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Mittwoch, 30. September 2015

Paperworld 2015

Montag, 9. Februar 2015

Vor einer Woche ging die Paperworld 2015 in Frankfurt/Main zu Ende; hier ein paar No­tizen.

Paperworld 2015

Schon gewusst? Der Frankfurter Messeturm wird im Volksmund „Bleistift” genannt.

Ich kann nicht verhehlen, dass sich bei mir über die Jahre eine gewisse Sättigung einge­stellt hat. Hinzu kommt eine Verlagerung von der Breite in die Tiefe, d. h. während ich mir früher gerne möglichst viel angesehen habe, schaue ich heute lieber bei ausgewählten Themen genauer hin. So habe ich diesmal eine enge Auswahl getroffen.

Nicht dabei waren u. a. Brunnen, LAMY und Schwan-STABILO, doch letztere werden auf der erstmals im Oktober stattfindenden PBS1-Messe Insights X2 in Nürnberg vertreten sein.

CARL, leider immer noch ohne deutschen Vertrieb, zeigte einen neuen Kurbelspitzer im Design eines kleinen Bahnhofs. Er soll eine konkave Spitze produzieren, doch das kann ich nicht bestätigen. – Tombow bietet in Deutschland nach wie vor nur eine kleine Auswahl des im Heimatland Japan erhältlichen Sortiments an, und im Gespräch hatte ich nicht den Eindruck, als würde sich das in absehbarer Zeit ändern.

Bei Faber-Castell, KUM und LYRA konnte ich keine Neuigkeiten entdecken. Faber-Castell hatte das Buch „Since 1761″ ausliegen, was mich überrascht hat, wurde es doch bisher nicht beworben (auch auf der Website wird es nicht erwähnt). – Am Stand von Schnei­der hat mich der sehr fein, leicht und sauber schreibende Slider Basic F beeindruckt3.

Atoma hat immer noch keinen Vertrieb für Deutschland, aber einzelne Händler bestellen direkt in Belgien und können so eine Auswahl der Produkte anbieten. Die Mitarbeiterin, von der ich das erfahren konnte, hat mir in kürzester Zeit so viel wie möglich mitzuteilen versucht und mich dann mit „Gute Besserung” verabschiedet. Das fand ich bemerkens­wert.

Die meiste Zeit habe ich bei Viarco, Möbius+Ruppert, STAEDTLER und Caran d'Ache verbracht.

Viarco

Der portugiesische Hersteller mit über 100-jähriger Geschichte imponiert mir immer wieder, vor allem durch die Gestaltung seiner Produkte und ihrer Verpackungen.

Paperworld 2015

Am kleinen, aber feinen Stand gab es Ungewöhnliches zu sehen wie z. B. das „Tablet”, eine Lochplatte mit variablen Gummiband, auf dem Schreib- und Werkzeug gehalten wer­den können.

Paperworld 2015

Interessant finde ich die „Artgraf Twins” mit zwei 22 cm langen Bleistiften mit 4 mm dicker Mine, von denen der eine den Härtegrad B hat und der andere wasservermalbar ist. – Mit im Bild der ArtGraf XL.

Paperworld 2015

Für erwähnenswert halte ich auch die Farbstifte mit den Symbolen des ColorAdd-Systems, das Menschen mit Farbsehschwächen die korrekte Identifikation von Farben vorwiegend im öffentlichen Raum ermöglicht. – In der Welt des Bleistifts könnte es gerne noch mehr klei­ne Unternehmen wie Viarco geben, die unkonventionelle Ideen haben und umsetzen!

Möbius+Ruppert

Dem traditionsreichen Unternehmen mit Sitz in Erlangen bin ich schon lange zugeneigt, da mich dessen Produkte immer überzeugt haben.

Paperworld 2015

Zu den Neuigkeiten gehören ein Behälter-Doppelspitzer im ausgefallenen Design und ein Aufsteckspitzer.

Paperworld 2015

Der unscheinbar wirkende Aufsteckspitzer hat es mir angetan. Die beiden sauber verarbei­teten Komponenten des Spitzers sitzen sicher ineinander und lassen sich gut verdrehen; im geschlossenen Zustand rastet das innere Teil ein. Für den Halt auf dem Stift sorgt ein O-Ring, der jedoch drehbar gelagert ist, so dass sich der Stift beim Spitzen leicht drehen lässt. Bei einem schnellen Test hat das eingegossene Messer einen etwa 0,25 mm dicken Span abgenommen.

