Archiv des Stichworts „Tombow”

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1+1=2

Mittwoch, 1. Juni 2011

Mit einer ungewöhnlichen Kombination überraschte bereits im Februar der japanische Her­steller Sharp in Zusammenarbeit mit Tombow.

1+1=2

Das Set „MONO × SHARP” mit der Artikelnummer EL-MN110X enthält einen solarbetriebe­nen, 140 × 57 mm² großen und 10 mm flachen Taschenrechner mit Kunststoffetui und den Radierer-Klassiker „Mono” in der mittleren Größe.

1+1=2

Der Rechner bietet die Grundrechenarten und Prozent, einen Speicher sowie Steuerbe­rechnungsfunktionen für Japan. – Zum bekannten und beliebten „Mono” muss man wohl nichts mehr sagen.

1+1=2

Mir gefallen die farbliche Abstimmung des Rechners auf den Radierer und das etwas Ana­chronistische – in einer Zeit, in der selbst im einfachsten Mobiltelefon ein Rechner steckt und fast jedes elektronische Gerät mehr als einen Zweck erfüllt, wirkt ein Taschenrechner ohne Zusatznutzen beinahe überholt.

1+1=2

Das Duo kostet umgerechnet etwa 10 Euro; die beiden anderen Varianten enthalten leis­tungsfähigere Rechner und den Stangen-Radierer „Mono One”.

Nachtrag vom 8.6.11: Zu diesem Rechner bauähnlich ist der Sharp EL-W200E.

Fünf für Glück

Montag, 24. Januar 2011

Fünf für Glück

Weder Photoshop-Trick noch optische Täuschung: Dieser Bleistift ist tatsächlich fünfflächig. Und damit hat es eine besondere Bewandtnis.

Fünf für Glück

Zum Ausfüllen maschinenlesbarer Formulare, wie sie z. B. in Prüfungen verwendet werden, bieten manche japanische Hersteller sog. „Mark Sheet”-Bleistifte an, darunter Tombow und Pentel; einige haben außerdem passende Radierer im Sortiment1.

Fünf für Glück

Das japanische Wort für „Bestehen” (z. B. eine Prüfung) und auch „Erfolg” ist 合格 („gou­kaku”) und das für „Fünfeck” ist 五角 („gokaku”)2. Die sehr ähnliche Aussprache der beiden Wörter verleiht dem Fünfeck eine spezielle Bedeutung, die u. a. hinter dem Brauch steckt, fünfeckige und mit Wünschen beschriftete Täfelchen an Altäre anzubringen. Mit diesem „Mark Sheet”-Bleistift bringt Mitsubishi das positiv konnotierte Vieleck in die Welt des Gra­phits3 und in die Hände nicht nur von Prüfungskandidaten.

Fünf für Glück

Material und Verarbeitung sind gut, aber nicht – wie bei vielen anderen Produkten dieses Anbieters – sehr gut, denn einige Unregelmäßigkeiten im Lack und beim Aufdruck mancher Exemplare trüben leider den Gesamteindruck. Auch der fehlerhafte Buchstabenabstand lässt die sonst übliche Sorgfalt vermissen.

Fünf für Glück

Doch die 2 mm starke HB-Mine, geringfügig weicher als deutsche Stifte mit dem gleichen Härtegrad, ist bruchstabil, hat eine saubere Abgabe und bleibt lange spitz; trotz der guten Schwärzung ist sie wischfest und lässt sich fast rückstandsfrei radieren4.

Fünf für Glück

Die strenge, auf das Wesentliche reduzierte Gestaltung spricht mich an, vor allem die zwei kontrastierenden Farbenpaare (schwarz/weiß, blau/orange). Sind diese eine Anspielung an den für das maschinelle Lesen so wichtigen Kontrast? – Ungewöhnlich: Der 17,5 cm lange Stift trägt weder Strichcode noch Artikelnummer, und so sind seine Form und sein Name (合格鉛筆, „goukaku empitsu”, salopp übersetzt „Erfolgsbleistift”) die einzigen Kennzei­chen; sogar eine Blindprägung habe ich vergeblich gesucht.

