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Pentel Mechanica Graph

Pentel Mechanica Graph

Der Druck­blei­stift Mecha­nica Graph des japa­ni­schen Her­stel­lers Pen­tel kam 1970 auf den Markt und war der erste mit einer Kappe zum Schutz des Minenführungsröhrchens.

Pentel Mechanica Graph

Diese Kappe konnte bei Gebrauch des Stifts umge­steckt wer­den, und da sie an bei­den Enden offen war, ließ sich der Drü­cker auch mit umge­ste­cker Kappe betätigen.

Pentel Mechanica Graph

Die Vari­ante für den japa­ni­schen Markt hatte einen roten Här­te­grad­in­di­ka­tor und die für den Export einen gold­far­be­nen; beide wur­den in einem Kar­ton mit trans­pa­ren­tem Kunst­stoff­schu­ber und einem Falt­blatt angeboten.

Pentel Mechanica Graph

Falt­blatt zum Pen­tel Mecha­nica Graph (Aus­schnitt)

Die Schutz­kappe des Mecha­nica Graph, der spä­ter PMG hieß, geht auf die her­aus­dreh­bare des Pen­tel Mecha­nica (ohne „Graph“) von 1968 zurück; zu die­sem bei Gele­gen­heit mehr. – Der PMG im Kata­log des Jah­res 1982 von Pen­tel USA:

Pentel Mechanica Graph

Zu den Druck­blei­stif­ten die­ser Serie gehörte noch der 1981 ein­ge­führte, aber nur in Japan erhält­li­che PG2 für 0,2-mm-Minen. – Soweit ich weiß, hat Pen­tel den PMG um 2006 aus dem Sor­ti­ment genommen.

Nach­trag vom 7.8.18: Vier der fünf PG-​Modelle gab es auch zusam­men mit den pas­sen­den Minen im Pen­tel Desi­gner Sys­tem IV (PMDS-​4).

Nach­trag vom 26.10.19: Der erwähnte Pen­tel Mecha­nica ist hier beschrieben.

Nach­trag vom 15.6.25: Aus einem Kata­log von Pen­tel USA (das genaue Datum kenne ich lei­der nicht):

Pentel Mechanica Graph

Pilot Holder

Pilot Holder

Druck­blei­stift Pilot H-3005

Pilot Holder

Pilot Holder

Der Druck­blei­stift H-​300x1 mit der Arti­kel­num­mer HHP-​300S2 war bis vor gut zehn Jah­ren eines der Spit­zen­mo­delle des japa­ni­schen Her­stel­lers Pilot. Er und die güns­ti­ge­ren Modelle H-​100x3 (HHP-​100R) und H-​200x (HH-​200K) waren und sind haupt­säch­lich wegen der Dop­pel­druck­me­cha­nik, mit der sich die Spitze ein­zie­hen lässt4, bekannt und beliebt5. Sobald ich mehr über die Geschichte die­ser Stifte weiß, trage ich es nach. – Das Falt­blatt ist hier nur aus­schnitts­weise gezeigt; der Rest folgt.

Anm.: Dem wach­sa­men Auge wird nicht ent­gan­gen sein, dass sich der Stift im Foto und der in dem Falt­blatt abge­bil­dete im Mus­ter und der Beschrif­tung des Griff­stücks, der Spit­zen­fom sowie der Gestal­tung des Rings unter dem Drü­cker unter­schei­den. Das Falt­blatt wurde zwar mit dem gezeig­ten Stift aus­ge­lie­fert, aber wohl für die erste Vari­ante des H-​2005 erstellt.

Nach­trag vom 19.7.18: Der Reddit-​Nutzer cythe­rian bekam von Pilot Europa fol­gende Pro­duk­ti­ons­zeit­räume genannt:
H-​1005: 1983–2006
H-​2005: 1983–1995
H-​3005: 1983–1988

Nach­trag vom 14.4.19: Details zu dem Patent, das dem Pilot Hol­der ver­mut­lich zu Grunde liegt, gibt es unter „Dop­pel­druck“.

Nach­trag vom 3.2.24: Im Knockology-​Forum unter „Vin­tage Pilot Double-​Knocks“ gibt es wei­tere Details zu den Produktionszeiträumen.

