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Technisches Zeichnen

Dienstag, 7. Mai 2013

Technisches Zeichnen

Technisches Zeichnen

Ing. Helmut Winkler: Technisches Zeichnen. Leipzig: VEB Fachbuchverlag Leipzig, 10. Auf­lage 1975. – Weitere Umschlagillustrationen von Büchern zum Technischen Zeichnen gibt es unter „Kunst und Konstruktion” sowie „Zeichnung und Zierde”, und eine thematisch pas­sende Fassadengestaltung wird in „Kunst und Technik” präsentiert.

Schöner verkaufen

Samstag, 16. März 2013

Schöner verkaufen

Verkaufskästen der Schwan-Bleistift-Fabrik (um 1920). – Danke an Herbert R. für den Scan!

Johann Faber No. 5837

Montag, 11. März 2013

Heute ein kurzer Blick auf ein besonderes Dutzend1.

Johann Faber No. 5837

Diese flachen und nur 62 mm kurzen Bleistifte von Johann Faber nutzte man mit einem Umsteckschoner (ähnlich diesem), der gleichzeitig als Verlängerer diente. Gedacht waren sie laut „Der Bleistift” von Henry Petroski für die Westentasche.

Johann Faber No. 5837

Johann Faber No. 5837

Sie haben einen 4 × 9 mm großen, abgerundeten Querschnitt und eine runde 2-mm-Mine etwa des Härtegrads H. Gespitzt hat man sie wohl mit dem Messer.

Johann Faber No. 5837

Links ein Mitsubishi Hi-uni HB.

Außer dem ungewöhnlichen und (westen-)taschenfreundlichen Format dieser Bleistifte ge­fällt mir die Kombination aus Maserung, Klarlack und Silberstempel.

Johann Faber No. 5837

Johann Faber No. 5837

  1. Ich weiß, dass es nur elf sind, aber ich sehe das jetzt mal nicht so streng.

Blau und Gold

Freitag, 8. März 2013

Blau und Gold

Prägung auf dem Titel der Schrift „275 Jahre Staedtler-Stifte” (J.S. Staedtler, Nürnberg 1937),
Jubiläums-Lumograph

STABILO Tone 20B

Dienstag, 26. Februar 2013

Ein ganz besonderer Bleistift wurde 1979 auf der Frankfurter Frühjahrsmesse als Teil der STABILOtone-Reihe vorgestellt.

STABILO Tone 20B

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Der STABILOtone war ein runder, 110 mm langer und 15,5 mm dicker Farbstift mit einer 10 mm starken, wasservermalbaren Mine. Auf seinem Ende saß eine farblich abgestimmte Kunststoff-Endkappe, und seine Spitze wurde durch eine transparente Kappe geschützt. Es gab ihn in 51 Farben, drei Metallic-Tönen und einer besonders weichen Graphit-Varian­te, die die Nummer 47 und den Härtegrad XXB trug. – Wie dieses Faltblatt aus dem Jahr der Markteinführung zeigt, war der zum „Art & Grafik”-Sortiment gehörende STABILOtone einzeln und in verschiedenen Zusammenstellungen erhältlich.

STABILO Tone 20B

Bei den ersten Stiften war das „tone” in der Eurostile Bold Extended #21 ausgeführt. 1989 stellte STABILO auf die Frutiger als Firmenschrift um, was 1992 auch den Tone betraf. Ab diesem Zeitpunkt trugen die Stifte das „tone” in der Frutiger 75, andere Farbcodes und der Graphitstift den Härtegrad 20B; zudem wurden die Stifte nun ohne Schutzkappe aus­geliefert. Eine weitere Umgestaltung folgte 1998 mit der Umbenennung zu „Tone” mit trennendem Leerzeichen und der Umstellung auf die Frutiger 65. 2003 nahm man den Tone aus dem Programm und fertigte nur noch den woody 3 in 1.

STABILO Tone 20B

Vorne: STABILOtone 635 (1992–1998), hinten: STABILO Tone 20B (1998–2003)

Der hier gezeigte STABILO Tone 47/20B stammt also aus der Zeit zwischen 1998 und 2003. Sein mattschwarzer Lack ist glatt und nahezu frei von Unebenheiten (ich dachte erst, es wäre eine Folie). Im Gegensatz zu den meisten Blei- und Farbstiften kam hier kein Folienprägedruck zum Einsatz, doch die verwendete Drucktechnik (Tampondruck?) kann ich nicht zuverlässig identifizieren. Die in drei Gruppen aufgeteilte Beschriftung ist auf­geräumt und sauber. – Am Rande: Trug die vorletzte Variante des Tone noch den Namen „Schwan”, so fehlt dieser bei der letzten.