Fünf für Glück

Lässt der Querschnitt eine unergonomische Handhabung befürchten, so kann ich beruhi­gen – auch nach langem Schreiben hat mich keine Kante gestört oder gar gedrückt. Und selbst wenn: Wer würde sich dadurch schon vom Gebrauch eines solch attraktiven Blei­stifts abhalten lassen? (Ich jedenfalls nicht.)

Fünf für Glück

Ein Fünferpack (!) der ungespitzten, 8 mm dicken5 und nur in HB erhältlichen Stifte kostet 525 Yen (zur­zeit knapp 4,70 Euro); gekauft habe ich ihn bei Bundoki. – Drei weitere Blei­stifte für denselben Zweck zeigt „Mark Sheet pencils from Japan” bei pencil talk.

  1. Der einzige hierzulande für diese Anwendung angebotene Bleistift ist der STABILO Micro 288 Exam Grade, den es in HB und 2B sowie mit passendem (und sehr gutem) Radierer gibt. – Ob diese Produkte die Erkennung beim OMR (Optical Mark Recognition) wirklich verbessern, konn­te ich leider nicht herausfinden.
  2. Die der japanischen Sprache Kundigen mögen bitte über eventuelle Ungenauigkeiten hinweg­sehen, mich auf grobe Fehler jedoch hinweisen.
  3. 2008 gab es Derartiges schon einmal; siehe „Goukaku pencil” bei pencil talk.
  4. Getestet mit einem Faber-Castell Dust-Free 187129.
  5. Damit passt der Stift in handelsübliche Verlängerer.

LM-KMS

Sonntag, 14. Juni 2009

Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt sich ein nicht alltäglicher Bleistift, und zwar der „MONO MARK SHEET” des japanischen Herstellers Tombow. Nur im Härtegrad HB erhältlich und mit dem Hinweis „Hi-Precision For Mark Sheet” versehen, richtet er sich besonders an diejenigen, die z. B. in Prüfungen maschinell lesbare Bögen ausfüllen.

LM-KMS

Bleistifte für diesen Zweck, meist mit passendem Radierer, gibt es auch von Mitsubishi/uni, Pentel und STABILO, wobei die „Exam Grade”-Reihe von letzterem inzwischen auch hier erhältlich ist. Einige führen sogar Sets mit zwei oder drei Bleistiften, einem Radierer sowie einem Spitzer in einem transparenten Einfachst-Etui. Von Musgrave aus den USA kommt mit dem „Test Scoring 100″ ein Bleistift mit ähnlicher Zielsetzung, und Pentel bietet den 1,3-mm-Druckbleistift „Mark Sheet Sharp” für diese Anwendung an. Je nach Hersteller reichen die angebotenen Härtegrade dabei von HB bis 2B.

Leider weiß ich nicht, ob (und wenn ja, wie) sich diese „Mark Sheet”-Minen von denen gleichharter Bleistifte unterscheiden und welche Anforderungen das maschinelle Lesen an sie stellt. Ich gehe jedoch davon aus, dass eine gleichmäßige Abgabe und damit eine ebensolche Schwärzung von Vorteil ist; möglicherweise spielt auch der Reflexionsgrad eine Rolle.

LM-KMS

Der LM-KMS dürfte aber auch alle anderen Freunde und Nutzer des holzgefassten Graphits ansprechen, vereint er doch hervorragende Qualität, perfekte Verarbeitung und ein (in meinen Augen) pfiffiges Design. Zusammen mit einem guten Radierer wie dem sehr sauber arbeitenden „MONO” aus gleichem Hause, der – je nach Papier – die Spuren dieses Stiftes vollständig entfernt, zeigt er, was ein Bleistift zu leisten vermag.

LM-KMS

Ein Dutzend Tombow LM-KMS, die ungespitzt in den Handel kommen, kosten 1200 Yen (etwa 8,70 Euro).

Zettelzwerg

Donnerstag, 28. Mai 2009

Jetzt gibt’s wirklich keine Ausrede mehr, nichts zum Schreiben dabeizuhaben, denn dieser winzige Notizblock passt selbst in die kleinste Tasche: Nur 74 mm kurz, 52 mm schmal und knapp 9 mm dünn ist der „Bloc № 10″ des französischen Herstellers Rhodia.