  1. Mit x = 3 oder 5 für den Minen­durch­mes­ser in ⅒ mm. Von Vari­an­ten mit 0,7-mm-Mine habe ich noch nicht gehört.
  2. „HH” steht für „Hi-​Mecha Hol­der“. – Soweit ich weiß, wur­den diese Arti­kel­num­mern um „B“ („black”?) und den Minen­durch­mes­ser ergänzt, so dass der gezeigte Stift unter HHP-​300S-​B-​03 lief.
  3. Außer­halb Japans auch als „Vanis­hing Point“ bekannt. – Den H-​1005 gab es zudem in zwei leicht unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen, die sich in der Ober­flä­che und der Mate­ri­al­qua­li­tät des Kunst­stoff­schafts sowie der Spit­zen­form unter­schie­den.
  4. Im Falt­blatt heißt es: „The Pilot Hol­der is the first mecha­ni­cal pen­cil in the world to adopt a mecha­ni­cal lead hol­der with a double-​push but­ton sys­tem.“ Inter­es­sant in die­sem Zusam­men­hang wäre, wann das Patent erteilt wurde.
  5. Zu die­sen Model­len gehört auch der H-​210x (HHR-​200R), der auf­grund sei­nes Design jedoch aus der Reihe fällt.

Nr. 211

In aus­sor­tier­tem Gerüm­pel ent­deckt und geret­tet: Ein alter Dop­pel­spit­zer aus Magnesium.

Nr. 211

Auf der Rück­seite fin­den sich die Arti­kel­num­mer 211 und das bis 1992 genutzte Logo von Möbius+Ruppert. Es hatte zwi­schen M und R zwei Geo­drei­ecke und ein Spitz­loch, wobei letz­te­res zuwei­len für ein „O“ gehal­ten und das Logo dann als „MOR“ gele­sen wurde.

Nr. 211

Die­ser Spit­zer ist seit min­des­tens 50 Jah­ren mit die­ser Num­mer im Sor­ti­ment des Erlan­ger Her­stel­lers, denn bereits ein Kata­log aus den 1960er Jah­ren führt ihn auf.

Nr. 211

Im Kata­log von 1938 fin­det sich das sehr ähn­li­che Modell 17 aus „Elektron-​Metall“; mög­licherweise war das der Vorgänger.

Nr. 211

Der heu­tige 211 ist mit sei­nem gerif­fel­ten Griff­mul­den und dem Ober­flä­chen­de­kor etwas gefälliger.

Nr. 211

Ein Klas­si­ker!

Schmuckstück

Zu den zahl­rei­chen Wer­be­ar­ti­keln von STAEDTLER gehör­ten auch Wand-​Thermometer. Einige Jahre jün­ger als das Exem­plar, das in den spä­ten 1950er Jah­ren für die Marke MARS LUMOGRAPH warb, ist die­ses mit sym­bo­lisch dar­ge­stell­ten Farbstiften.

Schmuckstück

Der Mars­kopf erlaubt eine unge­fähre Datie­rung, denn die hier gezeigte Vari­ante wurde von 1963 bis 1973 genutzt. – Auch wenn die­ses Ther­mo­me­ter wohl eher für das Laden­lokal des Händ­lers oder das Büro des gewerb­li­chen Kun­den gedacht war, so schmückt es nach eini­gen Jah­ren in der Schub­lade jetzt die Wand an mei­nem Schreibtisch.

Alte Kreise

Mit einem sehr alten Zir­kel hat mich kürz­lich mein Leser Wow­ter überrascht.

Alte Kreise

Die­ser Zir­kel, der wohl um die 100 Jahre alt sein dürfte, ist haupt­säch­lich aus Mes­sing, gut 11 cm lang und trägt keine Kennzeichnungen.

Alte Kreise

Statt der übli­chen Tusche­fe­der oder der Gra­phit­mine hat er einen 4 mm dün­nen Blei­stift. Es sieht jedoch so nicht so aus, als wäre die­ser ab Werk vor­ge­se­hen gewe­sen, denn er wurde bear­bei­tet, damit er bes­ser in die Auf­nahme passt. Zudem fällt auf, das der untere Teil des Schen­kels mit der Spitze aus einem ande­ren Metall besteht. – Ich wüsste zu gerne, durch wel­che Hände die­ser Zir­kel gegan­gen ist und wel­che Auf­ga­ben er erfüllt hat!

Alte Kreise

Danke an Wow­ter für die­sen unge­wöhn­li­chen Zirkel!

