Archiv des Stichworts „Radierer”

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Wer, wie, wann?

Samstag, 17. Februar 2018

Wer, wie, wann?

Wann und wie haben Bleistift und Radierer zusammengefunden und wer war daran betei­ligt? Spannende Antworten auf diese Fragen und überraschende Details liefert die dreitei­lige Serie “Regarding the First Attachable Eraser” (Teil 2, Teil 3) bei Contrapuntalism.

KUM Ultra CLN

Samstag, 30. Dezember 2017

Noch recht neu auf dem Markt ist der Ultra CLN von KUM. Das Versprechen des „super soft erasing” hat mich spontan zugreifen lassen, auch wenn mir die Gestaltung1 des Radierers nicht sonderlich zusagt.

KUM Ultra CLN

Laut Manschette kommt der Ultra CLN ohne PVC, Phtalate und Latex aus; zudem soll er nicht krümeln sowie papierschonend und für alle Oberflächen geeignet sein. Was mit „No discolouration of the eraser on paper” gemeint ist, erschließt sich mir allerdings nicht. – Neben diesen und den üblichen Angaben auf der Manschette findet sich „037″ als Blind­prägung direkt auf dem Radierer (ein Produktionscode?).

KUM Ultra CLN

Der Ultra CLN ist etwas weicher als der Tombow Mono, aber härter als z. B. der Hinodewa­shi Matomaru-kun, und so neigt er im Gegensatz zu letzterem nicht zum Einreißen. Seine Radierleistung empfinde ich als gut bis sehr gut und die Krümelbildung als gering (ich habe jedoch den Eindruck, als krümele der schwarze geringfügig mehr als der weiße). Positiv ist auch, dass er selbst bei weicheren Bleistiften2 nicht schmiert. Der Ultra CLN hat viel weni­ger „Grip” als die beiden genannten Radierer, kommt aber trotzdem mit geringer Anpress­kraft aus. Dies ist besonders bei empfindlichem Papier wie dem mit 52 g/m² sehr dünnen Tomoe River von großem Vorteil, denn es verringert die Gefahr der Beschädigung deutlich (so benutze ich den diesen Radierer bevorzugt im Hobonichi Techo). Obendrein ist der Ultra CLN sehr sparsam.

KUM Ultra CLN

Fazit: Der KUM Ultra CLN ist für mich eine sehr erfreuliche Radierer-Neuheit. – Meine Exem­plare habe ich im örtlichen Schreibwarenhandel für 80 Euro-Cent pro Stück gekauft.

  1. Zum Einsatz kam hier übrigens der Font Bauhaus von 1975.
  2. Getestet mit STAEDTLER Mars Lumograph 100 2H bis 6B und radierbaren Arterase-Farbstiften von Mitsubishi/uni.

Blau-Weiß-Schwarz

Dienstag, 3. Oktober 2017

Wer es geschafft hat, sich eine Farbkombination als Markenzeichen schützen zu lassen, kann es sich auch leisten, nur mit dieser aufzutreten und auf jede weitere Kennzeichnung zu verzichten.

Blau-Weiß-Schwarz

Der japanische Hersteller Tombow brachte im November 1969 den Radierer MONO auf den Markt1 und wählte für ihn die Farben Blau, Weiß und Schwarz. Am 1. März 2017 gewährte das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie erstmals die Eintragung einer Farbkombination als Markenzeichen, und die erste geschützte Kombination ist die des Tombow MONO. Doch dass ausschließlich diese Farben die Pappmanschette dieses beson­deren Radierers zieren, hat einen anderen Grund: Man möchte Prüfungskandidaten ein Produkt anbieten, das den strengen Vorschriften für zu Prüfungen zugelassenen Dingen und deren Kennzeichnung entspricht2. Anstatt nun den Aufdruck auf das Nötigste zu re­duzieren, kann ihn Tombow aufgrund der Popularität dieser Farbkombination ganz weg­lassen3.

Blau-Weiß-Schwarz

Ja, die Rückseite sieht genauso aus; die Schmalseiten sind weiß.

Der minimalistische Radierer4 wurde Anfang August 2017 vorgestellt; er misst 43 × 17 × 11 mm und entspricht der kleinsten Ausführung PE-01A. – Vielen Dank an Yumiko für dieses Set!

Nachtrag vom 5.10.17: Einen vollständig weißen Radierer gibt es von Seed; auch dieser wird Prüfungskandidaten angedient. – Nebenbei: Der Tombow MONO wird von Seed her­gestellt.

  1. Genaugenommen gab es schon im September 1967 einen Radierer mit dem Namen MONO 100. Er hatte jedoch keine Manschette, war weiß-grau und wurde nur zusammen mit einem Dutzend des Bleistifts Tombow MONO 100 angeboten, der anlässlich des 55-jährigen Firmenjubiläums auf den Markt kam. – Quelle: The 100 Year History of Tombow Pencil (Tombow Pencil Co., Ltd., 2013).
  2. Bereits im Oktober 2015 hat Tombow eine Variante des „Mark Sheet”-Bleistifts auf den Markt gebracht, der nur das Logo, nämlich die Libelle, trägt.
  3. Ich denke allerdings, dass der Radierer aufgrund des fehlenden Strichcodes immer in einer Umverpackung verkauft werden muss.
  4. Dazu passt ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.”

