Archiv des Stichworts „Radierer”

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Kokuyo Mirikeshi

Montag, den 5. Juli 2010

Der 72-jährige Designer Yuji Baba aus Japan hat sich des Problems, beim Radieren z. B. in einer Zeile manchmal auch anderes versehentlich zu entfernen, erfolgreich angenommen. Entstanden ist dabei der ungewöhnliche und nützliche Radierer „Mirikeshi”, der seit einem Vierteljahr beim japanischen Hersteller Kokuyo im Programm ist.

Kokuyo Mirikeshi

Hilfreich für das präzise Radieren sind schmale Kanten, von denen der „Mirikeshi” gleich fünf bietet. Sie sind etwa ein sowie drei bis sechs Millimeter breit, womit der Radierer wohl den meisten Aufgaben gewachsen sein dürfte.

Kokuyo Mirikeshi

Der 50 mm lange „Mirikeshi” hat einen Durchmesser von ca. 23 mm und einen Schuber aus transparentem Kunststoff, der ihn schützt und seine Handhabung erleichtert. Ebenso wie der Radierer und die Hülle ist auch die Verpackung – wie so oft bei Produkten aus Japan – aufwändig gestaltet, wobei mich die Ästhetik sehr anspricht.

Kokuyo Mirikeshi

Man sagte mir, dass „miri” (ミリ) für „Millimeter” und „keshi” (ケシ) für „radieren” stehe.

Kokuyo Mirikeshi

Der „Mirikeshi” radiert gründlich, sauber und sparsam. Wer mag, trennt (wie bei Kokuyo gezeigt) eine dünne Scheibe ab und erhält dadurch wieder neue Kanten. – Mit gut 1,60 Euro bietet der Radierer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kokuyo Mirikeshi

Vorne der Pentel GraphGear 500.

Der „Mirikeshi” ist ein ansprechendes Produkt und zudem ein weiteres Beispiel für die hohe Kreativität und die Liebe zum Detail, die ich in vielen japanischen Schreibwaren sehe und sehr schätze.

Kokuyo Mirikeshi

LAMY Z 78 plus

Freitag, den 14. Mai 2010

Die zu den Graphitstiften von LAMY gehörenden Radierer haben nun auch in ein Geschäft meiner Umgebung gefunden; hier ein rascher Blick auf einen der beiden.

LAMY Z 78 plus

Der 42 × 19 × 8 mm³ kleine LAMY Z 78 plus ist recht fest und laut Papphülle für Bleistifte der Härtegrade 7B bis 9H sowie Farbstifte geeignet. Bei ein paar schnellen Tests mit Druck- und Holzbleistiften radierte er gründlich, sauber und papierschonend, so dass er nicht nur optisch, sondern auch qualitativ zu den Bleistiften des „plus”-Sortiments passt.

LAMY Z 78 plus

Die Preisempfehlung für den Z 78 plus beträgt 0,70 Euro und die für den Z 79 combiplus 0,80 Euro.

Nuggets

Samstag, den 8. Mai 2010

Immer schnell zur Hand ist der „Nugget” von Läufer & Gutenberg, denn der ungewöhnlich geformte Radierer findet Platz auf dem Bleistift.

Radierer „Nuggets” von Läufer & Gutenberg

Die Radierleistung des recht weichen und nur wenig krümelnden „Nugget” ist gut, kommt aber nicht ganz an die anderer Radierer dieses Herstellers heran (der festere PLAST-0120 gehört zu meinen Favoriten).

Radierer „Nuggets” von Läufer & Gutenberg

Leider sind diese in schwarz und weiß sowie zwei Formen angebotenen Radierer nicht so leicht zu bekommen. – Ein weiterer Aufsteckradierer von Läufer ist das lustige „Köpfchen”, und wer gerne Kappe und Aufsteckradierer kombiniert, könnte am „Pencil Shield” Gefallen finden.

22400 Radierer …

Donnerstag, den 28. Januar 2010

… und damit wohl mehr als jedes Fachgeschäft hat Emese Kocsis aus Ungarn, noch dazu in einer Ordnung, die ihresgleichen sucht (und zumindest bei mir sicher nicht findet). Äußerst bemerkenswert!

Rüssel und Radierer (3)

Dienstag, den 19. Januar 2010

Inhaber einer Dauerkarte für diesen Zirkus sind mit meinen albernen Anwandlungen bestens vertraut und werden daher nicht überrascht sein, die unterhaltsame Verquickung von großem Tier und kleinem Gummi ein drittes Mal präsentiert zu bekommen. Manege frei!