STAEDTLER

Auch die Produkte von STAEDTLER haben mich nie enttäuscht, und so galt dem Stand dieses Unternehmens ein eingehender Besuch.

Paperworld 2015

Der Radierer Mars plastic feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Passend dazu gibt es bereits seit Januar die Spitzer 510 10 und 510 20 in einer goldfarbenen Ausführung.

Paperworld 2015

Die vor zwei Jahren eingeführte Initium-Kollektion wurde um die Metallum-Schreibgeräte – Füllhalter, Tintenroller, Kugelschreiber und Drehbleistift – mit einem Schaft aus eloxiertem Aluminium erweitert.

Paperworld 2015

Den pigment liner 308 gibt es nun auch in den Strichstärken 1,0 und 1,2 mm sowie mit Keilspitze, wobei ich letztere am interessantesten finde.

Paperworld 2015

Zu dem 2013 vorgestellten dreiflächigen Bleistift mit Stylus-Funktion für Schreibanfänger kam mit dem Noris stylus pencil eine hexagonale Variante mit Standarddurchmesser. Er ist in blau, gelb und schwarz erhältlich.

Paperworld 2015

Seit Januar ist der 2013 gezeigte Noris color verfügbar. Der durch Coextrusion aus WOPEX-Material gefertigte Farbstift, der jetzt „Noris colour”4 heißt, wird in 24 Farben angeboten. – Im Gegensatz zum Noris eco, bei dem drei von sechs Flächen schwarz sind, hat der Noris colour das echte Noris-Design mit zwei gegenüberlie­genden schwarzen Flächen und zwei gegenüberliegenden schwarzen Kantenstrei­fen.

Paperworld 2015

Den Noris colour konnte ich noch vor Ort testen; seine Eigenschaften haben mich sehr beeindruckt.

Caran d'Ache

Der Auftritt von Caran d'Ache stand im Zeichen des 100-jährigen Firmenjubiläums.

Paperworld 2015

Selbstverständlich habe ich gleich meine Gedanken zum Holz der „Les Crayon de la Maison Caran d'Ache”-Sets ausgesprochen. Der Mitarbeiter, mit dem ich sprach, machte den Ein­druck, als wisse er genau, wovon ich spreche, und reagierte sehr diplomatisch. Seiner Ant­wort konnte ich nicht nur entnehmen, dass meine Vermutungen zum Material richtig sind, sondern auch, dass er die Unklarheit etwas bedauert. – Neben dem großen Sortiment, das durch die Farbstifte beherrscht wurde, gab es einige Jubiläums-Sets zu sehen, darunter eines mit dem Bleistift Technograph 777 und ein anderes mit einem Fixpencil.

Paperworld 2015

Das Technograph-Set5 enthält vier Bleistifte in den Härtegraden HB, B, 2B und 3B und ei­nen Einfachst-Magnesiumspitzer von Eisen. Verglichen mit dem alten Technograph hatten die Bleistifte im Set einen vergleichsweise rauhen und ungleichmäßigen Lack; darauf ange­sprochen sagte mir ein Mitarbeiter, dass man auf Wasserlack umgestellt habe. Ebenso wie die Lackierung der Bleistifte finde ich den Magnesiumspitzer des Jubiläums nicht würdig, und da es sich bei dem Inhalt des Sets um reguläre Artikel handelt, halte ich den Preis von 22 Euro für zu hoch6.

Paperworld 2015

Von ganz anderem Kaliber ist der mit 45 Euro zwar nicht billige, aber einzigartige Fixpencil, denn diese Variante mit einem Schaft aus gebürstetem Aluminium mit cm- und Inch-Skala ist nur in diesem Jubiläums-Set erhältlich. – Zur Geburtstagskollektion gehören außerdem der Prismalo-Aquarellstift, der Kugelschreiber 849 und der Kugelschreiber Ecridor.

