Archiv des Stichworts „Radierer”

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Flachmann

Sonntag, 4. November 2012

Bereits seit Anfang September im Sortiment des japanischen Herstellers Tombow ist der nur 5,5 mm dünne Radierer Mono smart.

Flachmann

Hier mit einem Tombow KM-KMSC.

Wer nun denkt, dieser Radierer wäre lediglich der Mono in anderer Form, liegt falsch, denn der smart ist spürbar fester. Gedacht ist er für das präzise Radieren innerhalb einer Zeile, was aber nur bei Schriftsystemen ohne Unterlängen problemlos möglich ist. Im Deutschen liefen bei schmalen Zeilen zumindest die Unterlängen Gefahr, anradiert zu werden, doch natürlich ist auch hier ein schmaler Radierer nützlich1.

Flachmann

Der 67 mm lange und 17 mm breite smart hat etwas weniger Grip und radiert nicht ganz so leicht wie der Tombow Mono, ist aber ebenso gründlich, papierschonend und krümel­arm2.

Flachmann

Durch seine Beschaffenheit und die versteifende Schiebemanschette aus Karton lässt er sich zudem gut handhaben und reißt nicht ein, und so hat Tombow meiner Ansicht nach erneut ein sehr gutes Produkt auf den Markt gebracht.

Flachmann

Der Tombow Mono smart hat die Artikelbezeichnung ET-ST und wird in Japan für umge­rechnet etwa 1 Euro angeboten.

  1. Radierer mit ähnlicher Zielsetzung sind der Kadokeshi und der Mirikeshi von Kokuyo sowie der 44050 viss von METAPHYS.
  2. Interessant zu wissen wäre, ob man die Mischung, die Prozessparameter oder gar beides geändert hat.

Tombow dust CATCH

Freitag, 1. Juni 2012

Bei der Suche nach Informationen zum Klassiker „Mono” von Tombow1, den zu bekommen knifflig geworden ist2, bin ich auf zwei neue Radierer des japanischen Herstellers gestoßen. Einer davon ist der „dust CATCH”, und der hat mich angenehm überrascht3.

Tombow dust CATCH

Der schwarze, recht weiche und 55 × 23 × 11 mm große „dust CATCH” hat eine Beson­derheit: Während andere Radierer Krümel hinterlassen, rollen sich seine zusammen und bleiben an ihm hängen, so dass das Papier sauber bleibt. Darüber hinaus arbeitet er nicht nur besser als die anderen mir bekannten schwarzen Radierer, sondern kann es auch mit guten hellen aufnehmen. Ganz gleich, ob Bleistifte unterschiedlicher Härten oder radierbare Farbstifte – der „dust CATCH” entfernt sie gründlich, papierschonend und ohne abzufär­ben4.

Tombow dust CATCH

Den mit umgerechnet 1 Euro günstigen und leider nur in Japan erhältlichen „dust CATCH” kann ich sehr empfehlen.

Nachtrag vom 4.6.12: Die Website von Tombow zeigt nur einen kleinen Teil der Pro­dukte, doch der Gesamtkatalog führt neben dem Mono auch die anderen Radierer auf.

  1. Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück ins Jahr 1913. Die Marke „Tombow” wurde erstmals 1927 benutzt, und der Radierer „Mono” kam 1969 auf den Markt.
  2. Es wundert mich, dass Tombow diesen und die anderen auf pencil talk gezeigten Radierer nicht mehr im Sortiment führt.
  3. Der andere ist der „AIR touch”, doch den habe ich noch nicht getestet.
  4. Ja, manche schwarzen Radierer färben unter bestimmten Umständen tatsächlich leicht ab. Löst vielleicht das Fett der Haut den Farbstoff?

Farbenfrohe Fehlerfresser

Donnerstag, 22. März 2012

Farbe ins Mäppchen und auf den Schreibtisch bringen diese bunten Radierer von Brunnen.

Farbenfrohe Fehlerfresser

Die in meinen Augen gelungenen Helfer sind 60 × 20 × 10 mm groß und kosten um die 60 Euro-Cent pro Stück.

WOPEX + 2

Sonntag, 11. März 2012

Auf der Paperworld 2012 im Januar vorgestellt und jetzt hier: Der schwarze STAEDTLER WOPEX mit Spitzer und Radierer.

WOPEX + 2

Die für 4,10 Euro angebotene Blisterpackung enthält drei Stifte, einen schwarzen Kunst­stoff-Spitzer und einen ebensolchen Radierer.

