Archiv des Stichworts „Reklame”

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Schöner verkaufen

Samstag, 16. März 2013

Schöner verkaufen

Verkaufskästen der Schwan-Bleistift-Fabrik (um 1920). – Danke an Herbert R. für den Scan!

J.S. Staedtler 1919 (9)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nicht nur Schwan hatte Techniker-Etuis im Sortiment, sondern auch J.S. Staedtler, wie dieser Ausschnitt aus dem Katalog von 1919 zeigt.

J.S. Staedtler 1919 (9)

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Die Pappschachtel, deren Gestaltung mich an das Krokier-Etui Nr. 3144 von Johann Faber erinnert, enthielt zehn kurze, runde Farbstifte, die wahlweise unbehandelt oder poliert wa­ren. (Mit „poliert” bezeichnete damals lackierte Stifte, denn diese wurden oft noch von Hand mit einem Tuch poliert.)

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie man auf die Länge von 11 cm kam, ist mir unklar (auch die Herkunft der Standard­länge von 17,5 mm kenne ich bis heute nicht).

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Gestaltung sowohl des Etuis als auch des Katalogs finde ich ansprechend. Für den Men­gensatz kam die Behrens Antiqua von Peter Behrens und für die Überschriften die Fette Bernhard-Antiqua von Prof. Lucian Bernhard zum Einsatz; beide Schriftarten gefallen mir. – Ich halte es für möglich, dass der Rahmenschmuck des Etiketts ebenfalls von Peter Beh­rens stammt

J.S. Staedtler 1919 (9)

Die Lücken in der Nummerierung dürften darauf zurückzuführen sein, dass die Stifte dieses Etuis ein Teil des kompletten Sortiments waren.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Wie bei den Landkartenstiften zeigten Abbildungen die Verwendung des Inhalts – für mich ein weiteres reizvolles Detail.

J.S. Staedtler 1919 (9)

Der kleine Mond, diesmal recht ernst, durfte natürlich nicht fehlen.

J.S. Staedtler 1919 (9)

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Tonware

Sonntag, 17. Februar 2013

Neu in der Rubrik „Brauch' ich zwar nicht, muss ich aber haben”: Ein alter Aschenbecher von STAEDTLER.

Tonware

Das 150 mm breite, 38 mm hohe und gut 400 g schwere Stück ist vermutlich aus glasier­tem Steingut und trägt keine Kennzeichnungen. Ich denke, dass es 80 bis 90 Jahre alt ist, werde aber versuchen, mehr herauszufinden.

Tonware

Natürlich wird es bei mir nie mit Asche in Berührung kommen1, sondern mich anderweitig erfreuen. So könnte es z. B. als dekorative Ablage für Bleistiftstummeln dienen.

Tonware

Außer der in meinen Augen sehr schönen Gestaltung gefällt mir, dass der Aschenbecher und der Bleistift den Ton gemeinsam haben.

  1. Stammleser wissen von meiner Gewohnheit des Nichtrauchens.

Bunt beringt

Dienstag, 12. Februar 2013

Aus einem Faltblatt für den Tintenstift STABILO Cellomin: Die attraktiven Kennringe einiger Tinten- und Kopierstifte der Schwan-Bleistift-Fabrik.

Bunt beringt

Die patentierte Mine des Ende der 1930er Jahre eingeführten Cellomin enthielt Farbzellen, die durch ein Gerüst chemischer Stoffe umgeben und so vor Feuchtigkeit geschützt wa­ren; lediglich die äußeren und die an der Spitze abgeschriebenen Farbzellen lagen frei. So wurde das Aufweichen der Mine und das Verbiegen des Stifts bei feuchter Luft vermie­den, was den Cellomin klimafest machte.

Bunt beringt

Das aus dem Jahr 1940 stammende Faltblatt mit zahlreichen Anwendungsbeispielen beant­wortet auch eine häufig gestellte Frage:

Wie unterscheiden sich Kopier- von Tintenstiften?
Kopierstifte schreiben schwarz, kopieren aber violettfarbig.
Bei Tintenstiften ist Schrift und Kopie gleichfarbig.
Tintenstifte sind auch als Farbkopierstifte allgemein bekannt.

(Allerdings passt der zweite Satz nicht zu allen aufgeführten Tintenstiften.)

Übrigens: Der STABILO Cellomin war 1939 der erste Stift, der das im April 1938 als Patent eingetragene Schwan-Auge trug. – Eine weitere Reklame für den Cellomin gibt es unter „STABILO im Büro”.

Markiges Marketing (21)

Freitag, 8. Februar 2013

Markiges Marketing (21)

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehrere zum Teil konkurrierende Stifthersteller mit dem Namen Faber, und an andere konnten sich die Kunden zumindest noch erinnern. So war es für diese Unternehmen besonders wichtig, sich abzusetzen und nicht nur auf ihren Namen (oder wie im Falle von A.W. Faber sogar auf Namensbestandteile), sondern auch auf ihr Markenzeichen hinzuweisen, wie es Johann Faber mit dieser etwa 100 Jahre alten und 5 × 5 cm großen Reklamemarke getan hat. Statt eines Produktbilds stehen hier Schlä­gel und Eisen im Mittelpunkt, die bis ins 17. Jahrhundert hinein die typischen Werkzeuge des Bergmanns waren und auch heute noch als Symbol in Gebrauch sind (es kennzeichnet u. a. den Werktag in Fahrplänen und ist im Unicode-Standard enthalten). Ich vermute, dass Johann Faber dieses (übrigens seitenverkehrte) Zeichen wegen des Graphitbergbaus gewählt hat, und würde mich nicht wundern, wenn man mit dem Bogen auf dieser in mei­nen Augen sehr ansprechenden Reklamemarke einen Stollen hat andeuten wollen. – Apro­pos Marke: Das 1875 in Kraft getretene Markenschutzgesetz geht auf die Petition eines anderen Faber zurück, nämlich auf die des Lothar von (und Bruder des Johann).

