Archiv des Stichworts „TZ”

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Licht und Farbe (2)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Ebenso wie die kürzlich gezeigte bewarb auch diese Anzeige der hier schon mehrfach genannten Vertretung von J.S. STAEDTLER in Hackensack, New Jersey (USA), den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM und betonte dabei seine attraktiven Eigenschaften, mit denen er sich selbst heute, ein halbes Jahrhundert danach, wohl immer noch sehen lassen könnte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Mich verwundert, dass in diesen Anzeigen zwar die sehr gute Radierbarkeit der Farbstifte, nicht jedoch ein dazu passender Radierer beworben wurde.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Die Gestaltung der Tauchkappe ist der des Bleistifts Noris 120, der wenige Jahre später auf den Markt kommen und diese – besonders deren Bögen – als eines seiner Markenzeichen tragen sollte, recht ähnlich.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Mars vs. Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Gestaltungsmittel 

Licht und Farbe (1)

Samstag, 21. November 2009

Den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM bewarb diese gut 50 Jahre alte Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA). Die aufgeführten Eigenschaften des in 24 Farben erhältlichen Stifts beeindrucken: Er ist lichtecht, wisch- und wasserfest, sehr gut radierbar, hat eine bruchstabile Spitze und ist perfekt reproduzierbar (letzteres bezog sich wohl auf die für Lichtpausen idealerweise hohe Lichtabsorption; auch die Illustration spricht dafür).

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

An dem Stift im alten Design mit Viertelmond, dem Symbol für den Planeten Mars und seine beiden Monde fällt sofort die aus heutiger Sicht sehr ungewöhnliche Spitze auf, die möglicherweise mit dem hier auch genannten „Draftsman's Pencil Sharpener” angebracht wurde (eine andere Anzeige aus der gleichen Zeit lässt vermuten, dass diese Spitzenform damals keine Besonderheit war). Merkwürdig zumindest in meinen Augen ist die Abkürzung „DRP”, denn sie verweist auf eine Eintragung beim Reichspatentamt, das jedoch bereits 1945 seine Tätigkeit eingestellt hat.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Wie lange es den MARS-LUMOCHROM, dessen Name von 1953 bis 2003 geschützt war, gab, weiß ich nicht. Außer der holzgefassten Variante waren später auch 2-mm-Farbminen mit diesem Namen im Programm des Herstellers, doch diese sind inzwischen ebenfalls fast verschwunden und nur noch selten als Restbestände anzutreffen. – Gerne hätte ich mal eine mit dem MARS-LUMOCHROM erstellte Zeichnung gesehen oder gar diesen Farbstift benutzt.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Neues vom Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Mars vs. Mars 

Mine und Mischung

Sonntag, 15. November 2009

Der zufällige Fund einer mehr als 60 Jahre alten Patentschrift über die Verringerung der Lichtdurchlässigkeit von Bleistiftminen zur Verbesserung ihrer Lichtpausfähigkeit hat mich neugierig gemacht und zu einer weiteren Suche motiviert.

Bereits während der Lektüre dieses Dokuments kam mir der Werbetext zum Bleistift LYRA ORLOW 6300, zitiert in der Jubiläumsschrift „Meilensteine. 150 Jahre Lyra-Orlow”, und der darin enthaltene Verweis auf das DRP (Deutsches Reichspatent) 746988 in den Sinn; zudem habe ich mich an einige Exemplare des orlow-techno 6300 HB mit dem Aufdruck „ELIOGRAPH”, die noch in meinem Fundus schlummern, erinnert.

Mine und Mischung

Das Deutsche Patent- und Markenamt in München bietet zahlreiche Möglichkeiten der kostenfreien Online-Recherche, so auch nach alten Patenten. Eine Abfrage des DEPATIS-Systems nach dem von LYRA genannten Patent liefert Details zu einem „Verfahren zur Herstellung von gebrannten Schreibkörpern, z. B. Bleistiftminen, Griffeln oder Kreiden, und bezweckt, die Farbkraft und Lichtabsorption dieser Schreibminen zu verbessern”, erdacht von einem Erfinder aus Nürnberg.

