Archiv des Stichworts „Eberhard Faber”

« Ältere Beiträge

Landkartenstifte 1938–60

Samstag, 28. Januar 2012

Nach den hier schon mehrfach gezeigten Landkartenstiften nun einiges gedrucktes Mate­rial mit zusätzlichen Informationen (zum Vergrößern anklicken).

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1940, Vorderseite). – Details zu diesen gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1940, Rückseite)

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1954)

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1960). – Details zum Cartograph 541 gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Faber-Castell (1957, oberer Teil der Katalogseite). – Bilder des CARTOR 2890 gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Faber-Castell (1957, unterer Teil der Katalogseite).

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Vorderseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Rückseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Vorderseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Rückseite)

Vielen Dank an Herbert R. für die Scans!

Eberhard Faber Cartograph 541

Sonntag, 22. Januar 2012

Bereits dreimal gab es hier Landkartenstifte zu sehen1, nämlich den LYRA-ORLOW № 2736 sowie den schwarzen und die farbigen von Eberhard Faber. Vermutlich der Nachfolger von letzteren ist der aus den 1940ern stammende Cartograph 541.

Eberhard Faber Cartograph 541

(Bilder2 zum Vergrößern anklicken)

Die flache und in meinen Augen sehr ansprechend gestaltete Blechschachtel bietet Platz für sechs Farbstifte, von denen noch drei vorhanden sind.

Eberhard Faber Cartograph 541

Die drei runden Cartograph-Stifte haben einen Durchmesser von 6,5 mm und eine 4 mm dicke, kreideartige Mine, die sich recht gut radieren lässt.

Eberhard Faber Cartograph 541

Neben ihrem Namen, der im Gegensatz zu dem auf der Schachtel gerade verläuft, tragen die Stifte die Kennzeichen ihres Herstellers, die Typenbezeichnung und einen Farbcode.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Wie schon das Behältnis der älteren Landkartenstifte zeigt auch dieses einen Kartenaus­schnitt, allerdings ohne Ortsangaben. Die Markierungen legen einen militärischen Gebrauch nahe, bei dem die Position der eigenen Truppen in blau und die der gegnerischen in rot eingetragen wurde.

Eberhard Faber Cartograph 541

Beim Kauf dabei waren drei CARTOR 2890 von A.W. Faber, die nur unwesentlich dicker sind und über eine sehr ähnliche Mine verfügen. Dem Namen nach könnten sie dem gleichen Zweck gedient haben.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Die für „Cartograph” genutzte Schrift gefällt mir ausgemacht gut3, und das ungewöhnliche C erinnert ein wenig an das auf diesem Schild der Eberhard Faber KG. Den Schatten finde ich gelungen, ebenso die Neigung nach links, die mich sofort an die früher auf topogra­fischen Karten übliche Schriftart Römisch Linkskursiv hat denken lassen.

Eberhard Faber Cartograph 541

Für mich ein prächtiges Stück aus der Geschichte des Schreibzeugs!

  1. Die nächsten sind von Johann Faber – soviel sei schon verraten.
  2. Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich um das Blatt Lau­terbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
  3. Ich hätte die Schachtel wohl auch leer erworben.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Sonntag, 11. Dezember 2011

Es passiert nur sehr selten, dass man eine über 110 Jahre alte Anzeige zeigt und wenig später den darin beworbenen Bleistift in der Hand hält. Dieses Glück hatte ich dank Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auktion des halben Dutzend Mongol Steno­graphic 596 von Eberhard Faber USA hingewiesen und mir bei der Beschaffung dieser Rarität geholfen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Silber, Blau und Weiß gehaltene Schiebeschachtel ist recht aufwändig gestaltet. Alle Außenseiten sind bedruckt, ohne dass es überladen wirkt, und auch das Innenteil hat man farblich passend ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die silberne Farbe findet sich im Prägedruck des Bleistifts wieder und passt gut zum rot­braunen, etwas unregelmäßigen Lack, der in einem reizvollen Kontrast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der runde, mit 6,5 mm vergleichsweise dünne und ab Werk beidseitig angespitzte Steno­graphic 596 hat eine Mine normalen Durchmessers und der Härte HB bis B. Ein kurzer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qualität ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points”, „slender grip”, „firm lead for speed and long wear” – der Stenographic 596 hält diese Versprechen auch heute noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Danke an Sean für seine Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Exemplare nicht ganz so alt sind, sondern aus den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts stammen.

