Monatsarchiv für September 2012

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A.W. Faber 1927

Freitag, 14. September 2012

Auf der Rückseite einer 14 × 22,5 cm großen Rechnung vom Oktober des Jahres 1927: Eine farbenprächtige Reklame für Stifte von A.W. Faber.

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

A.W. Faber 1927

Elefant

Donnerstag, 13. September 2012

Elefant

Einfach schön, dieser kleine Elefant, der hier eine alte Pappschachtel mit Kopierstiften von STAEDTLER ziert und die vor langer Zeit eingetragene Marke verbildlicht. Zunächst kam er als „Elephant”, später als „Elefant”; einen Kiddifant gab es auch noch. Ein liebenswürdiger Sympathieträger!

Immer diese Diskussionen

Dienstag, 11. September 2012

Immer diese Diskussionen

Genau geschaut

Sonntag, 9. September 2012

Genau geschaut

Nachtrag vom 19.9.12: Den Beitrag zum IBM Electrographic gibt es hier.

Flechtwerk

Samstag, 8. September 2012

Flechtwerk

Illustration auf dem Deckel einer Blechschachtel von FILA

Deadline

Freitag, 7. September 2012

Als man im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) mehr Gefangene machte als man un­terbringen konnte, trieb man sie auf freiem Feld zusammen und zog eine in die Erde ge­ritzte Linie um sie. Die Bewacher postierte man so, dass sie die Linie im Blick hatten, und wer sie überschritt, wurde erschossen. Diese „deadline”, also Todeslinie, ist als Begriff seit 1864 in den Kongress-Akten verbürgt1. Später hat sie es nicht nur vom Raum in die Zeit und als Synonym für den allerletzten Termin auch in die deutsche Sprache geschafft, son­dern sogar auf einen Bleistift von J.S. Staedtler, Inc.2, USA.

Deadline

Der runde, im Dutzend mit einer Karton-Banderole verpackte „Deadline” ist gelborange la­ckiert; sein Alter schätze ich auf etwa 70 Jahre3. Alle Stifte sind noch gerade und bis auf kleine, vermutlich durch die Lagerung und den Transport bedingte Schäden sehr gut er­halten.

Deadline

Die schwarze Bedruckung spricht mich sehr an, beschränkt sie sich doch auf das Wesent­liche und ist typografisch gelungen. Es fällt auf, dass der „Deadline” entgegen dem heute Üblichen eine sog. Linkshänderbeschriftung4 hat, seine Schrift also zur Spitze läuft. Die An­gabe des Härtegrads fehlt, und auch eine Blindprägung gibt es nicht.

Deadline

Der Viertelmond ist natürlich mit von der Partie.

Deadline

Der in den USA hergestellte „Deadline” ist nicht werkseitig gespitzt. Die Schnittflächen wurden von dem in der Fertigung übergetretenen Lack gesäubert und geben den Blick auf die bei allen Exemplaren zentrisch sitzende Mine frei.

Deadline

Die Mine des 7,8 mm dicken Stifts ist beeindruckende 3,8 mm stark und damit fast doppelt so dick wie die der meisten heutigen Bleistifte. Dies lässt vermuten, dass man eine beson­dere Zielgruppe ansprechen wollte; interessant zu wissen wäre, welcher Einsatzzweck be­worben wurde und warum man den Namen „Deadline” gewählt hat.

Deadline

Beim Spitzen (hier mit dem Kurbelspitzer Carl Decade DE-100) zeigt sich, dass der Lack min­destens dreimal aufgetragen wurde. Zudem ist eine Rotfärbung an der Verleimung zu se­hen, die jedoch keinen Einfluss auf den Halt der Mine hat. Farbe und Maserung des Holzes sprechen für Zeder. – Die bruchstabile Mine, die ich so weich empfinde wie die des Staedt­ler Mars Lumograph 2B, schreibt recht leicht, vergleichsweise sparsam und mit sehr saube­rer Abgabe, aber ein bisschen wachsig. Ihr Abstrich schwärzt gut, ist mäßig wischfest, glänzt geringfügig weniger als der des Lumograph 2B und lässt sich selbst bei festem An­druck noch gut radieren5. Da der „Deadline” beim Schreiben ein klein wenig am Papier haf­tet, halte ich es für möglich, dass seine Minenmischung Ruß enthält6.

Deadline

Die Rückseite der Banderole hat leider einen Preisabriss.

Auch im Gebrauch bemerkt man die hohe Material- und Verarbeitungsqualität des „Dead­line”, und so freue ich mich über diesen besonderen Fund7.

Deadline

  1. Quelle: Rolf-Bernhard Essig, Wie die Kuh aufs Eis kam – Wundersames aus der Welt der Worte (Gustav Kiepenheuer 2007).
  2. Die korrekte Schreibweise ist die in Versalien, also J.S. STAEDTLER, INC. und DEADLINE, aber für die bessere Lesbarkeit nutze ich hier die Gemischtschreibung.
  3. Die Niederlassung in New York wurde 1922 gegründet.
  4. Staedtler Deutschland kehrte 1963 die Beschriftung um.
  5. Getestet mit Staedtler Mars plastic, Seed Radar und Pilot Foam.
  6. Ähnliches kann man beim Staedtler Mars Lumograph 7B und 8B beobachten, deren Minen ebenfalls Ruß enthalten.
  7. eBay.com, gut 10 Euro.

Haarige Angelegenheit

Mittwoch, 5. September 2012

Sehr schön: „Time to Sharpen Up Dudes” von Jacques Maes aus Belgien.

Haarige Angelegenheit

Diese Illustration gibt es auch als Druck in fünf Größen. – Danke an Jacques für die Geneh­migung zur Reproduktion!

Spitzen und speisen

Dienstag, 4. September 2012

Die Ästhetik des Bleistiftspitzers und seiner Späne bringt der karoto in die Küche. Das von Avichai Tadmor aus Israel gestaltete Utensil schält und schneidet Längliches wie z. B. Ka­rotten und gibt damit Leckerem eine ungewohnte, aber attraktive Form. – Der karoto ist in Gelb und Schwarz bei Monkey Business für 12 Euro erhältlich.

Danke an Max für den Hinweis!


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