Dieser Text bezieht sich auf vorhandene Kenntnisse über die Imprägnierung der Minen mit Farbkörpern sowie mit Stoffen, die ultraviolettes Licht absorbieren, damit jedoch nur die Ergebnisse bestimmter Kopierverfahren verbessern helfen. Man ging davon aus, dass die optisch wirksamen Zusatzstoffe hauptsächlich auf den Oberflächen der inneren Poren und Kapillaren der Mine verteilt sein müssen, um den Glanz des Abstrichs zu verringern und dessen Lichtabsorption zu erhören, und strebte ein Verfahren an, bei dem sich die mittels einer Imprägnierung zugeführten Substanzen durch eine Wärmebehandlung in chemisch andere Stoffe umwandeln. Diese Umsetzungsprodukte sollten sich in äußerst feiner Form in den Hohlräumen gleichmäßig ablagern und so eine optimale optische Wirkung erzielen; zum Einsatz kamen dabei organische Stoffe wie z. B. Kohlenhydrate, die beim Erhitzen unter Sauerstoffabschluss im Mineninneren amorphen Graphit bildeten. Die bloße Beigabe von letzterem zur Minenmasse (etwa in Form von Ruß) macht schon bei wenigen Prozenten die Mine rauher und mindert ihre Gleitfähigkeit, doch das genannte Verfahren bot den Vorteil, die Glätte des kristallinen Graphits und mit dieser die Schreibqualität des Bleistifts zu erhalten, den Abstrich schwärzer sowie matter zu machen und damit Schärfe und Kontrast von Lichtpausen zu steigern.

Unter den fünf entgegengehaltenen (so der Fachbegriff) Patentdokumenten findet sich auch eines von J.S. Staedtler aus dem Jahr 1936, das die Beigabe von lichtdichten Sudan-Farbstoffen beschreibt. Demnach sollen bereits 0,5 bis 1,5% Sudangelb oder Sudanviolett ermöglichen, „die Lichtdichte der Mine so zu steigern, daß sie Minenabstriche von hoher Schwarzwirkung liefert”. Wenige Jahre zuvor ging die Kalle & Co. AG aus Biebrich am Rhein den Übelstand* der lichtdurchlässigen Linien von Tusche- und Stiftzeichnungen durch den Zusatz von im Ultraviolett stark absorbierender Substanzen an.

Konzeptionell ganz anders ist das Patent 1504209 aus den USA, in dem der Erfinder den Ton mit Holzstaub und anderen kohlenstoffhaltigen Materialien mischte. Diese Stoffe soll­ten beim Brennen der Mine zu Kohle werden und so die Schwärzung des Abstrichs erhö­hen; die dabei entstehenden und die Mine brüchig machenden Hohlräume wollte er mit Stearinsäure füllen.

Ob die für den ORLOW 6300 beworbenen Eigenschaften auch für den LYRA orlow-techno 6300 gelten, kann ich nicht sagen; ein schneller Vergleichstest mit aktuellen Bleistiften von STAEDTLER, Tombow, Pentel und STABILO zeigte zwar die hohe Qualität und die gute Schwärzung dieses Bleistifts, nicht aber eine erkennbar geringere Reflexion im für das bloße Auge sichtbaren Spektrum (mit Abstand am mattesten war der Abstrich des STABILO Micro 288). – Die Wortmarke „ELIOGRAPH” auf dem LYRA orlow-techno 6300 wurde 1963 eingetragen und 2003 gelöscht. Ihren Ursprung kenne ich nicht; vielleicht war es eine an „Heliografie” oder die italienische Übersetzung für „Lichtpause”, „eliografica”, angelehnte Wortschöpfung.

* Dieses schöne, mir bisher unbekannte Wort musste ich unbedingt aus der Patentschrift übernehmen.

Patentschrift Nr. 74853

Freitag, 13. November 2009

Einen Hinweis auf die Substanzen, die man der Graphit-Ton-Mischung für Bleistiftminen beigeben wollte (und vielleicht auch beigegeben hat), gibt dieses historische Dokument von 1945, auf das ich bei der Suche nach etwas völlig anderem gestoßen bin.

