2023

Minimalismus

Durch Zufall kam ich an einige Exem­plare eines mini­ma­lis­tisch gestal­te­ten Blei­stifts von Mitsubishi/uni.

Minimalismus

Außer dem Logo des Her­stel­lers und dem bis August 2008 genutz­ten für die Japa­nese Indus­trial Stan­dards trägt er nur den Här­te­grad und eine sech­stel­lige Blind­prä­gung. Auf den ers­ten Blick wirkt er wie eine Vari­ante des 1958 ein­ge­führ­ten uni, doch sein Farb­ton ist etwas röt­li­cher und sein Ende offen; zudem fehlt der schwarze Ring. Han­delt es sich viel­leicht um einen der sog. „Mark Sheet“-Bleistifte, die meist nur sehr spar­sam gekenn­zeich­net sind? Wie auch immer – er gefällt mir!

Ausblick

Ausblick

Wäh­rend wir Zwei­bei­ner ins neue Jahr bli­cken – teils mit Sorge, teils mit Zuver­sicht –, schaut Kisho nach zwei Hun­den, die sich uns nähern.

Schlank verlängern

Vom japa­ni­schen Anbie­ter YARN kommt ein ganz beson­de­rer Bleistiftverlängerer.

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Das aus japa­ni­scher Eiche und Mes­sing gefer­tigte Uten­sil ist 110 mm lang, aber nur knapp 11 mm dick und damit der dünnste mir bekannte Ver­län­ge­rer1.

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Die vier­ge­teilte Klem­mung2 mit 15 mm lan­gem, ange­nehm gerän­del­tem Griff­stück nimmt Blei­stifte mit einem Durch­mes­ser von bis zu 8 mm auf und hält sie zuver­läs­sig; auch der Mitsu­bi­shi Hi-uni, des­sen Kunst­stoff­kappe in man­chen Ver­län­ge­rern Pro­bleme macht, passt noch hinein.

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Bereits 10 mm des Blei­stifts rei­chen für einen siche­ren Halt und 90 mm fin­den im Ver­län­ge­rer Platz. – Einen Schutz vor Weg­rol­len gibt es nicht, aber der würde das Design nur stören.

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Die geschmack­volle Mate­ri­al­wahl, die ele­gante Gestal­tung und die her­vor­ra­gende Ver­ar­bei­tung machen den Ver­län­ge­rer zu einem sehr anspre­chen­den Gebrauchs­ge­gen­stand, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

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Der Ver­län­ge­rer kos­tet 4000 Yen (ca. 25 Euro), was ich als sehr mode­rat emp­finde. – Für den Black­wing mit sei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Zwinge gibt es eine pfif­fige Vari­ante.

  1. Mit einem Gewicht von 15,1 g liegt er im Mit­tel­feld (zum Ver­gleich: Rosetta 11,4 g; Pin­guin (ohne Kappe) 14,6 g; STAEDTLER 900 25 17,1 g).
  2. Es fällt auf, dass sich die hier gezeigte Klem­mung von der auf der Pro­dukt­seite unter­schei­det.

„Koh-i-noor“

Heute nur ein Foto, und zwar von einem alten Etui für ein hal­bes Dut­zend Minen der Marke „Koh-i-noor“ mit bri­ti­schem Gra­phit von L. & C. Hardt­muth aus Österreich.

„Koh-i-noor“

Das Alter des Etuis kenne ich nicht, doch beim Blick auf die reiz­volle Gestal­tung stelle ich fest: Wir brau­chen wie­der mehr Schnörkel.

Danke an Mar­tin für die­ses schöne Etui!

Schwarze Katze

Vom japa­ni­schen Her­stel­ler Sun-Star gibt es einen unge­wöhn­li­chen schwar­zen Radierer.

Schwarze Katze

Er soll mit dem Gebrauch die abge­run­dete Form einer Katze anneh­men, wobei er so her­ge­stellt wurde, dass die Augen durch­gän­gig sind (viel­leicht blei­ben bei geschick­ter Hand­ha­bung am Schluss wie bei der Grin­se­katze in „Alice im Wun­der­land“ nur die Augen übrig).

Schwarze Katze

Das japa­ni­sche Unter­neh­men Sun-Star Sta­tio­nery Co., Ltd. wurde 1949 von Sanzo Koba­ya­shi gegrün­det und fer­tigte zunächst Schreib­wa­ren für den Bil­dungs­be­reich; heute hat es haupt­säch­lich unge­wöhn­li­che und ver­spielte Schreib­ge­räte und eben­sol­ches Zube­hör im Sor­ti­ment. – Seit 2013 gehört das Unter­neh­men zur Namco Ban­dai Hol­dings Inc.1.