Paperworld 2015

Ansprechend fand ich zudem die Bleistifte der GRAFIK-Serie, die es außer mit den Spielkar­ten-Symbolen auch noch in vier kontrastreichen Farbkombinationen mit unterschiedlich ge­formten Griffnoppen gibt.

Paperworld 2015

Auch Caran d'Ache bietet Luxus-Schreibgeräte an. Die auf 888 Stück limitierte Serie „Year of the Goat” hat einen Schaft mit Chinalack und Silber; der Kugelschreiber kostet 2300 Euro und der Füllhalter 2600 Euro.

Paperworld 2015

Solche Dinge mag und brauche ich nicht. Ich bleibe beim einfachen Bleistift und habe mich daher sehr über die zwei pfiffig gestalteten Jubiläums-Bleistifte gefreut, die wie die Schach­tel in den Schweizer Farben gehalten sind, wobei der weiße ein rotes und der rote ein weißes Käppchen hat. Ein in meinen Augen sehr geschmackvolles Werbegeschenk!7

Paperworld 2015

Das war's für dieses Mal – die nächste Paperworld öffnet am 30. Januar 2016 ihre Tore.

  1. Papier, Büro, Schreibwaren.
  2. Ich würde zu gerne wissen, wie man auf diesen beknackten Namen gekommen ist.
  3. So weit ist es gekommen – ich schaue mir einen Kugelschreiber an und finde den auch noch gut.
  4. Dem aufmerksamen Beobachter wird auffallen, dass die aus dem WOPEX-Material gefertigten Blei- und Farbstifte nicht mehr „WOPEX” heißen, sondern unter den Namen „Noris” laufen. Der Begriff „WOPEX” verschwindet von den Bleistiften und tritt nur noch als „WOPEX MATERIAL” mit eigenem Logo in Erscheinung.
  5. In der Beschreibung dieses Sets war bis gestern unter „Eigenschaften der Stifte” die Angabe „zehnschichtig” enthalten (in der englischen Variante hieß es „10 ply”), was mich an Sperrholz (plywood) hat denken lassen. Auf meine Anfrage hat mir Caran d'Ache mitgeteilt, dass „10 ply” die Schichtdicke angibt und „zehnschichtig” eine schlechte Übersetzung wäre (und dass der Technograph aus kalifornischer Zeder gefertigt würde). Heute fehlt dieses Detail, doch in der deutschen Beschreibung des dickeren Grafwood findet sich noch „8 plys” (englisch: „8 ply”).
  6. Der Technograph 777 kostet einzeln knapp 2 Euro.
  7. Wenn ich sehe, was Caran d'Ache zum 100-jährigen Jubiläum aufgefahren hat, wundere ich mich erneut darüber, dass es zum 250-jährigen von Faber-Castell nichts gab.

Kleinstholz

Samstag, 10. Januar 2015

Kleinstholz

Der Rest eines Tombow Mono nach der Bearbeitung durch Kisho

Resteverwertung

Samstag, 13. Dezember 2014

Nicht mehr neu, aber immer noch interessant ist die „Finger Joint”-Technik von Tombow, mit der Stücke von nicht komplett nutzbaren Brettchen verwendet werden können. So entsteht z. B. der Bleistift LA-KEA.

Resteverwertung

Aus dem Tombow-Katalog 2008

Besonders gut gefällt mir, dass man die typischen Merkmale dieses Verfahrens nicht unter einer Lackierung verbirgt, sondern sie zeigt; auch die zurückhaltende Dekoration passt gut dazu.

Oben der nicht mehr erhältliche Rot-Blau-Stift CV-REA VP

Resteverwertung

Resteverwertung

Vielen Dank an Sola von pencilsandotherthings für den LA-KEA B!

Tombow MONO graph

Samstag, 6. Dezember 2014

Heute ein kurzer Blick auf den noch recht neuen Druckbleistift MONO graph von Tombow.

Tombow MONO graph

Der MONO graph ist 14,7 cm lang, an der taillierten Griffzone 1 cm dick und 17 g leicht. Sein Schwerpunkt liegt 6,5 cm hinter dem 4 mm langen und nicht versenkbaren Minen­führungsröhrchen, und so lässt er sich gut handhaben. – Material- und Verarbeitungsqua­lität finde ich sehr gut. Alle Teile sitzen bündig, die Mechanik arbeitet geschmeidig und die dreigeteilte Zwinge ist aus Metall (was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist).