Pentel Accu Graph

Mein Inter­esse an Blei­stif­ten und Zube­hör hat wech­selnde Aus­prä­gun­gen. Mal benutze ich nur einen ein­zi­gen holz­ge­fass­ten Blei­stift, mal führe ich eine grö­ßere Aus­wahl mit mir und habe Spaß an der Viel­falt. In man­chen Wochen schreibe ich aus­schließ­lich mit Druck­blei­stif­ten, und dabei kommt es vor, dass ich Stü­cke, die ich vor lan­ger Zeit gekauft habe, wie­der­ent­de­cke. So erfreue ich mich zur­zeit erneut an der „Accu Graph“1-Serie des japa­ni­schen Her­stel­lers Pen­tel, die in der zwei­ten Hälfte der 1970er Jahre auf den Markt kam und bis 2006 erhält­lich war.

Pentel Accu Graph

Von oben: PG1505, PG1804, PG2003

Der erste war der PG1505 (0,5 mm; 1976)2, dem kurz dar­auf der PG2003 (0,3 mm; 1977)3 folgte4. Danach kam der PG1804 (0,4 mm; 1979), den es im Gegen­satz zu den ande­ren bei­den nur in Japan gab5. Diese Druck­blei­stifte gefal­len mir noch genauso gut wie vor zehn Jah­ren, als ich auf sie auf­merk­sam gewor­den bin – ich finde sie funk­tio­nell, hoch­wer­tig und anspre­chend gestal­tet, obwohl (oder viel­leicht gerade weil) sie nach 40 Jah­ren etwas alt­mo­disch wirken.

Pentel Accu Graph

Von oben: PG1804, PG2003

Auch wenn ich bezweifle, dass der Accu Graph für das Tech­ni­sche Zeich­nen ange­bo­ten wurde (denn dafür fehlt die 0,7-mm-Variante), bie­tet er doch alles, was man bei die­ser Pro­fes­sion schätzte: das feste, vier Mil­li­me­ter lange Minen­füh­rungs­röhr­chen, die exakte Füh­rung der Mine, den ver­läss­li­chen Minen­trans­port in klei­nen Schrit­ten6, die Griff­zone für sehr guten Halt, den weit vorne lie­gen­den Schwer­punkt und den abnehm­ba­ren Clip7. Natür­lich sind diese Eigen­schaf­ten auch beim Schrei­ben von Vorteil.

Pentel Accu Graph

PG1505. Von links: Erste Gene­ra­tion, zweite Gene­ra­tion (Härtegrad-​Indikator intakt), zweite Gene­ra­tion (Härtegrad-​Indikator mit Folie)

Die erste Gene­ra­tion des Accu Graph, erhält­lich bis 1984, hatte noch kei­nen Härtegrad-​Indikator. Er wurde 1985 mit der zwei­ten Gene­ra­tion ein­ge­führt, und in die­sem sehe ich auch die ein­zige Schwach­stelle. Das Eti­kett darin ist nicht sehr stra­pa­zier­fä­hig, denn wenn man häu­fi­ger auf das Fens­ter im Ring fasst, löst sich der schwarze Auf­druck. Daher habe ich bei zwei Stif­ten das Eti­kett durch sil­ber­far­be­nes Kle­be­band ersetzt, um weder auf den beschä­dig­ten Druck noch (nach Ent­fer­nen des Eti­ketts) auf das mes­sing­far­bene Teil dar­un­ter zu schauen. – Als klei­nen Schön­heits­feh­ler könnte man noch die gering­fü­gi­gen Farb­dif­fe­ren­zen zwi­schen Schaft und End­stück des PG2003 und PG1804 bezeichnen.

Pentel Accu Graph

PG1804 (erste Gene­ra­tion) in der Originalverpackung

Mit damals 1500 bis 2000 Yen waren diese Druck­blei­stifte ver­gleichs­weise teuer, doch was heute dafür ver­langt wird, ist ein viel­fa­ches davon – für einen neu­wer­ti­gen Accu Graph der zwei­ten Gene­ra­tion wer­den inzwi­schen 100 US-​Dollar und mehr gefor­dert, und Exem­plare der ers­ten und unbe­nutzte in Ori­gi­nal­ver­pa­ckung erzie­len oft weit höhere Preise8.

Bei den Minen bevor­zuge ich übri­gens die des Mit­be­wer­bers Pilot. Habe ich frü­her die Pen­tel Ain in B und 2B benutzt, so bin ich schon vor eini­gen Jah­ren auf die Pilot Eno Neox 2B und dann auf den Nach­fol­ger Pilot Neox Gra­phite 2B umge­stie­gen; Schwär­zung, Bruch­fes­tig­keit, Gleit­fä­hig­keit und Radier­bar­keit finde ich hervorragend.

