Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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STABILO GREENgraph

Dienstag, 18. November 2008

Heute geht es ins Grüne, und zwar mit dem GREENgraph, einem neuen Schreibgerät von STABILO, mit dem sich der Hersteller hauptsächlich an seine umweltbewussten Kunden richtet.

STABILO GREENgraph

Verpackung des GREENgraph 6003 (Fotos zum Vergößern anklicken)

Das Jelutong-Holz des FSC-zertifizierten, in Tschechien hergestellten Bleistifts stammt (so der Verpackungstext) aus „ökologisch und sozial vorbildllich bewirtschafteten Wäldern”. Doch damit nicht genug, denn auch beim matten Lack wurde an die Umwelt gedacht, ebenso beim Karton, der zu 80% aus Altpapier besteht.

STABILO GREENgraph

GREENgraph 6004 (mit Radierer) und GREENgraph 6003 (ohne Radierer)

Der mit 3 g sehr leichte Bleistift im klassischen Sechskant-Profil hat die übliche Länge von 17,5 cm, ist mit seinem Durchmesser von etwa 7,4 mm jedoch geringfügig dünner als viele andere. Gemessen am niedrigen Preis des Stifts ist die Qualität der 2,2 mm dicken und sehr bruchfesten Mine, die es nur in HB gibt, recht ordentlich. – Durch den nicht ganz glatten Lack ist der GREENgraph angenehm in der Handhabung.

STABILO GREENgraph

Die goldfarbene Zwinge des 6004 ist sauber angebracht, sitzt fest und hält den Radierer zuverlässig. Letzterer krümelt zwar recht stark, radiert aber gut und ist dabei sparsam im Gebrauch.

STABILO GREENgraph

Der GREENgraph 6003 und die „Granate” von Möbius+Ruppert

Das helle, weiche Holz des in Ostasien anzutreffenden Jelutong-Baums (Dyera costulata) lässt sich gut spitzen, sowohl von Hand als auch im Tischspitzer. Die dabei hin und wieder auftretenden Poren sehen nicht so schön aus, sind aber der Funktion des Bleistifts nicht abträglich.

STABILO GREENgraph

Spitzen (von oben): ab Werk, M+R „Granate”, Tischspitzer Carl Decade DE-100

STABILO GREENgraph

Die Kurznut des GREENgraph 6003 (rechts: der kleine Präzisionsmaßstab „6½ 10″ von RUMOLD)

Die Mine des GREENgraph endet etwa 28 mm vor dem Bleistiftende. Laut Hersteller soll diese sog. Kurznut, die 13 mm vor dem Ende ausläuft, dafür sorgen, dass bleistiftkauende Kinder nur Holz, aber keine Mine in den Mund bekommen.

STABILO GREENgraph

Im Dutzend kostet der Bleistift pro Stück etwa 23 (ohne Radierer) bzw. 26 Euro-Cent (mit Radierer). Ich habe ihn über EDV-Zubehör und Büroversand Hämpel bezogen, einen Ver­sender, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Der STABILO GREENgraph ist ein guter Alltags-Bleistift in ansprechender Gestaltung zu einem attraktiven Preis.

Nachtrag: Inzwischen habe ich den dritten GREENgraph in Gebrauch, und dessen Mine ist hin und wieder leicht kratzig. Eine Streuung in der Qualität?

Radieren mit Köpfchen

Samstag, 15. November 2008

Radieren mit Köpfchen

Unter dem Motto „Radieren mit Köpfchen” dient der traditionsreiche Hersteller Läufer allen Bleischreibenden viele seiner hochwertigen Radierer mit einer spaßigen Gratis-Beigabe an, darunter auch den PLAST-0140, einen meiner Favoriten seit über 20 Jahren.

Radieren mit Köpfchen

Die lustigen Köpfchen mit frechen Grimassen peppen jeden Bleistift auf und arbeiten sicher genauso gut wie die Radierer selbst – getestet habe ich sie noch nicht, denn dafür waren sie mir bis jetzt zu schade. Das ungewöhnliche Set kostet knapp 1 Euro und ist nur be­grenzte Zeit erhältlich.