Tombow MONO graph

Die beiden Besonderheiten des MONO graph sind der Minenvorschub und der Radierer. Der Vorschub geschieht über Druck auf das obere Ende des Clips1 längs des Stifts oder über den von Pilot bekannten „Shaker”-Mechanismus. Das zehnfache Drücken oder Schütteln transportiert die Mine um gut 7 mm, und das Verschieben des Clips zum Radierer hin arretiert den Mechanismus. Der Radierer ist 26 mm lang und 5,5 mm dick und damit der zweitgrößte, der mir bisher in einem Druckbleistift untergekommen ist2; die Drehung des Endes schiebt in heraus.

Den Tombow MONO graph für 0,3- und 0,5-mm-Minen gibt es bei den einschlägigen Ver­sendern für etwa 5 Euro und außer im klassischen MONO-Farbschema noch in Schwarz, Rot, Blau, Gelbgrün und Rosa; der Dreierpack Ersatzradierer liegt bei knapp 1,50 Euro. In Deutschland ist der MONO graph leider nicht erhältlich.

  1. Die Gewohnheit lässt mich jedoch ab und zu auf den Radierer drücken.
  2. Der Radierer im STAEDTLER graphite 771 ist mit einer Länge von 39 mm und einer Dicke von 7 mm noch größer.

Top Two (3)

Montag, 13. Oktober 2014

Nach meinen Top Two der Bleistifte und der Handspitzer hier nun meine beiden Radierer-Favoriten. Es gibt einige sehr gute Radierer1: Faber-Castell Dust-Free, Kokuyo Campus Stu­dent, Mitsubishi Mark Sheet, Pentel Ain Matomaru, Plus Air-In Soft, Sakura Foam, Seed Ra­dar, Staedtler Mars plastic und diverse Varianten des Tombow Mono; auch die leider nicht mehr erhältlichen Pilot Foam und Staedtler Mars plastic Soft habe ich gerne benutzt. Be­schränke ich mich jedoch auf zwei, so sind dies der Hinodewashi Matomaru-kun und der Tombow Mono Zero.

Top Two (3)

Hinodewashi Matomaru-kun, Tombow Mono Zero

Der Hinodewashi Matomaru-kun bietet alles, was ich mir von einem Radierer wünsche: Er radiert gründlich, arbeitet papierschonend, ist krümelarm, kommt mit wenig Anpressdruck aus, hat eine geringe Eigenverschmutzung und ist sparsam. Man sollte ihn aufgrund seiner geringeren Festigkeit aber nur mit Manschette benutzen und weit vorne anfassen, um ein Abbrechen zu verhindern, doch das stellt für mich keinen Nachteil dar. – Dem Hinodewashi Matomaru-kun nicht nur im Namen verblüffend ähnlich ist der Pentel Ain Matomaru, doch der neigt bei weicheren Härtegraden zum Schmieren.

Der Tombow Mono Zero kann mit dem Matomaru-kun nicht ganz mithalten, hat aber dafür ein einzigartiges Merkmal, und zwar seine schmale Spitze2. Mit dieser lässt es sich präzise radieren, ohne das Benachbartes in Mitleidenschaft gezogen wird, was ich als ungemein praktisch empfinde.

Top Two (3)

Tombow Mono One, Stangen-Variante des Hinodewashi Matomaru-kun

Wie, noch einen dritten? Nein, aber ich habe zufällig festgestellt, dass die Stangen-Varian­te des Matomaru-kun in das Gehäuse des Tombow Mono One passt, was eine großartige Kombination ergibt3. – Die Stange ist etwas härter als der Block4, was vermutlich der Halt­barkeit dienen soll, aber der Leistung keinen Abbruch tut.

Diese Auswahl kann allerdings nur eine subjektive sein, denn die Wahl des geeigneten Ra­dierers ist abhängig vom Härtegrad des Bleistifts, der Beschaffenheit des Beschreibmaterials und dem Schreibdruck. So greife auch ich immer wieder mal zu anderen, und sei es auch nur, um mich an der Vielfalt zu erfreuen.