Patentschrift Nr. 74853

Zu Zeiten der Lichtpause war ein hoher Kontrast zwischen dem Beschreibmaterial und der Schrift wünschenswert. Bei ersterem hatte man die Wahl und griff zu sehr dünnem oder Transparentpapier, doch der Bleistift bot diese nicht, da sein Härtegrad den Anteil des die Lichtundurchlässigkeit bestimmenden Graphits vorgab. Laut dieser Patentschrift bildet der Ton durch den Brennvorgang einen keramischen, glasähnlichen Körper, dessen Abstrich eine für Pauszwecke ungünstige Lichtdurchlässigkeit aufweist.

Die Erfindung bestand darin, der Minenmasse Stoffe zuzugeben, die das beim Brennen des Tons entstehende Material lichtundurchlässig macht und damit dessen Lichtpausfähigkeit verbessert. Diese Zusätze sollten beim Brennen für Gläser sorgen, die die beim Lichtpausen genutzten Wellenlängen absorbieren; infrage kamen dazu Verbindungen mit Schwer- und Erdalkalimetallen sowie mit Metallen der seltenen Erden, die in ganz unterschiedlicher Form beigegeben werden konnten und etwa 4 bis 8 Prozent der Gesamtmasse ausmachten. – Wer diese Idee hatte und ob sie es damals bis in die Produktion schaffte, konnte ich noch nicht herausfinden.

Ich gehe davon aus, dass dieser Versuch längst nicht der einzige war, um die Eignung der Bleistiftmine für einen bestimmten Zweck durch Beimengungen zu verbessern. Ein Katalog von LYRA aus den 1950er Jahren (wiedergegeben in dem Buch „Meilensteine. 150 Jahre Lyra-Orlow”) schreibt zur Spitzensorte Orlow 6300, es sei „durch ein besonderes Verfahren die Reflexwirkung des Graphits abgeschwächt” und außerdem „die Lichtpausfähigkeit der Mine durch ein patentiertes Verfahren noch weiter gesteigert” worden – gar auf einem dem oben genannten ähnlichen Wege?

P.S.: Dies ist die 400. Beimischung in diesem Weblog.

Rasterfahndung

Montag, 12. Oktober 2009

Bei meiner Suche nach Notizbüchern mit anderen als den hier üblichen Lineaturen bin ich auf den Hersteller Hightide gestoßen, der mit seiner „Grid System Notebook”-Reihe gleich fünf erfrischende Alternativen zum immer gleichen Dreiklang aus liniert, kariert und blanko bietet.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die Notizbücher mit 60 Seiten im Format A5 sind aus glattem 90-g-Papier fadengeheftet, haben einen Umschlag aus Karton mit goldfarbenem Prägedruck, eine unaufdringliche, aber gut sichtbare Rasterung in hellem Blau und zwei abgerundete Ecken.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die isometrische Variante hat es mir besonders angetan. Deren Raster aus Rechtecken der Größe 4,33 × 2,5 mm (im Bild fünfach vergrößert eingezeichnet) ist in jeder dritten Zeile mit wechselnden Diagonalen durchzogen, die in den Winkeln +30° und -30° zur Grundlinie stehen.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die „Grid System Notebooks” kosten 420 Yen (gut 3 Euro) pro Stück und sind u. a. bei Bundoki erhältlich.

Die Kunst des Ingenieurs

Samstag, 10. Oktober 2009

Zurück in eine Zeit, in der sich Kunst und Technik vielleicht etwas näher waren als heute, führt das exzellente Buch „The Art of the Engineer” von Ken Baynes und Francis Pugh, erschienen 1981 bei Lutterworth Press.