Nachtrag vom 28.2.13: In der Festschrift „Die Bleistift-Fabrik von Johann Faber in Nürn­berg” von Carl Faber, herausgegeben anlässlich des 70. Geburtstags von Johann Faber und des zehnjährigen Bestehens der Fabrik (Bieling-Dietz 1889), heißt es:

„Alle Bleistift von Johann Faber sind mit dem vollen Namen der Firma: Johann Faber und der Schutzmarke ⚒ (zwei sich kreuzenden Hämmern) gestempelt.”

Den Kopf der Seite 1 ziert diese Grafik:

Markiges Marketing (21)

Somit handelt es sich bei diesem Logo nicht um Schlägel und Eisen, wie ich bisher dachte, sondern um zwei Hämmer.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf diese Festschrift!

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Achtung, jetzt kommt Werbung!

Samstag, 26. Januar 2013

Heute nur ein kurzer Beitrag mit zwei langen Werbe-Bleistiften, die vielleicht von Schwan-STABILO stammen.

Achtung, jetzt kommt Werbung!

Zum Größenvergleich ein älterer STABILO Opéra.

Wie ich darauf komme, dass Schwan-STABILO diese Stifte gefertigt haben könnte? Nun, in einem Abschnitt in der hervorragenden, aber leider inzwischen vergriffenen Festschrift „Millions of Colours – One World. Eine Unternehmensgeschichte im Zeichen des Schwans” (2005) wird das Tochterunternehmen „Schwan-STABILO Promotion Products” erwähnt, das in den 1950er Jahren als Rekla-Abteilung (für „Reklame”) begonnen hat, und dieses Foto gezeigt:

Achtung, jetzt kommt Werbung!

Am Montag geht es raus aus dem Museumskeller und rein in die Paperworld 2013, um die Neuigkeiten zu bestaunen. Ich werde berichten!

P.S.: Richtige Werbung kommt hier natürlich nicht, denn dieses Weblog ist und bleibt werbefrei.

Großberger & Kurz 1880

Mittwoch, 23. Januar 2013

Das heutige Unternehmen Schwan-STABILO geht zurück auf die Kaufleute Georg Groß­berger und Hermann Kurz, die 1854 nahe der alten Kaiserburg in Nürnberg mit der nach damaligen Maßstäben modernen und fabrikmäßigen Herstellung von Bleistiften begannen.

Großberger & Kurz 1880

1865 übernahm Gustav Schwanhäusser den Betrieb und machte im Anklang an seinen Na­men den Schwan zum Markenzeichen seiner Stifte; das Unternehmen firmierte von da ab als „Schwan-Bleistift-Fabrik, Schwanhäusser vorm. Großberger & Kurz”1. Diese Übersicht2 stammt aus einem Katalog von 1880 (auf allen Stiften steht „REGR JANR 8 1867″). – Die Marke „Stabilo” wurde erstmals 1926 eingetragen.

Danke an Herbert R. für den Scan!

Nachtrag vom 12.2.13: Wie kommt es, dass der Katalog, aus dem die gezeigte Seite stammt, noch den Namen „Großberger & Kurz” trägt, obwohl das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Jahre unter „Schwan-Bleistift-Fabrik” auftrat? Der Grund dafür waren der zu dieser Zeit große Aufwand und die hohen Kosten für die Umstellung von Maschi­nen, Druckvorlagen usw., und so gab es den erwähnten Katalog und die darin gezeigten Produkte nahezu unverändert bis etwa 1900. Der Schwan war bereits auf Produkten von Großberger & Kurz zu finden, die es noch bis ins 20. Jahrhundert hinein gab; erst nach und nach tauchte er als eigenständige Marke auf.

  1. Quelle: Schwan-STABILO (Hg.): 125 Jahre Schwan-STABILO. Der Weg eines mittelständischen Familienunternehmens (Intensiv-Werbung GmbH 1980).
  2. Die Schrift in der Tabelle erinnert mich sehr an die Kursivschrift in diesem Schriftmuster.

A.W. Faber 1902

Montag, 21. Januar 2013

A.W. Faber 1902

Anzeige in der „Jugend”, Nr. 45, 1902

Nachtrag vom 28.2.13: In der Festschrift „Die Bleistift-Fabrik von Johann Faber in Nürn­berg” von Carl Faber, herausgegeben anlässlich des 70. Geburtstags von Johann Faber und des zehnjährigen Bestehens der Fabrik (Bieling-Dietz, 1889), heißt es:

„Es gab damals eine Reihe von Pseudo-Fabern, welche schlechte Ware betrü­gerischer Weise mit dem Namen Faber, in Verbindung von anderen Anfangs­buchstaben gestempelt, in den Handel gebracht und so das konsumierende Publikum mißstrauisch gegen eine zweite ächte Faber-Marke auf Bleistiften gemacht hatte.”

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