Post-​Feder

Post-Feder

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Nein, die­ser Pilot Cus­tom Heri­tage 912 hatte kei­nen Unfall, und die unge­wöhn­li­che Form sei­ner Feder ist auch nicht das Ergeb­nis einer frag­wür­di­gen Bastelei.

Die Krüm­mung der soge­nann­ten PO-​Feder hat einen beson­de­ren Grund. Als im Japan der 1920er Jahre Post­kar­ten auf­ka­men, waren diese zunächst aus wei­chem, fase­ri­gem Papier, das sich zwar gut für die Beschrif­tung mit dem Pin­sel eig­nete, aber nicht für die mit dem Füll­fe­der­hal­ter. Und weil der Ver­sand der Post­karte deut­lich güns­ti­ger war als der eines Briefs, erfreute sie sich gro­ßer Belieb­heit. So ent­warf der japa­ni­sche Her­stel­ler Pilot eine Feder für das Schrei­ben auf die­sem bil­li­gem Papier. Sie ist sehr fest und hat eben diese Krüm­mung, durch die die Spitze fast senk­recht auf dem Papier steht; dies führt auf wei­chem und rau­hem Papier zu einer noch schwär­z­e­ren Schrift, ohne dass diese dabei zer­fa­sert. Diese Feder, die etwas fei­ner ist als die EF-​Feder des Pilot Pen­man­ship, glei­tet sehr leicht und hat einen sehr gu­ten Tin­ten­fluss, und es macht mir große Freude, mit ihr zu schrei­ben. – Außer im Cus­tom Heri­tage 912, den ich haupt­sächlich zusam­men mit dem Hobo­ni­chi Techo benutze, bie­tet Pilot diese PO-​Feder noch im Cus­tom 742 und im Cus­tom 743 an.

Vier

Vier

Beim heu­ti­gen Morgenspaziergang

Kisho ist heute vier! Das wird natür­lich gefei­ert, und wir hof­fen, dass er mit uns genauso glück­lich ist wie wir mit ihm und wir noch viele schöne Jahre zusam­men ver­brin­gen dürfen.

Bäume

Notiz­bü­cher gibt es inzwi­schen in fast allen erdenk­li­chen Vari­an­ten, und man­che heben sich wohl­tuend von der Masse ab. Dazu gehört das „Trees“-Notizbuch aus der Reihe „Ob­server’s Note­book“ von Prince­ton Archi­tec­tu­ral Press1, das bereits im Okto­ber vergange­nen Jah­res auf den Markt kam.

Bäume

Das Notiz­buch in sei­nem natür­li­chen Umfeld. Mit schi­cker Banderole …

Es ist gut 18 × 23 mm groß, hat einen fes­ten Gewebe-​Einband und 160 faden­ge­hef­tete Sei­ten. Acht geschmack­voll illus­trierte Sei­ten bie­ten auf­schluss­rei­che Details u. a. zu Stäm­men, Blät­tern und Früch­ten und tren­nen das Notiz­buch in neun Teile, die jeweils eine an­dere Linea­tur haben.

Bäume

… und ohne, dafür mit einem Mitsu­bi­shi 9000 HB zum Größenvergleich.

So lädt es dazu ein, sich als Hobby-​Naturforscher mit Bäu­men zu beschäf­ti­gen oder sich bei ganz ande­ren Noti­zen von die­sen präch­ti­gen Orga­nis­men anre­gen zu lassen.

Bäume

Das in mei­nen Augen anspre­chend gestal­tete Notiz­buch lässt sich gut auf­schla­gen und bleibt geöff­net lie­gen, und sowohl die Ver­ar­bei­tung als auch das Papier machen einen sehr guten Ein­druck. Zur Gram­ma­tur kann ich man­gels Fach­wis­sens jedoch nichts sagen, und ein Test zur Eig­nung des Papiers für Füll­fe­der­hal­ter steht noch aus.

Bäume

Bäume

Das in China gefer­tigte „Trees“-Notizbuch kos­tet knapp 15 Euro.

Bäume

Wei­tere nicht min­der gelun­gene Notiz­bü­cher die­ser Reihe sind „Wea­ther“, „Home“ und „Astro­nomy“.

  1. Eben­falls inter­es­sant finde ich die „grids & guides“-Reihe vom sel­ben Ver­lag, die neben Notiz­büchern auch Blö­cke und Blei­stifte umfasst (siehe dazu „grids & gui­des sta­tio­nery“ bei pen­cil talk).↩

Pilot S15

Pilot S15

Pfif­fige Köpfe haben her­aus­ge­fun­den, wie man das Griff­stück des Druck­blei­stifts Pilot S20 gegen das des Pilot S10 tau­schen kann. Die Bezeich­nung S15 für die­sen neuen Stift liegt natür­lich nahe! – Bei Gele­gen­heit mehr dazu.

