Archiv des Stichworts „Zeichen”

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H wie Hand

Mittwoch, 25. Januar 2012

H wie Hand

Hinweisende Hand auf einem Mülleimer in Bensheim (Bergstraße). – Mehr zur Zeigehand gibt es hier.

Na und?

Samstag, 31. Dezember 2011

Das et aus der Cooper Black1 (1921) gefällt mir so gut, dass ich mir einen Gummistempel mit dieser Glyphe habe machen lassen.

Na und?

Wozu? Zum Ausleben der Freude, zur Dekoration und um zu vermeiden, dass dieses Jahr vernünftig ausklingt.

Ich wünsche meinen Lesern einen angenehmen Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr!

  1. Weitere Schnitte führt Wordshape: Italic, Hilite, Condensed und Swash Italic; Swash gibt es bei Linotype. – Literaturtipp dazu: „BIG Black & Beautiful” von Ward Nicolaas (BIS Publishers 2011).

Altmetall

Freitag, 18. November 2011

Mit was man sich so das Haus vollstopft! Etwa 60 × 31 cm groß und knapp drei Kilogramm schwer ist dieses Blechschild aus den alten Tagen der Eberhard Faber KG in Neumarkt bei Nürnberg.

Altmetall

Zum Größenvergleich unten rechts ein Eberhard Faber Van Dyke 600 5H.

Thematisch passend wird es den Werkkeller zieren.

Altmetall

Das kleine c gefällt mir am besten.

Kleiner Mond

Sonntag, 23. Oktober 2011

Als eines der frühesten Warenzeichen für Bleistifte gilt der Halbmond, den J.S. Staedtler 1887 beim Amtsgericht Nürnberg angemeldet hat.

Kleiner Mond

Die Herkunft dieses Halbmondes ist unklar; man ver­mutet einen Zusammenhang mit dem Export in den Orient1. Das hier gezeigte Exemplar aus einer Anzeige in der „Progressive Ar­chitecture” vom April 1952 ist nur 15 × 15 mm klein und zudem mit einem Slogan ge­schmückt. – Genutzt wurde der Halbmond, der strenggenommen ein Viertelmond ist, bis in die 1960er Jahre hinein.

  1. In englischsprachigen Katalogen nannte sich das Unternehmen zuweilen sogar „Moon Pencil Factory”.

L

Freitag, 23. September 2011

Dem Versal-L bin ich aus diversen Gründen zugeneigt, und so konnte ich mir nicht verknei­fen, bei der Bestellung von etwas ganz anderem noch um den Druck zweier Holzlettern zu bitten.

L

In einem Rahmen von Max Aab werden diese beiden meine Arbeitsecke zieren.

Untergrund

Samstag, 3. September 2011

Als Hobby-Messie genieße ich den Vorzug, zuweilen etwas finden zu dürfen, ohne es zu suchen1. Heutiges Fundstück ist ein Linienplan der Londoner U-Bahn aus den Siebzigen.

Untergrund

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Dieser Plan ist ein Klassiker des Corporate Design und zudem ein Augenschmaus für viele Typoholiker wie mich, steht doch die berühmte, von Edward Johnston für die „Tube” ent­worfene und 1916 veröffentlichte Schrift Johnston Sans im Mittelpunkt (auch wenn die hier zu sehende Variante bereits eine überarbeitete ist).

Untergrund

Die für mich beste Darstellung dieser Schrift mit Details zu ihrem Schöpfer findet sich übri­gens in dem sehr lesenswerten Buch „Just My Type” von Simon Garfield, erschienen 2010 bei Profile Books, das hiermit allen an Typografie Interessierten wärmstens empfohlen sei.

  1. Den umgekehrten Fall gibt es natürlich auch, doch dieser ist weniger vorzüglich und heute nicht das Thema.

Handband

Samstag, 27. August 2011

Handband

Manikel1 als Meterware: 260 cm lang, 5,5 cm breit und für mich unwiderstehlich ist dieses Stoffband, das ich bei Etsy erspäht und umgehend erworben habe.

Handband

Noch weiß ich nicht, was ich daraus machen werde, doch irgendetwas wird mir sicher ein­fallen. Vielleicht ein Etui für Stifte?

  1. Das ist mein Übersetzungsvorschlag für den englischen Begriff „manicule”, der die kleine Hand bezeichnet.

Kleine Hand

Samstag, 9. Juli 2011

Christian Morgenstern sagte einmal:

Du lebst so lange nur, als du entdeckst.

Ginge es danach, so würde ich gründlich und lange leben, selbst wenn die Dinge, die ich entdecke, manchmal nicht nur einige hundert Jahre alt, sondern auch vielen schon be­kannt sind. Startpunkt der Entdeckungsreise war diesmal „CopyPasteCharacter” bei Orange Crate Art (Thank you, Michael!).

Kleine Hand

Motiv des Stempels „DingsBums” von Kreuzer (1975)

Ich hätte nicht gedacht, dass die Hand mit Manschette und ausgestrecktem Zeigefinger bereits im 12. Jahrhundert aufkam, in etlichen Varianten von Schreibern, Druckern und Le­sern in Manuskripten und Büchern zur Kennzeichnung benutzt wurde und heute in sechs Uni­code-Zeichen weiterlebt.

Kleine Hand

Unicode-Zeichen „Weißer Zeigefinger nach rechts”
(U+261E; hier das Exemplar aus dem Font Zapf Dingbats)

Kleine Hand

Dreidimensionale Ausführung als Aufstecker für den
Drehbleistift Kreuzer Blift (ca. 1974)

Die Ästhetik der zeigenden Hand hat mich immer angesprochen, was soweit ging, dass ich eine Variante aus einem Handbuch der 1970er Jahre als Stempel umgesetzt habe (natür­lich hat der als Bleistift ausgeführte Zeigefinger eine wichtige Rolle gespielt).

Kleine Hand

Stempel nach einem Symbol aus der Anleitung zum Taschenrechner TI-59

Ganz anders, nämlich wissenschaftlich hat sich William H. Sherman in „Toward a History of the Manicule” (PDF) mit diesem Zeichen befasst. Darin zitiert er Heather Wolfe, eine Kura­torin der Folger Shakespeare Library, die dem Ding einen Namen gab: „manicule”, von „manicula”, dem lateinischen Wort für „kleine Hand”.

Kleine Hand

22 × 17 Pixel: Mein Windows-Mauszeiger über einem Link

Die englische Bezeichnung hat es bis jetzt nicht in die großen Wörterbücher geschafft, und ich bin sicher, dass ich vor einem deutschen Begriff1 noch einige geschichtliche Details zu der kleinen Hand finde.

Nachtrag vom 14.4.12: Die kleine Hand als Sonderdruck.

Nachtrag vom 10.11.13: Den zweiten Teil zur kleinen Hand gibt es hier.

Nachtrag vom 31.1.14: Eine Schreibfeder in Form einer Zeigehand.

  1. Ich schicke „Manikel” ins Rennen.

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