Goldstück

Sonntag, 4. Dezember 2011

Auf dem Höhepunkt des kalifornischen Goldrausches im Jahre 1849 begann Eberhard Fa­ber in den USA mit dem Verkauf von Bleistiften und anderen Schreibwaren. 1861 eröffne­te er in New York an der Stelle, wo heute das UNO-Gebäude steht, die erste Bleistiftfabrik der USA.

Goldstück

Zum 100-jährigen Jubiläum gab es dann auch ein passendes Geschenk für die Freunde und Partner des Unternehmens, nämlich die Nachbildung eines Nuggets in einem 58 mm × 50 mm × 15 mm großen Stück Gießharz.

Goldstück

Mit im Karton war ein Faltblatt, dessen Innenseite auch im Katalog des selben Jahres zu sehen war und wohl den Ursprung des bekannten goldfarbenen Rings auf der Zwinge des Mongol-Bleistifts erklärt.

Goldstück

Goldstück

Die Prägung auf der Rückseite des kleinen Quaders informiert noch einmal über den Zusammenhang.

Goldstück

Für mich ein interessantes Stück Bleistift-Geschichte! – Danke an Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auktion dieser Kostbarkeit hingewiesen hat.

Goldstück

Altmetall

Freitag, 18. November 2011

Mit was man sich so das Haus vollstopft! Etwa 60 × 31 cm² groß und knapp drei Kilogramm schwer ist dieses Blechschild aus den alten Tagen der Eberhard Faber KG in Neumarkt bei Nürnberg.

Altmetall

Zum Größenvergleich unten rechts ein Eberhard Faber Van Dyke 600 5H.

Thematisch passend wird es den Werkkeller zieren.

Altmetall

Das kleine c gefällt mir am besten.

Eine Klasse für sich

Dienstag, 11. Oktober 2011

Nicht viel Worte machte Eberhard Faber, New York, in dieser 67 × 102 mm² großen An­zeige für den Mongol 482 № 2, die 1924 in „The World’s Work Magazine” erschien.

Eine Klasse für sich

Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Mongol rasch zum Inbegriff des Blei­stifts in den USA und etablierte dort Gelb als Bleistift-Farbe1.

Eine Klasse für sich

Ist das nicht ein tolles Zierband?

Der auf den Zwingen der Bleistifte von Eberhard Faber sehr häufig anzutreffende goldfar­bene Ring hat vermutlich seinen Ursprung darin, dass das Unternehmen 1849, zum Höhe­punkt des großen Goldrausches, gegründet wurde2. Hier der „Nugget” aus dem Katalog von 1949, dem Jahr des 100-jähigen Bestehens:

Eine Klasse für sich

Danke an Herbert R. für den Katalog-Scan!

  1. Die Farbe Gelb geht zurück auf die Graphitmine im Berg Batugol in Südsibirien nahe der Grenze zu China. – Der erste gelb lackierte Bleistift soll jedoch um 1870 von Koh-I-Noor gekommen sein, hatte aber dort wohl einen anderen Ursprung. Dem Ausstellungskatalog „Pencils” von Marco Ferreri zufolge dachte der Wiener Hardtmuth an die schwarz-gelbe Flagge der öster­reichisch-ungarischen Monarchie, und da die Mine schwarz war, musste der Lack gelb sein.
  2. Eberhard Fabers erste Fabrik stand an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht.

Sinn und Verstand

Sonntag, 2. Oktober 2011

Gefühl für die professionellen Nutzer und ihre Bedürfnisse zeigte Eberhard Faber, New York, in dieser 109 × 142 mm² großen Anzeige aus dem Jahr 1898, die den Stenographic No. 596 und den Editor’s Pencil bewarb.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Die detaillierte Beschreibung des Bleistifts und seiner Vorzüge mag all jene überraschen, die in der aktuellen Werbung selten den konkreten Nutzen, sondern meist positive Konnota­tionen des beworbenen Produkts hervorgehoben sehen. – Aus heutiger Sicht nicht min­der ungewöhnlich: Die Details zu den Härtegraden.

Sinn und Verstand

Sinn und Verstand

Natürlich gefällt mir die Gestaltung dieser Anzeige, besonders die Typographie des Titels, aber auch der Umstand, dass man in diesem, wenn ich das Englische richtig verstehe, mit der mehrfachen Bedeutung des Wortes „sense” gespielt hat.

Sinn und Verstand

Eine reizvolle Anzeige!

Die Schrift auf dem Stift

Dienstag, 21. Juni 2011

Ein berühmter Aufdruck kommt groß raus: „Evolution of the ‘Blackwing • 602’ Logo”.

