Archiv des Stichworts „Reklame”

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Feine Feder

Sonntag, 13. August 2017

Als frischgebackener Füllhalter-Nutzer1 bin ich schnell ein Freund feiner Federn geworden. Nicht nur aus diesem Grund fiel mir diese Anzeige für den Pelikano von Pelikan in der Publi­kation „Schrift und Schreiben”, herausgegeben von den Pelikan-Werken in Hannover, auf2.

Feine Feder

Wie fein die EF des Pelikano war, weiß ich nicht, doch ich nehme an, dass sie breiter war als die EF des Pilot Penmanship. Letztere gefällt mir so gut, dass ich sie in den Pilot Prera eingesetzt habe3, denn diesen gibt es nur in F und M.

Feine Feder

Das Schreiben mit dieser Feder ist gewöhnungsbedürftig, da sie nicht nur sehr sensibel auf die Eigenheiten des Papiers reagiert (was einen zudem so manches entdecken lässt), son­dern zum vergleichsweise langsamen Schreiben mit möglichst wenig Druck zwingt. Doch das hat seinen Reiz! – Zurzeit benutze ich im Prera die Aurora Black.

  1. Nein, ich werde dem Bleistift nicht untreu.
  2. Eine Jahresangabe konnte ich nicht finden, aber ich tippe auf die frühen 1960er Jahre.
  3. Dies geht problemlos, weil die Federn und die Tintenleiter fast aller günstigen Füller von Pilot kompatibel und gesteckt sind.

„Peligom klebt alles”

Montag, 31. Juli 2017

Zum Monatsende wird noch schnell etwas ins Weblog geklebt, und zwar eine Anzeige für den Alleskleber „Peligom” von Pelikan.

„Peligom klebt alles”

Sie stammt aus „Konfuzius” von Otto Zierer, einer Ausgabe des „Lux-Lesebogens” („Kleine Bibliothek des Wissens”), erschienen im Verlag Sebastian Lux, Murnau/München. Das Heft trägt keine Jahreszahl, aber die Reihe gab es von 1946 bis 1964: ich vermute, es stammt aus der Mitte der 1950er Jahre.

Danke an Ekaterina für den Hinweis auf die Anzeige und die Leihgabe des Hefts!

A.W. Faber 254x

Samstag, 24. Juni 2017

Hier einige historische Details zu den Minenhaltern 254x von A.W. Faber, die ich kürzlich gezeigt habe.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1900)

Erstmals angeboten wurden die – wie sie korrekt heißen – achteckigen Schraub-Klemm­stifte 2540–2543 im Jahr 1900; der damalige Warenkatalog führte sie in der Rubrik „Förs­terstifte”.

A.W. Faber 254x

Detail-Preis-Liste (um 1909)

In der um 1909 herausgegebenen Detail-Preis-Liste werden auch die zum Klemmstift pas­senden Minen angeboten. Blei- und Farbstifte zum Markieren waren für die verschiedens­ten Berufsgruppen unverzichtbar, doch in dieser Liste wird der Verwendungszweck keiner bestimmten Berufsgruppe mehr zugeordnet.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

In den späteren Jahren bleibt die Produktnummer gleich, aber die Form der Nickelspitze und die Stempelung variieren. Im Warenkatalog von 1952 wird der Klemmstift zusätzlich in Gelb aufgeführt (2544).

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

Die letzte Erwähnung findet dieser Klemmstift im Jubläumskatalog von 1961; in späteren Katalogen erscheint er nicht mehr. Möglich, dass ihm die Ausweitung des TK-Sortiments Konkurrenz gemacht hat oder die Kunden zu anderen Mitteln der Kennzeichnung gewech­selt sind.

Danke an Faber-Castell für die Scans und die Details!

Klare Ansage

Freitag, 26. Mai 2017

Klare Ansage

„Hälst du was auf schöne Schrift, schreibe nur mit Staedtler-Stift” meinte J.S. Staedtler in dieser nur 46 mm hohen Anzeige, die 1928 in einer österreichischen Publikation1 erschien, und hatte damit natürlich völlig recht.

  1. Monatszeitschrift „Bergland”, Ausgabe 5, 1928, Verlag „Das Bergland-Buch”, Salzburg.

Granate 1892

Montag, 15. Mai 2017

Meine Suche nach dem Ursprung des als „Granate” bekannten Handspitzers dauert an. Ein neuer Fund führt in das Jahr 1892 und damit weiter zurück als bisher.

