Archiv des Stichworts „Zubehör”

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Klippkram

Samstag, 17. Oktober 2009

Klein, praktisch und hochwertig ist dieses praktische Zubehör, das 7 bis 14 mm dicke Stifte an Notizbüchern und anderem hält.

Stifthalter aus Metall

Die stramme Feder mit glatten Kanten klemmt zuverlässig an allem, was nicht dicker als drei Millimeter ist, und die gut verarbeitete, zu einem Ring geformte Flachspirale nimmt das Schreibgerät auf, ohne es zu verkratzen (im Bild der Bleistift Cretacolor 150 an einem Notizbuch von Hightide).

Stifthalter aus Metall

Der Stifthalter kostet gut 2 Euro und ist auch in Ausführungen für zwei und drei Stifte erhältlich.

Maß und Mittelpunkt

Freitag, 16. Oktober 2009

Hochwertiges Schreib- und Zeichengerät steigert die Freude an der Arbeit, verbessert die Qualität der Ergebnisse und ist durch nichts zu ersetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist das praktische „Two in one”-Lineal des bekannten Herstellers RUMOLD, von dem auch der hier bereits vorgestellte Präzisionsmaßstab aus Birnbaumholz stammt.

Rumold „Two in one”

Das mit 15- und mit 30-cm-Skala erhältliche Aluminium-Lineal, dessen Profil ein wenig an das einer Tragfläche erinnert, hat auf beiden Seiten eine metrische, blendfrei ablesbare Teilung, wobei der Nullpunkt auf der einen Seite am linken Ende und auf der anderen in der Mitte liegt; dies vereinfacht so manche Mess- und Zeichenaufgaben.

Rumold „Two in one”

Für den rutschfesten Halt des für Schule und Büro gedachten Geräts sorgen zwei in das Metall eingelassene Gummilippen. – Die Schnittflächen könnten etwas glatter sein, doch ansonsten ist die Verarbeitung sehr gut und der Aufdruck widerstandsfähig.

Rumold „Two in one”

Das kleine „Two in one”-Lineal, das unter der Bestellnummer 937015 geführt und in einer transparenten Schutzhülle für etwa 4 Euro angeboten wird, findet mit seiner Länge von 16 cm bequem in einem Mäppchen Platz und ist so immer zur Hand.

Rumold „Two in one”

Fehlerfeger

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Wer auch unterwegs die Vorzüge eines Zeichenbesens genießen möchte und dazu immer einen im herkömmlichen Format mitführt, kann aufatmen, denn jetzt gibt es einen kleinen Feger, der in seinem hölzernen Korpus obendrein einen Radierer beherbergt und so allen Bleischreibern zweifachen Nutzen bietet.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Gestaltet von Elder Ferreira Monteiro und gefertigt in der „Imaginären Manufaktur” der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH in Berlin vereinigt dieses nützliche, „LIMPO” getaufte Utensil traditionelle Handwerkskunst mit zeitlosem, gradlinigem Design.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Das geschmackvolle Zubehör aus unbehandeltem Buchenholz mit Rosshaar-Besatz misst 95 × 26 × 17 mm, wiegt 27 g und kommt in einem schlichten Pappschuber, dessen Etikett mit ansprechender Typografie und ebensolcher Grafik über den Hersteller und das Produkt informiert; letzteres trägt keine Kennzeichnungen.

Radierer-Besen-Kombination „LIMPO”

Der 63 × 21 × 12 mm große Radierer sitzt 42 mm tief und zuverlässig, aber nicht allzu fest. Interessant ist, dass seine Maße dem des (übrigens sehr guten) Läufer PLAST-0120 entsprechen, sich dieser also hervorragend als Ersatz eignet.

Der „LIMPO” kostet gut 8 Euro; ich habe ihn bei Present & Correct erworben. – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf dieses ungewöhnliche Produkt!

Nachtrag vom 23.10.09: Wie ich erfahren habe, kann man den „LIMPO” und andere, ebenfalls attraktive und im Katalog aufgeführte Artikel der „Imaginären Manufaktur” auch direkt von dort beziehen.