STABILO Tone 20B

Keine Erklärung habe ich für die Sterne links neben dem CE-Zeichen; ihre Anzahl beträgt bei meinen Farb-Tone 0 bis 5. Auch die Bedeutung der Zahl in der Klammer ist mir fremd, aber da manche Stifte die gleiche Zahl tragen, könnte es ein Produktionscode2 sein und bei Altersbestimmung helfen (die STABILOtone aus den Jahren 1992 bis 1998, d. h. die vor der zweiten Umgestaltung, haben diese Zahl übrigens nicht). – Eine Blindprägung gibt es bei keinem meiner Exemplare.

STABILO Tone 20B

Die 30 mm lange Kappe, die das Stiftende verschließt, ist mit einem Schwan geschmückt. Sie sitzt fest und ziemlich bündig, was vermuten lässt, dass man vom Holz etwas abgetra­gen hat. Da man den Stift nur bis zu dieser Kappe spitzen kann, gehe ich davon aus, dass er eine Kurznut hat, d. h. die Mine kürzer als der Stift ist. Beim Holz, das sich gut spitzen lässt3, tippe ich auf Zeder, was meinen Eindruck einer hohen Material- und Verarbeitungs­qualität bestärkt.

STABILO Tone 20B

Im direkten Vergleich mit einem normalen Bleistift (hier ein Tombow Mono J) wirkt die Mi­ne des Tone 20B noch beeindruckender.

STABILO Tone 20B

Sie ist gebrannt, aber nicht präpariert (d. h. nicht in Paraffin getaucht) und besteht zu über 80% aus Graphit und zum Rest aus Ton und Ölen.

STABILO Tone 20B

Es ist eine Freude, den STABILO Tone 20B zu benutzen. Seine Mine gleitet leicht über das Papier und hat eine sehr saubere Abgabe. Die Schwärzung ist hervorragend, geht aber nie auf Kosten des Graphitglanzes4; sogar die Radierbarkeit ist noch ordentlich5. Sehr positiv fällt zudem der sparsame Verbrauch auf – selbst durch die zahlreichen Tests wurde nur wenig von der Mine abgetragen.

STABILO Tone 20B

Über den Härtegrad 20B kann man natürlich streiten, und ich will nicht ausschließen, dass sich hier das Marketing durchgesetzt hat. Ein kurzer Vergleich mit dem Mitsubishi 10B zeigt, dass dieser ebenso gut schwärzt und vielleicht sogar noch etwas besser gleitet6. Doch wie auch immer: Ich finde den wohl einzigartigen STABILO Tone 20B klasse und bedaure, dass es ihn nicht mehr gibt (und meines Wissens nichts Vergleichbares7 angeboten wird).

STABILO Tone 20B

Danke an Herbert R., von dem die Scans und viele Details zum STABILO Tone stammen.

Nachtrag vom 28.2.13: Die Sterne stehen für die Lichtbeständigkeit der verwendeten Pigmente, wobei ein Stern dem Wert 2–3 auf der von 1 bis 8 laufenden Wollskala ent­spricht (0 Sterne: 1–2, 1 Stern: 3, 2 Sterne: 4, 3 Sterne: 5–6, 4 Sterne: 7, 5 Sterne: 8). – Die dreistellige Zahl in Klammern beim Tone ab 1998 ist tatsächlich der Produktionscode, doch die zweistellige Zahl beim tone von 1992–1998 (auch in Klammern) war die Farb­nummer (siehe zweiten Scan). – Für die Endkappe wurde das Holz abgefräst, aber erst der woody 3 in 1 hatte eine Kurznut; die Mine des Tone war trotzdem kürzer als der Stift. – Ein Fachhändler hat mir gesagt, dass der Tone damals für knapp 5 DM (etwa 2,60 Euro) pro Stift verkauft wurde.

