Archiv des Stichworts „Zubehör”

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Farbenfroh verlängern

Donnerstag, 11. März 2010

Wer mit der doch recht kargen Auswahl an Bleistiftverlängerern hierzulande nicht zufrieden ist, dem seien die Modelle der Marke „Rosetta” im iPenStore empfohlen.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Das aus Metall sowie Kunstharz gefertigte und in 15 Varianten erhältliche Zubehör ist gut 100 mm lang, hat ein 20 mm langes, angenehm gerändeltes Griffstück, wiegt knapp 13 Gramm und ist durchgehend 12 mm dick. – 95 mm des Stifts finden Platz im Innern, doch bereits zehn Millimeter reichen für den sicheren Halt.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Ein genauer Blick zeigt die gute Verarbeitung: Die Oberflächen sind glatt, der Übergang zwischen Metall und Schaft ist sauber und die sechsgeteilte Klemmung arbeitet zuverlässig.

Bleistiftverlängerer von Rosetta

Der Verlängerer von Rosetta, dessen Gebrauchseigenschaften ich für hervorragend halte, kostet etwa 9,60 Euro und wird auch im eBay-Shop von StreetFair angeboten.

Zweck und Zentrum

Samstag, 20. Februar 2010

Im Mittelpunkt meiner heutigen Betrachtung steht – besser: liegt und steckt – ein kleines Zeichenzubehör, und zwar die Zentrierzwecke.

Zentrierzwecken Haff Nr. 160 (links) und STAEDTLER Japan (rechts)

Der Zweck des hier in gleich zwei Varianten gezeigten Helferleins ist schnell beschrieben: Das wiederholte Einstechen einer Zirkelspitze an derselben Stelle weitet den Einstichpunkt unnötig aus, was die Zeichengenauigkeit verringert und obendrein das Beschreibmaterial strapaziert; eine Zentrierzwecke hilft da zweifach.

Zentrierzwecke Nr. 160 von Haff

Die metallene, unten mit einer feinen Nadel und oben mit einer ebensolchen Vertiefung versehene Zentrierzwecke (hier die Nr. 160 von Haff, angeboten für 3 Euro „zur Schonung des Mittelpunktes einer Zeichnung”) vermeidet beides – einmal positioniert hält sie den Zirkel zuverlässig am Platz und reduziert zudem die Beanspruchung des Materials.

Die knapp 1,6 mm hohe Zwecke aus Leichtmetall (wohl Aluminium) hat die Form eines Kegelstumpfes, einen Durchmesser von 10 mm und ist an der Unterseite angefast, damit sie sich leichter lösen lässt; eine kleine Hülse hält die 2,4 mm weit hinausstehende und 0,5 mm dicke Nadel mittels Presspassung im Zentrum.

Zentrierzwecke 553G von STAEDTLER Japan

Wo der Einstich nicht erwünscht oder gar unmöglich ist, kommt die zweite Zentrierzwecke zum Einsatz (im Bild oben der Artikel 553G von STAEDTLER Japan, ca. 1,20 Euro). Sie wird durch einen Gummiring an ihrer Unterseite sicher in Position gehalten; ein Fadenkreuz im transparenten Inneren erleichtert die Platzierung.

Das 3,4 mm starke und aus hartem, transparentem Kunststoff gefertigte Utensil mit einem Durchmesser von gut 16 mm verfügt an seiner Oberseite über eine Riffelung, damit die Finger nicht abrutschen, denn im Gegensatz zu der Zwecke von Haff arbeitet diese nicht mit Form-, sondern mit Kraftschluss. Ebenso wie erstere trägt sie keine Kennzeichnung.

Zentrierzwecke des Reißzeugs „Präcision” IX.P von Otto Richter

Obiges Foto zeigt die Zentrierzwecke des Reißzeugs „Präcision” IX.P. von Otto Richter (65 oder mehr Jahre alt), und untenstehende Abbildung habe ich der 20. Ausgabe des Haupt-Katalogs der Gebrüder Wichmann (Berlin) von 1940 entnommen. – Ein dem Produkt von STAEDTLER sehr ähnliche Zwecke findet sich unter der Nummer 52 im Zubehörprogramm der Reißzeugfabrig Seelig GmbH & Co. KG.