WOPEX + 2

Das Schwarz steht dem vor zweieinhalb Jahren markteingeführten und hier bereits bespro­chenen WOPEX in meinen Augen außerordentlich gut, erst recht zusammen mit dem pas­senden Zubehör.

WOPEX + 2

Der knapp 8 mm dicke WOPEX ist werkseitig gespitzt und hat ein offenes, gerades Ende und eine gut 2 mm starke Mine1. Verglichen mit einem graublauen WOPEX aus aktueller Produktion ist seine Oberfläche nicht ganz so griffig2, also etwas glatter, was mir gut ge­fällt. Sein Aufdruck ist fast unverändert: Herstellungsort, Hersteller, Name und Härtegrad wurden im Folienprägedruck aufgebracht und reflektieren stark3; neu ist die zusätzliche in­vertierte „2″. Die Rückseite trägt den Strichcode, die GTIN, die Artikelnummer, das Siegel des PEFC und eine Blindprägung als Chargenkennzeichnung (nicht im Bild). Diese Angaben sind hell und leicht reflektierend, was im Fall des Strichcodes so manchem Codeleser Pro­bleme bereiten könnte. Für den Schriftzug „WOPEX” hat man die Eurostile Extended Bold und für den Rest (ausgenommen „STAEDTLER”) die Frutiger genutzt. Das Design und die Verarbeitungsqualität des Stifts sind hervorragend.

WOPEX + 2

Der Radierer im Set ist ein schwarzer rasoplast in der kleinsten Variante (11 × 15 × 32 mm) mit Pappmanschette, zusätzlich verpackt in Transparentfolie.

WOPEX + 2

Während Stift und Radierer in Deutschland gefertigt wurden, kommt der Spitzer aus China. Er ist wie das in rot, gelb und blau erhältliche Modell (Art.-Nr. 510 50) keilförmig, von schlichter Ausführung und hat ein Messer mit zwei Einkerbungen an den kurzen Seiten. Der Spitzwinkel beträgt 23°.

WOPEX + 2

Seine Unterseite trägt das Herstellungsland, eine Ziffer (vermutlich die Chargenbezeich­nung) sowie ein „W”, das diesem Kommentar zufolge auf eine Optimierung für den WOPEX hindeutet4. Im Vergleich mit dem Messer der „Granate” von Möbius+Ruppert fällt auf, dass das des STAEDTLER-Spitzers einen kleineren Keilwinkel aufweist (ich wüsste gerne, ob das zur Optimierung gehört und was man noch angepasst hat).

WOPEX + 2

Der Spitzer schneidet den WOPEX sauber, doch der dabei entstehende Span ist mir mit durchschnittlich 0,42 mm5 viel zu dick (sparsame Spitzer kommen auf etwa die Hälfte).

WOPEX + 2

Im Gegensatz zum holzgefassten Bleistift bleiben beim Spitzen des WOPEX Minen- und Schaftmaterial aneinander hängen, sogar dann, wenn der Span dünner ist als z. B. bei der „Granate”.

WOPEX + 2

Im Gebrauch fällt auf, das die feine, frische Spitze rasch abbricht, sich der WOPEX danach aber nur langsam herunterschreibt. Er gleitet nicht so leicht über das Papier wie der Mars Lumograph HB, was mich aber nicht stört (andere extrudierte Bleistifte haben den Nachteil des Haftens, was beim WOPEX nicht auftritt.) Die Schwärzung ist ordentlich, erreicht je­doch nicht die des Lumograph. Verglichen mit letzterem reflektiert die Schrift des WOPEX deutlich weniger und ist wischfester. Interessant ist zudem, dass sich seine Spur nur ge­ringfügig auf andere Seiten überträgt, was vor allem im Notizbuch sehr von Vorteil ist.

WOPEX + 2

Der schwarze rasoplast, der etwas härter als der Mars plastic wirkt, radiert den WOPEX sehr gut, ohne dabei allzu sehr zu krümeln. Da sich die Mine des WOPEX ein wenig schlechter radieren lässt als die keramikgebundener Bleistifte, entfernt der rasoplast die Schrift des WOPEX nicht ganz rückstandsfrei6, wenn man beim Schreiben fester aufgedrückt hat. Die verbleibenden Spuren sind jedoch minimal und vertretbar. – Im Test aufgefallen und auch in obigem Bild sichtbar sind geringe schwarzen Spuren im Material des Schaftes. Mich hat das zunächst gestört, doch dann hatte ich eine Idee: Wie wäre es mit Zusätzen, die die Schnittfläche des WOPEX bunt oder meliert machen? Das könnte reizvoll aussehen und junges Publikum ansprechen.