Die Kunst des Ingenieurs

„The Art of the Engineer” mit älterem STAEDTLER Mars Lumograph und Mitutoyo-Messschieber

Entstanden nach einer vom Arts Council of Wales organisierten Ausstellung in den Jahren 1978 und 1979 präsentiert dieser 240 Seiten umfassende und 23 × 34 cm große Band zahlreiche, Skizzen, Zeichnungen und Studien, aber auch kolorierte Lithografien und vieles mehr aus der Zeit vom Ende des 16. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Die hervorragende Kombination aus sorgfältig recherchiertem, detailliertem Text und einer Fülle an Bildmaterial zeigt in äußerst beeindruckender Weise die enge Beziehung zwischen der Zeichen- und der Ingenieurskunst, wie sie sich von der ausgehenden Renaissance über die industrielle Revolution bis in die 1950er Jahre hinein entwickelt hat.

Die Kunst des Ingenieurs

Zeichnung aus einer Wartungsanleitung für einen Flugzeugmotor (1929)

Ausführlich kommentierte Zeichnungen von Schiffen, Eisenbahnen, Autos und Flugzeugen aus Europa und den USA, die zu einem großen Teil bisher nur sehr wenigen zugängig waren, veranschaulichen die wachsenden Fähigkeiten der Ingenieure und Zeichner sowie die zunehmenden Anforderungen, die an sie gestellt wurden. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Entwicklung fällt dabei besonders auf: Gab es vorher selbst bei komplexeren Maschinen nur vergleichsweise wenige Zeichnungen, die zudem teilweise erst nach dem Zusammenbau erstellt wurden, so sorgten in der industriellen Revolution die Spezialisierung, die Arbeitsteilung und die sich damit ändernde Kommunikation für eine starke Zunahme sowohl der Anzahl der Zeichnungen als auch der dargestellten Details. Darüber hinaus macht das prächtige Buch die außerordentlich hohe künstlerische Qualität und die eigene Ästhetik dieses nicht nur für die Technik so wichtigen Mediums deutlich.

Die Kunst des Ingenieurs

Kolorierte Lithografie des Dampfschiffs „Great Eastern” (1860)

Die sehr große Vielfalt des Anschauungsmaterials umfasst auch Fotos von Zeichenbüros, Fabrikhallen und Werften, Portraits von Ingenieuren, Konstrukteuren und Zeichnern sowie Teile aus alten Lehrbüchern und anderen Fachpublikationen. – Das Buch „The Art of the Engineer” halte ich für uneingeschränkt empfehlenswert und angesichts der überragenden Qualität und Informationsfülle mit 46,25 £ (knapp 50 Euro) obendrein für vergleichsweise günstig.

Danke an Lutterworth Press für die Genehmigung zur Reproduktion der Ausschnitte! – Der Verlag ist übrigens auch auf der Frankfurter Buchmesse 2009 vertreten und dort am Stand K975 in Halle 8.0 zu finden.

Weitere Bücher zum Thema:

  • Booker, Peter Jeffrey: A History of Engineering Drawing (Chatto & Windus 1963)
  • Diderot, Denis: A Diderot Pictorial Encyclopedia of Trades and Industry Vol. 1 & 2 (Dover Publications 1993)
  • Feldhaus, Franz Maria: Geschichte des Technischen Zeichnens (Hg.: Franz Kuhlmann KG, 1. Aufl. 1953. 3. Aufl. 1967)
  • Lefèvre, Wolfgang (Hg.): Picturing Machines 1400–1700 (MIT Press 2004)
  • Nedoluha, Alois: Kulturgeschichte des technischen Zeichnens (Springer 1960)
  • Ramelli, Agostino: Various and Ingenious Machines of Agostino Ramelli (Dover Publications 1994)
  • Sellenriek, Jörg: Zirkel und Lineal. Kulturgeschichte des konstruktiven Zeichnens (Callwey 1987)
  • Willard, William F.: The Art of Mechanical Drawing. A Practical Course for Drafting and Design (Popular Mechanics 1912, Neuauflage Hearst Books 2009)

Zu Nedoluha, Sellenriek und Willard siehe auch „Kunst und Konstruktion”.

NB: Bei dem im ersten Bild dieses Beitrags gezeigten STAEDTLER Mars Lumograph handelt es sich um eine ältere, geringfügig dickere Variante ohne Strichcode und mit Beschriftung in Versalien.