Zettelzwerg

Rhodia Bloc № 10 mit Tombow Mono J HB (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Das im Rhodia-typischen, inzwischen 75 Jahre alten orange-schwarzen Design gehaltene „Nanopad” verfügt – ebenso wie seine großen Brüder – über die praktischen Falze im beschichteten Deckkarton, die dessen Umschlagen erleichtern, sowie die Mikroperforation zum einfachen und zuverlässigen Abtrennen der 80 Blätter.

Zettelzwerg

Der aus hellviolett kariertem 80 g/m²-Papier hergestellte „Bloc № 10″ ist mit orange und schwarzem Karton erhältlich und kostet knapp 1,30 Euro.

Spitzen und inspizieren

Dienstag, 5. Mai 2009

Angeregt durch zahlreiche Beobachtungen und den Artikel „Two Woodcase Pencils” bei Dave’s Mechanical Pencils setze ich heute mal die Messschraube an die Spitzerspäne an. Welches Modell ist gefräßig und welches glänzt als Sparschäler?

Spitzen und inspizieren

Die Testkandidaten (zum Vergrößern anklicken)

Dem kurzen Vergleichstest stellen sich (links hinten nach rechts vorne): Kutsuwa T'GAAL, PAPER and more (genaue Typenbezeichnung unbekannt), Tombow KSA-121, M+R 604 (“Granate”), KUM 400, DUX DX4112 und Faber-Castell UFO. Als Spänelieferant dient mir ein Bleistift unbekannter Herkunft, dessen homogenes Holz sich glatt spitzen lässt; pro Spitzer messe ich fünfmal und bestimme den Mittelwert. – Die Ergebnisse dieses einfachen Tests können natürlich nur Anhaltswerte darstellen und der groben Orientierung dienen, da ich einige Faktoren nicht berücksichtige, so z. B. den Einfluss der Holzart und die Kraft, mit der der Stift in den Spitzer gedrückt wird (diese von Hand exakt zu reproduzieren dürfte wohl unmöglich sein).

min. (mm) max. (mm) ø (mm) Platz
DUX DX4112 0,21 0,23 0,22 1
M+R 604 („Granate”) 0,22 0,29 0,25 2
Kutsuwa T'GAAL 0,24 0,29 0,26 3
Faber-Castell UFO 0,26 0,33 0,30 4
KUM 400 0,35 0,43 0,39 5
PAPER and more 0,37 0,44 0,40 6
Tombow KSA-121 0,40 0,55 0,48 7

Die Messergebnisse sind überraschend breit gestreut. Während die Langkonus-Modelle von KUM, Paper and more und Tombow herzhaft zubeißen und im Vergleich zum Testsieger die 1,8- bis 2,2-fache Dicke abnagen, zeigt sich der DUX DX4112 eindeutig als Sparschäler; dicht darauf folgen der M+R 604 und der Kutsuwa T'GAAL. – Dachte ich zunächst, die Streuung der Werte eines Spitzers läge bei Kunststoffmodellen höher, da dort das Material leicht nachgeben und so die Führung des Stifts stärker variieren kann, so bestätigt die Messung dies nicht.

Spitzen und inspizieren

Die ersten drei Plätze (DUX DX4112, M+R 604, Kutsuwa T'GAAL), das Testequipment und die Reste

Da der Kutsuwa T'GAAL hierzulande leider nicht erhältlich ist, empfehle ich sparsamen oder Nutzern von teureren Bleistiften den DX4112 von DUX und die „Granate” von Möbius + Ruppert.

Spitzer spitzen (3)

Dienstag, 21. April 2009

Mit einem sehr interessanten Hinweis auf einen bei toom erhältlichen Langkonusspitzer überraschte mich kürzlich Pencil Anna per E-Mail. Ein Blitz-Ausflug in die nächstgelegene Filiale zeigte, dass es sich bei besagtem Modell um einen Doppel-Gehäusespitzer handelt, der unter der REWE-Hausmarke „PAPER and more” für 1,99 Euro angeboten wird.