WOPEX + 2

Der WOPEX und der rasoplast sind erste Wahl, doch der in China gefertigte Spitzer passt überhaupt nicht dazu. Für mich qualitativ entsprechend wäre z. B. der Magnesium-Hand­spitzer M+R 0200 (im Bild7). Man könnte diesen schwarz lackieren, aber auch das Metallene wäre stimmig (weil mit dem reflektierenden Aufdruck korrespondierend). Damit kämen alle drei Produkte aus einem Umkreis von noch nicht einmal 25 km, und der Aufdruck „Made in Germany” auf der Blisterpackung hätte seine volle Berechtigung. Der Knüller wäre allerdings ein eigens für den WOPEX gefertigter Spitzer in einem besonderen Design – dieser außer­gewöhnliche Bleistift hätte es verdient!

WOPEX + 2

Vielen Dank an STAEDTLER für das WOPEX-Set!

Nachtrag vom 12.3.12: Mein Kollege deh hat mich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem für „WOPEX” verwendeten Font nicht um die (unveränderte) Eurostile Extended Bold handeln kann. Und er hat recht:

Font-Vergleich

Auch mit nichtproportionalem Stauchen und Strecken (was man mit Schriften ohnehin nicht machen sollte) ist es hier wohl nicht getan. – Ich werde mir das nochmal in Ruhe an­schauen.

Nachtrag vom 4.4.12: Einiges zur Geschichte des extrudierten Bleistifts und seiner Tech­nik gibt es unter „Der EPCON-Bleistift”.

  1. Auf das hohe Gewicht des WOPEX von 8,5 g bin ich bereits in einem älteren Beitrag einge­gangen, und die mit dem dichten Werkstoff verbundene Problematik beim Gebrauch eines Kurbelspitzers habe ich in einem Kommentar erwähnt.
  2. Der Unterschied ist jedoch gering und ginge vielleicht noch als Fertigungstoleranz durch.
  3. Eine Anmerkung zum Fotografieren dieser reflektierenden Oberflächen: Zunächst habe ich mit weißen Papier aufgehellt, doch der reflektierende Aufdruck wurde dabei ebenfalls weiß (wen wundert’s). Nach ein paar Tests mit anderen Materialien habe ich schließlich leicht zerknitterte Aluminiumfolie benutzt, was zu der für mich besten Wiedergabe des Prägedrucks geführt hat (zu starke Reflexionen sollte man jedoch vermeiden, da diese ausgefressene Lichter zur Folge haben können). – Die in den Fotos sichtbaren Unregelmäßigkeiten kommen also von der Folie, nicht vom Druck; dieser ist sehr gleichmäßig.
  4. Bei den Spitzdosen von STAEDTLER ist diese Kennzeichnung nicht sichtbar.
  5. Bei einem Mars Lumograph kam dieser Spitzer auf eine Spanstärke von 0,37 mm.
  6. Dies im Foto darzustellen wollte mir leider nicht gelingen.
  7. Hier in der gestrahlten Variante; die glänzende würde sich bestimmt noch besser machen.

Ecken und Kanten

Sonntag, 8. Januar 2012

Ein rundgerubbelter Radierer arbeitet ungenau, und diesem Übelstand setzt der japa­nische Hersteller Kokuyo seinen Kadokeshi entgegen.

Ecken und Kanten

Der in drei Größen und drei Farben erhältliche Radierer hat 28 Ecken und ebenso viele Kan­ten und damit das Zeug für ein Präzisionswerkzeug.

Ecken und Kanten

Hier mit einem Tombow KM-KMSC.

Der Kadokeshi radiert sehr gut und erfreulich krümelarm, so dass ich ihn empfehlen kann. Die kleinste Variante – hier gezeigt – misst 14 × 14 × 35 mm und kostet im Doppelpack 150 Yen (gut 1,50 Euro). – Der pfiffige, von Hideo Kanbara gestaltete Radierer hat es auch in das Museum of Modern Art geschafft.

Ecken und Kanten

Weitere Radierer mit ähnlicher Zielsetzung sind der Mirikeshi aus gleichem Hause und der METAPHYS 44050 viss.