Aufsteckbarer Radierer aus Hong Kong

Der Büste eines Prominenten gleich thront dieser Vertreter der seltsamen Spezies auf dem der schwarzen Spitze abgewandten Ende des Bleistifts und ist somit immer im Blick sowie zur Hand, wenn ein Fehler des Schreibenden die fachkundige Behandlung durch einen fähigen Kopf erfordert. Details zur Identität des imposanten Wesens und seines Schöpfers sucht man jedoch vergeblich, so dass beide unbekannt bleiben; lediglich der Schriftzug „Hong Kong” verrät etwas über die Herkunft des gelben Hauptes.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co. aus Hannover

Auf den nur 32 × 47 Quadratmillimetern einer historischen Reklamemarke ziemlich groß machte sich das für den weichen Gummi des hier bereits genannten Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auftretende Schwergewicht und verfehlte dank seines Kalibers wohl kaum die gewünschte und werbende Wirkung.

Radierer aus China

Weniger Ele- als vielmehr Mikrofant ist dieser winzige Kerl aus dem fernen Osten Asiens, der einen recht schüchternen und zurückhaltenden Eindruck macht, beinahe so, als traute er sich noch nicht einmal das Entfernen einer kleinen Menge Graphit zu. Seine Bedenken indes sind unnötig, hat er doch in mir einen verständnisvollen Halter, der ihn – wenn auch nicht ganz artgerecht – vor aufreibenden Einsätzen bewahrt und stattdessen seine kräftigeren Kollegen vorschickt.

Sanfter Riese

Dienstag, den 8. Dezember 2009

Dieser Radierer ist unförmig, krümelt stark, verbraucht sich recht schnell, hat eine ziemlich merkwürdige Farbe und riecht etwas komisch, doch er arbeitet so gut, dass er das alles mehr als ausgleicht und binnen kurzer Zeit zu einem meiner Favoriten geworden ist.

Sanford Design Artgum

Mit im Bild der STAEDTLER LUNA 349.

Mit 50 × 24 × 22 mm³ und knapp 31 g tritt der „Design Artgum” des US-amerikanischen Herstellers Sanford als Schwergewicht an, aber der Eindruck eines groben Klotzes täuscht: Der „Art Eraser/Cleaner” entfernt Graphit gleichermaßen sauber wie schonend – auch bei weichem Bleistift schmiert er nicht, und auf empfindlichem Papier geht er sanft zu Werke.

Sanford Design Artgum

Ich kann mir vorstellen, dass sich der in zwei Größen erhältliche „Design Artgum” obendrein zum Entfernen so mancher Flecken auf Stoffen, Tapeten usw. eignet und damit einen Zusatznutzen bietet, doch ein Test steht noch aus.

Vielen Dank an Matthias Meckel für diesen Radierer!

Rüssel und Radierer (2)

Donnerstag, den 3. Dezember 2009

Ohne die am Rüssel an den Haaren herbeigezogene Kombination allzu sehr strapazieren zu wollen: Diese zwei sind viel zu attraktiv, als dass man ihnen den Auftritt verwehren könnte.

Radierer von STAEDTLER

Gut gelaunt, leichtfüßig und farbenfroh im Stil der frühen Achtziger präsentierte sich dieser großohrige Geselle aus dem traditionsreichen Zoo Hause STAEDTLER. Zweifellos hat er sich in Kinderhänden am wohlsten gefühlt und mit seinen schlanken 33 × 23 × 9 mm³ selbst im kleinsten Mäppchen Platz gefunden.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Ungleich ernster, ja fast bedrohlich trat gut 80 Jahre zuvor das Markentier des Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auf, um mit Aufsehen erregender Silhouette vor karger Gebirgslandschaft für dessen „feinen Weichgummi” zu werben. Der kräftige Dickhäuter war offenbar schon zur damaligen Zeit fest etabliert und vermochte so auch ohne die Nennung seines Halters schwer zu beeindrucken.

Maped Technic 600

Donnerstag, den 22. Oktober 2009

Zunächst nur ein Zufallsfund, dann aber eine kleine Entdeckung war der Radierer „Technic 600″ des französischen Herstellers Maped, der ihn in der Rubrik „Technical drafting” führt und mit „Erasers designed for optimum efficiency” bewirbt.

