Archiv der Kategorie „Basteln”

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Basteln mit dem Lexikaliker (13)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Über das Notizbuchblog, das stets akkurat über das Marketing aus der PBS1-Welt berichtet, bin ich auf die „Mind-Papers”2 von X17 aufmerksam geworden.

Bemerkenswert an den „Mind-Papers” finde ich die Diskrepanz zwischen der Einfachheit des Produkts und der werbenden Überhöhung seines Nutzens. Den von einem Stück Leder eingeschlagenen Karteikarten, die durch eine Foldback-Klammer mit Stiftschlaufe, genannt „Sloop”, zusammengehalten werden, spricht X17 beeindruckende Leistungsmerkmale zu:

  • „Zusammen mit der Stiftklemme »Sloop« entsteht ein vollkommen neues Instrument zur Selbstorganisation, das so flexibel ist, dass es fast überall eingesetzt werden kann”3
  • „Ihr könnt problemlos euch selber, eure Notizen oder Dinge des täglichen Lebens managen”4
  • „Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!”3

In seinem Buch „Management by Karteikarte – Die neue Zettelwirtschaft”, das zu den „Mind-Papers” empfohlen wird, legt Matthias Büttner, der Geschäftsführer von X17, noch eins drauf, und so findet sich unter „Lernen” der Eintrag „Verhalten ändern”. Oha!

STIFT & PAPIER wirft einen genauen Blick auf die „Mind-Papers”5 und stellt einige Ferti­gungsmängel fest: Die Karteikarten sind nicht gleich groß, und die Filzstückchen an der Klammer, die Leder und Stift schützen sollen, sitzen und passen nicht so recht. Beim Blick auf die Fotos dachte ich noch an anderes: Verhindert der Filz im Klammerinnern wirklich Druckstellen? Ich denke nicht, denn irgendwann ist der Filz platt, und wenn er sich lösen sollte, können Kleberreste bleiben. Und: Den Filz auf der Rückseite, der den Bleistift beim Einstecken schützen soll, halte ich sogar für entbehrlich, wenn man die Schlaufe umge­staltet. Und damit geht es ans Basteln.

Wir brauchen:

  • 1 Foldback-Klammer (hier: eine 32 mm breite von WEDO)
  • Leder, etwa 15 × 17 cm (hier: naturgegerbtes Rindsleder, ca. 1,5 mm dick)
  • 25 Karteikarten im Format A7 (hier: Exacompta, 205 g/m², gelb, kariert)

Wie hier üblich bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten oder Gerätschaften – grundlegen­de Fingerfertigkeiten und der im gut sortierten Bastelhaushalt anzutreffende Kram rei­chen.

Der 17 × 11 cm große Lederlappen für die Karteikarten ist schnell zugeschnitten; eine An­leitung dazu erspare ich mir. Es empfiehlt sich, ihn etwas über den Rand der Karteikarten hinausstehen zu lassen (ich habe ihn 17 × 11 cm groß gemacht). – Tipp: Die Ecken kann man leichter verrunden, wenn man eine Münze an die Ecke hält und an ihrer Kante ent­lang schneidet.

Für die Stiftschlaufe schneidet man einen Lederstreifen in der Breite der Foldback-Klammer; der Streifen sollte etwas länger sein als nötig. In seiner Mitte bringt man im Abstand von 5 mm vom Rand zwei ungefähr 1,2 mm lange Schnitte ein. (Die Länge der Schnitte hängt vom Leder ab; je dicker es ist, desto länger müssen sie sein. Das Maß von 1,2 mm gilt für das verwendete Leder mit einer Dicke von 1,5 mm.) Sitzt der Bleistift stramm, haben sie die richtige Länge.

Nun setzt man die Klammer auf einen Block oder ein Brett, damit sie etwas weniger weit geöffnet ist als später auf dem in Leder gehüllten Karteikartenstapel. Anschließend richtet man den Lederstreifen mit eingestecktem Stift stramm so auf der Klammer aus, dass der Stift mittig auf der Klammer sitzt, markiert das überstehende Leder und schneidet es ab. Besonders hier lohnt es sich, sorgfältig zu arbeiten.