Flotter Feger

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wer viel mit Bleistift arbeitet, weiß vom leidigen Problem mit den Resten des Radierers und den äußerst unangenehmen Folgen des unbedachten Wegwischens mit der Hand – nur allzu schnell ist das Werk verdorben und die Freude daran ebenso. Zeichnet man gar auf Transparent, kann dieses durch die Hand fettig werden und danach die Tusche abweisen.

Schon sehr lange gehört daher der Zeichenbesen zur Standardausrüstung aller mit Bleistift Tätigen, die mit ihm Radierspäne und Graphitstaub komfortabel und sicher entfernen. Der Computer indes hat das hiesige Angebot auf wenige und zudem nicht sonderlich attraktive Exemplare zusammenschrumpfen lassen, die obendrein den Eindruck erwecken, als dienten sie primär der Sortimentsabrundung.

Zeichenbesen von Uchida

Die Rettung kommt – wie so oft bei der Suche nach Hochwertigem für den Schreibtisch – aus Japan, und zwar vom mit Zeichengeräten und -zubehör erfahrenen Hersteller Uchida. Dessen etwa 30 cm langer und sehr gut verarbeiteter Besen mit Holzgriff und der Katalog-Nummer 1-825-0301 hat nicht nur einen sehr eleganten Korpus, sondern im Gegensatz zu seinen fegenden Kollegen gleich zwei unterschiedliche Besätze: Zusätzlich zum üblichen findet sich auf dem Rücken des Uchida-Besens ein festerer zweiter Besatz mit sehr kurzen Borsten, der sich hervorragend zum Reinigen des Arbeitstisches eignet und damit einen echten Zusatznutzen bietet. – Der Besen von Uchida kostet 1470 Yen (gut 11 Euro) und ist u. a. bei Bundoki erhältlich.

NB: Es empfiehlt sich, die Borsten eines Zeichenbesen einmal im Monat einer gründlichen Reinigung in lauwarmer Seifenlage zu unterziehen.

Rahmenhandlung

Montag, 28. September 2009

Manche Dinge des täglichen Gebrauchs sind (zumindest in meinen Augen) viel zu schön, um sie im Gewühl auf dem Schreibtisch untergehen zu lassen oder gar in einer Schublade zu verstecken. Nutzt man sie jedoch zur Dekoration, entzieht man sie meist gleichzeitig der Nutzung.

Doch das muss nicht sein. Im Falle des Zeichendreiecks aus der Griffit-Serie von 3L (hier in der transparent-gelben Ausführung) reichen bereits wenige Teile und Handgriffe, um dem attraktiven Werkzeug einen Platz zu verschaffen, an dem es nicht nur gut aufgehoben ist, sondern auch ansprechend präsentiert wird.

Das Zeichendreieck aus der Griffit-Serie von 3L dekorativ aufbewahrt

Dazu benötigt man einen Bilderrahmen, dessen Glas man durch einen Karton ersetzt. Ein kurzes Stück Rundholz oder ein kleiner, ggf. beklebter Neodym-Magnet mit geeignetem Gegenstück auf der Rückseite des Rahmens hält das gute Stück in Position und für den nächsten Einsatz griffbereit. Alternativ dazu kann man ein Stück Blech hinter den Karton legen und auch einen größeren Rahmen verwenden, um so mehrere Dinge gemeinsam unterbringen zu können.

Scharfe Kurven

Samstag, 19. September 2009

Alte Burmester-Schablone

Dies ist eine Kurven-, genauer: eine Burmester-Schablone, benannt nach dem Dresdner Mathematiker Ludwig Burmester (1840–1927). Sie ist mehrere Jahrzehnte alt, gut 2,7 mm dick, 130 mm lang und aus Birnbaum, einem kurzfaserigen Holz, das sich sehr sauber und präzise in Form bringen lässt. Ihre Kontur wird mit einem sog. „Spline” der dritten Ordnung beschrieben, d. h. durch eine Kombination aus Kurven von Polynomen maximal dritten Grades. Solches Gerät kam beim technischen Zeichnen zum Einsatz, wenn es darum ging, Kurven und genaue Verläufe aus diesen einzupassen. Dazu gab es unterschiedlich große Schablonensätze (die gezeigte ist die zweite aus einem dreiteiligen, dem kleinsten), wobei für manche Bereiche wie dem Schiffsbau Spezialsätze verfügbar waren.

