Museum

J.S. STAEDTLER 1919 (11)

Eine halbe Seite des Kata­logs von J.S. STAEDTLER aus dem Jahr 1919 wid­mete sich ausführ­lich dem Bleistiftspitzer.

J.S. STAEDTLER 1919 (11)

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Für mich ist diese wer­bende Ver­brau­cher­infor­ma­tion aus meh­re­ren Grün­den inter­es­sant. Das erwähnte teure ame­ri­ka­ni­sche Zedern­holz war die Vir­gi­ni­sche Blei­stiftzeder (Juni­pe­rus vir­gi­niana). Nicht lange vor Erschei­nen des Kata­logs wurde es knapp, und man stieg auf die Kali­for­ni­sche Weihrauch-​Zeder (Calo­cedrus decur­rens, auch Bleistift-​Zeder) um.

J.S. STAEDTLER 1919 (11)

Bemer­kens­wert ist auch, wie detail­liert man auf den Blei­stift­spit­zer sowie des­sen Qualitäts­merkmale und Gebrauch ein­ging; die nicht­pro­por­tio­nale Dar­stel­lung des Spit­zers könnte man fast als visu­elle Ent­spre­chung der sprach­li­chen Beto­nung sehen.

J.S. STAEDTLER 1919 (11)

Die hier ver­wen­de­ten Schrif­ten sind die Beh­rens Anti­qua von Peter Beh­rens (Men­gen­satz) und die Fette Bernhard-​Antiqua von Lucian Bern­hard („Blei­stift­spit­zer”).

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Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Zu den all­täg­li­chen Din­gen, die mich schon lange inter­es­sie­ren, gehört die Reiß­zwe­cke, und so helfe ich auch gerne bei der Suche nach dem Ursprung des Modells SPHINX, das mei­nem Leser Michael Ponstingl auf einem Foto auf­ge­fal­len ist.

Das Rätsel der Sphinx-Reißzwecke

Das Foto wurde zwi­schen 1890 und 1903 in Wien auf­ge­nom­men. Der Gedanke, dass diese Reiß­zwe­cke von der 1888 in Wien gegrün­de­ten Firma Hein­rich Sachs (heute SAX, Teil von Bre­villier Urban & Sachs GmbH & Co. KG) stammt, liegt nahe, doch das Unter­neh­men hat mir mit­ge­teilt, dass man die SPHINX-​Reißzwecke nicht gefer­tigt hat.

Wer weiß mehr?

Früher …

… war nicht alles bes­ser, aber der IKEA-​Bleistift noch lackiert.

Früher …

Wann das war, weiß ich aller­dings nicht, und auch IKEA kann keine Anga­ben man­chen, da die Stifte laut Aus­sage des Unter­neh­mens keine Arti­kel­num­mer haben und nicht im Waren­wirt­schafts­sys­tem geführt werden.

PROMINENT 3502

Mein Leser Mar­tin Enge­wicht hat auf dem Floh­markt alte Blei­stifte ent­deckt und mich ge­fragt, ob ich zu die­sen etwas sagen kann. Da ich pas­sen musste und eben­falls mehr wis­sen möchte, wende ich mich an meine geschätzte Leserschaft.

PROMINENT 3502

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Der gold­far­bene, vom Ende zur Spitze lau­fende Prä­ge­druck umfasst den Här­te­grad „№ 2“, einen Stern, die Num­mer 3502, den (übri­gens gran­dio­sen) Namen „PROMINENT“ sowie den Zusatz „FEINER BLEISTIFT“; zwei in mei­nen Augen unge­wöhn­li­che Schmuck­ele­mente schlie­ßen den Namen ein.

PROMINENT 3502

Der Blei­stift, den es in min­des­tens fünf Far­ben gab, ist von mitt­le­rer Qua­li­tät. Der nicht immer gleich­mä­ßige Lack ist sehr dünn, so dass das Holz manch­mal an den Kan­ten durch­scheint, und der Prä­ge­druck lässt sich mit dem Fin­ger abrei­ben. Wie so oft kann ich das Holz nicht iden­ti­fi­zie­ren: Die feine, gleich­mä­ßige Mase­rung könnte für die Kali­for­ni­sche Weihrauch-​Zeder spre­chen, nicht jedoch die Härte, bei der sich sogar der Kur­bel­spit­zer CARL Decade DE-​100 schwer tut. Die für № 2 ver­gleichs­weise wei­che Mine hat eine sau­bere Abgabe, schreibt recht ordent­lich und schwärzt gut, ist aber nur mäßig radierbar.

Weiß jemand unter mei­nen Lesern, woher der PROMINENT 3502 kommt und wie alt er ist?

Danke an Mar­tin Enge­wicht für die Bleistifte!

Acht Jahre

Die­ses Sam­mel­su­rium hat heute sein Acht­jäh­ri­ges. Danke an meine Leser für ihr Inter­esse und ihre Teil­nahme an die­sem bun­ten Durcheinander!

Acht Jahre

Zur Deko­ra­tion: Der Farb­stift Nr. 8 aus dem Landkartenstift-​Set LYRA-​ORLOW № 2736

Aus die­sem Anlass ver­teile ich acht per­sön­lich zusam­men­ge­stellte Wun­der­tü­ten mit einer klei­nen Aus­wahl an Blei­stif­ten und Zube­hör inklu­sive welt­wei­tem Ver­sand. Wer Inter­esse hat, hin­ter­lässt ein­fach einen Kom­men­tar mit einer funk­tio­nie­ren­den E-​Mail-​Adresse zu die­sem Bei­trag. Gehen bis kom­men­den Frei­tag, 19.6.15, 22 Uhr, mehr als acht Kom­men­tare ein, ent­schei­det das Los.

„Glück auf“

„Glück auf”

Die obe­ren sind Kopier­stifte, die schwarz schrei­ben und vio­lett kopie­ren, die mitt­le­ren („COMPAGNON”) blaue Farb­stifte und die unte­ren Blei­stifte; wie alt sie sind, weiß ich lei­der nicht. – Der Clip der unte­ren ist bemer­kens­wert, denn man kann ihn ver­schie­ben und so die geschlitzte Kappe klemmen.

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