Scharfe Kurven

Samstag, 19. September 2009

Alte Burmester-Schablone

Dies ist eine Kurven-, genauer: eine Burmester-Schablone, benannt nach dem Dresdner Mathematiker Ludwig Burmester (1840–1927). Sie ist mehrere Jahrzehnte alt, gut 2,7 mm dick, 130 mm lang und aus Birnbaum, einem kurzfaserigen Holz, das sich sehr sauber und präzise in Form bringen lässt. Ihre Kontur wird mit einem sog. „Spline” der dritten Ordnung beschrieben, d. h. durch eine Kombination aus Kurven von Polynomen maximal dritten Grades. Solches Gerät kam beim technischen Zeichnen zum Einsatz, wenn es darum ging, Kurven und genaue Verläufe aus diesen einzupassen. Dazu gab es unterschiedlich große Schablonensätze (die gezeigte ist die zweite aus einem dreiteiligen, dem kleinsten), wobei für manche Bereiche wie dem Schiffsbau Spezialsätze verfügbar waren.

Obwohl es noch Anbieter derartiger, heute meist aus Kunststoff gefertigten Schablonen gibt, so sind diese Zeichenwerkzeuge doch weitgehend verschwunden. Die verbleibenden Exemplare fristen ihr Dasein in Restekisten, lassen sich in Museen bestaunen oder werden umgenutzt, z. B. – wie in diesem Fall – zu Wandschmuck (kürzlich konnte ich von einem Architekten hören, der sich aus einigen dieser Schablonen ein Mobile gebaut hat).

Warum ich das erzähle? Nun, mir gefällt die Verkörperung abstrakter Konzepte, das Sicht- und Begreifbarmachen von Gedanken, die Umsetzung von Immateriellem in Material. Auch finde ich großen Gefallen am Werkstoff, der äußerst sorgfältigen Verarbeitung dieses Instruments sowie dem Umstand, dass sich im Umgang mit Maschine und Materie Kundige eines hochwertigen, natürlichen Rohstoffs angenommen und Dinge besonderer Ästhetik hergestellt haben, die in den Händen anderer erneut der Visualisierung von Ideen dienten.

All das klingt bestimmt furchtbar irrational und verklärend, doch ich bin weder obstinater Nostalgiker noch verhinderter Kulturarchäologe. Selbstverständlich möchte auch ich nicht auf die Annehmlichkeiten moderner Werkzeuge und der mit ihnen geschaffenen Produkte verzichten, vermisse aber bei diesen zuweilen die einfache Möglichkeit, sie mit den Sinnen erleben und so im wahrsten Sinn des Wortes besser begreifen zu können.

Griffig

Donnerstag, 17. September 2009

Dem Problem, flach aufliegendes Zeichengerät nur mühsam anheben zu können, begegnet der dänische Anbieter 3L auf elegante Weise.

Zeichendreieck 3L Griffit

Geformt wie der Mantel eines niedrigen, unregelmäßigen Tetraeders mit durchbrochenen Seitenflächen bietet dieses knapp 16 cm lange Zeichendreieck aus der Griffit-Reihe1 den Fingern komfortablen Halt. Die beiden unterschiedlichen Skalen des aus strapazierfähigem Polycarbonat gefertigten Instruments sind gut ablesbar; eine Tuschekante gibt es jedoch nicht. – Der hohe Gebrauchswert und das schlichte, technische Design des pfiffigen Geräts sprechen mich sehr an.

Zeichendreieck 3L Griffit mit Druckbleistift Pentel GraphGear 500

Zeichendreieck 3L Griffit mit Druckbleistift Pentel GraphGear 500

Das in fünf Farben erhältliche und 2004 mit dem „red dot design award” ausgezeichnete GRIFFIT-Dreieck wird in Dänemark hergestellt und kostet etwa 7 Euro.

Zeichendreieck 3L Griffit

  1. Zu der Reihe gehört auch ein Winkelmesser.

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