Das Leder – natürlich ohne Bleistift – klebt man auf die geöffnete Klammer, da sonst der Stift beim späteren Öffnen der Klammer nicht fest genug gehalten wird und herausfallen kann.

Ich habe Pattex Classic benutzt und damit gute Erfahrungen gemacht. – Das hier gezeigte Brett hat eine Dicke von 12 mm und so ein geeignetes Maß.

Nach dem Trocknen des Klebers löst man die Klammer und entfernt eventuelle Klebstoff­reste.

Wie schon oben zu sehen, muss das Leder auf den Außenseiten der Schnitte zur Foldback-Klammer hin gedrückt werden. Auch wenn es nach kurzer Benutzung in dieser Form bleibt, so ist es doch ratsam, es mit einem Tropfen Kleber zu fixieren, um ein Verrutschen beim Einstecken des Stifts zu vermeiden6.

Die beiden niedergedrückten Streifen am Rand machen das Filzstück auf dem Rücken der Foldback-Klammer überflüssig, da sie den Kontakt von Stift und Metall verhindern. – Der fertige Selbstbau kann schließlich so aussehen (ich habe das Leder noch mit einem Pflege­mittel behandelt):

Wenn der Stift zu stramm sitzt, kann man die Schlitze vorsichtig etwas größer schneiden. – „Der Stift dazu ist ungemein praktisch”7, meint X173 – klar, denn unbeschriftete Kartei­karten haben längst nicht das Potential beschrifteter. Ich habe nichts dagegen, dass man kräftig auf die Werbetrommel haut, doch durch Sprüche wie die hier zitierten fühle ich mich veralbert. Warum ich das dann nachbaue? Ich habe Freude an Bleistiften, Karteikar­ten und kleinen Basteleien, doch ob ich das Endprodukt nutzen werde, halte ich für frag­lich.

„Verhalten ändern” – ja, selber denken und selber machen.

Einige Sterne

Ich denke, dass der Reiz auch dieses Produkts darin liegt, dass es suggeriert, mit ihm – endlich! – das schaffen zu können, was man bisher nicht oder nur unzureichend geschafft hat. Der kleine, ästhetische Gegenstand erscheint als universelle Lösung, und das umso mehr, je mehr Fähigkeiten ihm zugesprochen werden. Der Zaubertrank aus dem Schreib­warenladen! Doch eines Tages muss man feststellen, dass man den Alltag mit ihm auch nicht besser auf die Reihe kriegt, nach wie vor viel vergisst, nicht kreativer geworden ist und die schlechten Angewohnheiten immer noch nicht abgelegt hat, und dann landet er bei den anderen Wundermitteln in der Schublade.

Nachtrag vom 1.7.19: Die Stiftklemme „Sloop!” (die übrigens tatsächlich patentiert ist, siehe „Vorrichtung zur Verbindung zweier Gegenstände”) hat ein Update erfahren. Hatte die alte Variante (noch hier zu sehen) keine Schlitze im Leder und ein Filzstück zum Schutz des Stiftes, so verfügt die neue Variante über die von mir vorgeschlagene Umgestaltung mit zwei Schlitzen.

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  1. Papier, Büro, Schreibwaren.
  2. Wer dabei an den „Hipster PDA” denkt, liegt nicht ganz falsch.
  3. Quelle: „Das Konzept Mind-Papers”.
  4. Quelle: „Mind-Papers – wahrlich universell”.
  5. Der Preis für die „Mind-Papers” liegt je nach Format und Material zwischen 9,90 (A8) und 29,90 Euro (A5); den „Sloop” gibt es für 4,90 bis 5,90 Euro.
  6. Wer Klammer und Bleistift noch schneller verbinden möchte, wird hier fündig.
  7. „Mit ihm kann man sogar die Rückseite der Karteikarten beschriften”, bin ich geneigt hinzu­zufügen; zudem wundere ich mich, warum der Radierer keine Erwähnung findet.