Nach­trag vom 3.2.24: Offen­bar gab es zumin­dest vom PG2003 nicht zwei, son­dern drei Gene­ra­tio­nen. Wie im Knockology-​Forum unter „Pen­tel Accu­graph dif­fe­rence bet­ween ver­si­ons“ zu sehen ist, hatte die erste Vari­ante ein schwar­zes End­stück, eine grö­bere Rän­de­lung und kräf­ti­gere Far­ben; zudem war sie etwas schwerer.

Nach­trag vom 21.6.25: Ein groß­ar­ti­ges Video zum Pen­tel Accu Graph PG2003: „Why the Pen­tel PG2003 is the Best Pen­cil“.

Nach­trag vom 10.11.25: Es spricht eini­ges dafür, dass es sogar vier Gene­ra­tio­nen des PG2003 gab und oben­drein etli­che Ände­run­gen am Innen­le­ben über die Jahre.

  1. In man­chen Kata­lo­gen wird der Name mit dem Trademark-​Zeichen „™“ geschrie­ben.
  2. Dem PG1505 ging der PG15 vor­aus, der einen sil­ber­far­be­nen Schaft und ein Griff­stück mit ande­rer Ober­flä­che hatte.
  3. Ich wüsste gerne, warum der PG2003 eine andere Spitze und als ein­zi­ger der drei Stifte einen deko­rier­ten Schaft hat.
  4. Soweit ich weiß, waren diese Stifte nur in Japan und den USA, aber nicht in Deutsch­land erhält­lich.
  5. Die voll­stän­di­gen Typen­be­zei­chun­gen lau­ten PG2003-​ED, PG1804-​DD und PG1505-​AD, wobei „PG“ für „Pen­tel Graph“ steht, eine Bezeich­nung, die bereits in den 1960er Jah­ren ver­wen­det wurde und sich auch heute noch bei vie­len Model­len fin­det. – Der erste Buch­stabe des Suf­fix ist der Farb­code (E: braun, D: grün, A: schwarz).
  6. Der Vor­schub bei ein­ma­li­gem Drü­cken ent­spricht etwa dem Minen­durch­mes­ser.
  7. Auf einen Radie­rer im Drü­cker hat man hier ver­zich­tet.
  8. Beim Kauf eines sol­chen Stifts lohnt der genaue Blick auf die ver­chrom­ten Teile wie z. B. den Clip, denn von die­sen kann sich die Beschich­tung ablö­sen.

Drei Stifte

Als ich das Emblem auf den Minen № 1904 von J.S. STAEDTLER sah, kamen mir die drei Stifte1 oben in der Mitte bekannt vor.

Drei Stifte

Und tat­säch­lich: Auch auf dem Titel der Schrift „Der Staedtler-​Stift. Seine viel­sei­tige Ver­wen­dung, Geschichte und Her­stel­lung“ aus dem Jahr 1928 waren sie zu sehen2.

Drei Stifte

Auf der Schach­tel des Kopier­stift Tra­di­tion No. 402 (ver­mut­lich aus den 1930er Jah­ren) gab es diese Stifte eben­falls, aber nicht mehr zusam­men mit einem Rit­ter­helm (?) und dem Drei­eck mit Vier­tel­mond, Stift und „Mars“-Schriftzug. Der Schild ist geblie­ben, aber seine Form wurde leicht verändert.

Drei Stifte

Noch deut­li­cher wur­den die drei Stifte auf dem Titel der Schrift „275 Jahre Staedtler-​Stift“ von 1937 dargestellt.

Drei Stifte

Im Vor­ti­tel die­ser Schrift war eine mini­ma­lis­ti­sche Vari­ante zu finden.

Drei Stifte

Die ist es wert, ver­grö­ßert dar­ge­stellt zu werden.

Drei Stifte

Woher diese drei Stifte kom­men und wel­che Bedeu­tung sie hat­ten, weiß ich nicht; auch im Archiv von STAEDTLER gibt es dazu lei­der nichts. So belasse ich es bei der Dar­stel­lung und hoffe, irgend­wann mehr herauszufinden.

  1. Oder: einige Stifte.
  2. Die Emblems in den ers­ten bei­den Bil­dern sehen natür­lich sehr nach Wap­pen aus: Wahl­spruch, Schild mit Schild­fi­gur, Helm mit Helm­zier (letz­te­rer wären dann wohl die drei Stifte zuzu­ord­nen).
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