Archiv des Stichworts „Radierer”

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„Why are most erasers awful at erasing?”

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Mit der Frage, warum viele Radierer ihre einzige Aufgabe nicht erfüllen, sowie der Chemie und der Geschichte des für Bleistiftnutzer unverzichtbaren Helfers beschäftigt sich Heather Schwedel unter „Why Do Erasers Suck at Erasing?” in The Atlantic.

Kurz notiert

Samstag, 17. Mai 2014
  • Der umfangreichste und gründlichste Radierervergleich, der mir bis jetzt untergekom­men ist: Supermassive Eraser Round-up.
  • Der hervorragende Radierer Matomaru-kun von Hinodewashi ist wieder bei Fudepens erhältlich. Und: Wer sich für den Fudepens-Brief anmeldet, erhält einen Gutschein für den kostenlosen Versand der ersten Bestellung.
  • Tipp: Die Stangenversion des Matomaru-kun lässt sich auch zum Nachfüllen des Tom­bow Mono One nutzen.
  • „Neue PBS-Messe ab 2015?” fragt die Zeitschrift PBS Business („PBS” steht für „Papier, Büro, Schreibwaren”). Ihr zufolge will der Messe- und Marketingdienstleister Spielwaren­messe eG ab Herbst 2015 eine neue Fachmesse für die PBS-Branche in Nürnberg ver­anstalten. Danke an Herrn Fischer für den Hinweis!
  • Ein Fingerring aus Farbstiften und dessen Herstellung gibt es bei Bored Panda zu be­wundern. Danke an Vitrioloel für den Hinweis!

Hinodewashi Matomaru-kun

Donnerstag, 17. April 2014

Vor kurzem habe ich den Radierer Matomaru-kun von Hinodewashi auf Verdacht bestellt, da mir schon der schwarze Matomaru-kun Premium1 gut gefallen hat. Meine Überraschung beim ersten Gebrauch hätte kaum größer und angenehmer ausfallen können.

Hinodewashi Matomaru-kun

Hier mit einem Craft Design Technology item 17.

Der 11 × 12 × 87 mm große und ungewöhnlich weiche Radierer arbeitet so gut, dass man nur noch staunen kann. Er entfernt den Graphit mit starkem Grip außerordentlich gründ­lich, ohne zu schmieren, und geht dabei sparsam und mit geringer Eigenverschmutzung zu Werke. Zudem rollen sich die Späne zusammen und bleiben oft als ein einziger Span am Radierer hängen2, wodurch der Arbeitsplatz sauber bleibt. – Aufgrund der Weichheit soll­te man den Radierer allerdings möglichst weit vorne halten und mit Manschette benutzen, da­mit man ihn gut führen kann und das Abbrechen vermeidet.

Hinodewashi Matomaru-kun

Eine kurze Suche im Internet hat mir gezeigt, dass es den Matomaru-kun3 noch in zwei weiteren Block- sowie in zwei Stangenformen gab oder gibt. Der hier vorgestellte hat die Artikelnummer NMM-100 und mich 2,50 Euro gekostet.

Gekauft habe ich den Radierer bei Fudepens, einem recht neuen Online-Shop für japani­sche Schreibwaren mit Sitz in Hamburg, auf den ich durch einen Beitrag im Weblog „Blei­stift” aufmerksam geworden bin. Das Lieferprogramm ist schon jetzt interessant, und bei einem sehr angenehmen Kontakt per E-Mail konnte ich erfahren, dass es noch erweitert wird. Ich bin gespannt!

Nachtrag vom 22.4.14: Weitere Varianten des Matomaru-kun zeigt die englische Pro­duktseite des Herstellers.

  1. Die Gestaltung des Matomaru-kun Premium kommt von Kenji Fukushima.
  2. Ich vermute, dass die Weichheit, der Grip und das Zusammenhalten der Späne auf denselben Bestandteil im Radierer zurückgehen. – Ein Radierer, der mit bemerkenswert wenig Grip sehr gut arbeitet, ist der Tombow MONO AIR touch.
  3. Kurz zum Namen: „matomaru” (まとまる) bedeutet in etwa sammeln, zusammentragen, in Ord­nung bringen, und -kun (くん) ist eine Anrede. (Stark vereinfacht: „-kun” ist mit Vorname die normale Anrede für männliche Jugendliche und mit Nachname die für Angestellte, auch weib­liche; „-san” (mit Nachnamen) entspricht unserem Herr/Frau.) – Die der japanischen Sprache Kundigen mögen über kleine Ungenauigkeiten hinwegsehen, mich aber bitte auf grobe Fehler hinweisen.