Argumentationshilfe

Samstag, 21. Juni 2014

Wem im Büro die Argumente ausgehen, setzt sich mit dem Office Supplies Crossbow durch. – Danke an Stefan für den Hinweis!

Sonderanfertigung

Dienstag, 15. April 2014

Fachmann im Umbau von Fallminen- und Druckbleistiften ist isu von the uncomfortable chair, und so dachte ich sofort an ihn, als ich mein Wunschmodell, einen Druckbleistift mit Holzschaft und 0,4-mm-Mine, nicht im Handel finden konnte.

Sonderanfertigung

Von links: Pilot S20 (0,3 mm), Pilot S10 (0,4 mm)

Er schlug vor, die Zwinge eines Pilot S20 (0,3 mm) etwas zu weiten und dessen Spitze und Drücker gegen die entsprechenden und erfreulicherweise kompatiblen Teile des Pilot S10 (0,4 mm) auszutauschen. Da mir die Form und das Holz1 des roten S20 sehr gut ge­fallen, habe ich isus Vorschlag ebenso gerne angenommen wie sein Angebot, mir diese Stif­te in Japan zu beschaffen.

Sonderanfertigung

Spitzen und Drücker entfernt

Einen 0,4 mm dünnen Bohrer hatte ich bereits, und als die beiden Stifte am vergangenen Wochenende eintrafen, konnte es losgehen. – Tipp: Lässt sich die Spitze nicht mit der bloßen Hand abschrauben, kann ein Stück Fahrradschlauch helfen, sie besser zu greifen.

Sonderanfertigung

Weiten der Zwinge des S20

Beim Weiten der Zwinge muss man aufpassen, dass man nicht zu großzügig vorgeht, denn sonst wird die 0,4-mm-Mine nicht mehr gehalten.

Sonderanfertigung

Rechts die unbearbeitete 0,3-mm-Zwinge des S20 mit einer 0,4-mm-Mine

Hier sieht man beide Zwingen mit einer 0,4-mm-Mine: Links die des S10 (0,4 mm) und rechts die noch unbearbeitete des S20 (0,3 mm). Doch warum muss man die Zwinge überhaupt weiten? Nun, wenn die für 0,3 mm ausgelegte Zwinge eine 0,4 mm dicke Mine greift, schließt sie beim Loslassen des Drückers früher und schaut weiter aus dem Klemm­ring heraus. Dies aber reduziert den Hub und damit den Minenvorschub auf ein unprak­tisches Maß2.

Sonderanfertigung

Die bearbeitete Zwinge des S20 geht schon etwas weiter in den Klemmring hinein

Es empfiehlt sich, die Zwinge so zu weiten, dass sie im geschlossenen Zustand mit Mine etwa so tief im Klemmring sitzt wie die des S10, aber die Mine noch zuverlässig hält (die Zwinge im obigen Bild geht bereits weiter in den Ring hinein als vor der Bearbeitung, aber noch nicht weit genug). Wer ganz sicher gehen will, setzt die Teile zwischendurch probe­weise zusammen und testet kurz.

Sonderanfertigung

Ein besonderer S20

Ist die richtige Weitung erreicht, montiert man Spitze und Drücker des S10. Fertig!

Sonderanfertigung

Der S20 an der Lederhülle des Hobonichi Techo

Und wozu der Aufwand? Zum einen habe ich festgestellt, dass bei meiner Schriftgröße der Minendurchmesser von 0,4 mm sehr gut zum 4-mm-Raster des Hobonichi Techo passt, und zum anderen wollte ich einen Schaft, der besser mit der Lederhülle harmoniert als einer aus Metall oder Kunststoff. – Übrigens habe ich mit den Eno Neox-Minen3 von Pilot in der Härte 2B die besten Erfahrungen auf dem mit 52 g/m² sehr dünnen Tomoe River-Papier des Techo gemacht.

Sonderanfertigung

Der Drücker des S10 auf dem S20

Danke an isu für seine Hilfe!