Obwohl es noch Anbieter derartiger, heute meist aus Kunststoff gefertigten Schablonen gibt, so sind diese Zeichenwerkzeuge doch weitgehend verschwunden. Die verbleibenden Exemplare fristen ihr Dasein in Restekisten, lassen sich in Museen bestaunen oder werden umgenutzt, z. B. – wie in diesem Fall – zu Wandschmuck (kürzlich konnte ich von einem Architekten hören, der sich aus einigen dieser Schablonen ein Mobile gebaut hat).

Warum ich das erzähle? Nun, mir gefällt die Verkörperung abstrakter Konzepte, das Sicht- und Begreifbarmachen von Gedanken, die Umsetzung von Immateriellem in Material. Auch finde ich großen Gefallen am Werkstoff, der äußerst sorgfältigen Verarbeitung dieses Instruments sowie dem Umstand, dass sich im Umgang mit Maschine und Materie Kundige eines hochwertigen, natürlichen Rohstoffs angenommen und Dinge besonderer Ästhetik hergestellt haben, die in den Händen anderer erneut der Visualisierung von Ideen dienten.

All das klingt bestimmt furchtbar irrational und verklärend, doch ich bin weder obstinater Nostalgiker noch verhinderter Kulturarchäologe. Selbstverständlich möchte auch ich nicht auf die Annehmlichkeiten moderner Werkzeuge und der mit ihnen geschaffenen Produkte verzichten, vermisse aber bei diesen zuweilen die einfache Möglichkeit, sie mit den Sinnen erleben und so im wahrsten Sinn des Wortes besser begreifen zu können.

Speerspitze

Samstag, 19. September 2009

Aus dem Bleistift ein recht gefährlich wirkendes Gerät macht diese historische Metallkappe von J.S. STAEDTLER.

Alte Bleistiftkappe von J.S. STAEDTLER

Sie ist sehr sorgfältig gefertigt und trägt auf dem klemmenden Ring eine Prägung mit dem Viertelmond sowie dem Schriftzug „J.S. STAEDTLER – BAVARIA”. Trotz des Alters der Kappe, das ich auf 50 Jahre schätze, kann ich keine Korrosion oder andere Spuren der Alterung, sondern nur kleine gebrauchsbedingte Kratzer erkennen.

Alte Bleistiftkappe von J.S. STAEDTLER

Sechs Zentimeter Bleistiftvergangenheit in einer für mich äußerst reizvollen Form!

Nachtrag vom 10.11.09: 1920 bot STAEDTLER einen Bleistiftverlängerer an, dessen Ende die gleiche Form hatte wie diese Metallkappe und als Brieföffner gedacht war. – Der Katalog von 1919 führte Verlängerer und Kappe jedoch noch nicht auf.

Angeklemmt

Freitag, 18. September 2009

Mehr an ein metallisches Insekt als an ein Zubehör für Bleistifte erinnert dieser Clip, der sich in der Handhabung von den meisten seiner klemmenden Kollegen unterscheidet.

Clip für Bleistifte

Er ist gut 29 mm lang und aus etwa 2 mm dickem, verchromtem Metall gefertigt; seine geschlitzte Hülse mit einen Innendurchmesser von 7,1 mm sitzt stramm auf Stiften üblicher Dicke und lässt sich für stärkere leicht aufbiegen. Die von Hand zu betätigende Klemme öffnet maximal 5 mm und hält gut, ist jedoch nicht ganz hemdentaschenfreundlich.

Clip für Bleistifte

Die Qualität von Material und Verarbeitung ist leider nur mäßig: Mit ihren recht scharfen Kanten kann die Hülse beim Aufschieben Schäden am Bleistift verursachen, und auch die Oberfläche könnte gleichmäßiger sein. Bei einem Preis von gerade einmal 30 Euro-Cent pro Stück (Quelle: PencilThings) ist dies jedoch zu verschmerzen, so dass dieser Clip z. B. in der Werkstatt oder der Bastelkiste ein nützliches Zubehör abgibt.


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