Mit „Equal to the finest imported” bewarben Greenough, Hopkins & Cushing im April 1893 den „Peerless”, was die Vermutung nahelegt, dass dieser Spitzer als Konkurrenz zu Import­ware antrat. Eine Bestätigung dafür findet sich in „The American Stationer”, Ausgabe 31 vom 7. Januar 1892:

Granate 1892

Granate 1892

Die Formulierung „which has heretofore been imported” belegt es – der „Peerless” (oder ein ähnlicher Spitzer) musste also bisher importiert werden, und zwar aus Europa, wie es weiter heißt.

Einer Meldung in „The American Stationer”, Ausgabe 32 vom 3. November 1892, zufolge war das Unternehmen zehn Monate nach dieser Meldung zur Auslieferung des „Peerless” bereit:

Granate 1892

Und auch hier der Hinweis auf importierte Spitzer. Aber welche waren das? Einen kleinen Hinweis könnte diese Anzeige der B. Lawrence Stationery Co., 224, 226 and 228 Centre Street, New York in „The American Stationer”, Ausgabe 31 vom 7. Januar 1892, geben:

Granate 1892

(zum Vergrößern anklicken)

Leider fehlen der Name und eine Angabe zur Herkunft dieses Modells. War es dieses, zu dem der „Peerless” in Konkurrenz trat?

Granate 1892

Geht man davon aus, dass die Darstellung weitgehend korrekt ist, fallen die beiden Schrau­ben auf. Die frühen Versionen der „Granate” von Möbius+Ruppert und Möller & Breitscheid hatten ein Rändelrad und zwei Stifte, um das Messer zu halten, doch der Brinco „Sharpe-Point” nutzte zwei Schrauben. Führt die Spur nach England?

Granate 1893

Dienstag, 9. Mai 2017

Ein weiteres Puzzlestück in der Geschichte des hierzulande als „Granate” bekannten Hand­spitzers: Diese Anzeige in „The American Stationer”, Ausgabe 33 vom 13. April 1893, Seite 821.

Granate 1893

Das ist die älteste mir bekannte Darstellung des „Granate”-Designs1 (zylindrisch, vier Rände­lungen und konische Spitze).

Interessant finde ich die Aussage „Equal to the finest imported”. War der „Peerless” etwa das im Inland gefertige Konkurrenzprodukt für importierte Spitzer, darunter die „Granate”? Wenn ja: Woher kam sie? Wer hat das Design erdacht und sie gefertigt? Welche Firmen haben sie vertrieben und exportiert? Eine weitere Recherche lohnt sicher.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf die Anzeige!

  1. Das Early Office Museum führt in der Rubrik „Small Pencil Sharpeners” einen sehr ähnlichen „American Cartridge Pencil Sharpener” von Eberhard Faber auf und gibt das Jahr 1892 an, doch da eine Quellenangabe fehlt, ist diese Information für mich wertlos. – Siehe auch „Granate 1892–1933″.

„Wer schreibt, …

Montag, 6. Februar 2017

… küsst besser” meint die Initiative Schreiben e.V. („Handschrift bist Du!”) und hat damit natürlich recht. – 3,6 Millionen dieser Flachbeutel1 kamen vergangenes Jahr in den Einzel­handel.

  1. Wieder ein neues Wort gelernt.

Farbenspiel

Samstag, 4. Februar 2017

Einen farbenfrohen Auftritt hatte die Schwan-Bleistift-Fabrik A.G. Nürnberg im Jahr 1944 mit dieser Anzeige.

Farbenspiel

(zum Vergrößern anklicken)

Die als Beileger ausgeführte Anzeige ist beidseitig bedruckt und misst 24 × 16,3 cm; das Papier ist mit gefühlten 70 g/m² vergleichsweise dünn.

Farbenspiel

Der Name „Stabilo” geht zurück auf die hohe Stabilität des 1925 von Schwan vorgestellten Dünn­kernfarbstifts und wurde 1939 eingetragen. – Im gleichen Jahr kam der Schwan auf die Tauchkappe; dieses sog. „Schwan-Auge” ziert die Stifte noch heute.

Farbenspiel

Unnötig zu sagen, dass ich die Gestaltung sehr reizvoll finde.

Farbenspiel

Nachtrag vom 6.2.17: Diese Anzeige lag im Dezember 1944 der Sonderausgabe „Der Eu­ropäische Mensch” der Wochenzeitung „Illustrirte Zeitung Leipzig” bei, die im J.J. Weber Verlag Leipzig erschien. Von dieser Zeitung gab es von 1843 bis in den September 1944 hinein wöchentlich eine Ausgabe. Kriegbedingt wurde der Druck mit der letzten regulären Ausgabe im September 1944 eingestellt; danach erschien nur noch die erwähnte Sonder­ausgabe. Nach dem Krieg wurde die Arbeit an dieser Zeitung nicht wieder aufgenommen.

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