Zentrierzwecke Nr. 827 aus dem Lieferprogramm der Gebrüder Wichmann

Mit der DIN 58529 (letzte Fassung vom 1. März 1971, zurückgezogen im November 1996) gab es überdies eine Norm für – so ihr Titel – „Zentrierzwecken und Zentrierscheiben für Reißzeuge” („Center tacks, horn centres for drawing instruments”; eine englische Fassung hat es nicht gegeben). Die dort spezifizierte Zentrierscheibe mit einem Durchmesser von 16±1 mm besteht aus einem Metallring, der eine glasklare Kunststoffscheibe umschließt und mit drei Nadeln ausgestattet ist. Zu ihr merkt die DIN an:

Die Zentrierscheiben dienen dazu, das Zeichenpapier zu schonen, wenn um das gleiche Zentrum viele Kreise mit dem Zirkel gezogen werden sollen. In diesen Fällen wird die Zentrierscheibe so über das zu schützende Zentrum gesetzt, daß dieses gut durch die Scheibe sichtbar ist. Der Zirkel wird dann in die Kunststoffscheibe genau über dem Zentrum eingesetzt.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, bekommt noch eine etymologische Zugabe: „Zwecke”, die weibliche Form von „Zweck”, geht zurück auf das alt- und mittelhochdeutsche „zwec”, das „Nagel”, „Pflock” und vor allem „Pflock in der Mitte der Zielscheibe” bedeutete. Daraus wurde im 15. Jahrhundert „Ziel”, wobei die ursprüngliche Bedeutung als „Zwecke” erhalten blieb. Abgeleitet davon sind u. a. „bezwecken” und „verzwickt”, wobei letzteres also für „vernagelt” steht. (Quelle: Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage, 2002.)

Station für Stifte

Montag, 4. Januar 2010

Neben den als Clip ausgeführten und den fest montierten gibt es die nützlichen, aus einer rundgebogenen Flachspirale gearbeiteten Stifthalter auch selbstklebend und mit Magnet, die Schreibgeräte mit einem Durchmesser von 7 bis 14 mm nahezu überall halten.

Stifthalter mit Klebepad und Magnet

Vertrieben werden diese von dem Münchener Anbieter Carta Pura, der ein Ladengeschäft betreibt und andere Händler beliefert (darunter Format in Darmstadt). – Wer es kräftiger mag, ersetzt das Klebepad durch spaltfüllenden Zwei-Komponenten-Kleber und benutzt statt des einfachen Ferromagneten einen mit Neodym.

Stiftkiste

Samstag, 2. Januar 2010

Direkt neben dem Stifthalter in Spitzerform kümmert sich auf meinem Schreibtisch eine schlichte, aber sehr praktische Kiste von Koh-I-Noor um die Aufbewahrung von Schreib- und anderen länglichen Geräten.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Das etwa 120 × 115 × 85 mm große Zubehör aus unbehandeltem Sperrholz verfügt über einen fest sitzenden, herausnehmbaren Einsatz, der das Innere in zwölf Fächer teilt; jedes davon fasst zwölf Bleistifte. – Außer der in den Fotos sichtbaren Beschriftung trägt der Container keine Kennzeichnung.

Stiftkiste von Koh-I-Noor

Wo es dieses Stück zu kaufen gibt, weiß ich leider nicht, denn ich habe es zufällig in einem Schreibwarenladen gefunden und zunächst für einen Teil der Einrichtung gehalten. Heute frage ich mich, warum ich nicht noch das zweite damals erhältliche Exemplar mitgenommen habe, denn später erfuhr ich, dass man diesen Artikel nicht nachbestellen könne. Wie auch immer: Es lohnt sich, Ausschau danach zu halten.

Schmuckes für Stifte

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Ein gleichermaßen attraktives wie nützliches Produkt, auf das ich schon eine ganze Weile spitz war, kommt von dem für ungewöhnliche Dinge bekannten Anbieter SUCK UK.

Stifteköcher von SUCK UK

Der aus Holz und Metall gefertigte, etwa 120 × 85 × 80 mm große, gut 360 g schwere und wie ein klassischer Spitzer gestaltete „Sharpener Desk Tidy” bietet Platz für ein dickes Bündel Stifte und trägt so auf dekorative Weise dazu bei, den Schreibtisch ordentlich zu halten.

Stifteköcher von SUCK UK

Das pfiffige Utensil kostet offiziell 15 GBP, ist aber bereits für 12 GBP (ca. 13 Euro) zu haben – nicht ganz billig, doch angesichts der gelungenen Idee und des Gebrauchswerts in meinen Augen eine lohnende Anschaffung, die einen Spitzenplatz auf dem Schreibtisch verdient.

Nachtrag vom 31.12.09: Der Beitrag „Pencil stands” bei Bleistift zeigt zwei weitere Stiftständer, darunter einen besonders geformten von Faber-Castell.

J.S. Staedtler 1919 (4)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Eine flache, zweigeteilte Metallhülse, die einen kurzen Holzbleistift aufnahm und entweder diesen verlängerte oder die (Westen-)Tasche, in der er leicht Platz fand, vor dessen Spitze schützte, zeigte die Seite 75 des Katalogs von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1919.

