Der Kopierstift, einst unverzichtbar vor allem im Büro und von allen großen Herstellern in vielen Varianten erhältlich, ist aus dem Alltag verschwunden und in der alten Qualität nur noch antiquarisch zu bekommen1. Diese zweiseitige Reklame2 von A.W. Faber für die Stifte der Serie „Copier CASTELL“ aus dem Jahr 19393 zeigt einen Teil der damaligen Vielfalt.
Während auf der Vorderseite die Kopierstifte4 von A.W. Faber als Zierde des Schreibtischs5 dargestellt werden und ein so ausgestatteter Arbeitsplatz als Zeichen der Freude an gutem Schreibgerät interpretiert wird, zeigen auf der Rückseite das Motto „Gutes Handwerkzeug fördert die Leistung“, die Tätigkeiten und die Anwendungsfälle die Ausrichtung auf die Bürowelt.
Die Auswahlkriterien „Für schwarzes, flottes Schreiben“, „nicht glänzend bei Lampenlicht“ und „Starkes Modell gegen Handermüdung“ finde ich großartig.
Nicht nur den Tintenstift 9605 Laubgrün würde ich heute sofort kaufen und benutzen!
- Die aktuellen Kopierstifte von Faber-Castell 9608, 9609 und 9610 haben eine 1992 geänderte Rezeptur und meines Wissens mit ihren Vorgängern nicht mehr viel gemeinsam.↩
- Format DIN A4.↩
- Angabe des Anbieters.↩
- Ich fasse hier Kopier- und Tintenstifte zusammen. – Zu letzteren gab es auch eine Reklamemarke.↩
- Wenn mein Schreibtisch über mich spricht, hört man besser nicht so genau hin.↩



Hallo Lexikaliker,
ich konnte zufällig ein gutes Dutzend meiner Meinung nach älterer Kopierstifte in einem Schreibwarenladen aufkaufen – dies waren wohl die Restbestände. Es handelt sich um Kopierstifte mit der Artikelnummer 9000 1/2 (noch mit der Beschriftung A.W. FABER) ein paar schwarz schreibende Kopierstifte neuerer Produktion (schon Faber-Castell) sowie ein paar rot und grün schreibende Kopierstifte. Die A.W. Faber-Kopierstifte sind etwas dicker als gewöhnliche Bleistifte und verfügen über eine wunderschöne Gold-Bedruckung.. Wie kann ich hier das Alter der Stifte in etwa bestimmen ? Ein paar Jährchen dürften diese Stifte schon auf dem Buckel haben, bei einem Stift ist der Tauchlack an der Kappe schon ein wenig abgeplatzt.
Das sind ja tolle Funde!
Leider kenne ich nur wenige Details zur Altersbestimmung. Eines ist die Waage; diese wurde bis 1993 genutzt und dann durch die „Bleistiftritter“ ersetzt. (1992, also ein Jahr zuvor hat Faber-Castell übrigens auch die Rezeptur der Kopierstifte geändert, d. h. bis zu diesem Jahr wurden noch Anilinfarben benutzt.) Die Produktion des grünen Kopierstifts wurde 2017 eingestellt und die des gelben lange davor.
Fragen Sie doch mal im Archiv von Faber-Castell an – ich habe es immer als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt.