Februar 2026

Kurz notiert

  • Mit dem FUMI hat Tom­bow einen Druck­blei­stift vor­ge­stellt, des­sen Schaft aus Nagori gefer­tigt wird. Die­ser Ver­bund­werk­stoff von Mitusi Che­mi­cals besteht aus Kunst­stoff sowie Res­ten von Muscheln und Koral­len aus dem Meer. Er hat eine Keramik-​ähnliche Tex­tur und eine hohe Wär­me­leit­fä­hig­keit, und durch das spe­zi­elle Fer­ti­gungs­ver­fah­ren erhal­ten die mar­mo­rier­ten Schäfte ein­zig­ar­tige Mus­ter. Der FUMI kommt am 5. März in vier Tönen und für 0,5-mm-Minen auf den Markt und kos­tet 2000 Yen (knapp 11 Euro).
  • Eine Fülle an Fall­mi­nen­stif­ten gibt es in der Vin­tage Lead­hol­der Coll­ec­tion von Allan Mac­do­nald zu sehen.
  • Aus der Über­nahme von LAMY durch Mitsubishi/​uni ist ein wei­te­res Pro­dukt her­vor­ge­gan­gen: Mit dem LAMY safari KURU TOGA gibt es nun den Druck­blei­stift LAMY safari mit Kuru-​Toga-​Mechanismus. Er ist ab 13. März in drei Far­ben sowie mit trans­pa­ren­tem Schaft für 3800 Yen (gut 15 Euro) erhältlich.
  • Für den Ein­satz in rau­her Umge­bung gedacht ist der neue Druck­blei­stift Dr. Grip Pro Marker’s Pen­cil von Pilot. Er nutzt 2-​mm-​Minen und ist ab 1. März in Schwarz, Rot und Vio­lett ver­füg­bar. – Wei­tere Details gibt es auf der Web­site zu die­sem Blei­stift.
  • Anläss­lich dess 20-​jährigen Jubi­lä­ums der Jetstream-​Kugelschreibermine lässt Mitsubishi/​uni seine Kun­den aus zehn Schaft­far­ben aus­wäh­len. Im Okto­ber gibt es dann das Standard- und das Dreifarb-​Modell des Jetstream-​Kugelschreibers in den vier am häu­figs­ten genann­ten Far­ben als limi­tierte Auf­lage. – Quelle: Red­dit.
  • Ein Lob­lied auf den Blei­stift: „In Praise of the Pen­cil“.

Nach­trag vom 4.3.26: Eine Vor­stel­lung des Tom­bow FUMI gibt es im Knockology-​Forum unter „Tom­bow FUMI – the true suc­ces­sor to the ‘Ocea­nic’?“.

Nach­trag vom 7.3.26: Alan Mac­do­nalds Web­site ist jetzt unter https://leadholders.my.canva.site/product-and-service-catalog-website/ erreich­bar. Danke an Guil­lermo für den Hinweis!

Mitsubishi/​uni MH-500

Der MH-​500 von Mitsubishi/​uni ist mei­nes Wis­sens der zur­zeit ein­zige Fall­mi­nen­stift aus Japan und damit ein beson­de­rer1.

Mitsubishi/uni MH-500

Es gibt nicht nur in der oben gezeig­ten Vari­ante, son­dern auch – wie frü­her häu­fig anzu­tref­fen war – mit Här­te­grad­kenn­zeich­nung (4H–4B) und far­bi­gem Drü­cker; zudem ist er mit rotem Schaft und Drü­cker für rote Minen erhältlich.

Er ist 140 mm lang, gut 11 g leicht und hat einen 26 mm lan­gen, gerän­del­ten Griff mit 8 mm Durch­mes­ser. Sein hexa­go­na­ler Kunst­stoff­schaft ist in dem cha­rak­te­ris­ti­schen Kas­ta­ni­en­braun gehal­ten, das 1958 mit dem Blei­stift uni ein­ge­führt wurde. Erfreu­li­cher­weise hat man den unver­meid­li­chen Strich­code nicht auf dem Schaft, son­dern auf einem Eti­kett ange­bracht, das sich oben­drein leicht ablö­sen lässt.

Der MH-​500 besteht aus sie­ben Tei­len (Zwinge und Minen­be­häl­ter las­sen sich nicht zer­stö­rungs­frei trennen):

Mitsubishi/uni MH-500

Den Gebrauchs­wert des MH-​500 emp­finde ich als sehr hoch. Die Rän­de­lung ist ange­nehm, die Mine wird sicher gehal­ten, so dass sie sich beim Spit­zen nicht mit­dreht, und es klap­pert nichts. Der sta­bile Clip ist kurz und sitzt so weit oben, dass er beim Dre­hen des Stifts nicht stört, und lässt sich abziehen.

Zur Geschichte des MH-​500 kann ich so gut wie nichts sagen. Soweit ich weiß, kam er in den 1990er Jah­ren auf den Markt. Sein Vor­gän­ger2 war etwas schlan­ker, ver­jüngte sich zum Drü­cker hin und hatte einen Minen­be­häl­ter aus Metall.

Mitsubishi/uni MH-500

Inter­es­san­ter­weise gibt es den MH-​500 auch in blau und mit HB-​Kennzeichnung. Diese Vari­ante fin­det sich jedoch nicht im Kata­log von Mitsubishi/​uni, son­dern wird von Fuji­moto Sansho Co., Ltd. als Zim­mer­manns­blei­stift vertrieben.

Mitsubishi/uni MH-500

Mir gefällt der MH-​500, denn er ist leicht, kurz, preis­wert und sehr all­tags­taug­lich. – Er wird offi­zi­ell nur in Japan und dort für 500 Yen (etwa 2,70 Euro) ange­bo­ten, ist aber auch bei spe­zi­el­len Ver­sen­dern außer­halb Japans zu finden.

  1. Ja, ich weiß – es gibt noch den Rot­ring 300/2.0, und von ihm heißt es zuwei­len, er käme aus Japan, aber da bin ich mir nicht sicher. Die ande­ren mecha­ni­schen Blei­stifte mit 2-​mm-​Mine wie z. B. der STAEDTLER 925 25-​20, der Mitsubishi/​uni FIELD oder der Rot­ring Rapid Pro 2.0 haben eine Druck­blei­stift­me­cha­nik und sind daher keine Fall­mi­nen­stifte.
  2. Von die­sem gab es min­des­tens zwei Vari­an­ten. Die ver­mut­lich ältere hatte ein Metall­ge­winde, das Griff­stück und Schaft ver­band, und bei der wohl jün­ge­ren wurde wie beim MH-​500 das Griff­stück auf das Gewinde am Kunst­stoff­schaft geschraubt. Bei bei­den war das Minen­röhr­chen aus Metall und mit der Zwinge ver­schraubt. Auch die­ser war mit Här­te­grad­kenn­zeich­nung und far­bi­gem Drü­cker ver­füg­bar (der Drü­cker war nur bei der Aus­füh­rung ohne Här­te­grad­kenn­zeich­nung aus Metall). – Wer sich auf die Suche nach anti­qua­ri­schen Fall­mi­nen­stif­ten aus Japan macht, sollte auch einen Blick auf den Hi-​uni Hol­der von Mitsubishi/​uni wer­fen.
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