Tombow MONO AIR touch

Sonntag, 2. März 2014

Einen ungewöhnlichen Radierer hat der japanische Hersteller Tombow unter dem Namen „MONO AIR touch” im Sortiment. Ungewöhnlich deshalb, weil er eine um 40% reduzierte Reibung im Vergleich zum normalen MONO-Radierer hat. Doch kann das funktionieren? Ist nicht gerade eine möglichst hohe Reibung eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Ra­dierergebnis?

Tombow MONO AIR touch

Nein, nicht unbedingt – der AIR touch zeigt, dass man auch mit weniger Reibung und ge­ringerem Anpressdruck sehr gut radieren und somit entspannt und papierschonend1 zu Werke gehen kann. Dabei fällt auf, dass er selbst bei weichen Bleistiften2 nicht schmiert, sparsam arbeitet und eine sehr hohe Radierleistung bei geringer Eigenverschmutzung bie­tet. Der AIR touch krümelt zwar etwas stärker, besonders bei niedrigem Anpressdruck, aber dieser Nachteil ist angesichts seiner Vorteile zu verschmerzen. – Interessanterweise ist der AIR touch spürbar härter als der Standard-MONO. Es heißt, seine Leistung würde durch Hohlräume und spezielle Öle erzielt.

Tombow MONO AIR touch

Exkurs: MONO

Die Marke „MONO” löste 1963 die im August 1952 eingeführte Marke „HOMO” ab, von der man sich aufgrund der homosexuellen Konnotation trennen wollte. Das erste Produkt mit diesem Markennamen war der MONO-Bleistift, der im August 1963 auf den Markt kam; ihm folgte der Bleistift MONO 100 zum 55-jährigen Firmenjubiläum im September 1967. Den MONO-Radierer gab es zunächst nur als Beigabe zu jedem Dutzend des MONO 100, doch im November 1969 kam er aufgrund der großen Nachfrage als eigenständiges Produkt auf den Markt. Sein blau-weiß-schwarzes Design hat er bis heute behalten. (Quelle: „The 100 Year History of the Tombow Pencil”, Tombow 2013.)

Tombow MONO AIR touch

Der 55 × 25 × 13 mm große AIR touch, den es auch als „MONO one”-Stangenradierer gibt3, hat die Artikelbezeichnung EL-AT und kostet 100 Yen (umgerechnet gut 70 Euro­cent). Zurzeit ist er nur auf dem japanischen Markt und bei einschlägigen Versendern er­hältlich.

  1. Besonders auf dem dünnen „Tomoe River”-Papier des Hobonichi Techo mit 52 g/m² empfinde ich das als sehr vorteilhaft.
  2. Getestet bis 4B (STAEDTLER Mars Lumograph 100). – Bemerkenswert finde ich seine Leistung zudem bei solchen Farbstiften, die nicht als radierbar ausgewiesen sind.
  3. Begrüßen würde ich eine Variante in Form des MONO zero.

„Helps the hand that shapes the future”

Samstag, 30. November 2013

Aus der „Progressive Architecture” vom November 1960: Eine in meinen Augen gelungene Anzeige von A.W. Faber-Castell USA mit einem starken Slogan.

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Helps the hand that shapes the future”

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Sonntag, 15. September 2013

Als ich von dem Buch „Potloden & Puntenslijpers” („Bleistifte & Spitzer”) von Paul Dirks und Toon Kessels erfahren habe, war mir klar: Das muss ich haben. Durch die Hilfe meines Le­sers Wowter aus den Niederlanden kam ich dann auch besonders schnell an diesen Titel.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Das etwa 27 × 11 cm große Buch, erschienen 2012 bei Pictures Publishers, zeigt auf 128 durchgehend farbigen und üppig bebilderten Seiten die reiche Welt des Bleistifts, wobei der Schwerpunkt auf älteren Stücken liegt.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Den einleitenden Worten zu Stylus, Rohr und Feder folgen die Geschichte des Bleistifts (natürlich mit dem Ur-Bleistift von Conrad Gesner aus der Mitte des 16. Jahrhunderts) und seiner Herstellung, vor allem der keramischen Mine, und der industriellen Fertigung.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Nach Farbstiften geht es kurz zu Fallminen- und Füllstiften und anschließend zu den Spit­zern. Freunde der „Granate” sowie und des Janus 4046/4048 sehen hier gleich mehrere Varianten ihres bevorzugten Zubehörs, aber auch Liebhaber verspielter Modelle kommen auf ihre Kosten.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Auch Verpackungen und Mäppchen ist ein Kapitel gewidmet, ebenso der Schiefertafel und dem Griffel sowie besonderen Bleistiften wie z. B. dem Ballstift. – Reklamematerial gibt es zwar an vielen Stellen zu bestaunen, bekam jedoch zusätzlich ein eigenes Kapitel.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Den Abschluss machen Kurzportraits der Firmen Staedtler, Schwan, Faber-Castell, Lyra, Caran d’Ache, Koh-I-Noor Hardtmuth und Bruynzeel.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Das fadengeheftete Buch, dessen Gestaltung ich sehr gelungen finde, hat einen festen Einband und kostet 14,95 Euro; es ist nur direkt beim Verlag erhältlich. Allen Bleistift-Lieb­habern sei der Kauf ans Herz gelegt, auch denen, die (so wie ich) des Niederländischen nicht mächtig sind, denn allein schon die Fotos lohnen die Anschaffung.

