Juli 2025
Blau und Gelb
Nicht immer sahen IKEA-Bleistifte so schnarchig aus wie heute. So gab es sie nicht nur in rot, sondern auch in den Unternehmensfarben Blau und Gelb1.
Wann das war, weiß ich nicht, aber die gezeigten Exemplare sind etwa 35 Jahre alt.
Danke an Armin für diese Bleistifte!
- Diese Farben wurden übrigens erst 1983 eingeführt, also 40 Jahre nach der Unternehmensgründung (siehe „Die Geschichte des IKEA-Logos“).↩
STAEDTLER REG 925 85-05
Der Druckbleistift 925 85-05 von STAEDTLER Japan mit regelbarem Minenvorschub war von 2004 bis 2014 erhältlich und wurde kürzlich wieder aufgelegt. Hier ein schneller Blick auf beide Varianten.
Alt (oben), neu (unten)
Die Unterschiede:
- Die Kennzeichnung ist dunkler und für „REG“ wurde eine andere Schriftart benutzt.
- Der Drücker schaut etwa 1 mm weniger weit heraus1; dadurch ist der Hub etwas geringer.
- Es gibt keine Reinigungsnadel mehr2.
- Das Gewicht ist mit 22,5 g knapp 1 g geringer.
- Der Minentransport arbeitet etwas geschmeidiger (man muss jedoch geringfügig stärker drücken).
- Die Mechanik ist ein wenig leiser.
- Der Regulator-Mechanismus arbeitet deutlich geschmeidiger und ohne lästiges Knarzen.
- Der Drücker klappert nicht mehr. Auf dem Rohr unterhalb des Drückers gibt es nun einen umlaufenden Wulst, der den Spalt zum Schaft weitgehend füllt und das radiale Spiel minimiert.
Während die ersten vier Punkte kosmetischer Natur sind, stellen die letzten vier eine Verbesserung dar und machen die neue Variante sehr interessant3.
Der 928 85-05 kostet 3300 Yen (gut 19 Euro); ihm soll eine schwarze und eine 0,3-mm-Version folgen.
Nachtrag vom 12.8.25: Einen ausführlichen und reich bebilderten Vergleich gibt es unter „STAEDTLER REG Comparison Review“.
- Der Abstand zwischen gerändeltem Ring und Schaft hängt von der Regulator-Einstellung ab; der Drücker bewegt sich mit.↩
- Auf diese Nadel zum Reinigen des Minienführungsröhrchens, angebracht am Radierer, verzichten die meisten Hersteller aus Sicherheitsgründen schon seit einigen Jahren.↩
- Dies dürfte auch den Preis der alten und inzwischen recht hoch gehandelten Variante drücken.↩
Kurz notiert
- Vom populären Video-Blogger Seasar aus Japan, der seit ein paar Jahren Produkte unter seinem Namen anbietet, gibt es jetzt den dritten Druckbleistift1. Der Gravium verfügt über einige bemerkenswerte Merkmale wie z. B. eine hochwertige Mechanik, die mich an die im STAEDTLER Hexagonal und im Kaweco Special erinnert2, einen zwölfflächigen Schaft und eine Beschichtung mit Neorabasan, die sich samtig anfasst und sehr langlebig sein soll (sie wurde bereits von Tombow für zwei Schreibgeräte der ZOOM-Serie und den Druckbleistift MONO graph fine genutzt). Er ist nur für 0,5-mm-Minen verfügbar und kostet 6600 Yen (ca. 39 Euro), doch die erste Charge ist schon ausverkauft.
- Mitsubishi/uni hat sein Sortiment der Jetstream-Kugelschreiber um vier neue Prime-Modelle erweitert. Den Jetstream Single und den Jetstream 3+1 gibt es in dunkelblau (0,5 mm) und schwarz (0,7 mm), wobei das Single-Modell eine Mine im Format Parker G2 nutzt und der Mehrfachstift D1-Minen, beide Stifte also nicht von der verbesserten Tintenrezeptur profitieren, die vor gut einem Jahr unter den Namen Jetstream Lite Touch vorgestellt wurde. Die vier Stifte kamen Ende Juni auf den Markt und kosten 3500 Yen (gut 24 Euro) bzw. 5500 Yen (ca. 38 Euro).