Umsteckschoner

Für den umzusteckenden Schoner, der sich nach Angaben des Herstellers besonders gut an das Reisepublikum verkaufen ließ, gab es gleich drei verschieden ausgeführte Blei- und einen Kopierstift, wobei letzterer als (mir unbekannt) „velourpoliert” beschrieben wurde; eine Variante war gar gerieft. – Welches Holz statt der Zeder zum Einsatz kam und was das „weiße Metall” war, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden.

Ich möchte mich wieder einer (zugegebenermaßen redundanten) Montage bedienen, um das im Katalog nicht Gezeigte zu ergänzen:

Umsteckschoner (Montage)

Die Form der 62,5 mm langen und mit silberfarbenem Prägedruck versehenen Bleistifte ist aus heutiger Sicht ungewöhnlich, denn während ihr Profil an ein abgerundetes Rechteck und damit an Zimmermannsbleistifte erinnert, zeigt die untere Abbildung keine rechteckige wie in diesen, sondern eine runde (oder ovale). – Den Härtegrad nennt der Katalog nicht; auch fehlt der Hinweis auf einen geeigneten Spitzer.

Umsteckschoner

Das Funktionsprinzip dieses Umsteckschoners ähnelt dem der sog. „bullet pencils”, von denen man sagt, dass ihr Ursprung in den US-amerikanischen Bürgerkrieg zurückreiche; damals sollen Soldaten kurze Bleistifte in leere Patronenhülsen gesteckt haben, um sie besser verstauen zu können.

Umsteckschoner

 Taschen-Bleistift „Famulus” | J.S. Staedtler 1919 | Telephonstift 

Haltestelle

Freitag, 27. November 2009

Klemmbretter sind ungemein praktisch, verfügen jedoch leider – ebenso wie die als Mappe ausgeführten Varianten – nur selten über eine Halterung für das Schreibgerät. Stifte mit Clip lassen sich vielleicht noch am Brett oder dem Papier anklemmen, doch was machen die Nutzer des holzgefassten Graphits?

Klemmbrettmappe von Herlitz

Ein gelungene Lösung kommt von Herlitz in Form der A4-Klemmbrettmappe, die über eine ringförmige Flachspirale zur Aufnahme von 7 bis 14 mm dicken Stiften verfügt und damit wohl fast alles Schreibende zuverlässig hält. Die in rot, blau und schwarz angebotene Mappe mit starkem, vernickeltem Klemmer und angenehm anzufassender Beschichtung ist sehr gut verarbeitet und kostet etwa 5 Euro. – Im Fachgeschäft FORMAT in Darmstadt konnte ich neben den mit Clip ausgestatteten Haltern auch Varianten mit Magnet und Klebepad sehen; letztere entsprechen weitgehend dem hier gezeigten.

Lineal + 2

Montag, 9. November 2009

Nach allerlei Historischem und grenzwertig Albernem heute ein genauer Blick auf die zweite Lineal-Neuheit neben dem „Snap-it”, mit der Brunnen allen vielseitig Aktiven gleich drei nützliche Geräte in einem anbietet.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Das 310 mm lange und gut 50 g leichte Lineal mit millimetergeteilter 30-cm-Skala nutzt seine Breite von 45 mm für ein durchgehendes 5-mm-Raster mit vier weiteren Millimeter-Skalen und erleichtert damit wie ein Geodreieck das Zeichnen paralleler Geraden. Hier fällt positiv auf, dass die Skalen und das Raster auf der Unterseite angebracht sind und somit ein parallaxefreies Ablesen möglich ist.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Doch nicht nur zum Zeichnen eignet sich dieses 3 mm dicke Lineal, denn in die der Facette gegenüberliegende Kante wurde eine 1 mm breite Stahlschiene eingelassen und das Zubehör so für die Nutzung mit einem Messer tauglich gemacht. Pfiffig: Das Metall steht einen halben Millimeter hervor, so dass ein Verkanten der Klinge nicht zur Beschädigung des Lineals führt.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Drei 70 mm lange Silikonstreifen halten das Lineal beim Zeichnen und Schneiden zuverlässig in Position, und ihre schwarzen Abdeckungen auf der Oberseite tragen zum attraktiven Äußeren bei.

Acryl-Lineal mit Stahlkante von Brunnen

Die Verarbeitung des aus Acryl gefertigten Lineals, das der Hersteller unter der Artikel-Nummer 10-49 780 im Produktkatalog für Schüler listet, ist sehr gut – die Kanten sind sauber, der Rutschstopp sowie die Metallkante sorgfältig befestigt und der Aufdruck ist einwandfrei. Mein Fazit: Ein praktisches, hochwertiges und mit 8,50 Euro vergleichsweise günstiges Produkt für den Schreib- und Basteltisch nicht nur des Schülers.


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