Nach­trag vom 10.2.19: Details zum Umbau gibt es hier.

Taschenschere PLUS SC-130P

Ab sofort in mei­nem Mäpp­chen: Die Taschen­schere SC-​130P des japa­ni­schen Anbie­ters PLUS1.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die aus ABS und Edel­stahl gefer­tigte SC-​130P ist 135 mm lang, etwa 10 mm dick und sehr ordent­lich ver­ar­bei­tet; ihre Blät­ter sind gut 40 mm lang. Die Schnei­den sind gekrümmt, wodurch – so der Anbie­ter – die „Schnei­de­ob­jekte fest gegrif­fen und der opti­male Win­kel zwi­schen den Klin­gen bewahrt“ werden.

Taschenschere PLUS SC-130P

Zum Gebrauch zieht man die gut sit­zende Kappe ab und schiebt den Drü­cker etwas vor, um die Ver­rie­ge­lung zu lösen; eine Feder drückt dann das beweg­li­che Blatt weg.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die SC-​130P ist in drei Farb­va­ri­an­ten erhält­lich und kos­tet etwa 6 Euro.

Taschenschere PLUS SC-130P

Danke an Wow­ter für die SC-130P!

  1. Sie löst die Ray­may Pen Cut ab.↩

Koh-​I-​Noor Duo

Ein beson­de­res Exem­plar des zwei­far­bi­gen holz­ge­fass­ten Stifts ist der Duo von Koh-​I-​Noor aus Tschechien.

Koh-I-Noor Duo

Den als Zim­mer­mans­stift aus­ge­führ­ten Duo gibt es in Graphit/​Rot und Graphit/​Blau; beide Vari­an­ten wer­den zusam­men im Set ange­bo­ten1. Er ist 17,5 cm lang, hat einen Quer­schnitt von 8 × 12 mm2 mit abge­run­de­ten Breit­sei­ten und eine 2 × 5 mm dicke Mine. Außer den hier zu sehen­den gibt es keine wei­te­ren Kennzeichnungen.

Koh-I-Noor Duo

Die Gra­phit­mine macht 60% der Länge aus und hat eine etwa dem STAEDTLER Mars Lumo­graph 2B ent­spre­chende Härte, schreibt aber rau­her und nicht so sau­ber. Beide Farb­mi­nen sind ver­gleichs­weise fest und ein wenig krei­dig. – Farbe, Mase­rung und Aroma des Hol­zes las­sen mich auf Weymouth-​Kiefer schließen.

Koh-I-Noor Duo

Die Ver­ar­bei­tung des Duo ist mit­tel­mä­ßig, denn im dün­nen Lack gibt es einige Unre­gel­mä­ßig­kei­ten und zwi­schen den Holz­hälf­ten einen fei­nen Spalt. Der Prä­ge­druck indes ist bemer­kens­wert gleich­mä­ßig und konturenscharf.

Koh-I-Noor Duo

Der Koh-​I-​Noor Duo hat die Arti­kel­num­mer 1536; für das Set habe ich auf eBay 4,30 Euro bezahlt.

  1. Mei­nes Wis­sens sind sie nicht ein­zeln erhält­lich.↩
  2. Maße des kon­tur­um­schlie­ßen­den Recht­ecks.↩

Hopjesbruin

Hopjesbruin

Baron Hen­drik Hop, gebo­ren 1723, lebte um 1800 in Den Haag und mochte Kaf­fee sehr. Der Legende nach ließ er eines Abends sei­nen Kaf­fee mit Zucker und Sahne auf dem Ofen ste­hen und fand diese Mischung am nächs­ten Mor­gen als Kara­mel wie­der. Ange­tan vom Geschmack die­ses Zufalls­pro­dukts und von sei­nem Arzt auf­ge­for­dert, kei­nen Kaf­fee mehr zu trin­ken, bat er sei­nen Nach­barn, einen Kon­di­tor, Bon­bons die­ser Art zu machen. So ent­stand die heute als „Haag­sche Hop­jes“ bekannte Süßig­keit. An deren Braun­ton lehnt sich die Tinte „Hop­jes­b­ruin“ des eben­falls in Den Haag ansäs­si­gen Anbie­ters P.W. Akker­man an, und durch die Geschichte der Hop­jes habe ich an die­ser Tinte1 noch mehr Freude.

Danke an Wow­ter für die lecke­ren Haag­sche Hopjes!

  1. Hier im Pilot Legno 89s.↩
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