- Unter „Regulatory Standards for Mechanical Pencils: Ensuring Quality, Safety, and Global Compliance“ hat der Nutzer Pdunc67 im Knockology-Forum eine umfangreiche und informative Übersicht der Normen und Standards für Druckbleistifte und deren Minen zusammengestellt.
- Mit dem Tect 2way RO wird es im September einen neuen Druckbleistift von Zebra geben. Der Tect 2way, bei dem die Mine außer durch Drücken auch durch einen arretierbaren Schüttel-Mechanismus transportiert werden kann, kam 2007 als Standard– und als Light-Variante auf den Markt (später folgten etliche, zum Teil limitierte Farbvarianten3 und 2011 eine vereinfachte ohne „Shaker“). Beiden gemeinsam ist der Kunststoffgriff mit drei Gummiringen4, doch der Tect 2way RO wird ein gerändeltes Metallgriffstück ohne Gummiringe haben und in vier Farben, aber nur für 0,5-mm-Minen erhältlich sein5 und 2500 Yen (knapp 15 Euro) kosten. – Quelle: Knockology.
- Unter „Why Shopping at Itoya Feels Like a Special Occasion“ gibt es einen interessanten Einblick in das inzwischen 120 Jahre alte Schreibwarengeschäft ITOYA in Tokyo. – Quelle: Knockology.
- Modifikationen mechanischer Bleistifte erfreuen sich großer Beliebtheit, und die Kreativität kennt auch da keine Grenzen. Unter „Custom Pentel Kerry Wood“ zeigt der Nutzer Progstu einen Pentel Kerry mit einem Holzschaft aus Resten eines Pilot S20.
- Bereits im vergangenen Jahr beherrschte ein Drama die Tinten-Gemeinde. Als LAMY 2016 die Tinte „Dark Lilac“ auf den Markt brachte, war die Begeisterung groß, doch viele gingen leer aus, weil diese Tinte stark limitiert war und schließlich unter Sammlern für über das zwanzigfache des ursprünglichen Preises gehandelt wurde. Umso größer war die Freude, als LAMY diese Tinte 2024 erneut anbot, doch die Begeisterung währte nur kurz: Es stellte sich nämlich heraus, dass die neue „Dark Lilac“ nicht der alten entsprach. Nach anfänglicher Verwirrung bestätigte LAMY, dass manche Zutaten der alten Tinte nicht mehr verfügbar waren und man eine neue Rezeptur finden musste. Einen detaillierten Vergleich der beiden Tinten und weitere Details gibt es unter „LAMY dark lilac is Back!“. – Danke an Kai für den Hinweis!
- Der erste war der Pentel Smash Seasar Brown (Q1005-SSKS) und der zweite der Aero. – Die Form des letzteren erinnert mich sehr an die der Drehkugelschreiber aus der Urban-Serie von Parker.↩
- Ich vermute, sie stammt von Preco.↩
- Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind die transparenten Ausführungen, die Zebra für MUJI und Hi-Note hergestellt hat (einen Vergleich gibt es bei Knockology).↩
- Die Standard-Variante hat jedoch Metall im Griffstück.↩
- Auch Zebra folgt dem Trend, nur noch diesen Minendurchmesser anzubieten; den ursprünglichen Tect 2way gab es in drei (0,3/0,5/0,7).↩
Weiß und Schwarz
Mir fällt zurzeit nichts ein, dafür aber auf, dass diese drei Druckbleistifte1 farblich gut zusammenpassen.
Hat da gerade jemand „Stormtrooper“ gesagt?
- Pentel Smash (Q1005-9LF, Loft Limited, 2008), Zebra DelGuard Type-Lx (Fog White Limited, 2025), Kitera LiFT+ (2025).↩