Nachtrag vom 29.5.16: Offenbar geht es auch anders: „Modifying Pilot S20 pencils to non standard lead sizes”.

  1. Pilot gibt an, dass es sich dabei um Kirschholz von der Insel Hokkaidō handelt.
  2. Ich komme mit etwa 5 mm bei zehnmaligem Drücken, also 0,5 mm pro Druck, am besten klar.
  3. Leider sind diese Minen nicht mehr erhältlich. – Mit den neuen Neox Graphite konnte ich sie noch nicht vergleichen; gut möglich, dass sie würdige Nachfolger sind.

Walhalla

Samstag, 12. Januar 2013

Heute ein rascher Blick auf ein altes Dutzend Farbstifte der Marke „Walhalla” von J.J. Reh­bach.

Walhalla

Zu den nach der Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla im fränkischen Donaustauf benannten Produkten des in Regensburg ansässigen Herstellers gehörten u. a. Blei- und Farbstifte. Dieser blaue mit der Artikelnummer 0847 ist sechsflächig, unlackiert, 9 mm dick (Schlüssel­weite 8 mm) und hat die Standardlänge von 17,5 cm.

Walhalla

Der Aufdruck erinnert an das 125-jährige Jubiläum des Unternehmens im Jahre 1946 und lässt vermuten, dass der Stift in diesem Jahr oder kurz danach gefertigt wurde. – Außer dem Ortsnamen (?) Nordhalben, auf den ich mir keinen Reim machen kann, finden sich auch die gekreuzten Schlüssel, das Logo von Rehbach.

Walhalla

Die Bleistifte der Marke „Walhalla” bewarb J.J. Rehbach auch mit einer Reklamemarke.

Walhalla

Die Fertigungsqualität der Stifte lässt zu wünschen übrig, denn manche Minen sitzen nicht mittig und bei einigen Exemplaren lösen sich die Holzhälften. Allerdings könnte letzteres auch auf unsachgemäße Lagerung zurückzuführen sein; zahlreiche Flächen mit hochste­henden Fasern und Wellen in der Banderole machen den Eindruck, als wäre das Dutzend feucht geworden.

Walhalla

Walhalla

Das wie ein Siegel gestaltete Logo auf der Banderole trägt die Jahreszahlen 1821 sowie 1921 und erinnert damit an das 100-jährige Jubiläum.

Walhalla

Den angeschnitzt wirkenden Stift in der Mitte habe ich zum Testen benutzt. Sein nahezu aromafreies Holz kann ich nicht identifizieren; Hand- und Kurbelspitzer (hier der M+R 981) bringen es jedoch gut in Form.

Walhalla

Die 4 mm starke Mine ist recht bruchempfindlich und hat eine mäßig saubere, ganz leicht wachsige Abgabe. Das kräftige, dunkle Blau gefällt mir gut.

Walhalla

Silly Break

Sonntag, 1. April 2012

Silly Break

Silly Break

Silly Break

Basteln mit dem …

Mittwoch, 22. Februar 2012

… nein, nicht mit dem Lexikaliker, sondern mit meinem Kollegen H., der sich kürzlich der Herausforderung gegenübersah, einen Wandkalender mit einem komfortabel zu benutzen­den, aber ortsfesten Bleistift zu bestücken. Hier seine Lösung, die mir gut gefällt1.

Basteln mit dem …

Die Verbindung zwischen dem bleistiftähnlichen Objekt2 und der Schnur3 stellt eine Hut­mutter mit M8-Gewinde und einem Loch in ihrer Oberseite her. Schnell und pfiffig!

Basteln mit dem …

Als Zeichen meiner Anerkennung dieser Idee habe ich meinem Kollegen H. einen Radierer4 angedient5; er (der Radierer, nicht der Kollege) ist gelocht, aufgefädelt und so ebenfalls im­mer zur Hand6.

Basteln mit dem …

Jetzt fehlt nur noch ein (Dosen-)Spitzer, doch dieser ist an der Wand sicher besser aufge­hoben als an der Schnur.