Der Radie­rer ist 42 × 21 × 21 mm groß und ver­gleichs­weise fest, doch wie gut er radiert (beson­ders im Ver­gleich im ande­ren schwar­zen Radie­rern), kann ich lei­der nicht sagen, da er mir noch zu schade zum Benut­zen ist2.

Danke an Andrea für den reiz­vol­len Kat­zen­ra­die­rer!

  1. Quelle: Sun-Star History.
  2. Das ist das übli­che Dilemma, in dem sich Schreibwaren-Interessierte oft befin­den.

Schick in Schale

Was haben ein Ei und diese Blei­stift­kap­pen gemeinsam?

Schick in Schale

Es ist die Schale, denn die macht 51% des Kap­pen­ma­te­ri­als aus.

Viele Blei­stift­kap­pen aus Kunst­stoff sehen lang­wei­lig oder nach Kos­me­tik­stift aus, doch diese von Kut­suwa aus Japan sind eine wohl­tu­ende Ausnahme.

Schick in Schale

Ich finde die Kap­pen reiz­voll. Die zer­klei­ner­ten Eier­scha­len machen das Mate­rial etwas unre­gel­mä­ßig, und das für Kap­pen unüb­li­che Sicht­fens­ter sowie die bei­den Flü­gel, die das Weg­rol­len ver­hin­dern, tra­gen zur unge­wöhn­li­chen Gestal­tung bei. Sie sind 42 mm lang und haben eine 8,2 mm große Öff­nung, womit sie hexa­go­nale, runde und drei­flä­chige Stifte mit einem Durch­mes­ser von bis zu 8 mm auf­neh­men kön­nen, doch auch auf dün­ne­ren Stif­ten (getes­tet bis ⌀ 7,3 mm) sit­zen sie gut; diese dür­fen dann aber keine lange Spitze haben. – Ange­sichts des Umstands, dass die Kap­pen zu 49% aus Poly­pro­py­len bestehen, gehe ich davon aus, dass sie nicht so schnell rei­ßen wie z. B. die trans­pa­ren­ten aus Poly­car­bo­nat des glei­chen Anbieters.

Schick in Schale

Neben der Vari­ante mit Eier­scha­len gibt es zwei wei­tere mit Jakobs­mu­schel­scha­len und Papier­res­ten. Die Blei­stift­kap­pen kos­ten im Secher­ser­pack 280 Yen (ca. 1,70 Euro).

Kurz notiert

  • Möbius+Ruppert, der in Erlan­gen ansäs­sige Her­stel­ler von Spit­zern und Zei­chen­ge­rä­ten mit über 100-jähriger Geschichte, hat seine Web­site über­ar­bei­tet und führt mit dem ARTEX sowie dem DUPLEX zwei neue Hand­spit­zer auf. – Das dem ARTEX zugrunde lie­gende Patent „Spit­zer für Stifte“ wurde im April 2019 veröffentlicht.
  • Mit einem neuen Blei­stift rich­tet sich Mitsubishi/uni (Japan) an Schü­ler. Der Abstrich der neu ent­wi­ckel­ten Mine des nur im Här­te­grad 2B, aber drei ver­schie­de­nen Lackie­run­gen erhält­li­chen (so die auto­ma­ti­sche Über­set­zung) „uni tablet class pen­cil“ soll bei glei­chem Schreib­druck stär­ker schwär­zen, weni­ger glän­zen und weni­ger reflek­tie­ren als die eines übli­chen Blei­stifts, sich aber genauso gut radie­ren lassen.
  • Das kürz­lich ver­öf­fent­lichte Gebrauchs­mus­ter „Stift mit PLA/PBS-Schaftgrundmaterial“ von STAEDTLER beschreibt einen Stift mit einem Schaft aus Poly­ac­tid (PLA) und Poly­bu­ty­len­suc­ci­nat (PBS). Diese bei­den Bio­kunst­stoffe sind im Gegen­satz zu dem bis­her für extru­dierte Stifte ver­wen­de­ten Poly­sty­rol bio­lo­gisch abbau­bar, bie­ten aber die glei­chen Gebrauchs­ei­gen­schaf­ten, vor allen Spitz­bar­keit und Bie­ge­fes­tig­keit. Wei­tere Bestand­teile des neuen Schaft­ma­te­ri­als sind Cel­lu­lose als Füll­stoff, Wachs, einige Addi­tive und Farbmittel.
  • Nach dem hal­ben Blei­stift zum dop­pel­ten Preis gibt es von Black­wing jetzt den Black­wing Lab 11.24.23. Die zwölf Blei­stifte die­ses Sets stam­men aus dem Aus­schuss, der über drei Jahre gesam­melt wurde, und las­sen befürch­ten, dass das nächste „Lab“-Set aus dem besteht, was beim Aus­fe­gen der Werk­statt anfällt.
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