Ein veredelter Klassiker

Dienstag, 11. November 2008

Die seit fast 40 Jahren erhältliche P200-Serie des japanischen Herstellers Pentel bedarf wohl keiner Vorstellung – die hervorragende Mechanik wurde zum Maßstab, das über die Jahre nur in Details geänderte und oft imitierte Design zum Klassiker und damit der P200 zum Inbegriff des mechanischen Bleistifts. Inzwischen gibt es ihn in vier Strichstärken, darunter die 0,7-mm-Version in zwei und die 0,5-mm-Version in drei Gehäusefarben.

Die drei zur Zeit in Deutschland erhältlichen Varianten des Pentel P205

Die drei zur Zeit in Deutschland erhältlichen Varianten des Pentel P205 (zum Vergrößern anklicken)

Wer den Kunststoff-Korpus dieses Stifts nicht mag oder gerne etwas Individuelles hätte, ohne auf das hochwertige Innere verzichten zu müssen, wird bei Turn of the Century auf vielfältige Weise fündig. William Schmidt, die eine Hälfte des seit weit über 30 Jahren bestehenden Unternehmens in Mansfield, Ohio, USA, verarbeitet an der Drehbank unterschiedlichste Harthölzer unter anderem zu Gehäusen für die Modelle P205 (0,5 mm) und P207 (0,7 mm), die so zu handschmeichelnden Unikaten werden.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Zwei P205 von „Turn of the Century” (links: Grenadill, rechts: Cocobolo)

Jeder einzelne der sorgfältig gearbeiteten Druckbleistifte, die wahlweise mit ausgestelltem oder (wie abgebildet) sich verjüngendem Griffteil erhältlich sind, kommt sorgfältig verpackt mit einem Beiblatt, das über den Hersteller informiert und das verwendete Holz nennt.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Obwohl handgearbeitet, kostet jeder dieser Stifte gerade mal 13 US-Dollar (zur Zeit gut 10 Euro), und pro Bestellung fallen 6 US-Dollar Porto an; Details zum Bestellprozess gibt es hier. Eine Auswahl der verfügbaren Holzarten zeigt die Übersicht der Federhalter.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Druckbleistifte mit Holzkorpus sind nicht allzu oft anzutreffen, und diese gehören für mich zu den schönsten, die aktuell erhältlich sind – es ist eine wahre Pracht, sie in der Hand zu halten und zu benutzen.

Auf diese kleine Kostbarkeit aufmerksam geworden bin ich durch „A Wooden P205″ bei Dave's Mechanical Pencils. Danke an David für diesen Hinweis!

Links:
Schreibgeräte von „Turn of the Century”
Besprechung des P205 bei Dave’s Mechanical Pencils
Druckbleistifte von „Turn of the Century” im Virtuellen Mäppchen
Druckbleistifte mit Holzkorpus im Virtuellen Mäppchen

LYRA Schreinerstift

Sonntag, 9. November 2008

LYRA Schreinerstift

Zu den zahlreichen Spezial-Produkten für „Industrielles Markieren und Signieren” des traditionsreichen Herstellers LYRA gehört neben dem Garden Pen auch ein Stift für das holzverarbeitende Gewerbe, und zwar der „Schreinerstift No. 91T”.

LYRA Schreinerstift

Auch er mutet mit seiner sehr einfachen Gestaltung wie ein Relikt aus alten Tagen an, fehlen doch der Strichcode und andere heute übliche Kennzeichnungen. Der rote, nicht ganz perfekte Lack und die für den schwarzen Prägedruck gewählte Schriftart verstärken diesen Eindruck.

LYRA Schreinerstift

Der 17,5 cm lange Schreinerstift aus Zedernholz mit einem Durchmesser von knapp 8 mm hat eine etwa 2,5 mm dicke Mine der Stärke 2H, wodurch er sich für den angestrebten Einsatzzweck sehr gut eignen dürfte. Mit seiner runden Form rollt er zwar leichter von der Werkbank, aber vielleicht trägt er sich dafür hinterm Ohr umso angenehmer.

LYRA Schreinerstift

Holz und Mine sind von hoher Qualität und lassen sich sehr gut spitzen, sowohl im Tisch­spitzer Carl Decade DE-100 (oben) als auch mit dem M+R 0600 (unten).

LYRA Schreinerstift

Auf mich wirkt der Schreinerstift wie ein kleines, schönes Stück Vergangenheit.