  1. Die für die Bedruckung des Tone genutzten Schriften habe ich mit meinem fundierten Halb­wissen zu identifizieren versucht; ich bitte daher, diese Angaben mit Vorsicht zu genießen.
  2. Die Zahlen auf meinen Tone – 118, 030, 021 usw. bis 083 – könnten für November 1998, März 2000, Februar 2001 usw. bis August 2003 stehen, aber das ist nur eine Vermutung.
  3. Getestet habe ich das an einem Farb-Tone mit dem Kunststoffspitzer von KUM, der für den STABILO woody 3 in 1 erhältlich ist (und mit diesem schöne Spitzabfälle produziert).
  4. Zusätze wie z. B. Ruß verstärken bei manchen sehr weichen Bleistiften die Schwärzung, machen aber den Abstrich stumpf und bewirken ein schlechteres Gleiten bis hin zu einem leichten Haften am Papier.
  5. Getestet mit einem Tree Air-in Soft.
  6. In diesem Zusammenhang ist vielleicht interessant, dass eine Zutatenliste aus dem Jahr 1908 (die noch Traganth aufführt), dem Bleistift mit 80% Graphit den Härtegrad 4B gibt. – Mit wel­chem Härtegrad würde man heute wohl die ersten Bleistifte mit rohem Graphit kennzeich­nen?
  7. Manche Kosmetikstifte ähneln in ihrer Form sehr dem Tone und dem woody 3 in 1 – kein Wun­der, stellt STABILO doch auch spitzbare Holzstifte für Kosmetika her. Auch Faber-Castell ist in diesem Bereich tätig (das Unternehmen fertigt u. a. für Chanel und Helena Rubinstein), und von Möbius+Ruppert gibt es passende Kosmetikspitzer. Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema …

J.S. Staedtler 1919 (9)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nicht nur Schwan hatte Techniker-Etuis im Sortiment, sondern auch J.S. Staedtler, wie dieser Ausschnitt aus dem Katalog von 1919 zeigt.

J.S. Staedtler 1919 (9)

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Pappschachtel, deren Gestaltung mich an das Krokier-Etui Nr. 3144 von Johann Faber erinnert, enthielt zehn kurze, runde Farbstifte, die wahlweise unbehandelt oder poliert wa­ren. (Mit „poliert” bezeichnete damals lackierte Stifte, denn diese wurden oft noch von Hand mit einem Tuch poliert.)

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie man auf die Länge von 11 cm kam, ist mir unklar (auch die Herkunft der Standard­länge von 17,5 mm kenne ich bis heute nicht).

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Gestaltung sowohl des Etuis als auch des Katalogs finde ich ansprechend. Für den Men­gensatz kam die Behrens Antiqua von Peter Behrens und für die Überschriften die Fette Bernhard-Antiqua von Prof. Lucian Bernhard zum Einsatz; beide Schriftarten gefallen mir. – Ich halte es für möglich, dass der Rahmenschmuck des Etiketts ebenfalls von Peter Beh­rens stammt

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Lücken in der Nummerierung dürften darauf zurückzuführen sein, dass die Stifte dieses Etuis ein Teil des kompletten Sortiments waren.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie bei den Landkartenstiften zeigten Abbildungen die Verwendung des Inhalts – für mich ein weiteres reizvolles Detail.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Der kleine Mond, diesmal recht ernst, durfte natürlich nicht fehlen.

J.S. Staedtler 1919 (9)

« Katalogtitel | J.S. Staedtler 1919

Im Zeichen des Schwans

Mittwoch, 20. Februar 2013

Im Zeichen des Schwans

Das sog. „Schwan-Auge” auf dem Kopierstift Schwan Othello 982. – Zu den Ringen siehe „Bunt beringt”.

Tonware

Sonntag, 17. Februar 2013

Neu in der Rubrik „Brauch' ich zwar nicht, muss ich aber haben”: Ein alter Aschenbecher von STAEDTLER.

Tonware

Das 150 mm breite, 38 mm hohe und gut 400 g schwere Stück ist vermutlich aus glasier­tem Steingut und trägt keine Kennzeichnungen. Ich denke, dass es 80 bis 90 Jahre alt ist, werde aber versuchen, mehr herauszufinden.

Tonware

Natürlich wird es bei mir nie mit Asche in Berührung kommen1, sondern mich anderweitig erfreuen. So könnte es z. B. als dekorative Ablage für Bleistiftstummeln dienen.

Tonware

Außer der in meinen Augen sehr schönen Gestaltung gefällt mir, dass der Aschenbecher und der Bleistift den Ton gemeinsam haben.

  1. Stammleser wissen von meiner Gewohnheit des Nichtrauchens.
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