Welche Radierer bevorzugen meine Leser?

  1. In alphabetischer, nicht wertender Reihenfolge.
  2. Ich habe zurzeit die Ausführung mit der rechteckigen Spitze, finde aber die runde ebenso gut.
  3. Der Tombow Mono One ist auch so sehr gut, doch an den Matomaru-kun kommt er nicht ganz heran.
  4. Ich denke, dass man dazu nicht die Bestandteile, sondern nur ihr Mischungsverhältnis geän­dert hat.

Tombow MONO AIR touch

Sonntag, 2. März 2014

Einen ungewöhnlichen Radierer hat der japanische Hersteller Tombow unter dem Namen „MONO AIR touch” im Sortiment. Ungewöhnlich deshalb, weil er eine um 40% reduzierte Reibung im Vergleich zum normalen MONO-Radierer hat. Doch kann das funktionieren? Ist nicht gerade eine möglichst hohe Reibung eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Ra­dierergebnis?

Tombow MONO AIR touch

Nein, nicht unbedingt – der AIR touch zeigt, dass man auch mit weniger Reibung und ge­ringerem Anpressdruck sehr gut radieren und somit entspannt und papierschonend1 zu Werke gehen kann. Dabei fällt auf, dass er selbst bei weichen Bleistiften2 nicht schmiert, sparsam arbeitet und eine sehr hohe Radierleistung bei geringer Eigenverschmutzung bie­tet. Der AIR touch krümelt zwar etwas stärker, besonders bei niedrigem Anpressdruck, aber dieser Nachteil ist angesichts seiner Vorteile zu verschmerzen. – Interessanterweise ist der AIR touch spürbar härter als der Standard-MONO. Es heißt, seine Leistung würde durch Hohlräume und spezielle Öle erzielt.

Tombow MONO AIR touch

Exkurs: MONO

Die Marke „MONO” löste 1963 die im August 1952 eingeführte Marke „HOMO” ab, von der man sich aufgrund der homosexuellen Konnotation trennen wollte. Das erste Produkt mit diesem Markennamen war der MONO-Bleistift, der im August 1963 auf den Markt kam; ihm folgte der Bleistift MONO 100 zum 55-jährigen Firmenjubiläum im September 1967. Den MONO-Radierer gab es zunächst nur als Beigabe zu jedem Dutzend des MONO 100, doch im November 1969 kam er aufgrund der großen Nachfrage als eigenständiges Produkt auf den Markt. Sein blau-weiß-schwarzes Design hat er bis heute behalten. (Quelle: „The 100 Year History of the Tombow Pencil”, Tombow 2013.)

Tombow MONO AIR touch

Der 55 × 25 × 13 mm große AIR touch, den es auch als „MONO one”-Stangenradierer gibt3, hat die Artikelbezeichnung EL-AT und kostet 100 Yen (umgerechnet gut 70 Euro­cent). Zurzeit ist er nur auf dem japanischen Markt und bei einschlägigen Versendern er­hältlich.

  1. Besonders auf dem dünnen „Tomoe River”-Papier des Hobonichi Techo mit 52 g/m² empfinde ich das als sehr vorteilhaft.
  2. Getestet bis 4B (STAEDTLER Mars Lumograph 100). – Bemerkenswert finde ich seine Leistung zudem bei solchen Farbstiften, die nicht als radierbar ausgewiesen sind.
  3. Begrüßen würde ich eine Variante in Form des MONO zero.

Paperworld 2013 (1)

Samstag, 2. Februar 2013

Auf der diesjährigen Paperworld gab es einiges zu sehen; hier der erste Teil meiner kurzen und nicht repräsentativen Notizen. – Vermisst habe ich in diesem Jahr Brevillier-Urban, Carta Pura, Conté à Paris, Cretacolor, Derwent, Eberhard Faber, Fiskars, Herlitz, Läufer-Gutenberg, LAMY, Mitsubishi/uni, OHTO, Pentel, Pelikan, Pilot, Sakura, Schwan-STABILO und Westcott.

Paperworld 2013 (1)

Faber-Castell war natürlich vertreten, und ich habe mich nach Bleistift-Neuheiten erkun­digt.