Sonntagsausflug

Montag, 3. November 2008

Was macht man nicht alles, wenn man von Bleistften besessen begeistert ist! Man fährt zum Beispiel in den tiefsten Odenwald, um sich ein Holzwerk anzuschauen – und das an einem Sonntag, an dem auch dort die Arbeit ruht. Doch das Sägewerk Monnheimer in Grasellenbach ist ein ganz besonderes, das anzuschauen sich auch dann lohnt, wenn die Maschinen stillstehen.

Sonntagsausflug

Ein prächtiger Herbsttag, leicht diesig, aber mit ausreichend Sonne und wundervollen Farben

Sonntagsausflug

Der überdimensionale Bleistift im klassischen Noris-Design an der Einfahrt zeigt, wo es langgeht

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Die Weymouth-Kiefer, beliebt als Baumaterial und für Gestecke, aber auch für Bleistifte

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Silos für die Pellets-Produktion

Sonntagsausflug

Wiedersehen? Und ob!

Wer sich ebenfalls auf den Weg dorthin machen will, bekommt hier eine kmz-Datei für Google Earth.

Gegensätze in Graphit

Montag, 27. Oktober 2008

Zwei nicht alltägliche Bleistifte und ein Kontrast, wie er größer wohl kaum sein könnte: Der Druckbleistift Pentel PG2-AD und der holzgefasste Bleistift Mitsubishi 10B.

Gegensätze in Graphit

Während der Pentel mit Minen arbeitet, die mit 0,2 mm noch nicht einmal doppelt so dick sind wie ein menschliches Haar, verfügt der Mitusbishi über einen vier Millimeter starken Graphitkern der Härte 10B. Das sanfte Gleiten dieser außergewöhnlich weichen Mine auf dem Papier sorgte sicher auch für den Namen dieses ausgefallenen Bleistifts: ふでえんぴつ, „fude-enpitsu”, was sich mit „Schreibpinsel-Bleistift” übersetzen lässt und an den ebenso weichen Pinselstrich erinnert.

Gegensätze in Graphit

Beide Schreibgeräte sind auf ihre Art etwas ganz Besonderes und zeigen einmal mehr den vielseitigen Einsatz jenes Materials, das man zuerst um 1564 in einer Grube bei Borrowdale in der englischen Grafschaft Cumberland entdeckt hat.

Vielen Dank an isu von the uncomfortable chair für den hervorragenden Mitsubishi 10B!

Nachtrag vom 23.3.18: Der erste 0,2-mm-Druckbleistift war der Pentel PS1042 von 1973; ihm folgten 1981 der Pentel PG2-AD und 2014 der Pentel orenz (Quelle: Pentel).

Demnächst in diesem Theater

Montag, 13. Oktober 2008

Ein veredelter Klassiker

Ein veredelter Klassiker

Die Pentatonik des Spitzens

Die Pentatonik des Spitzens

Verlängerung de Luxe

Verlängerung de Luxe

Spitzerzeichen

Sonntag, 12. Oktober 2008

Allen bleischreibenden Leseratten, die nicht nur den Gebrauchswert, sondern auch die Äs­thetik ihrer bevorzugten Schreibgeräte und deren Drumherum schätzen, dient der japa­nische Versender Bundoki das passende Lesezeichen an.

Spitzerzeichen

Zu der aufwändigen Verpackung gehören außerdem eine schützende Folie und ein Pappschuber.

Am Ende des 123 mm langen, 6 mm breiten und mit einer Dicke von 0,5 mm buch­freundlichen Edelstahlstreifens sitzt ein 15 mm breiter Spitzer, dessen kleine Klinge tat­sächlich geschliffen und verschraubt ist. (Zum Gebrauch eignet er sich jedoch nur bedingt, wie ein kurzer Test an der 3,1-mm-Mine des STABILO 's move easy ergo gezeigt hat, aber diesen Anspruch erhebt das Schmuckstück ja auch nicht.)

Spitzerzeichen

Zum Größenvergleich: Der Langkonus-Spitzer KUM 400

Das sehr sauber verarbeitete, aufwändig verpackte und – wie ich finde – geschmackvolle Stück, das noch in sechs weiteren Varianten erhältlich ist, kostet 1050 Yen (knapp 8 Euro).


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