„Potloden & Puntenslijpers” (2)

Danke an Wowter für seine Hilfe bei der Beschaffung dieses sehr schönen Buches und an Corné de Keijzer von Pictures Publishers für die Genehmigung zur Reproduktion!

Flachmann

Sonntag, 4. November 2012

Bereits seit Anfang September im Sortiment des japanischen Herstellers Tombow ist der nur 5,5 mm dünne Radierer Mono smart.

Flachmann

Hier mit einem Tombow KM-KMSC.

Wer nun denkt, dieser Radierer wäre lediglich der Mono in anderer Form, liegt falsch, denn der smart ist spürbar fester. Gedacht ist er für das präzise Radieren innerhalb einer Zeile, was aber nur bei Schriftsystemen ohne Unterlängen problemlos möglich ist. Im Deutschen liefen bei schmalen Zeilen zumindest die Unterlängen Gefahr, anradiert zu werden, doch natürlich ist auch hier ein schmaler Radierer nützlich1.

Flachmann

Der 67 mm lange und 17 mm breite smart hat etwas weniger Grip und radiert nicht ganz so leicht wie der Tombow Mono, ist aber ebenso gründlich, papierschonend und krümel­arm2.

Flachmann

Durch seine Beschaffenheit und die versteifende Schiebemanschette aus Karton lässt er sich zudem gut handhaben und reißt nicht ein, und so hat Tombow meiner Ansicht nach erneut ein sehr gutes Produkt auf den Markt gebracht.

Flachmann

Der Tombow Mono smart hat die Artikelbezeichnung ET-ST und wird in Japan für umge­rechnet etwa 1 Euro angeboten.

  1. Radierer mit ähnlicher Zielsetzung sind der Kadokeshi und der Mirikeshi von Kokuyo sowie der 44050 viss von METAPHYS.
  2. Interessant zu wissen wäre, ob man die Mischung, die Prozessparameter oder gar beides geändert hat.

Tombow dust CATCH

Freitag, 1. Juni 2012

Bei der Suche nach Informationen zum Klassiker „Mono” von Tombow1, den zu bekommen knifflig geworden ist2, bin ich auf zwei neue Radierer des japanischen Herstellers gestoßen. Einer davon ist der „dust CATCH”, und der hat mich angenehm überrascht3.

Tombow dust CATCH

Der schwarze, recht weiche und 55 × 23 × 11 mm große „dust CATCH” hat eine Beson­derheit: Während andere Radierer Krümel hinterlassen, rollen sich seine zusammen und bleiben an ihm hängen, so dass das Papier sauber bleibt. Darüber hinaus arbeitet er nicht nur besser als die anderen mir bekannten schwarzen Radierer, sondern kann es auch mit guten hellen aufnehmen. Ganz gleich, ob Bleistifte unterschiedlicher Härten oder radierbare Farbstifte – der „dust CATCH” entfernt sie gründlich, papierschonend und ohne abzufär­ben4.

Tombow dust CATCH

Den mit umgerechnet 1 Euro günstigen und leider nur in Japan erhältlichen „dust CATCH” kann ich sehr empfehlen.

Nachtrag vom 4.6.12: Die Website von Tombow zeigt nur einen kleinen Teil der Pro­dukte, doch der Gesamtkatalog führt neben dem Mono auch die anderen Radierer auf.

  1. Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück ins Jahr 1913. Die Marke „Tombow” wurde erstmals 1927 benutzt, und der Radierer „Mono” kam 1969 auf den Markt.
  2. Es wundert mich, dass Tombow diesen und die anderen auf pencil talk gezeigten Radierer nicht mehr im Sortiment führt.
  3. Der andere ist der „AIR touch”, doch den habe ich noch nicht getestet.
  4. Ja, manche schwarzen Radierer färben unter bestimmten Umständen tatsächlich leicht ab. Löst vielleicht das Fett der Haut den Farbstoff?

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