Holzbleistifte

Reise in den Stift

Die Mine eines Blei­stifts kennt jeder, doch wie sieht es in ihrem Inne­ren aus? Diese Aufnah­men des Ras­ter­elek­tro­nen­mi­kro­skops LEO 1530 VP las­sen uns in eine ver­bor­gene Welt schauen.

Reise in den Stift

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Hier die Mine eines STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 HB in unter­schied­li­chen Vergrößerungen.

Reise in den Stift

Die mäan­dernde Struk­tur der Graphit-​Ton-​Matrix ergibt sich durch den Formgebungsprozess.

Reise in den Stift

Das letzte Bild zeigt eine ein­zelne Gra­phit­flo­cke und die schich­ten­för­mige Anord­nung der he­xagonalen Graphitplättchen.

Reise in den Stift

Vie­len Dank an STAEDTLER und das Zen­trum für Werk­stoff­ana­ly­tik Lauf für die Auf­nah­men und die Geneh­mi­gung zur Veröffentlichung!

Anm.: STAEDTLER möge mir nach­se­hen, dass ich mich mit „Reise in den Stift” bei dem Titel des her­vorragenden und schon oft gezeig­ten Expo­nats bedient habe.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Es pas­siert nur sehr sel­ten, dass man eine über 110 Jahre alte Anzeige zeigt und wenig spä­ter den darin bewor­be­nen Blei­stift in der Hand hält. Die­ses Glück hatte ich dank Sean von The Black­wing Pages, der mich auf die Auk­tion des hal­ben Dut­zend Mon­gol Ste­no­gra­phic 596 von Eber­hard Faber USA hin­ge­wie­sen und mir bei der Beschaf­fung die­ser Rari­tät gehol­fen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Sil­ber, Blau und Weiß gehal­tene Schie­be­schach­tel ist recht auf­wän­dig gestal­tet. Alle Außen­sei­ten sind bedruckt, ohne dass es über­la­den wirkt, und auch das Innen­teil hat man farb­lich pas­send ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die sil­berne Farbe fin­det sich im Prä­ge­druck des Blei­stifts wie­der und passt gut zum rot­brau­nen, etwas unre­gel­mä­ßi­gen Lack, der in einem reiz­vol­len Kon­trast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der runde, mit 6,5 mm ver­gleichs­weise dünne und ab Werk beid­sei­tig ange­spitzte Ste­no­gra­phic 596 hat eine Mine nor­ma­len Durch­mes­sers und der Härte HB bis B. Ein kur­zer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qua­li­tät ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points”, „slen­der grip”, „firm lead for speed and long wear” – der Ste­no­gra­phic 596 hält diese Ver­spre­chen auch heute noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Danke an Sean für seine Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Exem­plare nicht ganz so alt sind, son­dern aus den ers­ten Jahr­zehn­ten des letz­ten Jahr­hun­derts stam­men.

Haste Töne?

Eine unge­wöhn­li­che Methode, die Qua­li­tät ihrer Blei­stift­mi­nen zu demons­trie­ren, zeigte die Eagle Pen­cil Com­pany in einer Anzeige in der „Pro­gres­sive Archi­tec­ture” vom Okto­ber 1953.

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Idee ist bemer­kens­wert, und so wie es aus­sieht, hat man sie tat­säch­lich umgesetzt.

Haste Töne?

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Anzeige gefällt mir sehr gut, so dass ich gerne und wie schon so oft ein paar Details zeige.

Haste Töne?

Haste Töne?

Im Dutzend billiger

Mit einer ganz­sei­ti­gen, 261 × 348 mm gro­ßen Anzeige und einem Wort­spiel bewarb 1953 die Empire Pen­cil Com­pany (Shel­by­ville, Ten­nes­see, USA) ihren „Pedigree”-Bleistift im Be­sonderen und den Rest ihres holz­ge­fass­ten Sor­ti­ments im Allgemeinen.

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Saugfähige Reklame

Meh­rere Jahr­zehnte blieb die­sem 149 × 83 mm klei­nen Lösch­blatt mit rosa Rück­seite und Reklame für die „Mars”-Produkte von STAEDTLER der bestim­mungs­ge­mäße Gebrauch erspart.

Saugfähige Reklame

Auch bei mir ist es sicher, muss es doch keine Tinte, son­dern nur mei­nen inter­es­sier­ten Blick aufsaugen.

Bewährt

Nur sel­ten erfährt der nor­male Blei­schrei­ber etwas von der Qua­li­täts­kon­trolle, doch im April 1954 bot die Eagle Pen­cil Com­pany mit die­ser ganz­sei­ti­gen Anzeige in der „Pro­gres­sive Archi­tec­ture” einen Einblick.

Bewährt

Die Kon­trolle begann mit der „Eagle Shad­ing Machine”, die den Blei­stift unter reproduzier­baren Bedin­gun­gen über das Papier führte. Auf letz­te­res schaute dann ein Reflek­to­me­ter, das die Schwär­zung bestimmte.

Bewährt

Bewährt

Der Test­auf­wand, der den 17 Här­te­gra­den des Eagle Tur­quoise zuteil wurde, war offen­bar erheb­lich, vor­aus­ge­setzt, man nutzte die Maschi­nen nicht nur für wer­be­wirk­same Auftritte.

Bewährt

Mich würde inter­es­sie­ren, wel­che ande­ren Geräte und Ver­fah­ren es damals gab und wie man heute prüft.

Bewährt

Unnö­tig zu sagen, dass ich die Gestal­tung der Anzeige ein­fach klasse finde.

Bewährt

Nach­trag vom 18.10.11: Wel­che Gerät­schaf­ten die Eagle Pen­cil Com­pany noch präsen­tierte, zeigt diese mit „100 Years of Basic Rese­arch” über­schrie­bene Seite aus dem Kata­log des Jah­res 1956, für deren Scan ich Her­bert R. sehr danke. – Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken.

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

„100 Years of Basic Research”

Ein wenig bizarr mutet die­ses Instru­men­ta­rium schon an, und ich kann mir nur schwer vor­stel­len, dass man es tat­säch­lich ziel­füh­rend ein­ge­setzt hat.

Beweisstück

Mit über 500 km/​h so ruhig und leise durch die Luft glei­ten, dass selbst ein Blei­stift auf der Arm­lehne ste­hen bleibt? Die Vickers Vis­count mit vibra­ti­ons­freien Pro­pel­ler­tur­bi­nen von Rolls Royce machte es mög­lich und die Trans-​Australian Air­lines 1954 dar­aus eine Reklame.

Beweisstück

Umschlag mit Inhalt (Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Beweisstück

Umschlag (leer, Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vor­der­seite)

Beweisstück

Inhalt (Rück­seite)

Beweisstück

Inhalt (Vor­der­seite, Ausschnitt)

Danke an Her­bert R. für die Scans!

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