Maped Technic 600

Er ist 61 × 21 × 12 mm³ groß, knapp 25 g schwer und kommt im funktionell gestalteten Pappschuber sowie mit Klarsichtfolie geschützt bereits für etwa 20 Euro-Cent in die Hände all jener Bleischreiber, die sauber radieren wollen. – Übrigens wurden hier mit der Eurostyle (Aldo Novarese, 1962; “600”) und der Serpentine (Dick Jensen, 1972; “Technic”) gleich zwei nach wie vor sehr populäre, technisch-dynamische Display-Fonts verwendet, und der Pfeil aus dem Dingbats-Zeichensatz von Hermann Zapf (1978) passt meiner Ansicht nach sehr gut dazu.

Maped Technic 600

In 13 Sprachen und obendrein mit Symbolen informiert die Bedruckung der Hülle über die saubere Arbeitsweise des „Technic 600″, wobei mich die Formulierung „Löscht ohne Rückstände” schon etwas überrascht hat. Doch der Hersteller hat recht – das Teil putzt ordentlich was weg, ohne selber ein Reinigungskommando notwendig zu machen.

Maped Technic 600

Fazit: Gut und günstig!

Rüssel und Radierer (1)

Dienstag, den 20. Oktober 2009

Ob klein und schwarz oder grau und groß, als schlanker Schattenspender oder kultureller Stützpfeiler – den liebenswürdigen und in zahlreichen Varianten auftretenden Rüsseltieren fühle ich mich nicht nur als langjähriger Bürger Rüsselsheims aufs Engste verbunden, und so ist es mir ein sehr großes Vergnügen, hier und heute gleich drei weiteren gemütlichen, gedächtnisstarken und zudem gegen den Graphit antretenden Dickhäutern sowohl Auslauf als auch die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen zu dürfen.

Radiergummi 300/40 von Koh-I-Noor

Aus dem Gehege des traditionsreichen und in Tschechien ansässigen Herstellers Koh-I-Noor stammt der erste aus dem Trio. Schlicht mit „300/40″ benannt macht er dem Graphit den Garaus, und was dem mit 8 × 23 × 37 mm³ recht kleinen Kerl an körperlicher Größe fehlt, gleicht er durch den Einsatz des ihm beigegebenen Schleifmittels mehr als aus.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Groß und weich war der Radiergummi „Elefant”, für den sein Erzeuger Ferd. Marx & Co. in Hannover vor etwa 90 Jahren mit dieser attraktiven Reklamemarke warb. Eine imposante Gestalt, mit der ich mich selbst als harter Bleistift nur äußerst ungern angelegt hätte!

Beweglicher Elefanten-Radierer von Brunnen

Dieser elastische, 35 mm große Akrobat schwingt im Rahmen der Aktion „Fans of Earth” des Anbieters Brunnen seine Hufe und nimmt mit seiner hohen Gelenkigkeit zweifellos eine Sonderstellung unter den gerüsselten Radierern ein. Woher jedoch sein überraschter Blick herrührt, wollte er mir bisher nicht verraten.

Fehlerfeger

Donnerstag, den 15. Oktober 2009

Wer auch unterwegs die Vorzüge eines Zeichenbesens genießen möchte und dazu immer einen im herkömmlichen Format mitführt, kann aufatmen, denn jetzt gibt es einen kleinen Feger, der in seinem hölzernen Korpus obendrein einen Radierer beherbergt und so allen Bleischreibern zweifachen Nutzen bietet.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Gestaltet von Elder Ferreira Monteiro und gefertigt in der „Imaginären Manufaktur” der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH in Berlin vereinigt dieses nützliche, „LIMPO” getaufte Utensil traditionelle Handwerkskunst mit zeitlosem, gradlinigem Design.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Das geschmackvolle Zubehör aus unbehandeltem Buchenholz mit Rosshaar-Besatz misst 95 × 26 × 17 mm³, wiegt 27 g und kommt in einem schlichten Pappschuber, dessen Etikett mit ansprechender Typografie und ebensolcher Grafik über den Hersteller und das Produkt informiert; letzteres trägt keine Kennzeichnungen.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Der 63 × 21 × 12 mm³ große Radierer sitzt 42 mm tief und zuverlässig, aber nicht allzu fest. Interessant ist, dass seine Maße dem des (übrigens sehr guten) Läufer PLAST-0120 entsprechen, sich dieser also hervorragend als Ersatz eignet.

Der „LIMPO” kostet gut 8 Euro; ich habe ihn bei Present & Correct erworben. – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf dieses ungewöhnliche Produkt!

Nachtrag vom 23.10.09: Wie ich erfahren habe, kann man den „LIMPO” und andere, ebenfalls attraktive und im Katalog aufgeführte Artikel der „Imaginären Manufaktur” auch direkt von dort beziehen.

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