Zukunft gestern

Dienstag, 22. März 2011

An den modernen Geist mit einem Gespür für die Zukunft richtete sich diese Anzeige von Eberhard Faber mit Sitz in Wiles-Barre, Pennsylvania (USA) und Toronto (Kanada).

Zukunft gestern

Aufwändig, attraktiv und mit alliterierendem Aufmacher bewarb man 1958 den verbesser­ten „Microtomic” in holzgefasster und Minenform sowie die Verpackung letzterer.

Zukunft gestern

Der für den Produktnamen gewählte und mir unbekannte Font ist sehr schwungvoll. Mich würde nicht wundern, wenn man die Zeichen des Schriftzugs individuell gestaltet, aber kein komplettes Alphabet angelegt hätte.

Zukunft gestern

Kaum etwas hat man ausgelassen: Raketen, Monde, Sterne und inmitten des Sonnensys­tems die Bahnen einiger Elektronen (?), die um die beiden Ausführungen des „Microtomic” kreisen. – Gut möglich, dass die Stimmung in den ins All strebenden USA die Motivwahl beeinflusst hat, denn im Jahr vor dieser Anzeige schickte die Sowjetunion den Satellit „Sputnik 1″ in die Erdumlaufbahn und löste damit den „Space Race” aus.

Zukunft gestern

Zukunft gestern

Der Text steht den Illustrationen in nichts nach …

Zukunft gestern

… und so glaubt man bei der Beschreibung des Minenbehälters, nein, des „One Hand Flip-Top Microtomic Lead Insertor”, ein High-Tech-Produkt vor sich zu haben.

Zukunft gestern

Zukunft gestern

Hier hat in meinen Augen nicht nur die Produktentwicklung Qualität gezeigt, sondern auch die Werbeabteilung.

Zukunft gestern

Wie wird man wohl in 50 Jahren auf die Anzeigen von heute schauen?

Wiedergeburt eines Klassikers

Donnerstag, 26. August 2010

Der legendäre „Blackwing 602″ von Eberhard Faber, inzwischen ein teures Sammlerstück, lebt wieder auf. Die California Cedar Products Company, Hersteller des „Palomino”, hat vor einiger Zeit die Namensrechte erworben und bringt nun den „Palomino Blackwing” auf den Markt. Erste Fotos und Details gibt es bei „The Blackwing Pages” – ich bin sehr gespannt!

28.8.10: Weitere erste Eindrücke gibt es unter „First impression of the new Blackwing pencil” von Mark Frauenfelder und „The new Blackwing pencil” von Michael Leddy.

31.8.10: Seit kurzem ist Pencil Revolution wieder aktiv und hat sich gleich zweimal dem „Palomino Blackwing” gewidmet: „The return of the Blackwing pencil!” und „The New Blackwings Arrive!”.

2.9.10: Frisch eingetroffen:

Wiedergeburt eines Klassikers

Eine Besprechung dieser Vorserienmuster folgt.

12.9.10: Eine exzellente Besprechung des „Palomino Blackwing” gibt es bei pencil talk – hingehen und staunen!

13.9.10: Und noch eine ausführliche Besprechung, diesmal bei Pencil Revolution: „New Blackwing Pre-Review”.

14.9.10: Mehr zum Hintergrund des „Palomino Blackwing” bietet die Reihe „Reviving the Blackwing” bei Timberlines, beginnend mit „A Labor of Love or Insanity?”. – Im Anflug auf den Online-Shop pencils.com von California Cedar: 875 Dutzend „Palomino Blackwing” aus Japan. (Das überrascht mich allerdings sehr, hat California Cedar doch erst vor kurzem um detailliertes Feedback zu den Vorserienmustern gebeten.)

15.9.10: Wie California Cedar jetzt mitgeteilt hat, waren die Vorserienmuster keine. Ein cleverer Marketing-Trick? – Kritische Bemerkungen dazu gibt es auch in einem Update der Besprechung bei pencil talk und bei Orange Crate Art.

2.10.10: „Pencil pushers excited for new Blackwing – Redesigned version of the Blackwing 602 writes new chapter for graphite lovers” von Alex Beam im Bosten Globe. – Ich möchte mal wissen, wer von denen, die den „Palomino Blackwing” so loben, eine ganze Seite geschrieben und dabei nicht den Härte-, besser Weichegrad dieses Bleistifts bedauert haben. War der alte „Blackwing 602″ hervorragend zum Schreiben geeignet, so ist der neue (zumindest für mich) viel zu weich, um hier auch nur annähernd mithalten zu können. – Kann es sein, dass hier ein unglaublicher Hype stattfindet? Und ich hab’ auch noch mitgemacht …

 1 2 3 Nächste