Pelikan Radier-Stift BRS

Dienstag, 13. Juni 2017

Heute ein kurzer Blick auf den 40 bis 50 Jahre alten Pelikan Radier-Stift BRS nebst Radier-Strips zum Nachfüllen.

Pelikan Radier-Stift BRS

Im Katalog „Pelikan für jeden der schreibt” aus dem Jahr 1964 heißt es:

Radierstift BRS
Universal verwendbarer Pelikan-Radierstift für Original-Schrift und Kopien. Beque­mes und schnelles Radieren. Austauschbare Radierminen.
Radierstrips zum Nachfüllen des BRS.
BS (Blauer Strip): Für Maschinenschrift, Tinten- und Kugelschreiberschrift.
RS (Roter Strip): Für Bleistift, Kohlepapierdurchschläge und Offsetpapierfolien.

Das für mich interessanteste Detail: Quer in einem Ende des Radier-Strips steckt ein Draht, dessen Enden in das Gewinde im Innern des Radier-Stifts greifen. Der Strip wird so gehal­ten und lässt sich herausdrehen. – Der Ring in der Mitte des etwa 12 cm langen Stifts ist als Sechskant ausgeführt, um ein Wegrollen zu verhindern.

Schon gewusst?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Wer japanische Radierer benutzt, hat auf einigen sicher schon die rechteckige Kennzeich­nung mit zweistelliger Nummer bemerkt. Doch was bedeutet diese?

Von links: Seed Radar, Hinodewashi Matomaru-kun, Tombow MONO, Pentel Mark Sheet,
Pentel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegründeten Japanese Eraser Manufacturers Association und ga­rantiert Sicherheit, Qualität und Leistung des Radierers. Der Standard für diese Kennzeich­nung legt Höchstwerte für gesundheitsschädliche Bestandteile fest, macht Vorgaben für die Papier- und Kunststoffverpackung und definiert Verfahren zur Prüfung der Radierfähig­keit, der Härte und der Altersbeständigkeit. Der Japanese Eraser Manufacturers Association haben sich u. a. Seed (01), Hinodewashi (06) und Pentel (13) angeschlossen. Jedem Her­steller ist eine zweistellige Nummer zugewiesen, und so kann man leicht sehen, von wem der betreffende Radierer stammt (dabei hat mich überrascht, dass der Klassiker Tombow MONO von Seed gefertigt wird).

Danke an Sola von pencils an other things für den Hinweis auf diesen Standard!

50 Jahre STAEDTLER Mars plastic

Samstag, 21. Februar 2015

Auf der Paperworld 2015 und bei Bleistift wurde schon gefeiert, und auch ich möchte in das Geburtstagsständchen einstimmen: Der Radierer-Klassiker Mars plastic von STAEDTLER ist in diesem Jahr 50 geworden.

50 Jahre STAEDTLER Mars plastic

Zu diesem Jubiläum gibt es ihn mit Jubiläumsmanschette und die Metallspitzer 51010 sowie 51020 in einer goldfarbenen Ausführung. – Übrigens: Die Spitzer sind aus Zinkdruckguss und sprühlackiert; der Lack ist extrem abriebfest.

Danke an STAEDTLER für die Muster!

Kurz notiert

Samstag, 31. Januar 2015

Das Fabermännchen

Dienstag, 16. Dezember 2014

Bei einer Recherche bin ich kürzlich auf die Marke „Fabermännchen” von A.W. Faber-Castell gestoßen. Bleistifte mit diesem Namen kannte ich bereits, doch dass es sogar eine Figur dieses Namens gab, war mir neu.

Das Fabermännchen

Titel eines Faltblatts (1955)

Diese Werbefigur stammt von dem Grafiker und Karikaturisten Gerhard Brinkmann (1913– 1990, „G.Bri”), der dazu den Bergmann aus dem Wappen der Familien Faber und Faber-Castell entlehnt und dieses „Bergmännchen” zum „Fabermännchen” umgestaltet hat. In den 1950er Jahren warb der kleine Herr mit der spitzen Bleistiftnase für Schulbedarfsartikel von Faber-Castell und war auf Stundenplänen, Lesezeichen, Verpackungen und Aufstellern zu sehen.

Ich mag das pfiffige Kerlchen, das mit seiner Körpergröße, der Glatze und dem Laborkittel eher das Gegenteil eines Superhelden ist, aber dafür mit Humor und Fachwissen zu über­zeugen weiß. – In der Unternehmens- und Familiengeschichte „Since 1761″ ist das Faber­männchen bedauerlicherweise nicht vertreten.

Hier nun einige Auftritte des Fabermännchens aus den Jahren 1951 bis 1953.

Das Fabermännchen

Aufsteller (1952)

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Aufsteller (1953, Ausschnitt)

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Aufsteller (1953, Ausschnitt)

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Aufsteller (1953, Ausschnitt)

Das Fabermännchen

Das Fabermännchen

Mein Favorit, auch wegen des Reims: Ein Lesezeichen aus dem Jahr 1951.

Das Fabermännchen

Vielen Dank an Faber-Castell für die Scans und die Details!

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