der „CPA Sharp 5″, zweifellos ein Vorgänger des P200, sowie der „Graph”, den es in leicht veränderter Form auch heute noch gibt; beide wurden mit einem Minendurchmesser von 0,5 mm und mit Minen der Grade HB und härter angeboten. Hier überrascht mich, dass der mit Clip und Radierer besser ausgestattete „Sharp 5″ deutlich günstiger war als der „Graph”. – Den „continuous feed” des letzteren interpretiere ich nicht als automatische Minennachführung, denn diese Technik kam meines Wissens erst Ende der 1970er Jahre mit den „alpha-matic”- und „TK-matic”-Modellen von Faber-Castell auf den Markt.

* Beim Alter muss ich mich auch diesmal auf den Anbieter verlassen, denn der Ausschnitt selber trägt keine Jahreszahl in Klartext.

Nachtrag vom 6.3.10: Der Anbieter dieser Anzeige hat mir mitgeteilt, dass er sie der Zeitschrift „Progressive Architecture” entnommen hat; das Kürzel „PA-1268″ unten rechts könnte demnach für den Dezember 1968 stehen.

Yasutomo & Co. 1967

Dienstag, 9. Februar 2010

Hierzulande wohl weitgehend unbekannt ist Yasutomo & Company, gegründet 1954 in San Francisco von Ben Yasutomo mit der Absicht, japanische Schreibwaren in den USA und amerikanische Süßigkeiten in Japan anzubieten. Im Jahrzehnt darauf brachte Yasutomo & Co. den Faserschreiber „Sign Pen” von Pentel erfolgreich auf den amerikanischen Markt und startete später mit NIJI und Y & C eigene Marken, unter denen auch Druckbleistifte ge­führt wurden.

Anzeige von Yasutomo & Co. (1967)

Mit der Interesse weckenden Überschrift „Zum Spitzen hier drücken” und obendrein als automatischen Bleistift mit der Welt dünnster Mine pries Yasutomo & Co. den „DEMI-.5″ in dieser etwa 86 × 124 mm großen Anzeige aus dem Jahr 1967 an, wobei man die ange­sprochenen professionellen Anwender fachmännisch mit einer Toleranz von 1/1000 mm beim Minendurchmesser zu beeindrucken versuchte. Doch die Vorteile lagen (und liegen) ganz klar auf der Hand, und so unterscheidet sich der typische, funktionelle Druckbleistift von heute nur unwesentlich von seinem über vierzig Jahre alten Vorgänger. – Zum Ur­sprung des beworbenen Stifts kann ich leider nichts sagen; ein Modell aus den Siebzigern gibt es bei Leadholder zu sehen.

Nachtrag vom 6.3.10: Vom Anbieter dieser Anzeige konnte ich erfahren, dass sie aus der Zeitschrift „Progressive Architecture” stammt.

Paperworld 2010 (2)

Freitag, 5. Februar 2010

Das seit einiger Zeit zum italienischen Hersteller FILA gehörende Unternehmen LYRA hat die „GROOVE”-Reihe um die dünneren und ebenfalls dreiflächigen „GROOVE slim”-Stifte erweitert.

LYRA „GROOVE slim”

Der „GROOVE slim” hat eine 3,3 mm starke Farbmine und ist in 24 Farben sowie als Bleistift („Graphite”) verfügbar; passende Kunststoffspitzer in mehreren Farben werden als Teil der Sets und separat angeboten.

LYRA „Temagraph”

Bei FILA schon lange im Programm sind die Bleistifte „Temagraph” und „Studium”, die nun unter dem Namen LYRA auch hierzulande erhältlich sein werden. Ersteren wird es in sechs Härtegraden von 2H bis 3B, letzteren in fünf von 2H bis 2B und beide mit Radierer in HB geben, doch während der „Studium” eher schlicht daherkommt, ist der „Temagraph” vergleichsweise aufwändig gestaltet: Angabe des Härtegrads auf allen sechs Seitenflächen und Codierung über eine farbige Tauchkappe, umlaufende, grün-metallische Folienprägung und Radierer mit ring-angepresster Zwinge – solche Details sprechen mich an. – Zu den Stiften von LYRA, die eine Änderung erfahren haben, gehören die Rot-Blau-Stifte. Statt des „Rembrandt” und des dickeren „DUO” gibt es nun letzteren in drei Durchmessern von 6,8 bis 10 mm. Neu ist obendrein der ovale Universalschreiber „All Graphite”.

LYRA „Temagraph”

STAEDTLER wartete auch in diesem Jahr mit interessanten Neuheiten auf.

STAEDTLER „WOPEX” in 2B, HB und 2H

Der auf der letzten Paperworld vorgestellte Bleistift „WOPEX” kommt nun in zwei weiteren Härtegraden, und zwar 2B und 2H, in den Handel. Ich konnte ein Dreier-Set bekommen und hoffe, die neuen hier in Kürze detailliert zeigen zu können. Besonders auf 2B bin ich gespannt! – Bei dieser Gelegenheit weise ich gerne auf die exzellente Besprechung des „WOPEX” bei pencil talk hin.