Paperworld 2013 (1)

Zu den vorgestellten Produkten gehören der wasservermalbare „Graphite Aquarelle”, den es in fünf Härtegraden von HB bis 8B gibt. Sein mattes, dunkelgraues Äußeres mit silber­farbenem Prägedruck gefällt mir gut, und ich denke, dass dieses Gewand auch einem regu­lären Bleistift gut stehen würde.

Paperworld 2013 (1)

Ebenfalls neu ist der dreiflächige „Sparkle”, der wie ein invertierter GRIP wirkt. Die jeweils sechs dreieckigen Facetten der 174 sechseckigen Vertiefungen reflektieren das Licht in unterschiedlichen Farben – reizvoll und sicher nicht ganz einfach in der Fertigung. Einen „Pen of the Year” gab es diesmal übrigens nicht. Der des letzten Jahres war der zehnte und letzte; im Herbst, so sagte man mir, käme etwas Neues.

Paperworld 2013 (1)

Die dem Nachbarn STAEDTLER zugewandte Seite des Stands widmete sich mit großen Bannern dem „Perfekten Bleistift”. Hier hat mich überrascht, dass man nicht den typischen „CASTELL”-Schriftzug, sondern eine andere Schriftart gewählt hat.

Ein Kuriosum ist für mich Koh-I-Noor. Meine E-Mails an das Unternehmen sind bis heute unbeantwortet, und als ich mich in den vergangenen Jahren auf der Paperworld als End­kunde zu erkennen gegeben und nach Bezugsquellen für einige Produkte gefragt habe, war man schlagartig „very busy” und ließ mich stehen; einen erneuten Besuch habe ich mir daher erspart. – Bei Atoma wurde mir die Posthumus GmbH als Vertrieb für Deutschland genannt, doch dort ist man noch im Aufbau. – Tombow wartete mit einem vergrößerten Angebot für den deutschen Markt auf und Kutsuwa zeigte u. a. eine pfiffige Druckblei­stift-Zirkel-Kombination (leider durfte ich kein Foto machen).

Paperworld 2013 (1)

Bei FILA gab es keine neuen Blei- oder Farbstifte, dafür aber die Überraschung, dass nun auch der indische Hersteller DOMS zur Gruppe gehört. – Gerne hätte ich mir bei Uchida das Sortiment mechanischer Bleistifte angeschaut, doch die wurden bedauerlicherweise nicht gezeigt.

Paperworld 2013 (1)

Am Stand von RUMOLD konnte ich zwar nichts für mich neues entdecken, doch das Ge­spräch mit einem kundigen Mitarbeiter und der Anblick der vielen schönen Maßstäbe aus Holz und Metall haben mich erfreut. – Die zweifarbigen Lineale im Bild sind aus Birnbaum (hell) und Kirsche (dunkel); sie haben bereits im letzten Jahr die Ausführungen mit Cellu­loid-Facette abgelöst.

Paperworld 2013 (1)

Der Bürogerätehersteller Carl präsentierte seine Spitzer-Flotte, und als ich den „CC-2000 Custom” sah, war ich hin und weg.

Paperworld 2013 (1)

Metallgehäuse, gummigepolsterte Griffbacken, Langkonus, fünffach verstellbare Spitze – eine tolle Maschine! Interessant ist vielleicht noch, dass es zwei Varianten des Angel-5 gibt, eine in China und eine in Japan gefertigte.

Paperworld 2013 (1)

Bei Handspitzern ist Möbius+Ruppert für mich erste Wahl, und so galt dem Stand des in Erlangen ansässigen Hersteller ein längerer Besuch.

Paperworld 2013 (1)

Viele der Spitzer wurden mit Spänen farblich passender Stifte dekoriert – attraktiv und gleichzeitig auch informativ, sieht man doch sofort, welch dünnen, sauberen und gleich­mäßigen Span die Spitzer von Möbius+Ruppert schneiden. Auch die Präsentation der Line­ale aus Buchenholz fand ich ansprechend.

Paperworld 2013 (1)

In der zweiten Hälfte meiner Notizen geht es um den Auftritt von STAEDTLER, der wohl die meisten Überraschungen bot.

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