  1. Von meinem Beifall ausgenommen ist das verwendete IKEA-Ding.
  2. Ist von IKEA und langkonusgespitzt.
  3. Strapazierfähig und vermutlich von einem Senkblei abgezwackt.
  4. STAEDTLER rasoplast (kleinste Ausführung, Art.-Nr. 526 B40).
  5. Gerne lege ich noch einen ernstzunehmenden Bleistift drauf.
  6. Zumindest so lange, bis sein Loch aufradiert ist.

Paperworld 2012 (3)

Montag, 6. Februar 2012

Eberhard Faber, 1978 bis 2009 Teil von STAEDTLER und seit 2010 bei Faber-Castell, war auf der parallel zur Paperworld stattfindenden Creative World vertreten.

Paperworld 2012 (3)

Neuigkeiten fielen mir nicht auf, dafür aber der Umstand, dass sehr vieles in China herge­stellt wird. – Für sein vielfältiges Programm bekannt ist Standardgraph. Am Stand des im bayerischen Geretsried ansässigen Unternehmens zu sehen war ein Klassiker im neuen (besser: transparenten) Gewand.

Paperworld 2012 (3)

Der ebenso einfache wie elegante Gedess-Minenspitzer besteht aus nur vier Teilen und wurde bereits 1940 patentiert; ich freue mich, dass er nun in zwei Varianten erhältlich ist.

Paperworld 2012 (3)

Der DUX DX4260 ist eine dekorativ erweiterte Variante des sparsamen und hier schon gezeigten DX4112 nach einem Vorbild aus den 50er Jahren.

Paperworld 2012 (3)

Selbstverständlich war ich auch bei Brunnen, habe ich doch immer wieder Freude an den Produkten dieses Hauses. Im umfangreichen und interessanten Sortiment aufgefallen sind mir u. a. das A7-Notizbuch der „Kompagnon”-Reihe und die farbenfrohen Radierer.

Paperworld 2012 (3)

Ein Besuch bei RUMOLD, dem traditionsreichen Anbieter von Zeichengerät und -zubehör, stand ebenfalls auf meinem Plan.

Paperworld 2012 (3)

Im Gespräch konnte ich einiges zu den Produkten und ihrer Herstellung erfahren, aber lei­der auch, dass die Lineale mit Zelluloid-Facette nicht mehr gefertigt werden (darunter die­ses kleine, aber feine Exemplar). Es gibt jedoch noch Restbestände in den Längen 10, 20 und 40 cm, die der Fachhandel bestellen kann. – Unten im Bild eine Tuchelle, die zudem in einer kalibrierten Ausführung verfügbar ist.

Paperworld 2012 (3)

Der Auftritt von Möbius+Ruppert stand im Zeichen des 90-jährigen Firmenjubiläums, und so gab es auch historische Spitzer zu bestaunen.

Paperworld 2012 (3)

Viele Spitzer von M+R sind Klassiker und immer noch in der gewohnt hohen Qualität zu ha­ben (die „Granate” dürfte jedem Bleistift-Liebhaber vertraut sein).

Paperworld 2012 (3)

Neben den „Black Line” wurde der Dosenspitzer M+R 950 in vier neuen Farbkombinationen vorgestellt. Letzterer hat es mir besonders angetan, so dass er demnächst ausführlicher zu sehen sein wird.

Paperworld 2012 (3)

Am Stand von STAEDTLER auf der Creative World zeigte ein überdimensionaler Block FIMO Soft einen Schwerpunkt des diesjährigen Auftritts.

Paperworld 2012 (3)

Neu im Sortiment ist ein FIMO-Set mit einem Kugelschreiber und einem Füllhalter ohne Schaft, die mit Phantasie und der Ofenknete fertiggestellt werden können. Was bekannte FIMO-Künstler daraus gemacht haben, zeigten einige Exemplare, die man für einen guten Zweck versteigern wird.

Paperworld 2012 (3)

Als alter Bastler habe ich über den Klebstoff „100%” von Pattex1 gestaunt.

