Pilot

Post-​Feder

Post-Feder

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Nein, die­ser Pilot Cus­tom Heri­tage 912 hatte kei­nen Unfall, und die unge­wöhn­li­che Form sei­ner Feder ist auch nicht das Ergeb­nis einer frag­wür­di­gen Bastelei.

Die Krüm­mung der soge­nann­ten PO-​Feder hat einen beson­de­ren Grund. Als im Japan der 1920er Jahre Post­kar­ten auf­ka­men, waren diese zunächst aus wei­chem, fase­ri­gem Papier, das sich zwar gut für die Beschrif­tung mit dem Pin­sel eig­nete, aber nicht für die mit dem Füll­fe­der­hal­ter. Und weil der Ver­sand der Post­karte deut­lich güns­ti­ger war als der eines Briefs, erfreute sie sich gro­ßer Belieb­heit. So ent­warf der japa­ni­sche Her­stel­ler Pilot eine Feder für das Schrei­ben auf die­sem bil­li­gem Papier. Sie ist sehr fest und hat eben diese Krüm­mung, durch die die Spitze fast senk­recht auf dem Papier steht; dies führt auf wei­chem und rau­hem Papier zu einer noch schwär­z­e­ren Schrift, ohne dass diese dabei zer­fa­sert. Diese Feder, die etwas fei­ner ist als die EF-​Feder des Pilot Pen­man­ship, glei­tet sehr leicht und hat einen sehr gu­ten Tin­ten­fluss, und es macht mir große Freude, mit ihr zu schrei­ben. – Außer im Cus­tom Heri­tage 912, den ich haupt­sächlich zusam­men mit dem Hobo­ni­chi Techo benutze, bie­tet Pilot diese PO-​Feder noch im Cus­tom 742 und im Cus­tom 743 an.

Pilot S15

Pilot S15

Pfif­fige Köpfe haben her­aus­ge­fun­den, wie man das Griff­stück des Druck­blei­stifts Pilot S20 gegen das des Pilot S10 tau­schen kann. Die Bezeich­nung S15 für die­sen neuen Stift liegt natür­lich nahe! – Bei Gele­gen­heit mehr dazu.

Nach­trag vom 10.2.19: Details zum Umbau gibt es hier.

Hopjesbruin

Hopjesbruin

Baron Hen­drik Hop, gebo­ren 1723, lebte um 1800 in Den Haag und mochte Kaf­fee sehr. Der Legende nach ließ er eines Abends sei­nen Kaf­fee mit Zucker und Sahne auf dem Ofen ste­hen und fand diese Mischung am nächs­ten Mor­gen als Kara­mel wie­der. Ange­tan vom Geschmack die­ses Zufalls­pro­dukts und von sei­nem Arzt auf­ge­for­dert, kei­nen Kaf­fee mehr zu trin­ken, bat er sei­nen Nach­barn, einen Kon­di­tor, Bon­bons die­ser Art zu machen. So ent­stand die heute als „Haag­sche Hop­jes“ bekannte Süßig­keit. An deren Braun­ton lehnt sich die Tinte „Hop­jes­b­ruin“ des eben­falls in Den Haag ansäs­si­gen Anbie­ters P.W. Akker­man an, und durch die Geschichte der Hop­jes habe ich an die­ser Tinte1 noch mehr Freude.

Danke an Wow­ter für die lecke­ren Haag­sche Hopjes!

  1. Hier im Pilot Legno 89s.

Feine Feder

Als frisch­ge­ba­cke­ner Füllfederhalter-​Nutzer1 bin ich schnell ein Freund fei­ner Federn gewor­den. Nicht nur aus die­sem Grund fiel mir diese Anzeige für den Peli­kano von Peli­kan in der Publi­kation „Schrift und Schrei­ben“, her­aus­ge­ge­ben von den Pelikan-​Werken in Han­no­ver, auf2.

Feine Feder

Wie fein die EF des Peli­kano war, weiß ich nicht, doch ich nehme an, dass sie brei­ter war als die EF des Pilot Pen­man­ship. Letz­tere gefällt mir so gut, dass ich sie in den Pilot Prera ein­ge­setzt habe3, denn die­sen gibt es nur in F und M.

Feine Feder

Das Schrei­ben mit die­ser Feder ist gewöh­nungs­be­dürf­tig, da sie nicht nur sehr sen­si­bel auf die Eigen­hei­ten des Papiers reagiert (was einen zudem so man­ches ent­de­cken lässt), son­dern zum ver­gleichs­weise lang­sa­men Schrei­ben mit mög­lichst wenig Druck zwingt. Doch das hat sei­nen Reiz! – Zur­zeit benutze ich im Prera die Aurora Black.

  1. Nein, ich werde dem Blei­stift nicht untreu.
  2. Eine Jah­res­an­gabe konnte ich nicht fin­den, aber ich tippe auf die frü­hen 1960er Jahre.
  3. Dies geht pro­blem­los, weil die Federn und die Tin­ten­lei­ter fast aller güns­ti­gen Füll­fe­der­hal­ter von Pilot kom­pa­ti­bel und gesteckt sind.

Neues Terrain

Plötz­lich war mir klar: Ich brau­che unbe­dingt eine schöne braune Tinte für den Pilot Legno 89s1.

Neues Terrain

In den Geschäf­ten mei­ner Umge­bung konnte ich einige tes­ten. Caran d’Ache Chro­ma­tics Orga­nic Brown, Kaweco Karamel-​Braun und Water­man Abso­lute Brown gehen für mich zu sehr ins Lila, und auch wenn die Peli­kan 4001 Brillant-​Braun gern als rot­sti­chig bezeich­net wird, so hat mir diese Tinte doch am meis­ten zuge­sagt. Unter den (natür­lich mit Vor­sicht zu genie­ßen­den) Farb­mus­tern im Inter­net fie­len mir noch die Pilot Iro­shi­zuku Tsu­ku­shi und die Dia­mine Dark Brown posi­tiv auf. – Am liebs­ten wäre mir ja das Braun „Kisho“, aber das ist ein­zig­ar­tig und nur auf vier Pfo­ten anzutreffen.

Wel­che brau­nen Tin­ten bevor­zu­gen meine Leser?

  1. Und für ein Notiz­buch mit brau­nem Leder­ein­band sowie farb­lich pas­sen­dem Schnitt, doch dazu bei Gele­gen­heit mehr.
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