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Der unspektakulär blisterverpackte Spitzer ist in verschiedenen Farben erhältlich, wobei die Tönung des transparenten Deckels mit der Farbe des Unterteils korrespondiert (ein nettes Detail). Er misst 44 × 26 × 30 mm, wiegt knapp 13 g und trägt die Kennzeichnungen „TIKO” auf der Innen- sowie „P.R.C. DESIGN NO. 99327980.5″ auf der Rückseite. Das laut Verpackungsaufdruck in China hergestellte Utensil hat den Recyclingcode 07/O, der keinen Rückschluss auf die verwendeten Kunststoffe zulässt.

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”

Verblüffend ist die Ähnlichkeit dieses Spitzers zum Tombow KSA-121 (hier die schwarze Variante des letzteren):

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”, Tombow KSA-121

Der genaue Blick zeigt jedoch deutliche Unterschiede, so z. B. bei den Abmessungen der Deckel, die sich nicht untereinander austauschen lassen oder bei den Bohrungen für die Schrauben der Klingen (die Dicken der letzteren unterscheiden sich übrigens um gut 0,1 mm, wobei der Tombow die etwas stärkeren Klingen hat).

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”, Tombow KSA-121

Bei der Verarbeitungsqualität und den Gebrauchseigenschaften konnte ich jedoch keine signifikanten Unterschiede feststellen, und so ist das Modell von „PAPER und more” eine empfehlenswerte Alternative zum hierzulande leider nicht erhältlichen Tombow KSA-121.

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”, Tombow KSA-121

Test der beiden Doppelspitzer am STAEDTLER Noris 120

Danke an Pencil Anna für den Hinweis auf diesen Spitzer!

Nachtrag vom 23.4.09: Ein weiteres Foto der Ergebnisse, das die geringen Unterschiede verdeutlicht. Nach mehrfacher Nutzung beider Spitzer habe ich jedoch den Eindruck, dass der Tombow KSA-121 unterm Strich etwas gleichmäßiger spitzt.

Doppel-Gehäusespitzer von „PAPER and more”, Tombow KSA-121

Test der beiden Doppelspitzer am STAEDTLER Noris 120 (links „PAPER and more”, rechts Tombow)

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Alligator

Mittwoch, 11. März 2009

Viel zu schön, um nicht detailliert gezeigt zu werden: Das kleine Krokodil auf dem runden, schwarz lackierten Bleistift „ALLIGATOR” No. 2 von Johann Faber. (NB: Georg Büttners Bleistiftseiten zufolge ging Johann Faber, der sein Unternehmen 1876 gründete, im Jahr 1932 eine Zusammenarbeit mit Faber-Castell ein und wurde zehn Jahre später von diesem übernommen.)

Alligator

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Leider weiß ich überhaupt nichts über die Geschichte dieses wohl sehr alten Bleistifts, aber laut Bob Truby’s Brand Name Pencils muss es zumindest noch einen Kopierstift dieses Namens, jedoch ohne Grafik gegeben haben. – Neben dem Schwan auf den Stiften von STABILO, der bereits 1875 als Markenzeichen eingeführt wurde, gibt es heute noch die Libelle bei Tombow. Darüber hinaus kenne ich nur einen weiteren Bleistift mit Tier, nämlich den „Kiddi Black Elefant” von STAEDTLER, doch dieser ist seit geraumer Zeit nicht mehr erhältlich.

Alligator

Da das Krokodil in der westlichen Kulturgeschichte eine eher untergeordnete Rolle spielt, vermute ich, dass es hier lediglich der Dekoration dient, doch diese Aufgabe erfüllt es in meinen Augen auf eine sehr nette und attraktive Weise.

In letzter Sekunde

Mittwoch, 3. Dezember 2008

In letzter Sekunde

Gestern nachmittag kam ich gerade noch rechtzeitig vom Kaffeeautomaten an meinen Schreibtisch zurück, um zu verhindern, dass der grobe Haftnotiz-Klotz drei wichtige Büro­utensilien verspeist.

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