Rüssel und Radierer (4)

Dienstag, 7. Juni 2011

Offenbar hat es sich herumgetrötet, dass ich den gemütlichen Dickhäutern gewogen bin, vor allem dann, wenn sie als Radierer auftreten: Es hat nicht lange gedauert, bis vier wei­tere Vertreter dieser speziellen Gattung vorstellig wurden – Vorhang auf!

Elefanten-Radierer-Bausatz von IWAKO

Billy (links oder rechts) und sein Zwillingsbruder (rechts oder links)

Die weite Reise aus dem fernen Japan nicht gescheut hat dieser liebenswürdige Gefährte, der als Mitglied der großen Familie IWAKO eine kaum zu überschauende Zahl naher und entfernter Verwandter hinter sich weiß. In Kinderhand fühlt er sich am wohlsten, und da er vor sei­nem ersten Einsatz eine einfache Montage erfordert, nimmt er mir den Spitz­namen „Billy” sicher nicht übel.

Der Elefant aus der „Sendung mit der Maus”

Es ist mir eine außerordentliche Freude, ein echtes Schwergewicht des Showgeschäfts in unserer illustren Runde begrüßen zu dürfen. Der immer in blau, mit typischem Getöse und schlicht als „der Elefant” auftretende Star erfreut sich besonders bei Kindern jeden Alters größter Beliebtheit und weiß stets durch pfiffige Ideen und überraschende Aktionen zu überzeugen.

Wichmann AKA 1200/20 für Blei und Kohle

Der dritte Gast kann heute leider nicht persönlich anwesend sein und verweist stattdessen auf sein (zugegebenermaßen nicht mehr ganz so aktuelles) Konterfei in der 20. Ausgabe des Hauptkataloges der Gebrüder Wichmann aus dem Jahr 1940. Ich bedaure sehr, dass er verhindert ist und hoffe trotz seines etwas grimmigen Blicks auf ein Gespräch zu einem spä­teren Zeitpunkt.

Kantiges Kaliber unbekannter Provenienz

Kastenförmig und kompakt kommt dieser Kollege daher, dessen große blaue Ohren ebenso flach anliegen wie sein schlanker Rüssel. Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten – das gefällt mir!

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1+1=2

Mittwoch, 1. Juni 2011

Mit einer ungewöhnlichen Kombination überraschte bereits im Februar der japanische Her­steller Sharp in Zusammenarbeit mit Tombow.

1+1=2

Das Set „MONO × SHARP” mit der Artikelnummer EL-MN110X enthält einen solarbetriebe­nen, 140 × 57 mm großen und 10 mm flachen Taschenrechner mit Kunststoffetui und den Radierer-Klassiker „Mono” in der mittleren Größe.

1+1=2

Der Rechner bietet die Grundrechenarten und Prozent, einen Speicher sowie Steuerbe­rechnungsfunktionen für Japan. – Zum bekannten und beliebten „Mono” muss man wohl nichts mehr sagen.

1+1=2

Mir gefallen die farbliche Abstimmung des Rechners auf den Radierer und das etwas Ana­chronistische – in einer Zeit, in der selbst im einfachsten Mobiltelefon ein Rechner steckt und fast jedes elektronische Gerät mehr als einen Zweck erfüllt, wirkt ein Taschenrechner ohne Zusatznutzen beinahe überholt.

1+1=2

Das Duo kostet umgerechnet etwa 10 Euro; die beiden anderen Varianten enthalten leis­tungsfähigere Rechner und den Stangen-Radierer „Mono One”.

Nachtrag vom 8.6.11: Zu diesem Rechner bauähnlich ist der Sharp EL-W200E.

Schwarz

Freitag, 4. März 2011

Klein und schwarz ist der Radierer mit dem schlichten Namen „Black” aus der Ain-Serie von Pentel, der ausschließlich für den US-amerikanischen Markt hergestellt wird.

Schwarz

Der transparent folienverpackte Radierer mit Pappmanschette misst etwa 44 × 28 × 12 mm und macht das Mäppchen um gut 12 Gramm schwerer. Seine Leistung ist beachtlich und deutlich besser als die der meisten anderen mir bekannten schwarzen Radierer: Er krü­melt wenig, schont das Papier, schmiert nicht, verbraucht sich sehr langsam und kommt damit fast an den Mitsubishi BOXY, den für mich besten seiner Gattung, heran.

Schwarz

Hier mit einem schwarzen Spitzer von Eisen und einem Pentel Black Polymer 999 HB.

Vielen Dank an Jürg für den Pentel Black!


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