Paperworld 2012 (3)

Einige Merkmale dieses Klebstoffs zeigte ein hohles Ei, das mit diesem überzogen war: Man konnte es fallen lassen, ohne dass es zerbrach, und wenn man es eindrückte, so hielt der Kleber die Bruchstücke der Schale zusammen.

Paperworld 2012 (3)

Neues auch bei den Schreibgeräten: Den vor drei Jahren vorgestellten Bleistift WOPEX gibt es jetzt in Schwarz sowie in je zwei Lila- und Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Passend zum schwarzen WOPEX werden ein schwarzer Spitzer und ein ebensolcher Radie­rer angeboten.

Paperworld 2012 (3)

In kräftigen Farben präsentierten sich der Druckbleistift triplus 776 und die auf ihn abge­stimmten Minenröhrchen; zudem bekommt man den graphite 779 nun auch in drei Braun­tönen.

Paperworld 2012 (3)

Das war's für dieses Jahr – die nächste Paperworld öffnet am 26. Januar 2013 ihre Pforten.

  1. STAEDTLER ist seit Oktober 2009 Vertriebspartner der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pattex.

Basteln mit dem Lexikaliker (12)

Samstag, 14. Januar 2012

Stammleser dieses Weblogs wissen von meiner ausdauernden Suche nach dem idealen Bleistiftständer. Sie ist noch längst nicht abgeschlossen, denn die meisten Exemplare sind zwar nütz­lich und dekorativ, aber für kurze und sehr kur­ze Stifte nicht oder nur einge­schränkt geeignet. Einen Vorschlag zur Behebung dieses Übelstands zeigt meine heutige schnelle Bastelei.

Neben gewöhnlichem, in jedem gut sortierten Bastelhaushalt vorhandenen Material und Werkzeug benötigen wir zwei Holzleisten 40 × 15 mm, 10 und 18 cm lang, sowie zwei maxi­mal 40 mm breite Stücke Drahtgewebe mit 10 mm und 2 mm Maschenweite, 18 und 22 cm lang (ich beziehe Derartiges gerne von Modulor). Besondere Kenntnisse und Fähig­keiten sind nicht notwendig.

Bleistiftständer

Wir kleben die beiden Leisten wie gezeigt zusammen; wer mag, verstärkt die Verbindung durch eine Schraube.

Bleistiftständer

Das grobe Drahtgewebe – es hält die Stifte – biegen wir so zurecht, dass die Enden flach auf den Stirnseiten aufliegen, und das feine kommt auf die Oberseite des unteren Teils; es verhindert das Wegrutschen der Bleistifte.

Bleistiftständer

Über die Befestigung der Gewebe habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, sondern kurzerhand das feine mit einigen Tropfen Pattex und das grobe mit zwei Reißzwecken fixiert.

Bleistiftständer

Von links: Chung Hwa 6151, Mitsubishi uni Penmanship Pencil, LAMY plus, Mitsubishi uni 4563, STAEDTLER Cadet, STAEDTLER mark-2B, Caran d'Ache Grafwood, Mitsubishi uni Nano Dia, STAEDTLER tradition, Johann Faber Berthelt, Tombow Mark Sheet, STAEDTLER Noris Club maxi, Mitsubishi uni Arterase Color, STAEDTLER Noris, Faber-Castell 9000

Diese Konstruktion gewinnt natürlich keinen Design-Preis, stellt aber eine Lösung für die praktische Aufbewahrung von Bleistiften aller Längen dar.

Nachtrag vom 15.1.12:

Beim Aufräumen der Bastelbude kamen mir noch ein paar Gedanken, die auf die Schnelle umgesetzt so aussehen:

Bleistiftständer

Das grobe Geflecht bildet nun auch die Senkrechte und steckt in der Basis (hier: MDF). Noch schräger darf es allerdings nicht sein, da sonst die Öffnungen im Gitter zu klein wer­den. Zudem müssen die Spitzen der Stifte nicht im feinen Geflecht stehen, sondern kön­nen auch auf Filz ruhen. – Wer ein Verkratzen der Stifte fürchtet, mindert das Risiko mit einer Schicht Klarlack.

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