STAEDTLER „triplus 776”

Zuwachs gab es auch bei den Druckbleistiften, wobei der einfache „triplus 776″ im unteren Preissegment angesiedelt ist. Über einen seitlichen Drücker verfügt der „graphite 762″, und richtig bunt sind die fünf neuen Varianten des „Mars micro 775″, mit deren Trend-Far­ben und weißen Griffstücken man sich an das Design der populären Unterhaltungselektro­nik aus Cupertino, Kalifornien, anlehnt.

STAEDTLER „graphite 762”   STAEDTLER „Mars micro 775”

STAEDTLER

In neuem Erscheinungsbild zeigten sich die ehemals unter der inzwischen verkauften Marke „Eberhard Faber” geführten Produkte. Den „Tricki Dicki” – ich gebe gerne zu, ein großer Fan dieses Bleistifts zu sein – wird es zukünftig in zwei Ausführungen geben (beim Modell für den internationalen Markt verzichtet man auf den alten Namen).

STAEDTLER Jubiläums-Dosen

Zum 175-jährigen Bestehen des Unternehmens werden dekorative Bleistift-Dosen und passende Radierer angeboten, deren Äußeres die Dampflokomotive „Adler” ziert; diese fuhr im Gründungsjahr von Nürnberg, dem Sitz der Firma, nach Fürth und gilt als erste Eisenbahn Deutschlands. – Schachteln aus Metall hätten mir zwar etwas besser gefallen, aber mich fragt ja keiner ;-) Am Rande: Auch der „Lumograph” (ehemals 2886, heute 100) hat dieses Jahr ein Jubiläum, denn er kam am 1. August 1930, also vor 80 Jahren auf den Markt.

STAEDTLER Digitalstift

Ein sehr bemerkenswertes Produkt, das den Bogen vom Papier zum Computer spannt, ist der neue „Digitalstift”. Er besteht aus einem Stift mit Kugelschreibermine und einem etwa feuerzeuggroßen Empfänger mit Display, der mittels eines Clips an der Schreibunterlage befestigt wird. Dieser Empfänger erfasst die Bewegungen des Stifts und sendet sie per USB-Anschluss an den PC; zudem ist es möglich, bis zu 100 Seiten zwischenzuspeichern. Die so erstellte digitale Notiz liegt dann als Grafikdatei im PC vor, kann aber auch über die mitgelieferte OCR-Software in bearbeitbaren Text umgewandelt werden. Darüber hinaus erlaubt die Software des Digitalstifts seinen Gebrauch als Maus, wozu eine Dummy-, d. h. nicht-schreibende Mine zur Verfügung steht. Eine Erkennung des Drucks, wie es z. B. bei Grafiktabletts üblich ist, bot das gezeigte Modell jedoch (noch?) nicht. – Der hochwertig wirkende Digitalstift nutzt die üblichen Kurzminen und soll ab dem zweiten Quartal für 60 bis 100 Euro erhältlich sein.

Spitzenspiel

Dienstag, 5. Januar 2010

Einem Feuerwerk gleich präsentierte die J.S. Staedtler Inc. aus Hackensack, New Jersey (USA), in dieser attraktiven Anzeige vom Ende der 1950er Jahre die aus dem damaligen West-Deutschland importierten Produkte für das Zeichnen und Schreiben.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Neben dem Fallminenstift „Technico” und dem Bleistift-Klassiker „Lumograph”, der seinem 80-jährigen Jubiläum entgegensieht, waren hier inzwischen längst verschwundene Stifte zu sehen, darunter der „Omnigraph”, der „Irremovo” sowie der „Revisor”.

 Gestaltungsmittel | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Familienangelegenheit 

Gestaltungsmittel

Samstag, 5. Dezember 2009

Einen echten Hingucker in Form eines viereckigen Rades präsentierte die J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA), den Lesern der Zeitschrift „Civil Engineering” im Mai 1960 und schaffte damit den richtigen Rahmen, um allen Vordenkern die Zeichenprodukte der aus Deutschland importierten Spitzenreihe MARS zur professionellen Visualisierung ihrer zukunftsweisenden Ideen anzudienen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Die MARS-Serie war zur damaligen Zeit bereits etabliert, doch ob der Konstrukteur des drei Jahre zuvor patentierten eckigen Rades, das an schwerem Gerät und im rauhen Gelände seine Vorzüge zeigen sollte, ebenfalls damit gearbeitet hat, bleibt offen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)   Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Neben den bekannten und schon mehrfach erwähnten Stiften und Minen wurden die „Non-Print pencils and leads” beworben; ob es sich bei diesen um die Vorläufer der später mit dem Namenszusatz „Non-Repro” angebotenen Artikel gehandelt hat, konnte ich bis jetzt leider nicht herausfinden.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Hier zu sehen sind auch die bis 1991 gebräuchlichen Zwingchen am Minenende, die das Herausfallen bei geöffneter Klemmzange verhinderten.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

 Licht und Farbe (2) | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Spitzenspiel 


Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK