Zubehör

Basteln mit dem Lexikaliker (12)

Stamm­le­ser die­ses Web­logs wis­sen von mei­ner aus­dau­ern­den Suche nach dem idea­len Blei­stift­stän­der. Sie ist noch längst nicht abge­schlos­sen, denn die meis­ten Exem­plare sind zwar nütz­lich und deko­ra­tiv, aber für kurze und sehr kur­ze Stifte nicht oder nur einge­schränkt geeig­net. Einen Vor­schlag zur Behe­bung die­ses Übel­stands zeigt meine heu­tige schnelle Bastelei.

Neben gewöhn­li­chem, in jedem gut sor­tier­ten Bas­tel­haus­halt vor­han­de­nen Mate­rial und Werk­zeug benö­ti­gen wir zwei Holz­leis­ten 40 × 15 mm, 10 und 18 cm lang, sowie zwei maxi­mal 40 mm breite Stü­cke Draht­ge­webe mit 10 mm und 2 mm Maschen­weite, 18 und 22 cm lang (ich beziehe Der­ar­ti­ges gerne von Modulor). Beson­dere Kennt­nisse und Fähig­keiten sind nicht notwendig.

Bleistiftständer

Wir kle­ben die bei­den Leis­ten wie gezeigt zusam­men; wer mag, ver­stärkt die Ver­bin­dung durch eine Schraube.

Bleistiftständer

Das grobe Draht­ge­webe – es hält die Stifte – bie­gen wir so zurecht, dass die Enden flach auf den Stirn­sei­ten auf­lie­gen, und das feine kommt auf die Ober­seite des unte­ren Teils; es ver­hin­dert das Weg­rut­schen der Bleistifte.

Bleistiftständer

Über die Befes­ti­gung der Gewebe habe ich mir keine gro­ßen Gedan­ken gemacht, son­dern kur­zer­hand das feine mit eini­gen Trop­fen Pat­tex und das grobe mit zwei Reiß­zwe­cken fixiert.

Bleistiftständer

Von links: Chung Hwa 6151, Mitsu­bi­shi uni Pen­man­ship Pen­cil, LAMY plus, Mitsu­bi­shi uni 4563, STAEDTLER Cadet, STAEDTLER mark-​2B, Caran d’Ache Graf­wood, Mitsu­bi­shi uni Nano Dia, STAEDTLER tra­di­tion, Johann Faber Bert­helt, Tom­bow Mark Sheet, STAEDTLER Noris Club maxi, Mitsu­bi­shi uni Arterase Color, STAEDTLER Noris, Faber-​Castell 9000

Diese Kon­struk­tion gewinnt natür­lich kei­nen Design-​Preis, stellt aber eine Lösung für die prak­ti­sche Auf­be­wah­rung von Blei­stif­ten aller Län­gen dar.

Nach­trag vom 15.1.12:

Beim Auf­räu­men der Bas­tel­bude kamen mir noch ein paar Gedan­ken, die auf die Schnelle umge­setzt so aussehen:

Bleistiftständer

Das grobe Geflecht bil­det nun auch die Senk­rechte und steckt in der Basis (hier: MDF). Noch schrä­ger darf es aller­dings nicht sein, da sonst die Öff­nun­gen im Git­ter zu klein wer­den. Zudem müs­sen die Spit­zen der Stifte nicht im fei­nen Geflecht ste­hen, son­dern kön­nen auch auf Filz ruhen. – Wer ein Ver­krat­zen der Stifte fürch­tet, min­dert das Risiko mit einer Schicht Klarlack.

← vor­he­rige | Bas­teln mit dem Lexi­ka­li­ker | nächste →

Na und?

Das et aus der Coo­per Black1 (1921) gefällt mir so gut, dass ich mir einen Gum­mi­stem­pel mit die­ser Gly­phe habe machen lassen.

Na und?

Wozu? Zum Aus­le­ben der Freude, zur Deko­ra­tion und um zu ver­mei­den, dass die­ses Jahr ver­nünf­tig ausklingt.

Ich wün­sche mei­nen Lesern einen ange­neh­men Jah­res­wech­sel und einen guten Start ins neue Jahr!

  1. Wei­tere Schnitte führt Words­hape: Ita­lic, Hilite, Con­den­sed und Swash Ita­lic; Swash gibt es bei Lino­type. – Lite­ra­tur­tipp dazu: „BIG Black & Beau­tiful“ von Ward Nico­laas (BIS Publishers 2011).

Noch einer

Fei­er­tage kann man nicht ver­län­gern, wohl aber Blei­stifte. Das nehme ich zum Anlass, um am heu­ti­gen zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag ein wei­te­res dafür not­wen­di­ges Zube­hör vorzustellen.

Noch einer

Die­ses his­to­ri­sche Uten­sil unbe­kann­ten Fabri­kats und Alters dient nicht nur der Ver­län­ge­rung eines Blei­stift­rests, son­dern auch des­sen taschen­freund­li­chem Transport.

Noch einer

Die schüt­zende Kappe, abge­zo­gen und auf das Ende gesteckt, macht den Umsteck­scho­ner län­ger und damit gut handhabbar.

Noch einer

Gleich­zei­tig schränkt sie jedoch die Länge des nutz­ba­ren Blei­stifts ein: Er muss min­des­tens 25 mm lang sein, um vom Über­wurf noch zuver­läs­sig geklemmt zu wer­den, darf aber 75 mm nicht über­schrei­ten, da sonst die Kappe nicht mehr schließt.

Noch einer

Hier mit einem STABILO GRE­EN­graph 6003.

Mich beein­druckt der Auf­wand, der hier für einen klei­nen Blei­stift getrie­ben wurde.

Noch einer

Vie­len Dank an Kai für die­ses schöne Stück!

Verlängern mit ITO-YA

Ein beson­ders pfif­fi­ger unter den Blei­stift­ver­län­ge­rern ist die­ser von ITO-​YA, der Eigen­marke des gro­ßen japa­ni­schen Anbie­ters glei­chen Namens.

Verlängern mit ITO-YA

Der 105 mm lange, gut 9 mm dicke und mit 20 g feder­leichte Ver­län­ge­rer besteht aus zwei Tei­len, bei deren Ver­schrau­ben sich die drei­ge­teilte Klemme am inne­ren Teil schließt und den Blei­stift greift. Wie manch andere sei­ner Art nimmt er den größ­ten Teil des Stifts auf (hier: mehr als 100 mm) und lässt sich daher nicht nur mit Stum­meln verwenden.

Verlängern mit ITO-YA

Das Gewinde ist auch außen sicht- und fühl­bar und macht so das gum­mi­be­schich­tete, aber ange­nehm anzu­fas­sende Äußere noch grif­fi­ger. – Eine Längs­rif­fe­lung am Ende erleich­tert die Handhabung.

Verlängern mit ITO-YA

Außer in schwarz gibt es die­sen Ver­län­ge­rer in rot, weiß und grau; er kos­tet zwi­schen 3,70 (Bun­doki) und 5,20 Euro (ITO-​YA).

Verlängern mit ITO-YA

Hier mit einem Pen­tel Black Poly­mer 999 HB.

Für mich ein güns­ti­ges, prak­ti­sches und attrak­ti­ves Zube­hör. – Eine eng­li­sche Bespre­chung die­ses Ver­län­gerers gibt es unter „Ito-​ya pen­cil hol­der“ bei pen­cil talk.

Allen Lesern ein fro­hes Weihnachtsfest!

e+m Endless 1156

Heute ein rascher Blick auf den End­less 1156, einen Blei­stift­ver­län­ge­rer der e+m Holz­pro­dukte in Neu­markt nahe Nürnberg.

e+m Endless 1156

Der ange­nehm schlichte End­less hat einen zylin­dri­schen Kor­pus aus Wild­kir­sche, der 80 mm lang und etwa 14 mm dick ist. Die vier­ge­teilte Klem­mung mit matt­ver­chrom­tem, 11 mm star­ken Über­wurf hält den Blei­stift zuver­läs­sig und bie­tet den Fin­gern auf einer Länge von knapp 30 mm Platz.

e+m Endless 1156

Hier mit dem Rest eines Mitsu­bi­shi Hi-​uni HB.

Das geringe Gewicht des Ver­län­gerers von 14,6 g kommt daher, dass er fast voll­stän­dig aus­ge­höhlt ist und so auch 96 mm des Blei­stifts auf­neh­men kann; das ist sehr prak­tisch. Seine Hand­ha­bung ist recht gut, könnte aber deut­lich ange­neh­mer sein, wenn die Holz­kante ober­halb der Klem­mung etwas ent­schärft wäre. – Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen ist der nicht exakt zen­tri­sche Sitz des Metall­teils im Holz mei­nes Exem­plars, doch man hat mir ange­bo­ten, es umzutauschen.

e+m Endless 1156

Der e+m End­less 1156 wird in einem schwar­zen Papp­kar­ton gelie­fert und kos­tet 16,50 Euro.

MagnetPen

Nach dem PACATO pen­clip hier ein wei­te­res Zube­hör, das einem Blei­stift magne­ti­schen Halt verschafft.

MagnetPen

Die „Magnet­Pen“ getaufte1 Man­schette von Art of Music ist 13 mm dick, 16 mm lang und hält auf Blei­stif­ten mit einem Durch­mes­ser von 6 bis knapp 8 mm.

MagnetPen

Den siche­ren Halt auf dem Stift garan­tie­ren nach innen wei­sende Ver­di­ckun­gen sowie ein Ring des Gum­mis, der den Magnet­Pen umschließt. Die­ser Gummi schützt zudem die Ober­flächen, an denen der Magnet­Pen hängt, und macht ihn zu einem rutsch­fes­ten Griff (mit sei­nem gerin­gen Gewicht von nur 6 Gramm kann der Hal­ter jedoch auch pro­blem­los am Stif­tende sit­zen). – Die bei­den Magnete im Innern sind kräftig.

MagnetPen

Der nütz­li­che Magnet­Pen kos­tet inklu­sive einem Blei­stift 3,90 Euro. – Danke an Viola für ihren Hin­weis darauf!

  1. Ich halte die Benen­nung aller­dings für etwas unglück­lich (ist es doch eher ein „pen­cil magnet“ als ein „magnet pen“), habe aber auch kei­nen bes­se­ren Vor­schlag.

PACATO penclip

Ver­mut­lich von einem Kor­d­el­stop­per inspi­riert wurde der Erfin­der des PACATO penclips.

PACATO penclip

Das nütz­li­che Zube­hör hält Stifte mit einem Durch­mes­ser von bis zu 11 mm und kraft eines Magne­ten an Noten­stän­der, Kühl­schrank und ande­ren geeig­ne­ten Ober­flä­chen. Die Feder des gut 42 mm lan­gen und 20 mm dicken Clips ist gut aus­ge­legt, hält sie doch den Stift sicher, ohne Druck­stel­len zu hin­ter­las­sen; der Magnet indes könnte etwas stär­ker sein, soll­te sich aber bei Bedarf durch einen Neodym-​Exemplar erset­zen lassen.

PACATO penclip

Den Clip gibt es bei Paga­nino („Alles für Geige, Brat­sche, Cello und Kon­tra­bass”) für 2,95 Euro.

PACATO penclip

Danke an Kai für den Hin­weis auf den PACATO penclip!

Das Über-​Mäppchen

Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Enve­loop jemals untreu werde, doch als ich die­ses Mäpp­chen sah, war es um mich geschehen.

Das Über-Mäppchen

Ganz klar: Der Ver­schluss ist ein Knal­ler. Er hält das 20 cm breite Mäpp­chen aus 1,5 mm star­kem, chrom­ge­gerb­tem Rinds­le­der zuver­läs­sig geschlos­sen, denn der Blei­stift sitzt gut und rutscht nicht heraus.

Das Über-Mäppchen

Nach zwei­fa­chem Auf­klap­pen hat man Zugriff auf die fünf Taschen für jeweils einen Stift. Sie mes­sen zwi­schen 22 und 29 mm, kön­nen also nicht nur Blei­stifte, son­dern auch dickere Schreib­ge­räte auf­neh­men (rechts ein Blei­stift­ver­län­ge­rer von Rosetta). Die Stifte wer­den durch die Span­nung des Leders sicher gehalten.

Das Über-Mäppchen

Links dane­ben gibt es zwei 45 mm breite Taschen für grö­ße­res Gerät wie z. B. einen Zir­kel oder bis zu vier Stifte. – Hier wäre eine kleine Klappe prak­tisch, denn sind die Taschen nicht ganz gefüllt, kann der Inhalt her­aus­rut­schen. Da dies jedoch das Erstlings-​Mäppchen der Künst­le­rin ist und sie Ver­bes­se­rungs­vor­schläge annimmt, setzt sie mei­nem Exem­plar die Klappe nach­träg­lich ein.

Das Über-Mäppchen

Den Abschluss des auf­ge­rollt 45 cm lan­gen Mäpp­chens machen zwei Fächer mit Klappe, die mit einer Breite von 80 mm und einer Länge von 120 bzw. 75 mm aus­rei­chend Platz für Radie­rer, Spit­zer und ande­res Zube­hör bie­ten (oben links der spar­same DUX DX4112). – Gut gefüllt ist das Mäpp­chen etwa 45 mm hoch.

Das Über-Mäppchen

Das hand­ge­fer­tigte Mäpp­chen ist sehr gut ver­ar­bei­tet: Die Kan­ten sind sau­ber und ge­färbt, die Nähte regel­mä­ßig und gerade – eine wahre Freude! Bezahlt habe ich für das Uni­kat 50 Euro, einen (wie ich finde) ange­mes­se­nen Preis.

Das Über-Mäppchen

Das schöne Stück kommt aus den Hän­den von Susanne Hüf­ner, die dem­nächst in blog & blei­stift, dem Web­log ihres Man­nes, eine eigene Rubrik haben und darin ihre Arbei­ten prä­sentieren wird. Ich bin gespannt!

Nach­trag vom 5.10.11: Ihre Rubrik ist eröff­net – es geht los mit die­sem Erst­kon­takt.

Nach­trag vom 10.10.11: Mein Vor­schlag wurde rasch umgesetzt:

Das Über-Mäppchen

Vie­len Dank, Susanne!

Nach oben scrollen